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Zum Iocolator Zu den Dunklen Pfaden

Chronik
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Eines vorweg: Die Chronik versucht die bisherigen Abenteuer der "Zweckgemeinschaft" zusammenzufassen. Da diese Abenteuer über einen längeren Spielzeitraum gespielt wurden, ist es nur verständlich, daß da nicht unbedingt alles korrekt und historisch genau wiedergegeben wird. :-)
Die Chronik ist momentan in vier Kapitel unterteilt, nach den jeweiligen Szenarien, die zusammen die Kampagne bilden. Vor der eigentlichen Chronik gibt es ein Glossar, das auf bestimmte Begriffe und Eigennamen näher eingeht.

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Das Glossar

Alle Begriffe im Glossar sind in Reihenfolge ihrer ersten Erscheinung im Spiel aufgelistet.

Die Gilwen

Das Handelsschiff Hallatans, das nach seiner verstorbenen Frau benannt worden war. Die "Zweckgemeinschaft" reiste lange auf diesem zuverlässigen Schiff, und hat es das letzte Mal in Cairc-faergus gesehen. Es bietet Platz für eine recht ansehliche Ladung und ist normalerweise von ca. 25 Seemännern besetzt, dazu kamen früher noch der Kapitän Hallatan, die Maate Ragnir und Halmir und der Schiffskoch Vandor. Jetzt aber muß die Gilwen wohl verkauft werden und der komplette Seehandel des Handelshauses Hallatan eingestellt werden, es sei denn die "Zweckgemeinschaft" findet die Elbensteine für Gilmon.

Die Elbensteine

Zwei prächtige Edelsteine aus elbischer Fertigung, die wohl noch aus der Altvorderenzeit stammen. Caran Gil (Roter Stern) und Calen Gil (Grüner Stern) sind zusammen wohl unbezahlbar, wenn es sein muß, kann man sie aber sicher für viel Geld an den Mann bringen. Hallatan wollte sie in Umbar verkaufen, aber sie wurden vom Lachenden Freibeuter alias Gedron Mondstein geraubt. Sie waren der Anlaß für eine Verfolgungsjagd, welche die "Zweckgemeinschaft" von der haradrischen Wüste bis zum Urwald auf dem Rast Vorn führte.

Der Palanrist (Fernreisender)

Ein nach alter umbarischer Schiffsbaukunst gefertigtes Schiff. Hochseetüchtig, schnell und geeignet für Seeschlachten ist ein Palanrist ein prächtiges, aber auch tödliches Schiff. Die "Zweckgemeinschaft" verfolgte sehr lange Belewens Palanrist, die "Seregromen", bis man es endlich bei Minas Thonfalon in den Todessümpfen der Mora Hál fand. Schwer beschädigt, liegt sie immer noch dort vor Anker, dem Wachstum des Dschungels und den Beffraen, die sich wohl dort Baumaterial besorgen werden, ausgeliefert.

Der Elenibun (Stein des Ibun)

Ein riesiger, kugelförmiger weißer Edelstein mit ungeahnten magischen Kräften. Er stammt vermutlich aus dem Schatz von Nargothrond, der antiken Elbenstadt. Die Ibunniten hatten ihn aufbewahrt und Verfahren entwickelt, seine magischen Kräfte freizusetzen und zu nutzen. Dazu gehörte wohl ein Ritual, und ein armbrustartiger Gegenstand, den die "Zweckgemeinschaft" zusammen mit dem Elenibun erbeutet hat. Die Abenteurer bewahren ihn noch immer auf, in der Hoffnung, seine Kräfte eines Tages nutzen, oder ihn wenigstens zu Geld machen zu können.

Der Fokusstein

Ein schwarzer, eiförmiger Stein, mit ca. 25 kg Gewicht. Es gibt noch andere solche Steine in dem Grab der Asirac, aber der Fokusstein wurde entwendet, und mußte von der "Zweckgemeinschaft" mühsam wieder erkämpft werden. Anscheinend beherbergen die Steine alte Geister der Daen Coentis, aber ob ein Geist im Fokusstein ruht, und um was für einen es sich dabei handeln würde, hat die "Zweckgemeinschaft" nicht herausgefunden.

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Die Chronik der "Zweckgemeinschaft"

  1. Piraten vor Pelargir

  2. Korsaren im Eryn Vorn
    Teil 1 | Teil 2 | Teil 3

  3. Verschwörung in Saraleinn
    Teil 1 | Teil 2 | Teil 3

  4. Tales of the Westmarch
    Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4
    Teil 5 | Teil 6 | Teil 7 | Teil 8
    Teil 9 | Teil 10 | Teil 11 | Teil 12
    Teil 13 | Teil 14

Die folgende Chronik basiert auf Notizen, die im Laufe der Zeit organisch gewachsen sind. Unsere Spielgruppe fand sich nach mehrjähriger Pause im April 2000 wieder zusammen, um Mittelerde vom Bösen zu befreien. Spieler kamen und gingen, aber die Spielgruppe blieb bestehen, ebenso wie es die "Zweckgemeinschaft" tat. Weil einige der Notizen wohl schon starkem Verfall ausgesetzt waren, und laut Aristoteles die Frische eines Eindruckes besonders wichtig für sein Behalten ist, sind die beiden älteren Kapitel, "Piraten vor Pelargir" und "Korsaren im Eryn Vorn" etwas kürzer und ungenauer geraten. Ich hoffe aber doch, daß sie den Handlungsfaden und die wichtigeren Ereignisse in etwa richtig wiedergeben.
Mir ist bewußt, daß wir uns nicht immer an den ICE-Quellenhintergrund für Mittelerde gehalten haben, aber das steht uns als eigenständige Spielgruppe ja wohl zu. Die ersten beiden Kapitel entsprechen jedenfalls den gleichnamigen ICE-Produkten, "Verschwörung in Saraleinn" ist eine Eigenkreation, und "Tales of the Westmarch" ist ein frei erhältliches Modul.
Ich wünsche euch viel Spaß bei Lesen der Chronik; falls ihr Ähnlichkeiten mit lebenden oder historischen Persönlichkeiten oder Begebenheiten findet, lacht bitte recht herzlich!

Man schrieb das Jahr 16 des Vierten Zeitalters. Ruhe und Frieden waren nach Mittelerde zurückgekehrt. Der dunkle Herrscher Sauron war vernichtet worden, seine Heerscharen zerschlagen und die freien Völker Mittelerdes erfreuten sich am Frieden.
Pelargir, die Hafenmetropole war der Schauplatz der Ereignisse, die diesen schönen Zustand zu beenden drohten - Denn die "Zweckgemeinschaft" kam.

In der Hafenkneipe "Saufmolch" trafen sich Reisende, Seeleute und Ortsansässige, um Neuigkeiten auszutauschen, eine Arbeit zu finden, oder um einfach das köstliche Bier aus der Hausbrauerei zu versuchen. Der angesehene Weinhändler Kapitän Hallatan hielt hier Ausschau nach kampferprobten und tapferen Männern, die er auf Seereise in den Süden mitnehmen wollte. Kaum einer hatte Lust, sich in die piratenverseuchten Gewässer zu wagen, doch vier seltsame Zeitgenossen, die sich selbst für kampferprobt und tapfer hielten, meldeten sich. So kam es zur schicksalhaften Gründung der "Zweckgemeinschaft" - Etilas, der *große* Magier, Kelomat der reisende Mönch, Khal'inka, der rasende Kämpfer und Snorre, der trinkfeste Zwergenprinz bildeten eine Gruppe, die zwar weder berühmt noch bekannt werden sollte, aber überall, wo sie hinkam für Aufruhr und Tumult sorgte. Keine Legende, aber eine passable Geschichte war geboren.

Die "Zweckgemeinschaft" begann dieses Abenteuer mit einem zünftigen Trinkwettbewerb, den Snorre überlegen gewann. So lernte man sich wenigstens näher kennen und brachte den Zwerg dazu, die Gilwen zu betreten. Warnungen und Gerüchte über den Lachenden Freibeuter, der mit Vorliebe Schiffe aus dem Norden vor der haradrischen Küste überfiel, wurden in den Wind geschlagen, und zwei Tage später legte man ab.
Die Reise verlief lange ereignislos, man kam zum Anduindelta, und segelte nach Süden. Das Ziel waren die Küstenstädte Nah-Harads und als letztes Umbar, der große Hafen der Korsaren. Die "Zweckgemeinschaft" vertrieb sich die Zeit mit Kartenspielen und kleinen Aufträgen an Bord. So half man Vandor, eine Rattenplage zu beenden, was zu einer wiederbelebten Rattenphobie bei Khal'inka führte. Immerhin konnte Etilas die gefangene Ratte zu seinem magischen Vertrauten machen. Kelomat lernte ein wenig Kochen, und zusammen entlarvte man einen Falschspieler. Die Feuertaufe für die Abenteurer kam aber bald: Ein Riesenkraken griff die Gilwen an, und ergriff mit seinen Fangarmen einige Matrosen. Aber die Zweckgemeinschaft machte ihren Job und erschlug den Kraken. Von nun an gingen sie, inzwischen vorsichtiger geworden, nur noch gerüstet an Deck. Das sollte auch nicht helfen.
Die Gilwen segelte gerade in den Ethir Harnen ein (Die "Zweckgemeinschaft" interessierte sich nie für Geographie), und lief dort in eine Falle des Lachenden Freibeuters. Mit zwei Schiffen, einem schnellen Küstensegler und einer Kriegsgaleere konnten die Piraten die Gilwen abfangen und entern. Die "Zweckgemeinschaft" entschloß sich anhand der feindlichen Übermacht, gleich aufzugeben. Zuvor sorgte Etilas mit seiner Illusionsmagie aber dafür, das die Piraten Hallatans Schwiegertochter Dorien und Snorres wertvollen Besitz nicht fanden. Trotzdem, die Seeräuber entführten sechs Matrosen, plünderten den Lagerraum, und machten sich mit Hallatans Wein und persönlichem Besitz davon, nachdem sie die Takelage der Gilwen untauglich gemacht hatten. Nach diesem Vorfall sank die Reputation unserer Abenteurer bei der Besatzung wieder.
Mit letzter Anstrengung gelang es, am nahe gelegenen haradrischen Küstenstädtchen Sook Oda anzulegen, wo es erst mal Landurlaub gab. Hallatan konnte durch seine guten Ruf die Reparatur der Gilwen, Unterkunft und Verpflegung auf Kredit organisieren, für die Besatzung gab es ein wenig Zerstreuung nach dem furchtbarem Piratenüberfall, und die "Zweckgemeinschaft" begann sich ein wenig nach dem Lachenden Freibeuter umzuhören. In der Taverne Nordmaid hörte man erste Gerüchte über einen Adeligen namens Gedron Mondstein, der eventuell der Hehler des Lachenden Freibeuters sein könnte. Die Wirtin machte die Abenteurer mit Syron Pfadfinder bekannt, der Gedrons Wohnsitz, die Mondsteinfestung ein wenig auskundschaften wollte. Hallatan beauftragte die "Zweckgemeinschaft" schließlich, herauszufinden, ob Gedron Mondstein nun etwas mit den Piraten zu tun hatte, und, falls das zutreffen würde, seine Ladung wertvoller Weine, seine Kiste voll Gold und vor allem seine persönlichen Wertgegenstände, darunter die wertvollen Elbensteine, wieder zu beschaffen. Da der Hetman von Sook Oda, Haruth, für Informationen über den Lachenden Freibeuter außerdem noch eine Belohnung auszahlen konnte, war die nächste Aufgabe der "Zweckgemeinschaft" klar. Zusammen mit dem kundigen Waldläufer Syron und dem angeheuerten haradrischen Türsteher Yud machte man sich auf den Weg.
Der Wüstenpfad zur Mondsteinfestung war durchaus gefährlich, Wüstenstürme, wilde Büffelherden, und eine Wüstenschlange konnte die "Zweckgemeinschaft" nicht aufhalten. Schließlich kam man an eine uralte Ruine mit einem magischen Opferstein samt zugehörigem Erdwächter, beide konnten vernichtet werden. Aber dann zwangen die gefährlichen, fleischfressenden Katzenklaubüsche die Helden zum Rückzug nach Sook Oda, um mal ihre Wunden zu heilen.
Beim zweiten Anlauf klappte es besser, die Gefahren der Wüste waren der Gruppe nicht mehr unbekannt. Zwei Wüstentrolle wurden erschlagen, und der reisende Händler Humbug konnte aus ihrer Höhle befreit werden. Außerdem konnte man die Mondsteinfestung unentdeckt erreichen und auskundschaften. Tatsächlich gab es dort einen geheimen, unterirdischen Hafen, der verborgen in den 30 m hohen Steilklippen zum Meer lag. Es gelang in einer handstreichartigen Aktion über diesen Hafen einzudringen, man besiegte vier Wachen leicht im Kampf und konnte an die 30 Rudersklaven befreien. Zusammen mit den Sklaven stahl man die "Meister Seewolf", die große Kriegsgaleere der Piraten, und kehrte mit ihr nach Sook Oda zurück.
Siegestrunken und übermütig plante man den nächsten Schlag gegen die Seeräuber; man erhielt von Haruth die 80 Goldstücke Belohnung für das Auskundschaften der Piraten, hatte eine wertvolle Galeere erbeutet und mit den dreißig Sklaven auch Hallatans entführte Männer gerettet. Der zweite Maat und Hallatans Sohn, Halmir und dessen Freund, der Schiffskoch Vandor, ließen sich von der Euphorie und vom schnellen Geld blenden, und schlossen sich der Gruppe als Verstärkung an. Man heuerte auch noch das Söldnerpaar Beregrond und Caranel an, um Yud zu ersetzten, der einen Angriff auf die Mondsteinfestung für zu riskant hielt. (Wie recht er doch hatte!) Außerdem erfuhr man von der Priesterin von Sook Oda, daß der magische Mondstein über dem Festungstor einen Alarm auslösen konnte, und mietete daher den Jungen der Wirtsfamilie samt Segelboot, um wieder über den geheimen Hafen in die Festung einzudringen.
Der Plan scheint zunächst gutzugehen. Zu zehnt glaubte man eine gute Chance zu haben. Der Hafen konnte trotz verstärkter Wachen schnell und ohne Verluste erobert werden. Dann begann man die Verließe und die Festung weiter zu erkunden. Man fand noch einige Wachen und Sklavenmädchen, bis der neugierige Etilas mit einem Hebel einen lauten Alarm auslöste. Die "Zweckgemeinschaft" und ihre Verbündeten zogen sich in einen der Festungstürme zurück, was sich als taktischer Fehler erwies. Sie wurden von einer dreifachen Übermacht eingeschlossen und angegriffen. Die Gruppe wehrte sich tapfer und erschlug vieler ihrer Feinde, doch letztendlich unterlagen sie. Am Ende stand nur noch Etilas, der sich ergab. Ein voreiliger Pirat schlug ihn nieder, und es wurde dunkel um die "Zweckgemeinschaft". Am diesen Tag starben alle Verbündeten der Abenteurer, Halmir, Vandor, Syron, Caranel und Beregrond.

