Definition der Leichtflugzeuge
Als Leichtflugzeuge werden im Sprachgebrauch motorbetriebene Flugzeuge bis 2000 kg Abflugmasse (Maximum Take Off Mass = MTOM) bezeichnet. Sie teilen sich in Landflugzeuge in Bugrad- und Spornradausführung sowie Wasserflugzeuge mit Schwimmerkufen an Stelle des Räderfahrwerks. Für den Einsatz auf Schnee können Leichtflugzeuge auch mit Kufen ausgerüstet werden.
Ultraleicht (UL)- Flugzeuge sind aerodynamisch (dreiachsig) gesteuerte oder gewichtskraftgesteuerte Leichtflugzeuge in ein- und zweisitziger Ausführung bis 472,5 kg MTOM.
Aerodynamisch gesteuerte UL- Flugzeuge werden fast ausschließlich über Steuerruder um ihre drei Achsen, nämlich Hochachse, Längsachse und Querachse, wie bei den "normalen" Flugzeugen gesteuert. Die Flugleistung moderner UL- Flugzeuge liegt vielfach höher als bei den zweisitzigen Sportflugzeugen bei niedrigerem Kraftstoffverbrauch und geringerem Fluglärm.
Gewichtskraftgesteuerte UL- Flugzeuge werden nach dem Hängegleiterprinzip durch Gewichtsverlagerung des Piloten, bzw. der leichten Gondel gesteuert. Sie unterscheiden sich deshalb grundsätzlich von den "normalen" Leichtflugzeugen und haben mit den Hängegeleitern eine gemeinsame Basis. Dazu zählen die schwereren ein- und zweisitzigen Motortrikes mit einer Leistung bis ca. 80 PS sowie die leichten, fußstartfähigen Hängegleiter mit einer Motorleistung bis ca. 30 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt nicht höher als 90 km/h.
Motorschirmgleiter (Paragleiter) sind UL´s auf Gleitschirmbasis. Die Steuerung erfolgt durch Verwindung der Schirmkappenenden mittels dünner Seilzüge. Dazu zählen schwerere Schirmtrikes und leichte, fußstartfähige Motorschirme (Paragleiter) mit einer Eigenmasse bis 120 kg und einer Motorleistung bis ca. 30 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt nicht höher als 60 km/h.
Tragschrauber (Gyrokopter, Autogyro) zählen zur Gruppe der Drehflügler. Sie verwenden für den Auftrieb nach dem Hubschrauberprinzip Rotorblätter an Stelle einer fixen Tragfläche. Diese werden (im Gegensatz zum Hubschrauber) durch die von unten anströmende Fahrtwindkomponente angetrieben und so in eine Autorotation versetzt. Der dazu notwendige Vortrieb erfolgt durch einen eigens angetriebenen Propeller.