Angekettet wachten Etilas, Kelomat, Khal'inka und Snorre in einer modernden Zelle wieder auf. Der aus vielen Wunden blutende Humbug wurde sterbend zu ihnen in die Zelle geworfen; er wurde von den Piraten zu Tode gefoltert, als sie ihn nach dem Verbleib ihrer Galeere befragten. Die Lage schien aussichtslos, aber das Schicksal zeigte sich gnädig. Der Burgheiler Sofan ermöglichte der "Zweckgemeinschaft" die Flucht, indem er bei den Gefangenen die Pest diagnostizierte. Er selbst wollte mit Gedrons Geliebten Numa von der Festung fliehen. Dazu heilte er die Gruppe mit seinen Kräutern und seiner Magie von ihren Wunden, und erzählte den Abenteurern alles, was sie wissen wollten. Gedron Mondstein war kein Hehler, sondern tatsächlich der Lachende Freibeuter selbst, aber hinter alledem steckte ein düsterer Schwarzer Numenorer namens Zokhad. Mit Sofans Informationen gelang es der "Zweckgemeinschaft", unbemerkt aus dem Kerker zu entkommen und in die Mondsteinfestung einzudringen. Gedron, Zokhad und einige andere wurden im Schlaf oder beim Ankleiden überrascht und gemeuchelt. Numa wurde befreit, ebenso wie andere Sklavenbedienstete der Festung. In einem Turm der Festung kam es zu einer erbitterten Konfrontation mit der Burghexe Emuna, die schwer angeschlagene "Zweckgemeinschaft" mußte im Turm ein Notlager einrichten. Die restlichen Piraten sammelten sich und sorgten so für eine Pattsituation. Schließlich mußten die Abenteurer belagert im Turm bleiben und wieder nächtigen. Am nächsten Morgen waren die Piraten mit dem ihrem verbliebenen Schiff, der "Bucht-Adler", geflohen, und hatten alles mitgenommen, was sie konnten. Hallatans Gold und einige andere Beutestücke waren verloren, aber man fand immerhin noch die Notizen und Aufzeichnungen Zokhads und außerdem hatte der letze verbleibende Piratenhauptmann Dulo, der durchaus vernünftig war, alle Sklaven freigelassen.
Das Abenteuer war vorbei, Hallatans Wein war schon früher mit der Galeere gerettet worden, aber sein Gold und sein persönlicher Besitz waren verloren. Die wertvollen Elbensteine jedoch waren von Zokhad bei einem geheimen Treffen auf hoher See an eine gewissen Belewen von Maros verkauft worden. Die "Zweckgemeinschaft" kehrte zusammen mit den befreiten Leibeigenen aus der Festung nach Sook Oda zurück, und erlebte dort eine bittere Überraschung.
Belewen hatte mit ihren Männern und ihrem seltsamen Kriegsschiff, einem Palanrist, Sook Oda geplündert, vor allem den Hafenbereich. Die Gilwen war, wie viele andere Schiffe und Gebäude in Brand gesteckt worden, Hallatan war bei der Verteidigung seines Schiffes gestorben.
Es gab nicht mehr viel zu tun. Ragnir, der erste Maat der Gilwen, wollte nur noch schnell die Gilwen reparieren und nach Pelargir segeln, um Gilmon, dem zweiten Sohn Hallatans, die traurigen Neuigkeiten zu überbringen, und um die nun verwitwete Dorien nach Hause zu bringen. Die Zweckgemeinschaft war sehr betreten über das Unglück des Hauses Hallatan, verkaufte ihre Galeere, setzte Haruth als Verwalter der Mondsteinfestung ein, die nun, da Gedron der letzte seines Geschlechts gewesen war, in den rechtmäßigen Besitz der "Zweckgemeinschaft" überging. Man wollte auch schnell zurück in den Norden, um die traurigen Ereignisse hier im Süden schnell hinter sich zu lassen.

Nach einer raschen Reise traf man in Pelargir ein, und suchte als erstes Gilmon auf. Dieser war natürlich sehr betroffen über den Tod seines Vaters und Bruders, aber er war der "Zweckgemeinschaft" auch dankbar für ihre Hilfe. Er bat die Abenteurer um einen weiteren großen Gefallen, und setzte damit ein neues Abenteuer in Gang: Die Elbensteine, die der wertvollste Besitz seines Vaters gewesen waren, wurden dringend benötigt, um den finanziellen Ruin des Handelshauses Hallatan zu verhindern. Da vermutlich die seltsame Belewen, die zuvor Sook Oda geplündert hatte, die Steine hatte, und man aus Zokhads Notizen ungefähr ihr Ziel kannte, hatte man auch schon eine Reiseroute. Die "Zweckgemeinschaft" packte alles nötige zusammen, nur ein sperriger, magischer Bronzespiegel, den Etilas in der Mondsteinfestung erbeutet hatte, wurde bei Gilmon hinterlegt. Ragnir brachte die Abenteurer mit der Gilwen in das Fürstentum Saraleinn, ein Nachfolgestaat des alten Cardolan. Irgenwo dort vermutete man Belewen und ihre Männer auf ihrer seltsamen Mission. Der erste Zielhafen war Lond Daer, wo die "Zweckgemeinschaft" gerade rechtzeitig zu einer großen Siegesfeier kam: Einige Orkköpfe waren am Hafen aufgespießt, und die dortigen Fischer feierten die gelungenge Vertreibung eines Piratenschiffes. Belewen hatte tatsächlich eine Art Seeblockade betrieben und mehrere Tage lang die kleinen Binnenschiffe der Einheimischen überfallen. Schließlich aber stellten die Fischer den Piraten eine Falle: Ein Boot mit Usbequia, einem starken Schnaps, wurde den Piraten als leichte Beute zugeschanzt, später wurden die schwer betrunkenen Seeräuber überfallen und ihr Schiff schwer beschädigt. Sie flohen nach Norden, wo sie aber auch nicht weiterkommen konnten; schließlich waren im Norden ja nur noch die Gewässer der Elben rund um die Grauen Anfurten, die mit Sicherheit keine Piraten duldeten. Also beschloß die "Zweckgemienschaft" nach Cairc-faergus zu segeln, dem letzten menschlichen Hafen vor den Gewässern der Elben. Allerdings wurden auch neue Fragen aufgeworfen: Was machte der Palanrist mit den Piraten hier im Norden, wo es nur Gefahren und fast nichts zu holen gab? Um was für eine Mission, die Zokhad in seinen Notizen angedeutet hatte, handelte es sich dabei, und warum waren Orks an Bord? Würde man den Palanrist finden, so würde man wohl auch Anworten bekommen.
Nach kurzer Fahrt wurde man von Ragnir in Cairc-faergus abgesetzt, die Gilwen kehrte in ihren Heimathafen Pelargir zurück. Cairc-faergus war der letzte Außenposten der Zivilisation in Saraleinn, es lag am Rande des uralten Waldes Eryn Vorn. Und aus Zokhads Notizen wußte man auch, das Belewens Mission irgendetwas mit dem Rast Vorn, dem "Schwarzen Kap" zu tun hatte. Jedenfalls gab es keinen anderen Hafen dort, außer Cairc-faergus, aber seit Menschengedenken hatte hier kein größeres Kriegsschiff wie ein Palanrist angelegt. Die "Zweckgemeinschaft" begab sich auf Spurensuche.
Bald wurde man von Odo (Kein Sicherheitschef!), dem Gemeindesekretär, zu dessen Vorgesetzten Cospatrick geführt. Cospatrick bot folgenden Handel an: Wenn die "Zweckgemeinschaft" für ihn in den Eryn Vorn ginge, und dort einen gesuchten Verbrecher zu Strecke bringen würde, dann würde er selbst seine guten Beziehungen spielen lassen und nach dem Palanrist suchen lassen. Ein Auftrag nach dem Geschmack unserer Helden, zusammen mit dem ortskundigen Führer Illtud brach man in den Urwald auf. Der gesuchte Verbrecher Dunadd, ein Mörder, hatte sich vor Jahren, als der letzte König Saraleinns gestorben war, sogar als der Thronerbe Cennaigh ausgegeben, der wiederum von einem Rivalen in eine Festhalle gelockt und damit verbrannt worden war. Seitdem trug Dunadd den Spitznamen "Der Falsche Cennaigh". Er hielt sich laut Cospatrick am Traith Chefudoc, einer heiligen Stätte der eingeborenen Beffraen, auf; zusammen mit seiner Bande.
Illtud erwies sich als nicht besonders geeignet, er machte nicht nur Jagd auf jedes halbwegs wertvolle Wild, er war auch ziemlich unfreundllich zu den wenigen Jägern und anderen Menschen, denen man unterwegs begegnete. Schließlich ließ er die "Zweckgemeinschaft" im Stich, und verschwand während der Nacht samt seiner Anzahlung. Aber die Abenteuerer kamen auch so recht gut zurecht mit den Gefahren des Dschungels. Man traf auch noch auf eine Gruppe Elben, die von einer seltsamen Unruhe der Tierwelt im Urwald berichtete, später auf einen aufdringlichen Wasa, der der Gruppe Informationen über die Beffraen und ihr Dorf Nansret verkaufte. Die Beffraen waren es dann auch, die eine Wendung herbeiführten. Die "Zweckgemeinschaft" lief in einen Hinterhalt, den die Beffraen gelegt hatten, und war gegen eine Übermacht, die sich außerdem noch bestens im Gelände auskannte, chancenlos. Die ansonsten mit tödlichem Gift behandelten Pfeile aus den Blasrohren der Beffraen versetzten die "Zweckgemeinschaft" nur in einen tiefen Schlaf.
Wieder einmal gefesselt und mit brummenden Köpfen wachten die Abenteuerer in einem Ti, ein rundes Steinhaus der Beffraen, auf. Sie wurden zu Maelgym, dem Gora von Nansret, das ist eine Art Häupltingsschamane, gebracht. Der sprachkundige Gabran übersetzte, und bald konnten die Feindseligkeiten beiseite geräumt werden. Dunadd hatte Scherl, einen für die Beffraen äußerst wichtigen Weissager entführt, und sich mit dieser Geisel am Traith Chefudoc verschanzt. Eine furchtbare Entweihung der heiligen Grabstätte der Beffraenschamanen, und eine Vertrauensbruch von Dunadd, der zuvor eine recht gute Beziehung zu den Beffraen unterhalten hatte. Die "Zweckgemeinschaft" war für Verbündete Dunadds gehalten worden, die Beffraen machen da nicht viele Unterschiede zwischen den verschiedenen Völkern, die außerhalb des Rast Vorn leben. Da sie keine ungeweihten Waffen auf ihren heiligen Stätten führen durften, war man sich schnell einig: Die "Zweckgemeinschaft" wurde freigelassen, um Dunadd und seine Bande zu bekämpfen und Scherl zu befreien. Gesagt, getan. Am Traith Cehfudoc konnte man Dunadds Wachen schnell überwinden, und gut die Hälfte seiner Bande ausmerzen. Aber Dunadd selbst nahm Scherl als Geisel und floh mit seinen letzten beiden Vertrauten. Die "Zweckgemeinschaft" riskierte trotzdem einen Angriff, und hatte Glück: Die beiden dunländischen Bandenmitglieder und Dunadd selbst wurden leicht besiegt, und dem ohnehin schwer angeschlagenen Scherl passierte weiter nichts. In der "Höhle der Träume" am Traith Chefudoc, wo Dunadd sich verschanzt gehabt hatte, fand man noch einen zweiten Beffraen-Schamanen, der zusammen mit Scherl entführt worden war. Noch viel interessanter war ein Brief, den man bei Dunadd fand. Ein gewisser Ardagor, der sich selbst Kriegsherr von Minhiriath nannte, schien Dunadd ganz genaue Befehle zur Entführung Scherls gegeben zu haben. Dunadds Handlungen bekamen durch die Anspielung im Brief auf "Entsatz aus dem Süden" einen neuen Anschein. War das alles der Teil eines größeren Plans? Spielte Belewen mit ihren Piraten eine Rolle darin? Wie auch immer, die "Zweckgemeinschaft" sammelte die Beute ein, trennte noch rasch Dunadds Schädel als Beweis ab, und brachte Scherl und den anderen Schamanen, beide waren schwer mißhandelt und unter Drogen gesetzt worden, zurück nach Nansret.

2. Teil: Versumpft

In Nansret war die Freude groß, als der große Weissager Scherl, zwar angeschlagen aber lebendig, zurückgebracht wurde. Zwar war er noch bewußtlos, die Beffraen waren aber zuversichtlich ihn mit genügend Zeit heilen zu können, ebenso wie sie die "Zweckgemeinschaft" mit ihren seltsamen Ritualen von ihren Verletzungen und Wehwehchen heilten. Auch gabe es jetzt ein viel engeres Vertrauensverhältnis zu den Beffraen, und Gabran erzählte nun die volle Wahrheit: Die Beffraen waren schon vor mehreren Wochen auf den gesuchten Palanrist gestoßen, der seltsame dunkelhäutige Menschen beherbergte (wahrscheinlich haradrische und umbarische Seeräuber), und an einer uralten Anlegestelle im südlichen Sumpf lag. Die Beffraen dachten, es wären Waffenschmuggler und Verbündete von Dunadd, daher hatten sie das Piratenschiff mit ihrer Streitmacht angegriffen. Aber die Fremden aus dem Süden waren gut bewaffnet und konnten den Angriff abwehren, obwohl das Schiff Brandschäden erlitt. Eine Verbindung zwischen Belewen und Dunadd begann sich abzuzeichnen. Bevor man aber in die Sümpfe ging, wollte man noch Dunadds Kopf zu Cospatrick bringen, um vielleicht noch mehr Informationen zu erhalten.
Nach einigen Tagen Reise kam man nach Cairc-faergus. Cospatrick hatte aber auch nur durch die Aalfänger von Cairc-faergus erfahren, daß der Palanrist bei Minas Thonfalon, der alten Anlegestelle, gesehen worden war. Minas Thonfalon lag in der Mora Hâl, den schrecklichen Totensümpfen im Süden des Eryn Vorn. Aber davon ließ sich die "Zweckgemeinschaft" nicht abhalten. Mit einer Karte von Cospatrick machte man sich auf den Weg. Der Weg war gefährlich, zu den Gefahren des Urwaldes kamen noch die blutdürstenden Muhlipps und Meereskrokodile. Zusammen mit Trohard Trolljäger wurde eine ganze Trollfamilie ausgerottet, bevor man den Weg nach Minas Thonfalon fortsetzte. Dort fand man tatsächlich den Palanrist samt den Piraten, die die Ruine Minas Thonfalon notdürftig wieder befestigt hatten. Das Piratennest war gut befestigt und bewacht, zu gut. Ein nächtlicher Erkundungsgang schlug fehl, Orks und Muhlipps, die anscheinend Minas Thonfalon oder die Piraten in der Nacht schützten, schlugen die "Zweckgemeinschaft" in die Flucht. Schwer verletzt mußte man nach Cairc-faergus zurückweichen.
Beim zweiten Gang zum Piratennest erfuhr man von einer Gruppe Mebden, den freundlichen Bewohneren eines Waldkönigreiches, das schon sehr viele Tiere, vor allem Vögel, aus dem zenralen Eryn Vorn geflohen waren. Ob das irgendeine Bedeutung hatte? Später traf man die Verbrecher Agredain und Sedrin, die die "Zweckgemeinschaft" dazu brachten, Soldaten aus Suduri, die die entflohenen Sträflinge verfolgt hatten, zu töten. Man verfolgte die Verbrecher, fand aber nur Blutspuren. Muhlipps hatten sich die beiden geschnappt. Man verfolgte die Spuren und fand im tiefsten Sumpf einen seltsamen Hügel, der sich im Laufe der Zeit auf einem Gerippe eines Fastitokalon, einer riesigen Schildkrötenart, gebildet hatte. In dessen Inneren fand man viele untote Muhlipps, und einen gefährlich Grabunhold, der mit mehr Glück als Verstand besiegt wurde. Aber der gefundene Schatz war die Gefahr wert.
Man zog weiter nach Minas Thonfalon. Diesmal gelang alles besser. Dank Etilas' verschleiernder Magie konnte man unbemerkt in das Piratennest eindringen, einen Ork und einen seltsamen, meditierenden Mann erschlagen, und sogar das Logbuch des Palanristes entwenden. Zufrieden zog man sich fürs erste zurück. Aus dem Logbuch erfuhr man, daß Belewen mit einem Stoßtrupp zu einem Ort namens "Bar-en-Ibun" im Norden aufgebrochen war. Außerdem sei sie von zwei düsteren Priestern eines "Finsteren Kultes" begleitet worden, die wohl irgendetwas mit der Mission zu tun hatten. Die "Zweckgemeinschaft" beschloß, Belewen zu verfolgen und sich in Nansret über Bar-en-Ibun zu informieren.
Dort erfuhr man, daß der Ort Bar-en-Ibun bei den Beffraen Meur Tol hieß, und ein seit alten Zeiten verfluchter Ort wäre. Eine alte Frau wußte von "krummen Würmern" zu berichten, die dort leben würden, und für alles Üble im Eryn Vorn verantwortlich seien. Da Scherl inzwischen ansprechbar war, nahm sich die "Zweckgemeinschaft" gleich mal eine Audienz beim großen Weissager der Beffraen.

Scherl hatte auch einiges zu sagen, hatte er doch in seinen Fieberträumen Visionen vom totalen Untergang seines Volkes gehabt. Natürlich war laut Scherl nur die "Zweckgemeinschaft" in der Lage, die Beffraen zu retten, und mußte dafür schnellstens zum Meur Tol. Dort fand sie einige Zeichen von Leben, anscheinend war der Ort von Wesen bewohnt, die auf Ackerbau angewiesen waren. Man drang in ein verzweigtes Höhlensystem ein, und fand die Caids, und die Ibunniten, ihre Herren. Die Ibunniten waren offensichtlich Kleinzwerge, eine von den Zwergen ausgestoßenen Gruppe, die überall von allen freien Völkern gehaßt wurden. Die "Zweckgemeinschaft" tötete einige der Kleinzwerge, und drang in ihre Gräber ein, wo sie von den ruhelosen Gebeinen der (un)toten Kleinzwerge vertrieben wurden. Man fand auch noch einen schweren Steinsarkophag, in dem der untote Ibun selbst auf einem Bett aus Edelsteinen ruhte. Man konnte Ibuns Zorn über die Störung seiner Totenruhe nur knapp entkommen.
Schwer verletzt kehrte man nach Nansret zurück, um sich von der Beffraen-Ritualmagie heilen zu lassen. Scherl konnte seine Prophezeiung präzisieren, insofern, daß nur ein Volk mit Sicherheit untergehen würde, und wie oder ob das geschehen würde, läge in der Hand der "Zweckgemeinschaft". Da mit den Caids-Sklaven offensichtlich Verwandte der Beffraen entdeckt worden waren, kamen diesmal Gabran und Tegid, der stärkste Kämpfer der Beffraen, mit zum Meur Tol.
Inzwischen hatte sich einiges bei den Kleinzwergen ereignet. Es gab überall deutliche Kampfspuren, und eine Gruppe von Ibunniten hatte sich auf den Caragond, eine spitze Felsnadel neben dem Meur Tol, zurückgezogen. Sie wurden von der "Zweckgemeinschaft" und den beiden Befraen getötet, obwohl es ein harter Kampf war. Zwei Kleinzwerge waren gefangen genommen worden, und gaben an, es sei zu einer Revolte unter den Caids gekommen, die von Fremden unterstützt worden war. Tegid war gefallen, und Khal'inka entging nur knapp dem Tod. Während des Kampfes war eine alte Kleinzwergin besonders aufgefallen, bei deren Leiche man einen armbrustartigen Gegenstand, und einen riesigen Edelstein, den Elenibun, fand.
Man wollte gerade weiter in die Höhlen eindringen, als der Elb Ebola aus dem Schatten hervor trat. Er war auf der Suche nach Dunadd, und hatte deshalb die "Zweckgemeinschaft" verfolgt. Schnell war man sich einig, Ebola schloß sich der "Zweckgemeinschaft" an, um die untoten Kleinzwerge und deren lebenden Verwandten zu bekämpfen, und um die Revolte der Caids und deren fremde Helfer näher zu betrachten. Ebolas Hoffnung bestand unter anderem darin, den Sarkophag Ibuns wieder zu öffnen, und sich am Schatz zu beteiligen. Am Eingang der Caidshöhlen fand man dann die Fremden, es handelte sich um Belewen und ihre Untergebenen. Zwar konnten die Wachen der Piraten leicht überwältigt werden, aber als Belewen auftrat, und anscheinend noch Macht über die untoten Kleinzwerge hatte, nahm die "Zweckgemeinschaft" die Beine in die Hand. Belewen hetzte ihnen sieben Untote hinterher, schon einer allein schien zuvor unverletzbar. Die verängstigten Caids, die von Belewen auch nicht besser behandelt worden waren als von den Ibunniten, beobachteten verzweifelt das Geschehen. Und sie sollten ein wahres Wunder erleben. Als sich auch noch die verbleibenden zwei Priester des Finsteren Kultes den Untoten bei der Verfolgung anschlossen, eskalierte die Situation. Mit einem verzweifelten Feuerball konnte Etilas auf Anhieb vier der Untoten vernichten, und verletzte die anderen drei schwer. Endlich hatte man eine Schwachstelle gefunden, und wußte wie man die Untoten verletzten konnte. Beflügelt von seinem Erfolg streckte Etilas die beiden Priester mit Blitzstrahlen aus einem erbeuteten Zauberstab nieder, während Ebola die anderen Untoten mit seinem magischen Streitkolben vernichtete. Zusammen konnte die "Zweckgemeinschaft" nach kurzem Kampf auch noch Belewen und ihre verbliebenen Männer besiegen, Sieg auf ganzer Linie. Die Caids waren frei, und jubelten zusammen mit Gabran, und die "Zweckgemeinschaft" jubelte ebenfalls, als sich die Elbensteine bei Belewen fanden.
In Nansret gab es ein großes Fest, als die Vettern der Beffraen, die Caids, gerettet zurückkehrten. Die beiden gefangenen Kleinzwerge, die Snorre in einem Anflug von Mitgefühl freigelassen hatte, waren inzwischen von Beffraen-Jägern gefangengenommen worden, und starben als Höhepunkt der Beffraen-Feierlichkeiten. So erfüllte sich Scherls Prophezeiung, das Volk der Ibbuniten existierte von da an nicht mehr.
Wenig blieb zu tun für die Zweckgemeinschaft. Mit Ebola als neuem Mitglied der Gruppe kehrte man noch einmal zum Meur Tol zurück, und besiegte Ibun, den Ahnvater der Ibunniten. Über 400 Juwelen fanden sich bei seinen Grabbeilagen, seinen Kriegshammer und seinen Mithrilpanzer gab es als Draufgabe dazu. Um den Sieg über Belewen zu vervollständigen, wollte man noch das verbleibende Piratennest bei Minas Thonfanlon ausräuchern. Ein Angriff der "Zweckgemeinschaft" glückte zwar halbwegs, Etilas erlitt aber eine tödlichen Pfeilschuß, und mußte sich mit seiner Magie nach Nansret retten. Die anderen eroberten zwar die "Seregromen", das Schiff der Piraten, hatten aber keine Lust mehr zu kämpfen. Ebenso war es bei der Handvoll übriggebliebener Piraten. So handelten ihr Anführer Desirin und Khal'inka einen Waffenstillstand aus, und die Piraten durften mit ihrem Hab und Gut abziehen.
Der Eryn Vorn war wieder befriedet. Die "Zweckgemeinschaft" fand in Nansret eine geheilten Etilas, der dank eines machtvollen Rituals der Beffraen wieder wie neu war. (Viel später sollten sich vor allem Kelomat und Etilas fragen, ob an diesen Ritualheilungen nicht ein Haken gewesen war.) Hier war alles getan worden, man konnte nach Cairc-faergus gehen, und nach Pelargir reisen, um Gilmon die Elbensteine zu übergeben. Allerdings hatte die "Zweckgemeinschaft" zu dieser Zeit leider nicht die Machenschaften Ardagors, des selbsternannten Kriegsherren von Minhiriath, bedacht.

In Cairc-faergus erfolgte zuerst ein Umtrunk mit Odo, der in ein rauschendes Gelage ausartete, da Odo ein sowohl freundlicher als auch großzügiger Mann war, der sich für Geschichten aus fernen Ländern begeistern konnte. Die Feier wurde durch einen Feueralarm gestört, das Haus von Cospatrick, das zugleich seine Amtsstube war, brannte. Die "Zweckgemeinschaft" half fleißg beim Löschen, dennoch brannte der gesamte erste Stock, der aus Holz gefertigt war aus. Innen fand man eine verkohlte Leiche, mit einer kleinen Besonderheit, ein Dolch steckte in ihrer Brust. Cospatricks letzter Termin war ein Händler aus Suduri, namens Shovin Bertelsmann, gewesen. Cospatricks Wertgegenstände, seine Stute und auch Dunadds Kopf, den er hier aufbewahrt hatte, fehlten. Dazu fand sich ein angesengter Steckbrief der "...00 Goldstücke" für Dunadd, tot oder lebendig bot. Die "Zweckgemeinschaft" begann sich für die Sache zu interessieren, und durchsuchte das Zimmer Shovins in der Herberge "Ebbe und Flut". In der Tat wurden zwei wichtige Briefe gefunden, der eine war von Ardagor höchstpersönlich, und bewies, daß Shovin für Ardagor arbeitete und daß es eine Verbindung zwischen Shovin und Copatrick gab. Der zweite Brief war von einem Unbekannten, und handelte von einem geplanten Jahrmarktsereignis in Suduri - sehr seltsam.
Die "Zweckgemeinschaft" vermutete sogar eine List Cospatricks, da man die Leiche nicht eindeutig identifizieren konnte, aber egal, es war klar das der Weg sie nach Suduri führen mußte. Odo bat die Abenteuerer auch, dort beim Rat von Saraleinn vorzusprechen und den Tod Cospatricks bekanntzugeben. Die Vorräte wurden erneuert, die Sachen gepackt, und die Gruppe machte sich auf den Weg. Die Reise dauerte doch etwas länger, der Weg war mehr als 200 km lang, und der Zwerg Snorre wollte natürlich nicht reiten.
Nach einem Gewaltmarsch erreichte man Suduri am Gwathló, die Hauptstadt von Saralein. Der Jahrmarkt, der die Einwohnerzahl immer für mehrere Wochen im Jahr verdoppelte, war bereits voll im Gange, es waren noch zwei Wochen bis zum Jahrmarktsfesttag, an dem das Ereignis unbekannter Art stattfinden sollte. Als erstes wurde in der Burg Suduri die Nachricht von Cospatricks Tod verlautbart, wobei die Abenteuerer den senilen Gramio, den Ratsvorsitzenden kennenlernten. Kelomat gab sich als Ehemann dessen Enkeltochter Gramina aus, was der Alte zwar glaubte, aber sonst auch nichts brachte. Also schaute man sich mal in Suduri um.
Da die "Zweckgemeinschaft" auf Grund des Tonfalls des zweiten Briefes einen Mordanschlag befürchtete, und vom Umschlag wußte, daß der Brief im Auenland aufgegeben worden war, wollte sie schnell handeln. So durchstöberte man die Jahrmarktsfestwiese und hielt Ausschau nach Hobbits. Snorre fand stattdessen einige ihm bekannte Zwerge, die ihn über den Tod von König Thorin Steinhelm vom Einsamen Berg informierten. Snorre witterte sein Erbrecht und kündigte seine baldige Trennung von der "Zweckgemeinschaft" an. Da man keine Hobbits oder andere Zeitgenossen aus dem Auenland fand, versuchte man erst mal nach Shovin Bertelsmann zu fahnden. Man suchte seine Frau Inimiel auf, die von ihrem Taugenichts von Mann nur noch Ärger und Schulden erwartete. Aber sie wies die "Zweckgemeinschft" auf Hillsam, einen Bekannten ihres Mannes, hin. Dieser wiederum lebte bei seiner resoluten Mutter und war bald sehr gesprächig, nachdem die "Zweckgemeinschaft" seine liebe Mutter betäubt und ihn selbst entführt hatte. Hillsam hatte für Shovin den Boten gespielt, und Briefe aus der Burg Suduri und auch hinein geschmuggelt. Er arbeitete dort als Stallbursche und fand oder hinterlegte die Briefe in Graminas Pferdebox hinter einem lockeren Stein. Er dachte, er würde eine unerwünschte Affäre zwischen Shovin und Gramina unterstützen, und daß deshalb alles geheim bleiben mußte. Selbstredend erkannte die Zweckgemeinschaft, daß mehr hinter der Sache steckte, und nahm sich eine Audienz bei Ombalin, dem Handelsrat von Saraleinn, um ihr gesammeltes Wissen weiterzugeben. Man erzählte ihm vom Verdacht auf ein geplantes Attentat im Auftrag des mysteriösen Ardagors, und vom fragwürdigen Tod Cospatricks. Ombalin versprach, Schritte einzuleiten, und berichtet vom berühmten Gaukler Hagebald von Bree, der mit seinen Hobbits aus dem Auenland die Jahrmarktsattraktion sein sollte.
In der folgenden Nacht brach man in die Wohnwagen der Gaukler ein, fand aber nichts als eine Zeichnung einer wunderschönen Frau. Die "Zweckgemeinschaft" kehrte zu ihrer Herberge zurück, und stellte fest, daß die Stadtgarde gerade ihre Zimmer durchsuchte und nach ihnen fahndete. Etilas glaubte, es würde sich um ein Mißverständnis wegen des Enbruchs in die Wohnwagen handeln, und stellte sich freiweillig, gegen den Rat seiner Gefährten. Die anderen beobachteten verärgert, wie er abgeführt und in die Burg gebracht wurde. Würde sich alles aufklären, oder waren die Schwierigkeiten mit der Justiz diesmal zu ernst?

Teil 2.: Im Untergrund

Der Rest der "Zweckgemeinschaft" vertraute in Etilas' Fähigkeiten, sich selbst zu helfen, und suchte erst mal ein Versteck. Der herzensgute Hillsam brachte sie in einer leeren Fischerhütte im Flußviertel unter, wo man verblieb. Der inzwischen etwas unsicher gewordenen Etilas wurde in den Kerker der Burg gebracht, und traf dort auf Frowein, den Polizeichef von Suduri, der sich allerdings nicht mit Höflichkeiten aufhielt: Er fragte Etilas nach den Machenschaften der "Zweckgemeinschaft" in Suduri. Deiser wiederum vertraute dem Polizeichef von Suduri leider und erzählte ihm wirklich alles, auch die Vorgeschichte, die sich im Eryn Vorn zugetragen hatte. Als Frowein wortlos die Zelle verließ, überkamen Etilas doch leise Zweifel. Mit einigen flinken Zaubersprüchen befreite er sich aus der Zelle und kehrte zur Herberge zurück. Da die anderen nicht mehr da waren, suchte auch er Hillsam auf, und fand so Anschluß an seine Gefährten. Da sich am Geschehen nichts mehr ändern ließ, beschloß man sich einfach mal auszuruhen.
Der nächste Morgen brachte neue Ideen. Wie so oft zuvor zauberte Etilas mehrere Unsichtbarkeitszauber und die "Zweckgemeinschaft" machte sich so getarnt auf den Weg in die Burg. Dort sah man gerade, wie Hillsam von seiner Arbeit als Stallbursche weg verhaftet wurde, und erkannte, daß die Stadtgarde offensichtlich für die falsche Seite arbeitete. Mit ein wenig Mühe drang man in den tiefsten Kerker ein, wo Hillsam gerade von Frowein auf brutale Weise verhört wurde. Eine Wache wurde von Kelomat getötet, die andere betäubt, und Frowein konnte gefangen genommen werden. Unter leichtem Druck gestand dieser eine Konspiration von ungeahntem Ausmaß. Frowein selbst, Ombalin und Copatrick arbeiteten für den Halbtroll Ardagor, der mit seinen Verbündeten eine Machtübernahme in Saraleinn plante. Ein über Shovin Bertelmann angeheuerte Attentäterin sollte den Militärrat Dulcan am Jahrmarktsfesttag ermorden, sodaß Frowein, dessen Nachfolge als Ratsmitglied und als Oberbefehlshaber des Heeres von Saraleinn antreten könnte. Das Attentat am Volkshelden Dulcan sollte vor aller Augen erfolgen um die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzten. Im fünfköpfigen Rat hätte Cospatrick, Ombalin und Frowein dann die Mehrheit gehabt; weiterhin hätte die Attentäterin den alten Gramio später auch beseitigen sollen. In dieses Machtvakuum hätte dann eine Bedrohung von außen in Form eines Beffraenaufstandes und der Bedrohung durch untote Kleinzwerge fallen sollen - hierfür hätten Dunadd und Ardagors Verbündete aus dem Süden gesorgt. Frowein hätte den inszenierten Aufstand niedergeschlagen, und so den Machtanspruch des neuen Rates untermauert und das Volk geeint. Ardagor hätte dann weiterhin aus dem Hintergrund die Fäden gezogen und die geplante Angliederung Saraleinns an das wiedervereinte Königreich Gondor und Arnor verhindert. Außerdem hätte er mit der kleinen Armee Saraleinns und den beinahe unbesiegbaren untoten Kleinzwergen eine beträchtliche Streitmacht zur Verfügung gehabt. Cospatrick hatte Doppelverrat begangen, um an die 2000 Goldstücke Kofgeld für Dunadd, den gesuchten Thronräuber "Falscher Cennaigh" zu kassieren. Das Kopfgeld war in Tharbad von der dortigen Präfektur ausgesetzt worden war, um die Freunschaft König Elessars zu Saraleinn zu bekunden. Außerdem war ja die "Zweckgemeinschaft" der Konspiration auf die Schliche gekommen und hatte sie schon zuvor unwissend im Eryn Vorn sabotiert, was den ganzen Plan natürlich mehr als gefährdete.
Die Abenteuerer brachten Frowein und die ganze Sache vor den Hohen Rat von Saraleinn, und erhielten ihre von Froweins Stadtgarde aus ihrer Herberge konfiszierter Ausrüstung zurück. Ombalin wurde verhaftet und beging in seiner Zelle Selbstmord. Die Mitglieder der "Zweckgemeinschaft" hätten Volkshelden werden können, wenn der Rat die ganze Sache nicht unter den Teppich gekehrt hätte, um die Bevökerung nicht zu verunsichern. Außerdem hatte Kelomat ja noch eine unschuldige Wache getötet, man verurteilte ihn zu einem hohen Bußgeld, was für Mord eigentlich eine ziemlich leichte Strafe war. Aber immerhin hatte Kelomat ja geholfen, gefährliche Verschwörer aufzuhalten.

Vom Rat erhielt die "Zweckgemeinschaft" den Auftrag, Ombalins Anwesen, auf dem sich laut Froweins Aussage Ardagor versteckt hielt, auszukundschaften und sich um Ardagor zu "kümmern". Dieser Auftrag war quasi eine Bedingung für das milde Urteil Kelomats, also willigten die Abenteuerer gerne ein. Sie wollten schnell Ombalins Rinderfarm aufsuchen und die Sache erledeigen, damit sie noch vor dem Jahrmarktsfesttag wieder in Suduri sein konnten. Schließlich lauerte ja noch immer eine Attentäterin irgendwo in der Stadt.
Schnell erreichte man das nur 10 km enfernte Anwesen, und drang in das dortige Haupthaus ein. Einige Arbeiter und Köche wurden schnell abgeschlachtet, einer von ihnen als Auskunftgeber verschont. Außerdem fand man im Keller einen Zugang zu unterirdischen Gewölben, vermutlich der Unterschlupf Ardagors. Vom Gefangenen erfuhr man, das Ardagor gerade mit seiner Uruk-Hai-Leibgarde unterwegs wäre und Viladan, sein Adjutant, das Kommando führte. Außerdem waren Ardagor Orks und Trolle untertan, die in Höhlen unterhalb des Anwesen hausten. Also beschloß die "Zweckgemeinschaft", zuerst das Haupthaus genau zu untersuchen, bevor sie sich an die Orkhöhlen wagte. In der Dachkammer liefen sie in eine Falle Viladans, der plötzlich eine magische Dunkelheit herbeizaubert und die Abenteurer im Dunklen mit Sprüchen und seinem Dolch attackiert. Auch beschwörte er einen Dämon, den die Helden zuerst besiegen mußten. Trotzdem konnte die "Zweckgemeinschaft" wieder Herr der Lage werden, und den lästigen Schwarzmagier überwältigen. Der gefesselte Viladan blieb aber schweigsam, und Kelomat wollte gerade seine unmönchischem Verhörmethoden einsetzten, als Viladan vor seinen Augen verschwand. Enttäuscht durchsuchte man die Dachkammer, und wurde auch fündig: Viladans fast unleserliche Notizen wurden gefunden, die letzten Einträge handelten vom erneuten Auftauchen Copatricks in Tharbad, und von der "Zweckgemeinschaft" selbst, anscheinend hatten Ombalin oder Frowein noch eine Nachricht an Viladan schicken können, bevor man ihnen auf die Schliche gekommen war. Trotzdem, die Lage war nicht gut. Schwer verletzt durch die Konfrontation mit Viladan konnte die "Zweckgemeinschaft" wohl kaum einen Kampf gegen Ardagor selbst überstehen, und Viladan war ja auch noch verschwunden.
Just in dem Moment, als eine Geheimtür am Kaminabzug der Dachkammer gefunden wurde, landete eine Krähe, die von Viladan wie Brieftauben benutzt wurden, auf dem Fenstersims. Sie überbrachte eine Nachricht Ardagors, die Angelegenhheit mit Cospatroick wäre erledigt, und er würde in der nächsten Nacht zurückkehren. Also hatte man noch etwas Zeit, um einen Hinterhalt zu legen. Die Geheimtür im Kamin verbarg eine Leiter in den Keller, direkt zum gefesselten Vialdan, der sich mit seiner Magie wohl doch nicht ganz der "Zweckgemeinschaft" entziehen konnte. Er verhielt sich jetzt, angesichts seiner ausweglosen Situation, viel kooperativer, und ging einen Handel mit der "Zweckgemeinschaft" ein. Im Austausch für freies Geleit und seine Ausrüstung berichtete er über seine und Ardagors Vergangenheit, zeichnete einen genauen Plan der unterirdischen Höhlen und nannte sogar die genaue Anzahl der feindlichen Orks und Trolle. Um vor Ardagors Vergeltung sicher zu sein, gab er Ratschläge, wie man Ardagor am besten auflauern könnte und überließ der "Zweckgemeinschaft" einen Schlüsselbund, der alle Türen auf und unter dem Anwesen öffnen konnte. Ardagor war eine Züchtung und ein Untergebener Sarumans gewesen, ebenso wie Viladan. Nach dem Ringkrieg flohen die beiden mit einigen Orks und Trollen nach Norden, wo sie sich in Saraleinn niederließen. Dort gab es einige alte Agenten Sarumans, die sich gut für eine Verschwörung eigneten. Es dauerte Jahre, bis Ardagor Verbündete im Süden und im Osten gewonnen hatte, und seinen Plan in die Tat umsetzen konnte, aber Viladan wußte leider nichts genaues über diese Verbündeten.
Jetzt wollte man erst einmal Ardagor erledigen, und sperrte mit Viladans Schlüsselbund alle Zugänge zu den unterirdischen Höhlen ab. Viladan ritt inzwischen nach Norden davon, und wurde seitdem nicht mehr gesehen. Mit der üblichen Taktik, nämlich Unsichtbarkeitszaubern, lauert man einen Tag und eine Nacht später tatsächlich Ardagor auf. Da man inzwischen dank Viladan wußte, das der Halbtroll nicht nur ein gewaltiger Krieger, sondern auch in den magischen Künsten bewandert war, wollte man es gleich beim ersten Mal richtig anpacken. Ardagor und seine Begleiter wurden von einem Feuerball empfangen, und fielen in wenigen Augenblicken den Hieben der "Zweckgemeinschaft" zum Opfer. Khal'inka hatte die Ehre, Ardagor niederzustrecken, aber der Freudenschrei blieb ihm im Halse stecken. Denn Ardagor löste sich in Luft auf, bevor er den Boden berührte. Zurück blieb nur sein zerfallendes Halsband, aus einem unbekannten Schwarzmetall.
Der Feind war besiegt, aber nicht vernichtet. Die "Zweckgemeinschaft" ruhte sich den folgenden Tag aus, und wollte dann die inzwischen hoffentlich halbtot gehungerten Orks erledigen - doch diese hatten sich aus ihrem Gefängnis befreit und waren geflohen. Die vier Trolle, die in den Höhlen gefunden wurden, erwiesen sich als zu gefährliche Gegner, einer konnte zwar erschlagen werden, aber die "Zweckgemeinschaft" wollte dort nichts mehr riskieren. Da die Trolle sich ja nicht ins Tageslicht wagen durften, konnte die Gruppe gefahrlos nach Suduri zurückkehren, und die Trolle sich selbst überlassen.
Wieder vor dem Rat erstattete man Bericht und wurde entlassen. Obwohl alle Stadtwachen nach der Attentäterin Shelia, deren Namen man aus Viladans Notizen erfahren konnte, Ausschau hielten, wollte die "Zweckgemeinschaft" sich der Sache selbst annehmen. Es waren noch vier Tage bis zum Jahrmarktsfesttag, und Dulcan war nicht gewillt, dem Festakt fernzubleiben. Zwei Tage lange durchforsten die Abenteuerer die Stadt, wurden aber nicht fündig. Schließlich trug man noch einmal alle Informationen zusammen und befragte noch einmal alle Zeugen - Shovin Bertelsmanns Frau Inimiel, die jetzt ja mit Sicherheit Witwe war, konnte die "Zweckgemeinschaft" zu Shovins Kusine Betty führen, die eine Fremdenpension betreib. Tatsächlich tauchte Shelia auf, und entpuppt sich als die wunderschöne Frau, deren Bild man im Wohnwagen der Hobbits gefunden hatte. Shelia war nämlich mit der Gauklertruppe in der selben Wagenkolonne aus dem Auenland angereist. Das alles hinderte Snorre nicht daran, sie brutal niederzuschlagen. Allerdings wollte keiner der Männer aus der "Zweckgemeinschaft" der smarten und attraktiven Meuchelmörderin etwas antun. Shelia war ja auch nicht mehr daran interessiert, ihren Auftrag auszuführen, da sie ja niemand mehr bezahlt hätte. Sie wurde freigelassen, und verließ Suduri auf der Stelle. Zuvor notierte man sich aber eifrig ihre Kontaktadresse aus dem Auenland, sei es um vielleicht einmal in näheren Kontakt zu der Blondine zu kommen, oder weil man eventuell einmal eine gute Attentäterin benötigen würde.
Die "Zweckgemeinschaft" konnte vor dem Hohen Rat Entwarnung geben, da das Attentat bereits im Vorhinein abgewendet worden war. Dulcan war allerdings überhaupt nicht darüber erfreut, daß eine Meuchelmörderin einfach so laufengelassen worden war. Die peinliche Berichterstattung vor dem Hohen Rat, und das Verbot für Kelomat, jemals ein Bürger von Saraleinn werden zu dürfen, sorgten für eine schnelle Abreise aus Suduri. Alles Notwendige war hier getan worden, und die "Zweckgemeinschaft" reiste zusammen mit Snorres Zwergenfreunden nach Tharbad, um sich einmal ein bißchen Urlaub und Entspannung zu gönnen, die Trennung von Snorre, dem zukünftigen Zwergenkönig, zu vollziehen, und in aller Ruhe die Rückreise nach Pelargir zu planen.

"Tales of the Westmark" ist das aktuelle Szenario der Kampagne. Die "Zweckgemeinschaft" befindet sich also gerade dort, daher bricht dieses Kapitel an einer gewissen Stelle ab. Wenn aber weiter gespielt wird, wird auch die Chronik weiter wachsen. Da diese Abenteuer auch erst kürzlich gespielt wurden, ist das vierte Kapitel der Chronik auch besonders detailreich. Auf der anderen Seite sind natürlich noch lange nicht alle Zusammenhänge und Ereignisse aufgeklärt, wodurch viele Fragen aufgeworfen werden - sowohl für den Leser als auch für die "Zweckgemeinschaft". Wie auch immer, wenn die Spieler mit ihren Charakteren halbwegs gute Arbeit leisten, wird auch hier mehr Licht ins Dunkle kommen.

Teil 1.: Beim Zoll

Nach den vergangenen unruhigen Monaten auf Abenteuerfahrt konnte die "Zweckgemeinschaft" nun endlich ein wenig Entspannung finden. Tharbad, zu dieser Zeit eine einzige riesige Baustelle, bot ein reichliches Angebot an Vergnügungen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Abenteurer ließen es sich gut gehen, und beschäftigten sich mehr als zwei Wochen lang mit Training, Weiterbildung und magischen Studien. Aber alles Schöne hat ein Ende, und so wurde es Zeit, Reisevorberetungen zu treffen. Snorre, der es schon ziemlich eilig hatte, zum einsamen Berg zurückzukehren, packte seine gesammelten Besizttümer und drängte darauf, die Beute der letzten Abenteuer aufzuteilen. Der Zwerg war ein harter Verhandler, und stand am Schluß als alleiniger Eigentümer der Mondsteinfestung da. Die anderen Mitglieder der "Zweckgemeinschaft" überschriebn ihm ihre Anteile im Austausch für den Elenibun, denn sie unbedingt bei sich behalten wollten. Die 400 Juwelen, die man in Ibuns Sarkophag gefunden hatte, erwiesen sich seltsamerweise alle als verbraucht uns fehlerhaft, und brachten nur müde 80 Goldstücke. Ibuns wertvollen Mithrilpanzer ließ man schließlich beim Hofschmied von Tharbad, der daraus einen Krummsäbel und ein Krummschwert für Khalinka fertigen sollte. In fünf Monaten, wenn man eventuell genügend Geld zusammen hätte, um den Schmied zu bezahlen, wollte man dann zurückkehren.
Ein anderes Problem plagte indesssen Kelomat. Seit er den Eryn Vorn verlassen hatte, überfielen ihn immer wieder Heißhungerattacken, wenn er irgendwo auf Eßbares stieß. Regelmäßig mußten ihn seine Gefährten zurückhalten, oder er verging sich an gefundenen Nahrungsmitteln, bis er in Ohnmacht fiel. Aus diesem Grund suchte er in Tharbad das "Haus der Heilung" auf, in dem Priester und Wundheiler Hilfe und Genesung anboten. Es stellte sich heraus, das Kelomat verflucht worden war. Die Beffraen-Heilungsrituale waren in Wahrheit nur eine vergessene Form von Schwarzer Magie gewesen. In alten Zeiten waren die Beffraen nämlich von den Wasa verstoßen worden, weil sie Morgoth angebetet hatten. Heute haben sie die Ursprünge ihrer Religion und ihrer Magie zwar längst vergessen, was aber nichts an den negativen Folgeschäden ihrer Rituale änderte. Kelomat war dreifach verflucht, aber keiner der anderen Abenteuerer war verschont geblieben. Jeder war durch einen Flucht impotent und steril geworden, diesen Fluch konnten die Priester aber bannen. Kelomat, der zusätzliche Rituale der Beffraen genossen hatte, um sich von seiner Akbutegesucht heilen zu lassen, litt außerdem noch an einem Fluch der Rückenscmerzen und an Freßsucht, einer psychischen Krankheit. Die Priester heilten die "Zweckgemeinschaft" mit ihrer Magie, aber es wurde teuer. Die wahrhaftige Schreckensnachricht aber erwartete Etilas, der ja im Eryn Vorn ein besonderes Ritual durchmachen mußte, als er von einem Pfeil tödlich verletzt worden war. Laut dem Oberpriester, der selbst äußerst bestürzt war, schwebte ein "dunkler Schatten" über Etilas, der zugleich die Zukunft und das Seelenheil der ganzen "Zweckgemeinschaft" bedrohte. Nur ein mysteriöser Heiler namens Aracam könne Etilas helfen. Seltsamerweise kannte der Oberpriester Aracam, konnte sich aber nicht an dessen Aussehen oder Wohnort erinnern. Er wußte nur, daß Aracam vor einiger Zeit nach Tharbad gekommen, und dann in den Süden gereist war.
Die nächste Aufgabe der "Zweckgemeinschaft" war klar: Sie mußten Aracam finden, um mehr über den "Dunklen Schatten" herauszufinden. Da es nur einen echten Weg von Tharbad nach Süden gab, die alte Nord-Südstraße, und die Gruppe sowieso nach Pelargir zurückkehren wollte, schien das auch kein Umweg zu sein. Gerüchte über Aufruhr in Dunland, das König Elessar den Dunländern für ewig als Wohnraum gegeben hatte, wenn sie dafür die Nord-Südstraße als wichtigen Handelsweg respektieren und in Stand halten würden, beunruhigten die "Zweckgemeinschaft" wenig. Es blieb sowieso keine andere Wahl, man wollte unterwegs Ausschau nach Aracam halten. Nach der Verabschiedung von Snorre, und den Einkäufen von Reiseausrüstung und Proviant, machte man sich auf die Reise.
Dunland war tatsächlich in Aufruhr. Die Abentuerer trafen nur wenige Reisende, zumeist Händler oder Leute die es eilig hatten, wieder aus Dunland herauszukommen. Wie sie berichteten, waren die Clans in Dunland im Streit, es ging darum, einen König aller Dunländer zu bestimmen. Außerdem war die Lage in Rohan gespannt, viele befürchetet einen erneuten Krieg zwischen Rohan und den Dunländern. Die Nord-Süd-Straße allerdiengs schien tatsächlich jeden Ärger fernzuhalten, nach zehntägiger Reise gelangte man bereits an die Grenzen Dunlands. Bald würde man die Pforte von Rohan erreichen, und von da an, unter dem Schutz der verbündeten Rohirrim, weitaus sicherer reisen. Doch plötzlich erschien eine Schar Reiter, Dunländer, die sich als die "Zollwache" des Mar-Hogo-Clans vorstellten. Auf unfreundliche und aggressive Weise machten sie der "Zweckgemeinschaft" klar, das sie den zehnten Teil ihre Goldes als Zoll für die Grenzüberquerung Dunlands bezahlen sollte. Khal'inka drohte schon zu explodieren, aber seine Gefährten hielten ihn zurück, die Dunländer waren dreifach überlegen. Widerwillig zahlte man, und sah die Dunländer unter Flüchen und Verwünschungen wieder davonreiten. Wütend setzte man den Marsch fort, allerdings gab es bald wieder eine Unterbrechung. Eine anscheinend uralte Frau, die mitten auf der Straße stand, weckte das Interesse der "Zweckgemeinschaft" Noch bevor irgendetwas anderes geschah, sprach sie mit seltsamer Stimme: "Wenn ihr wollt, daß Aracam sich euer annimmt, müßt ihr zuerst vier mal das Böse in der Westmark besiegen." Eine seltsame Botschaft, der eine weitere Überraschung folgte. Denn laute Schreie und Pferdegtrampel ertönten, und man sah die Zollwache der Mar Hogo, jetzt auf gut fünfzig Reiter angewachsen, wie sie waffenschwingend auf die Abenteurer zuritt. Die Alte Frau war spurlos vom Erdboden verschwunden, und die "Zweckgemeinschaft", die zu Fuß nicht entkommen konnte, wartete verzweifelt auf ihr Ende. Doch das Schicksal half wieder einmal aus. Just in diesem Moment erschallten die Hörner der Mark, tapferer Eorlingas, die Verbündeten Gondors, die Rohirrim, stürmten herbei. Die Dunländder ergriffen die Flucht, und die "Zweckgemeinschaft" war gerettet.
Die Abenteurer konnten mit den Rohirrim-Soldaten bis zur Pforte von Rohan reiten, dort war dann allerdings Endstation. Auf Grund eines zu befürchteten Krieges war die Grenze zum Dunland abgeschottet worden. König Eomar von Rohan hatte Befehl erlassen, alle Reisenden in die südlichere Westmark, die abgelegene Provinz Rohans, umzuleiten. Man befürchtete Spione und Aufrührler, und hatte wohl schon genug Problem mit den Dunländern, die bereits in Rohan wohnten. Aber das kam der "Zweckgemeinschaft" ja nicht ungelegen, immerhin sollte man ja wohl das Böse in der Westmark bekämpfen. Im Militärlager der Rohirrim an der Pforte zu Rohan traf man dann auch noch den Dunländer Galim. Dieser Einheimische der Westmark bot sich als Fremdenführer an, und wollte die Gruppe in die Westmark zur nächsten Stadt Beldwin bringen. Gemeinsam überquerte man eine der schmalen Brücken über den reißenden Grenzfluß Angren, der auch Isen genannt wurde. Nun war man ein der Westmark, und hoffte hier irgendwo den Heiler Aracam zu finden.

Bald erreichte man Beldwin, die zweitgrößte Stadt der Westmark. Verglichen mit den der Gruppen bekannten Metropolem wie Pelargir war es aber nur ein kleines Provinzstädtchen. Galim trennte sich für ein paar Stunden von der Gruppe, lud die Abenteurer aber noch zu einem Abendessen in dem Gasthaus "Der Goldenen Löffel" ein. Die "Zweckgemeinschaft" nutzte die Zeit, um sich ein wenig in Beldwin umzusehen. Dabei kam es wieder zu einer seltsamen Begegnung: Ein blasshäutiger kleiner Junge stellte sich den Abenteurern in den Weg, und wiederholte mit verzerrter Stimme immer wieder die Sätze "Ihr seid auserwählt" und "Stellt das Gleichgewicht" wieder her. Dabei wies er immer in Richtung des Weißen Gebirges, das im Südosten hochragte. Der Junge reagierte überhaupt nicht auf Fragen, wiederholte nur seine Sprüche, und verfiel dann in eine unbekannte Sprache. Als die "Zweckgemeinschaft" endlich zustimmte, in das Gebirge zu gehen, verschwand er so plötzlich wie er gekommen war. Er lief er die Straße weiter, wobei die meisten Leute einen weiten Bogen um ihn zu machen schienen. Die "Zweckgemeinschaft" ließ es erst mal auf sich beruhen, und machte sich auf den Weg zum Goldenen Löffel.
Die Herberge erwies sich als wirklich nobel, und unsere Helden fragten sich, wie ein offensichtlich nicht gerade mit Geld gesegneter Wanderer wie Galim sich hier ein größeres Abendessen leisten könnte. Als man schon um die Abendmahlzeit fürchtete, erschien dann doch der fröhliche Galim, und führte die Gruppe zu einem reich gedeckten Tisch. Positiv überrascht genoss man ein hervorragendes Mahl, aber dann wurde es dann doch ernster: Galim führte einen wohlbeleibten Mann herbei, der einen Auftrag zu vergeben hatte. Galim hatte für ihn nach einer fähigen Gruppe Ausschau gehalten, und würde selbst auch an der Unternehmung teilnehmen.
Es ging darum, ein altes Artefakt für einen Kunden zu beschaffen. Der Mann gab sich als Händler aus, wollte aber weder seinen Namen noch den seines Kunden nennen. Die "Zweckgemeinschaft" sollte einen eiförmigen schwarzen Stein aus einer alten Kultstätte in den Bergen holen, als Belohnung würde es 200 Goldstücke pro Nase und eine Erfolgsprämie von weiteren 500 Goldstücken geben. Ebenso wie Galim waren die Abenteurer von der Aussicht auf soviel Geld begeistert, und willigten ein. Sie erhielten noch eine Karte, die die Lage der alten Kultstätte angab, sonst aber konnte oder wollte der Händler keine weiteren Informationen preisgeben. Nachdem er die Rechnung beglichen hatte, verließ er die "Zweckgemeinschaft" und zog sich auf sein Zimmer zurück. Galim meinte noch, daß man sich vor der Reise ins Gebirge besser doch über die alten Kultstätten informieren sollte, und verließ die Gruppe dann auch.
Nach einer ruhigen Nacht im Goldenen Löffel ging die "Zweckgemeinschaft" zusammen mit Galim zum Weisen von Beldwin, der leider nur ein geldgieriger, seniler Alter war. Für ein paar Münzen empfahl aber immerhin einen Historiker in Derwath, der Hauptstadt der Westmark. Scherzhaft fügte er noch hinzu, die Abenteurer könnten ja das Orakel aufsuchen, wenn sie mehr wissen wollten. Galim aber versicherte schnell, das es kein Orakel in der Westmark gäbe, das es sich nur um eine alte Sage handeln würde. Also reiste man nach Derwath, der Hauptstadt der Westmark.
Bei der Ankunft mußte die Gruppe beobachten, wie eine betagte Frau von einer Gruppe rüder Milizsoldaten fast niedegeritten wurde, hatte aber im Moment keine Lust, sich schon wieder Probleme mit Gesetztesvertretern einzuhandeln. Bei dem Historiker, der sich auf die Geschichte der Daen Coentis, eines antiken Volkes das früher das Weiße Gebirge bewohnt hatte, spezialisiert hatte, kaufte man eine Kopie einer alten Karte, die in der Nähe der Kultstätte in den Bergen noch eine weitere Stätte anzeigte. Der Gelehrte schickte die Gruppe dann zu Garamund, einem Astrologen, der Experte in Fragen der Daen Coentis war.
Garamund erwies sich als freundlicher älterer Mann, wußte aber leider auch nicht mehr über die Kultstätten. Allerdings glaubte er fest an das Orakel, das wohl mit Sicherheit Fragen der "Zweckgemeinschaft" beantworten könnte. Er schickte die Abenteurer zu Evad, dem Rangerhauptmann der Westmark, der schon einmal beim Orakel gewesen wäre. Außerdem erklärte er der Gruppe den Weg zum Druadanforst, wo das Orakel der Legende nach liegen sollte. Bei Evad wird man überraschenderweise sehr unfreundlich und abweisend behandelt. Von ihm und seinem Stellvertreter Elarin erfährt man aber, das es in dem Gebirgstal, an dessen Ende die beiden fraglichen Kultstätten befanden, zu mehreren grausamen Morden gekommen wäre. Vermutlich wären es herumstreifende Orks oder ein wilder Bär gewesen, auf jeden Fall warnten sie die "Zweckgemeinschaft" und wurden skeptisch, als sie merkten, daß die Abenteuerer sich für diese Gegend interessierten. Evad und Elarin gaben beide zu, schon einmal beim Orakel gewesen zu sein, wollten aber auf gar keinen Fall weitere Auskünfte zu geben.
Obwohl Galim sich angesichts der Zeitverzögerung nicht gerade begeistert gab, und sich zusehends schlechter mit Ebola verstand, kam aber dann doch mit zum Druadanforst. Die "Zweckgemeinschaft" erhoffte sich dort Auskünfte über die Kultstätten, über das vierfache Böse in der Westmark, und über andere offene Fragen, wie zum Beispiel der seltsame Junge aus Beldwin. Anhand der Karten konnte man feststellen, das dieser Junge nämlich genau in Richtung der alten Daen Coentis - Stätten gedeutet hatte. Die dreitägige Reise in ein tiefes Tal des Weißen Gebirges verlief relativ ereignislos. Em Ende stand man abends vor dem unheinlichen, kreisrunden Wäldchen, das aus uralten Bäumen bestand. In einer Höhle, in der man übernachten wollte, gab es einen kurzen Kampf mit zwei Orks. Seltsamerweise war dann am nächsten Morgen eine der beiden Orkleichen verschwunden, als man Blutspuren verfolgte, fand dann den toten Ork - mit einem Pfeil in der Brust. Eine gründliche Untersuchung ergab aber nichts, wie so oft zuvor wurden nur neue Fragen aufgeworfen, die sich erst später beantworten ließen.
Der Druadanforst erwies sich als regelrechter Zauberwald. Von außen nur als kleines Wäldchen wahrgenommen, entpuppten sich innen drin die verzweigten Pfade als ein wahres Labyrinth. Einmal sah man eine junge Frau, in einem leicht verwilderten Aufzug, die behende durch den Wald hüpfte, konnte sie aber nicht verfolgen, da sich der Wald regelrecht in den Weg stellt. Dann kam man sogar am Anfangspunkt des kleinen Waldspaziergangs an, frustriert ging man noch einmal in den Forst. Diesmal boten sich ganz andere Pfade an, die zu einer Lichtung mit einem runden Hügel führten. Die Theorie vom illusionistischen Zauberwald schien sich zu bestätigen. Doch war dieser steile, felsige Hügel das Orakel? An der einen Seite befand sich ein Eingang, den man näher betrachtete. Ein schmaler Gang führte tiefe ins dunkle Innere. Mutig betrat Kelomat den Gang, und verschwand spurlos vor den Augen seiner Gefährten.
Die anderen versuchten verzweifelt Kelomat zu folgen, der Durchgang war aber plötzlich mit festem Stein verschlossen. Nach einer Weile aber wurde er wieder frei, Ebola trat sofort draufgängerisch ein, und verschwand ebenso wie Kelomat. Ebenso geschah es nach kurzen Pausen Khalinka und Etilas, der nicht gerade als Draufgänger zu bezeichnende Galim blieb draußen vor dem Hügel. Viele Stunden später traten die einzelnen Mitglieder der "Zweckgemeinschaft" auf der anderen Seite durch eine nun sichtbar gewordenen Tür ins Freie. Sie kamen wieder mit Pausen, aber in einer anderen Reihenfolge als beim Betreten des Hügels. Sie hatten mehrere Liter Schweiß und einige ihrer wertvollsten Besitztümer verloren, aber sie hatten die Prüfungen des Orakels bestanden, zu denen hier nichts gesagt werden soll.
Eine schmale Treppe, die den felsigen Hügel hinaufführte wurde für die Geprüften, nicht aber für Galim sichtbar. Oben traf man wieder die junge Frau aus dem Wald, immer noch in primitiver Kleidung und mit verfilztem Haar. Allerdings stellte sie sich als das Orakel der Yavanna vor, und die Abenteurer durften einzeln vortreten und jeder eine Frage stellen. Die Antwort auf ihre Fragen sahen sie im magischen Wasserspiegel eines Brunnen, der im Baumstumpf einer uralten Eiche auf dem Orakelhügel lag. Etilas und Kelomat fragten pragmatisch nach dem gesuchten schwarzen Stein und wie man das "Gleichgewicht wiederherstellen könne". Etilas sah den schwarzen Stein, wie er unter einer zehnbeinigen Spinne in einem dunklen Raum lag. Kelomat hingegen sah sich selbst, wie er den schwarzen Stein aus einer Höhle trug, und den Stein in den Händen eine andere betrat. Der Elb Ebola wollte schlauerweise wissen, wie nun die vier bösen Entitäten aussahen, die es zu besiegen galt. Er sah sieben dunkle Gestalten in einer großen finsteren Halle, dann eine Gruppe von einem alten und einem jüngeren Mann, einer kräftig gebauten humanoiden Gestalt unbekannter Art und einer gefährlich schönen Frau, eine gewaltige Festung, die sich verdunkelte, als ein schwarzgekleideter Reiter hineinritt, und schließlich einen Dunländer und einer alte, häßliche Dunländerin, wobei der Mann die Abzeichen des schon bekannten Mar-Hogo - Clans trug. Khalinka überlegte lange, was für eine Auskunft noch von Bedeutung war, und erkundigte sich dann nach dem Auftaggeber des fetten Händlers, und sah, wie man später durch einen Vergleich der Visionen festellen konnte, den jüngeren Mann aus Ebolas Vision. In dieser Vision ermordete dieser junge Mann den Händler, nachdem er den schwarzen Stein erhalten hatte. So also hatte die "Zweckgemeinschaft" durch das göttliche Wissen der Vala Yavanna selbst wenigstens in das Gesicht ihrer zukünftigen Feinde geblickt - das nahmen die Helden jedanfalls an.

[Die einzelnen Prüfungen findet ihr als Worddateien bei den jeweiligen Charakterbeschreibungen. Die Visionen werden, da sie sich als sehr wichtig erwiesen, noch einmal genau wiedergegeben.

Die Zweckgemeinschaft verließ den Zauberwald mit dem neugierigen Galim, erzählte ihm aber nicht viel über ihre Erlebnisse. Man schlug ein Nachtlager auf und wollte am nächsten Tag nch Derwath zurückkehren, um sich neue Waffen für Khalinka und Ebola zu besorgen, die bei den Prüfungen aufgegeben werden mußten. Die Waffen wurden jedoch, ebenso wie die verlorenen magischen Gegenstände von Etilas und Kelomat, von schweigsamen Druadan zurückgebracht. Ebola stellte auch fest, daß das Huorn - Amulett, das er bei einer Prüfung gewonnen hatte, verschwunden war. Überraschenderweise tritt auch Elarin auf, der zugab, den Ork in der Nacht zuvor erschossen zu haben, weil er von der Gruppe fälschlicherweise für tot gehalten worden war. Elarin hatte die "Zweckgemeinschaft" verfolgt weil sie sich so sehr für das Tal, in dem die Morde passiert waren, interessiert hatte. Er wollte einiges wissen, unter anderem warum sie das Orakel bemüht hatten. Die Abenteurer gaben sich aber schweigsam und mißtrauisch. Elarin war trotzdem fürs erste zufrieden, da er anscheinend wußte, daß das Orakel die Fragesteller gründlich prüfte, bevor es eine Antwort gab. Er klärte die Gruppe auch über die kriminelle Vergangenheit Galims auf, und bot schließlich an, sie ins besagte Gebirgstal zu begeleiten, da er dort ja auch in den Mordfällen ermitteln wollte. Da ein gebirgskundiger Waldäufer sicher von Nutzen sein würde, willigte die "Zweckgemeinschaft" gerne ein.
Man überquerte das Hochgebirge, um den Weg in das Tal abzukürzen. Alles velief ruhig, und der geschickte Elarin führte die Gruppe in ein kleines Bergdorf. Bei den gemeinsamen Nachtlagern lernte man sich besser kennen, und Etilas weihte Elarin schließlich in den Auftrag rund um den schwarzen Stein in der Daen Coentis - Kultstätte und in die Sache mit dem Gleichgewicht ein. Elarin konnte dazu zwar nichts sagen, versprach aber Unterstützung, wenn es ihm möglich wäre zu helfen.
In dem Bergdorf hörte man von weiteren Morden, die inzwischen geschehen waren. Elarin hatte zuvor der "Zweckgemeinschaft" berichtet, daß mit Sicherheit keine Orks oder Bären darin verwickelt waren. Die Morde waren von einem Unbekannten mit einer furchtbaren, scharfen Waffe begangen worden. Die Opfer wurden schnell und wahllos auf blutig Weise brutal erfetzt. Nach einer Nachtruhe führte Elarin die "Zweckgemeinschaft" weiter ins Gebirge, in Richtung der Kultsstätten. Ein entlegener Bergbauernhof, der eigentlich Nachtruhe bieten sollte, wurde zum Schauplatz eines weitern Mordes. Als die Abenteurer gerade ankamen, hörten sie Geschrei und sahen einen Feuerschein. Ein kleines Mädchen war ermordet worden, der Vater niedergeschlagen, und eine Öllampe war in einen Strohhaufen geworfen worden. Doch die scharfäugigen Elben Ebola und Elarin sahen die unmenschliche Gestalt des Mörders im Dunklen. Ein Teil der "Zweckgemeinschaft" verfolgte sofort die frische Spur, Etilas, Khalinka und Galim halfen der Bauernfamilie. Der Mörder entpuppte sich als drei Meter großes Wesen, mit ledriger dunkler Haut, langen, dünnen Gliedmaßen und furchtbar langen, scharfen Zähnen und Krallen. Doch das Wesen entkam, indem es auf einer senkrechten Felswand zu einem Vorsprung kletterte, und sich dort in Sekundenschnelle durch festen Fels grub. Die Verfolger wurden auch durch einen Erdwall und eine Schlammpfütze aufgehalten, und vermuteten einen Magier, der irgendwo im Hintergrund die Fäden zog. Wegen dieser widrigen Umstände kehrte man zum Gehöft zurück, um die Bauersfamilie zu trösten und in dieser Nacht zu schützen.
Am Morgen verfolgte man die Spur, und fand den Tunnel, den das Wesen gegraben hatte. Er führte einige hundert Meter gerade durch den Fels und endete auf einem Plateau. Da dieser Weg eigentlich nur in das Tal mit den Kultstätten führen konnte, stimmte auch Elarin zu, sich dort einmal umzusehen. Nach einigen Stunden Bergsteigerei, der Weg war von dort nicht mehr weit, erreichte man das Tal, das sich als erstaunlich fruchtbar und friedlich erwies. Man drang tiefer in das bewaldete Tal ein, und mußte mitten in der Wildnis bei einfallender Dunkelheit ein Nachtlager errichten. Ein Schreck fuhr den Abenteurern durch die Glieder, als plötzlich eine schwer gepanzerte Gestalt auftauchte. Der in Metall gerüstete Krieger ging aber ausdruckslos an der Gruppe vorbei, und andere, die ihm ähnlich waren, tauchten auf. Man stellte fest, das es sich um leblose Untote ohne jede Körperwärme handelte, die alle in das Tal hinab zogenn. Die neugierigen Abenteurer beobachteten und verfolgten die Krieger, und sahen ein seltsames Schauspiel. Aus zwei entgegengesetzten Richtungen kamen mehrere Hundertschaften dieser Krieger, die sich durch die Farben die sie trugen, grob in zwei Fraktionen unterscheiden ließen. Eine lautlose Schlacht, die fast eine Stunde dauerte folgte. Doch eine Seite schien zu verlieren, und wurde zurückgedrängt. Da verschwanden plötzlich alle Krieger von einem Augenblick zum nächsten, keine Gefallenen oder andere Spuren blieben zurück. Vor allem Ebola begann Schlüsse zu ziehen, zwei kämpfende Fraktionen, zwei alte Kultstätten, deren Lage mit den Aufmarschrichtungen der Schlacht übereinstimmten, und ein mysteriöses Gleichgewicht, das wiederherzustellen war; doch was für eine Rolle spielten der schwarze Stein und die Personen aus den Visionen? Weitere Zusammenhänge wurden angedeutet, als der verwirrte Junge aus Beldwin wieder auftauchte, und mit den selben Sprüchen wie schon einige Tage zuvor in Richtung der einen Kultstätte deutete.
Bei Tageseinbruch marschierte man sofort nach Norden, wohin der Junge gedeutet hatte. Nach einer kurzen Kletterpartie fan man auch eine künstlich angelegte Höhle, die zweite die Kelomat in seiner Vision gesehen hatte. Im Inneren fand man einige Räume mit farbigen Urnen, jedoch sprach jedesmal eine geistige Stimme eine Warnung aus, wenn man einen solchen Raum betreten wollte. Am Ende dieser künstlich geschaffenen Höhlen fand man dann einen größeren Raum, auch diesen Raum hatte Kelomat in seiner Vision gesehen. In der Mitte stand ein Steintisch mit vier Vertiefungen, in denen jeweils ein eiförmiger Stein in den Farben Rot, Blau, Grün und Bernstein lag, die dem gesuchten schwarzen Stein sehr ähnlich waren. In der Decke aber sah man eine ebensolche Vertiefung. Kelomat wußte vom Orakel, daß der schwarze Stein in diese Vertiefung eingesetzt werden mußte, um das "Gleichgewicht wiederherzustellen". Als Kelomat die anderen über diesen Sachverhalt aufklärte, erschienen plötzlich Bilder in den Köpfen der einzelnen Recken. Die Bilder zeigten ähnliches wie Kelomats Vision, wie man den schwarzen Stein aus einer anderen Höhle in diese bringen würde. Aber diese Bilder reagieren auf die Fragen der Abenteurer, eine Art der Kommunikation entwickelt sich. Dazu erschienen vier verschwommene Gestalten über den farbigen Steinen, die die Bilder wohl aussendeten. Lange wurden Bilder von verschiedenen blutigen Ereignissen vor langer, langer Zeit gezeigt, die die Erbauer der anderen Kultstätte begangen hatten. Anscheinend waren die "Bewohner" beider Stätten Untote, die einander feindlich gesinnt waren. Außerdem schien der schwarze Stein irgendeinen Zauberspruch zu ermöglichen, mit denen die Geister aus den Steinen die Wesen aus der anderen Stätte am Verlassen ihrer Katakomben hindern konnten. Ebola identifizierte diese Wesen als die sieben "Bösen" aus seiner Vision beim Orakel. Sehr vieles aus diesen Bildern blieb aber vorerst unverständlich. Die "Zweckgemeinschaft" kümmerte sich jedoch nicht lange um das Wie und Warum, die unmittelbare Aufgabe schien zu klar. Stattdessen baten sie um Hilfe, und bekamen mehrerer Möglichkeiten bildlich zur Wahl gestellt. Am Ende wurden Etilas, Ebola und Khal'inka auf mysteriöse Weise von farbigen Strahlen aus den Steinen getroffen, woraufhin Khal'inka sogar hell zu leuchten begann. Kelomat erhielt einen Schild aus Laen, Galim einen anscheinend magischen Ring, und Elarin erhielt ein prächtiges Schwert, das anscheinend besonderen Schaden gegen "Rendar" bewirken konnte, wer oder was das auch war. So gerüstet brach man sogleich auf, durchquerte das Tal in südlicher Richtung, und sah dort schon aus der Ferne eine Öffnung, wo sich laut Karte die zweite Kultstätte befinden sollte.

Tatendurstig betrat die "Zweckgemeinschaft" die Höhlen, wo sie gleich vom schon bekannten mordenden Wesen empfangen wurde. Ein zäher Kampf folgte, das Wesen war in Begleitung eines seltsamen Untoten. Aber die "Zweckgemeinschaft" siegte, wie schon so oft zuvor, wobei es allerdings zu einem seltsamen Zwischenfall kam. Der seltsam Untote griff Khal'inka an und verletzte ihn, dabei aber flüsterte er ihm ein paar seltsame Worte ins Ohr: "Hütet euch vor dem Wächter". Khal'inka überlegte noch den Gegner zu verschonen, als der Untote aber wieder angriff, erschlug er ihn kurzerhand. War das der Magier gewesen, der das Mörderwesen mit Zauberei bei der Flucht unterstüzt hatte? Was taten diese beiden seltsamen Gegner hier, und wer zum Teufel war der Wächter? Um Antworten zu finden, mußte man wohl weiter in die unheimlichen Katakomben vordringen.
Nach einer unregelmäßig geformten Eingangshöhle kam man in einen künstlich geformten langen Gang, auf dessen Seite seltsame Säulen standen. Die skeptischen Abenteurer waren natürlich sehr vorsichtig, und betraten diesen Raum äußerst langsam, und machten sich daren, die Säulen näher zu untersuchen. Gerade, als Etilas eine Säule auf eine magische Aura untersuchen wollte, geschah es: Es waren insgesamt vierzehn Säulen, links und rechts zwei Reihen. Die beiden vordersten und die beiden letzten Säulen verformten sich blitzschnell, und bildeten jeweils eine hermetisch versiegelnde Wand, die alle Fluchtwege versperrten. Die verbliebenen zehn Säulen wandelten sich ebensoschnell in humanoide Formen, mit scharfen Schneiden in den Händen oder mit gewaltigen Fäusten. Ein furchtbare Kampf brach an, der zwar nur wenige Minuten dauerte, der "Zweckgemeinschaft" aber alles abverlangte. Manche der Säulen verschossen sogar Blitzstrahlen und Feuerstrahlen, die anderen hieben mit ihren Schwertern oder ihren gewaltigen Pranken auf die Abenteurer ein. Doch sie waren nicht unbesiegbar, eine nach der anderen wurde von durch die Hiebe der "Zweckgemeinschaft" und ihrer Verbündeten zerschlagen. Am Ende gab es einen Sieg, allerdings hatten unsere Helden zahlreiche Wunden davongeragen, Galim und besonders wieder einmal Khal'inka waren ziemlich schwer verletzt. Trotzdem konnte man sich nicht ausruhen, sondern durchschlug erstmal die von den Säulen verschlossenen Durchgänge, um frische Luft hereinzulassen und dem Erstickungstod zu entgehen. Verletzungen wurden notdürftig versorgt, Galim entpuppte sich als magiekundig, und konnte sogar alle seine Wunden nur in einer Stunde heilen. Dann erkundete man die Katakomben weiter, und fand einen weiten Abgrund, an dessen unermeßlich tiefen Grund man nur noch ein rotes Glühen wahrnehmen konnte. Über den Abgrund führte eine schmale, mehrfach gewundene Holzbrücke, die nicht gerade Vertrauen in der "Zweckgemeinschaft" weckte. Dazu war die Brücke auf der 60 m entfernten anderen Seite unterbrochen, selbst wenn man hinübergelangen konnte, mußte man einen Sprung auf den Felsvorsprung wagen, der weiterführte. Etilas zauberte kurzerhand eine fliegende Scheibe, mit der er und Elarin hinüberflogen. Elarin erspähte einige Einkerbungen, anscheinend Runen, die in die hölzerne Brücke an drei Stellen engekerbt waren. Etilas Neugier bescherte ihnen diesmal die Lebensrettung: Als der Magier näherflog, um die erste Rune zu entziffern, stellte er fest, daß es sich um einen Bennzauber gegen Magie aller Art handelte, zur gleichen Zeit, als sich die Flugscheibe unter seinen Füßen auflöste. Er und Elarin stürzten auf den Steg, konnten sich aber daran festklammern und retten. Die beiden krochen nun vorsichtig weiter, und beide schafften den Sprung über den Abgrund auf den sicheren Fels. Unterwegs sah Etilas, das die beiden anderen Einkerbungen ebenfalls Bannrunen waren. Kelomat machte es ihnen nach, un kroch ebenfalls über die Brücke, und gab ihr damit den Rest. An einer Stelle brach der Steg unter ihm zusammen. Kelomat konnte sich zwar retten, und den Sprung über den Abgrund gelang ihm auch, aber keiner wollte nun mehr über die Brücke klettern. Ebola schließlich schoß einen Brandpfeil ab, um den ganzen Steg und die gefährlichen Runen einfach zu verbrennen. An sich eine gute Idee, da Etilas mit seiner Magie später für eine sichere Überquerung des Abgrund sorgen konnte, alledings gab es eine enorme Rauchentwicklung, und er Brand dauerte mehrere Stunden. Außerdem waren Etilas, Elarin und Kelomat so von ihren Gefährten getrennt und , wie sich zeigen sollte, äußerst gefährdet.
Die drei beschlossen die Erkundung fortzusetzen und fanden eine zweite Brücke, die über eine riesiges Becken mit siedendem Öl gespannt war. Auf dieser Brücke lauerte der Kristallwächter, wie sich später herausstellte. Auf einer schmalen Rinne bewegte er sich auf die drei armen Seelen zu. Strahlen aus seinen sieben Facetten trafen Etilas und Elarin, die ohne erkentliche Verletzungen in eine tiefe Bewußtlosigkeit fielen. Kelomat mußte diesen Kampf ganz alleine bestehen, und wurde von den Strahlen des Kristalls schwer verletzt. Schließlich zerschlug er den Kristall mit seinem Morgenstern, ganz ohne Hilfe von Elarin und Etilas, die zwar kurz aufgewacht waren, aber erneut von Strahlen des Kristalls getroffen wurden und zu Boden sanken. Ebenso wie den anderen dreien auf der anderen Seite des Feuers, blieb dem erschöpften Kelomat nichts anders übrig, als hier notzulagern, um etwas Kraft zu schöpfen. Schnell fiel er in einen traumlosne Schlaf.
Wider aller Erwartungen wachten die Abenteurer einige Stunden später auf, Elarin und Etilas zwar mit brummenden Schädeln, aber gesund. Das Feuer war ohne Nährstoff ausgegangen und der Rauch hatte sich inzwischen verzogen, also konnte Etilas nun tatsächlich mit einer erneut beschwörten Scheibe die Grupe wiedervereinen. Nachdem Kelomat die Kristallsplitter des Wächters erklärt hatte, ging man mit gezückten Waffen in den Ölraum. Ein plötzlicher Ausruf Ebolas, ("Der Wächter zerbirst, wenn ihr einen Kälteball unmittelbar nach einem Feuerball auf ihn schleudert"), ruft nur Verwirrung hervor, vor allem bei Ebola selbst. Die gebogene Brücke ließ sich aber ohne Probleme überqueren, und fand dahinter einen Gang, der wiederum zu einem großen Raum führte. Dort wartete das Schicksal auf die "Zweckgemeinschaft" Dadurch das man einige brennedne Fackeln in diesen Raum warf, und da Khal'inka ja noch immer leuchtete, erkannte man sofort das es sich um die große Halle handelte, in denen Ebola in seiner Vision die sieben Gestalten gesehen hatte. In der Mitte stand dazu noch die große Spinne aus Etilas' Vision. Die gräßlichste der sieben Figuren, eine unheimliche Gestalt eines deformierten Wesens mit einer gewaltigen Streitaxt in der Hand, stand vorne beim Eingang, und einige andere Gestalten schienen hinter der Spinne im Dunklen zu lauern. Die erfahrenen Abenteurer taten, was Abenteuerer so tun: Sie stürmten die Halle.
Tatsächlich waren es die aus Ebolas Vision bekannten sieben Gestalten, ein furchtbarer Kampf brach aus. Vor allem der große Krieger mit der Streitaxt setzte unseren Helden zu. Bald stellte man fest, das es sich, wie man es zuvor schon vermutet hatte, um Untote handelte. Denn die wenigen Wunden die man ihnen zufügen konnte, bluteten nicht, eine kalte Aura umgab sie, und überhaupt machten sie keinen lebendigen Eindruck. Während der große Krieger und eine Frau, die im Dunkeln neben dem Eingang gelauert hatte, den Abenteueren unzählige Wunden zufügten, schleuderten die fünf anderen Feinde Zaubersprüche, Geschoße und Elementarstrahlen auf die "Zweckgemeinschaft" und ihre beiden Verbündeten. Auf dem Habenkonto war hingegen nur ein minimale Verletzung an dem großen Krieger zu verbuchen, es blieb nur die Flucht. Man floh auf die schmale Brücke über dem Ölbecken. Etilas benützte eine vor langer Zeit in Ombalins Anwesen gefundene Runenschrift, mit der es gelang, den Willen eines der Gegner zu brechen. Galim, der sich überraschnderweise mit seiner Schutzmagie vor jeder Verletztung geschützt hatte, machte sich einen Spaß daraus, dem willenlosen Gegner alle Besitztümer abzunehmen und ihn als Deckung zu benutzen. Mit Etilas Scheibe konnte man über den Abgrund fliehen, obwohl die sechs verbliebenden Gegner keine Anstalten machten, die Gruppe zu verfolgen. Zuvor ließ Galim den willenlosen Gegner noch in den endlosen Abgrund springen - wenigstens einer war besiegt. So gut es mit all den gebrochenen Knochen, notdürftig verbundenen Wunden und schmerzenden Gliedern ging, kletterte man wieder zu der Höhle mit den farbigen Steinen, draußen im Gebirge.
Dort erhielt die "Zweckgemeinschaft" glücklicherweise vollständige Heilung, indem der grüne Stein einen Strahl aussandte, der machtvolle Heilzauber bewirkte. Etilas bekam auch noch einen Wunsch erfüllt, indem ein anderer Strahl aus dem bernsteinfarbenen Stein sein verbrauchtes Runenpapier wieder mit einem Zauber auflud. Offensichtlich war die Macht der Geister in diesen vier Steinen beträchtlich. Alledings sah man sehr aufdringliche Bilder, die wieder die Abenteuerer zeigten, wie sie den schwarzen Stein zurückbrachten. Es schien so, als sei Eile angebracht. Also machte man sich auf den Weg zu den Sieben, mußte aber zuvor in der Wildnis nachtlagern. Diese Nacht war unruhig. Ein Streit mit Galim entbrannte, der die Gegenstände des besiegten Untoten für sich behalten wollte. Galim hatte natürlich schon früher bemerkt, daß die "Zweckgemeinschft" mit dem schwarzen Stein lieber das mysteriöse Gleichgewicht wiederherstellen wollte, er hingegen hätte sich gerne die Belohnung des fetten Händler unter den Nagel gerissen. Daher hatte man ihm reichliche Beute versprochen, Etilas aber verweigerte zuerst die Auskunft, ob die gefundenen Gegenstände vielleicht magisch seien. Schließlich verschwand Galim sogar "unerlaubt" während seiner Wache, was neuen Zwist heraufbeschwor. Am Morgen verschob man den ganzen Streit Elarins Rat folgend auf später, da man jetzt erst einmal dringendere Aufgaben zu erledigen hatte. Ohne Mühen konnte man wieder in die Höhle eindringen, und mit Hilfe von Etilas' Magie über den Abgrund gelangen. Wieder tat sich vor der Gruppe der Eingang zu der Halle der Sieben auf, nur leuchtete Kahl'inka diesmal nicht, da er damit schon einige Stunden zuvor aufgehört hatte.
Der Kampf begann wie zuvor, nur hatte man diesmal eine bessere Taktik. Vor allem der große, furchterregend häßliche Krieger wurde zuerst attackiert, und alle seine Angriffe werden mit Schildsprüchen abgewehrt. Zwar konnten die anderen Untoten, bei denen auch der am Vortag zu Tode gestürzte wieder unheimlicherweise dabei war, mit zahllosen Zaubern und Fernangriffen viel Schaden anrichten. Aber Jubel brach aus, als man den Großen und dann auch die lauernde Frau und einen weiteren niederstreckte. Das Schlachtenglück wandte sich endlich der "Zweckgemeinschaft" zu. Die verbleibenden Gegner fielen, wenn es auch lange dauerte, ihre magischen Schilde und Schutzzauber zu überwinden. Am Ende war man siegreich, doch nicht ohne Verluste. Etilas war nur knapp dem Tode entronnen und lag in tiefer Bewußtlosigkeit am Boden, und noch schlimmer, der tapfere Elarin war gefallen. Man wußte nicht, ob man jubeln oder trauern sollte, so oder so, man würde die Höhle, die Gegner und vor allem die reglose Spinne untersuchen müssen.

Etilas war in stabiler Lage, also sammelte man die Waffen und Besitztümer der Feinde zusammen, und nahm sich Elarins Leichnam an. Die "Zweckgemeinschaft" konnte nicht widerstehen, und plünderte den nun wehrlosen Elarin. Sein Schwert allerdings, das er zuvor als Hilfsmittel erhalten hatte, war verschwunden, wahrschienlich hatten es sich die eigentlichen Besitzer zurückgeholt. Außerdem fand man eine Nachricht, in der Elarin bat, seinen Leichnam zum Orakel zu bringen, falls ihm etwas zustoßen sollte. Den Wunsch eines Toten wollte man erfüllen, obwohl man nicht wußte, warum Elarin das gewollt hatte.
Die Spinne war aus Gebeinen gefertigt und stand auf einem großen Podest aus miteinander verchmolzenen Schädeln. Zwischen ihren Beinen war etwas befestigt, was brennendes Interesse hervorrief: Der schwarze Stein! Mit einiger Anstrengung konnte man ein Bein abbrechen, doch daraus schoß ein weißer Strahl hervor, der Galim am Kopf traf. Als seine Hand dann an seinem Ohr festklebte, wußte man das es sich um eine Art unlösbaren magischen Klebstoff handelte, und machte sich große Sorgen, was wohl aus den anderen Beinen herauskommen könnte. Schließlich fixierte man die Beine mit einem Seil und entging so weiteren bunten Strahlen, die aus den dann abgetrennten Beinen spritzten. Wie der weiße zuvor versiegten sie, und man konnte den schwarzen Stein endlich an sich nehmen. Man packte die Beute, Elarins Leichnam, Etilas und den etwas hilflosen Galim zusammen, und brachte sie einmal zum endlosen Abgrund. Ebola weckte Etilas mit heilenden Sprüchen auf, so konnte dieser die Gruppe mit seiner Scheibe hinübersetzen. Die "Zweckgemeinschaft" mußte Elarin und den Großteil der schweren Beute am Eingang der Katakomben zurücklassen, um so schwer angeschlagen, wie sie waren, den schwarzen Stein zu seinen "Artgenossen" zurückbringen zu können. Aber es gelang, und man drückte den Stein ohne Mühe in die Vertiefung in der Decke. Strahlen aus den farbigen Steinen vereinigten sich, und trafen den schwarzen Stein, ein gleißendes Licht blendete unserere Helden kurz. Dann sahen sie statt der vier Gestalten von zuvor eine einzige, die auch deutlich sprechen konnte. Zwar erfuhr man den Namen der seltsamen Auftraggeber, sie nannten sich Asirac, ansonsten waren sie aber betont kurz angebunden und eingentlich weder dankbar noch freundlich. Sogar als sie nur in Bildern mit der "Zweckgemeinschaft" kommuniziert hatten, waren sie wohl höflicher gewesen. Das überraschte unsere Helden natürlich, vor allem, da sie trotz der Kälte der Aisrac von diesen ganz besondere Belohnungen erhielten. Kelomat durfte seinen Schild aus Laen, Galim seinen magischen Ring behalten. Khalinka erhielt ein Schwert aus Laen, Ebola und Etilas durften jeweils einen der farbigen Steine berühren und erhielten dadurch eine besondere Gabe, indem ihre magischen Fähigkeiten verstärkt wurden. Ebola war jetzt sogar dazu in der Lage, einmal im Monat einen machtvollen Zauberspruch wie ein Kleriker zu sprechen. Nach der eisigen Verabschiedung von den Asirac, trennte sich auch Galim von der "Zweckgemeinschaft", die Differenzen waren zu groß geworden. Er erstritt sich sogar die Beutestücke, die er persönlich dem "gestürzten" Untoten abgenommen hatte. Ohne Galim machte man sich auf den Weg, um Elarin und den Rest der Beute abzuholen.
Schlechte Vorahnungen bestätigten sich, als man zwar Elarin wiederfand, die ganze Beute aber verschwunden war. Nur eine Nachricht ("Schöne Grüße, Galim!") trieb vor allem Kelomat zur Weißglut. Wie Galim es überhaupt mit nur einer Hand (die andere klebte noch immer an seinem Ohr) schaffen konnte, die Gruppe zu überholen, zwei Zentner an Beute an sich zu nehmen und ohne Spuren zu hinterlassen, zu verschwinden, war eine neue offene Frage. Wie auch immer, man schwor Galim blutige Rache, nahm Elarin auf eine Trage und machte sich auf den Weg zurück zum Orakel.
Der Weg war zwar beschwerlich, aber ja schon ungefähr bekannt, obwohl Elarin die "Zweckgemeinschaft" diesmal leider nicht führen konnte. Unterbrochen wurde die Reise durch einen Kampf mit vier Orks, die anscheinend einen alten Einsiedler auf seiner Berghütte überfallen hatten. Die Orks waren kein Problem, allerdings wurden bei dem toten Einsiedler keinerlei Verletzungen festgestellt. Ohne diesen Sachverhalt klären zu können, reiste man weiter. Als zwei Tage später schon langsam der Abstieg zum Druadanforst begann, fand man verstreut noch sieben weitere Orkleichen, die alle übel zugerichtet worden waren. Als dann auch noch ein schreiender Ork weit vom Himmel herabstürzte, und Ebola einen schwarzen Schatten wieder in die Wolken aufsteigen sah, lagen die Nerven der "Zweckgemeinschaft" endgültig blank. Mit Eile und Unheil befürchtend, machte man sich an den Abstieg. Jedoch ereignete sich nichts Unheilvolles mehr, und der Druadanforst konnte unbehelligt betreten werden. Diesmal führte ein gerader Weg dirket zum Hügel des Orakels, wo allerdings niemand anzutreffen war. Also legte man Elarins Leichnam dort einfach ab, und machte sich nach einer abwartenden Pause auf den Weg zurück nach Derwath. Als man der Lichtung schon den Rücken kehrte, erklang eine laute Stimme, deren Ursprung aber nicht auszumachen war: "Für den Dienst den ihr dem Orakel erwiesen habt, der weder wichtig noch unwichtig war, sollt ihr eines wissen, das weder wichtig noch unwichtig ist. Was ihr getan habt, noch tun werdet und euer Schicksal wird und wurde beobachtet, und zwar von mehr als nur einer Seite. Es kann also sein, das man von und über euch Bescheid wissen wird, auch wenn ihr versucht, euch zu verschleiern." Mit dieser kryptischen Botschaft in den Ohren verließ die "Zweckgemeinschaft" das Orakel, und begann den Rückweg in die Zivilisation.

Es bedurfte dringend eines Bades und einiger anderer zivilisatorischer Annehmlichkeiten, wie warmes Essen und vor allem Bier. Also beeilte sich die "Zweckgemeinschaft", vergaß dabei aber nicht auf die nötige Vorsicht. Als man schon im Hügelland der Westmark war, kamen am Abend zwei seltsame Gestalten an das Lagerfeuer der Gruppe. Sie stellten sich als das Brüderpaar Tibetta und Tibedu vor, Künstler aus Tharbad. Sie waren auf der Suche nach Mäzenen, und hatten deshalb die "Zweckgemeinschaft", die in Saraleinn und in Tharbad anscheinend doch einen gewissen Bekanntsheitgrad erreicht hatte, vefolgt. Spezialisiert auf moderne, interdisziplinäre Kunst nervten sie unsere Helden, die solche Streßsituationen nicht gewohnt waren, so lange, bis sich schließlich Khal'inka und Etilas bereit erklärten, Sponsoren eines Theaterstückes zu werden. Eine geringfügige Geldsumme wurde den Künstlern übergeben, und beide machten sich sofort an die Konzeptierung ihres Projekts. (Das Theaterstück sollte auf sozialkritische Weise von den Abenteuern der "Zweckgemeinschaft" in Saraleinn handeln.) Am nächsten Tag saßen beide schweigend neben der verloschenen Feuerstelle, sie befanden sich gerade in einem Sitzstreik und in einem Schweigegelübde, um gegen politische Willkür, Ausnützung und Unterdrückung von heldenhaften Abenteurern zu protestiern. Auf einem Zettel war zu lesen, daß das Theaterstück im neuen Künstlerviertel von Tharbad, dessen einzigen Bewohner die beiden Brüder waren, uraufgeführt werden sollte.
Kelomat und Ebola, die mehr den weltlichen Dingen zugewandt waren als der Bühne, trieben die anderen an. Während Khal'inka und Etilas sich Sorgen um die Rendite ihrer Investition machten, gelangte man in die grasbedeckten Ebenen der Westmark. Nur noch zwei Wegstunden von Derwath entfernt kam es abends zur nächsten schicksalhaften Wendung. Durch einige Bäume des wegsäumenden Waldes sah man einen größeren Feuerschein. Die "Zweckgemeinschaft" fand einen Bauernhof, dessen Scheune lichterloh brannte. Man hörte gerade noch Pferdegetrampel und außerdem war alles verwüstet, es sah nach einem Überfall aus. Mühevoll verhinderte man, daß das Feuer auf das Bauernhaus übergriff, die Scheune war aber leider verloren. Im angerußten Bauernhaus fand man die Leichen der Bauersleute, sonst war alles geplündert worden. Als die "Zweckgemeinschaft" wieder ins Freie trat, erlebte sie eine bitterböse Überraschung. Einige Ranger der Westmark, die nicht gerade gut aufgelegt waren, verhafteten die Gruppe wegen Mord und Brandstiftung, weil es so aussah, als ob die Abenteurer die Farm geplündert hätten. Das ganze hätte noch gut ausgehen können, wenn einige Mitglieder der "Zweckgemeinschaft" nicht offen Elarins Besitztümer getragen hätten. Auf diesbezügliche Fragen konnte man gar nicht mehr antworten, weil Khal'inka in einem Anflug von Wahn und Irrsinn schrie, Etilas hätte Elarin umgebracht. Fabelhaft. Die über den Tod ihres stellvertretenden Anführers erzürnten Ranger fesselten und knebelten die Abenteurer. Mit über den Kopf gestülpten Säcken wurden sie auf recht brutale Weise weggeführt, nach Derwath in Evads Rangerhauptquartier, wie sich herausstellen sollte.
Einzeln wurden sie verhört, wobei die eine oder andere Bemerkung einen wütenden Ranger zu Gewalttätigkeiten verführte. Es gelang unseren Helden natürlich nicht, die Ereignisse im Weißen Gebirge wahrheitsgetreu wiederzugeben, statt dessen verwickelten sie sich in widersprüchliche Aussagen und belastete sich gegenseitig. Außerdem schienen noch zwei andere Personen bei den Verhören anwesend zu sein, die sich später als Garamund und der Ritter Pâtdati entpuppten. Der kluge Evad aber durchschaute das wirre Gestammel der "Zweckgemeinschaft" und bildete sich ein recht gutes Bild. Anscheinend wurde der Verdacht auf Mord und Brandstiftung fallengelassen, wohl aber nahm Evad die Plünderung von Elarins Leichnam sehr übel. Die "Zweckgemeinschaft" wurde dann von ihren Fesseln befreit und dann zu Evad und Pâtdati gebracht. Dort wurde die nächste Zukunft der Gruppe geplant, ohne das sie viel mitreden konnte. Evad verlangte einen Dienst dafür, daß man das Verfahren wegen Diebstahl erst gar nicht einleiten würde. Die Milizsoldaten von Lord Targen, dem Verwalter dieses Teiles der Westmark, waren in letzter Zeit durch aggressives und seltsames Verhalten aufgefallen. Lord Targen aber hatte sich seit längerer Zeit nicht mehr in der Öffentlichkeit sehen lassen, und Evad wurde mehrmals eine Audienz verweigert. Die "Zweckgemeinschaft" sollte auf Schloß Tilmedir, dem Wohnsitz Lord Targens, inoffiziell nach dem Rechten sehen. Eine öffentliche Untersuchung durch Evad hätte schlecht ausgesehen, da es in letzter Zeit sowieso schon politische Unruhen gegeben hatte, wie Evad andeutete. Daher sollte die Verbindung zwischen den Rangern und der "Zweckgemeinschaft" auch geheim bleiben. Pâtdati, ein alter Freund Evads, sollte die Gruppe begleiten, und sie auf dem rechten Weg halten. Ausdrücklich warnte Evad noch, daß er unnötige Gewalt gegen die Milizsoldaten nicht tolerieren würde. Bei Nacht und Nebel wurde die um Pâtdati erweiterte Zweckgemeinschaft in die Straßen Derwaths hinausgelassen, und von da an war sie wieder auf sich selbst gestellt.
Endlich quartierte man sich in einer Herberge ein und horchte erstmals seit langer Zeit wieder an einer echten Matratze. Der nächste Tag führte die "Zweckgemeinschaft" zu Garamund, dem Astrologen, mit dem sie in Evads Autrag das mordende Wesen aus den Bergen als antiken Erddämon identifizierten. Man suchte auch noch den örtlichen Alchemisten auf, der vielleicht ja den einen oder anderen magischen Gegenstand herstellen könnte. Etilas und der Alchemist vertieften sich in ein Gespräch über Runenschriften, das von den anderen abgebrochen wurde, da man endlich nach Tilmendir gehen wollte. Man verließ gerade die Stadt, als ein heimtückischer Anschlag auf Etilas wieder alles über den Haufen warf. Ein unscheinbarer Attentäter feuerte einen Pfeil auf Etilas ab und verletzte ihn schwer. Er konnte entkommen, vermutlich sogar mit Hilfe von Magie, da er von einem Augenblick zum anderen seine Kleidung wechselte. Etilas mußte zum örtlichen Wundheiler, und es gab einen Tag Verzögerung und ein paar zusätzliche Ausgaben wegen der Heilung. Das wollte man dem Attentäter bei Gelegenheit ja auch in Rechnung stellen.

Teil 7.: Vollmond

Einen Tag später als geplant erreichte man aber dann doch Tilmendir. Das Schloß war eine regelrechte Festung, die vor langer, langer Zeit in der Blüte des alten Gondors erbaut worden war. Dicke Mauern schützten die neunstöckige Zitadelle, und der einzige Eingang war ein unterirdischer Tunnel, der mit Doppeltoren aus Zwergenstahl verschlossen war. Als man dort an das Tor klopfte, öffnete die rüde Wache eine Luke. Aber man weigerte sich, die Zweckgemeinschaft hineinzulassen, Lord Targen würde zur Zeit niemanden empfangen. Auch wollte man niemanden für die Miliz anwerben, außerdem reagierten die Milizwachen auf alle weiteren Fragen mit seltsamen, verworren Antworten. Also mußte man auf andere Art in die Burg gelangen.
Die "Zweckgemeinschaft" wartete die Nacht ab. Von Etilas (schon wieder) unsichtbar gezaubert, und mit einer magischen Scheibe überflog man die Burgmauer. Eine Wache sah zwar die Scheibe und gab Alarm, wurde aber zur Schadenfreude der "Zweckgemeinschaft" von ihrem Vorgesetzten wegen des Fehlalarms zurechtgestutzt. Da es aber eine klare Vollmondnacht war, wollten die Abenteurer die weitere Erkundung vom Hof der Burg aus mit bestmöglicher Vorsicht angehen. Aber leider scheiterte ein Versuch, die große Tür zur Zitadelle geräuschlos zu öffnen, und man alarmierte diesmal alle Wachen. Überall auf dem Hof tauchten Milizsoldaten auf und die "Zweckgemeinschaft" wurde dadurch in alle Richtungen zerstreut. Ebola und Kelomat fanden sich klugerweise am Landepunkt neben der Burgmauer wieder, während Khal'inka etwas herumschlich, und so den großen Wachraum über dem Tortunnel fand. Etilas wollte sich auch zum Landepunkt schleichen, verursachte dabei aber einige Geräusche. Mit Illusionsmagie (Bauchrednerei und das Trugbild einer Katzte) sorgte er aber für nur noch mehr Aufruhr. Schließlich blieb er einfach still stehen und verhinderte so eine Entdeckung. Khal'inka bewegte sich inzwischen lautlos zum Tor zurück. Nach einer halben Stunde tauchte dann ein Offizier auf, der wutschnäubend die Wachen zurück auf ihre Posten schickte, und sich selbst wieder schlafen legte. Die "Zweckgemeinschaft" fand sich wieder beim Tor zur Zitadelle, allerdings ohne Spur von Pâtdati, der schon länger nichts mehr von sich hatte hören lassen. Ebola und Kelomat, die sich beide sehr gut geräuschlos bewegen konnten, begaben sich auf Erkundungsgang. Sie fanden am Hof einen weiteren Wachraum mit drei Milizsoldaten und eine Schmiede. Dann betraten sie den südwestlichen Turm. Die beiden kletterten dort bis in den fünften Stock, und entgingen nur knapp der Entdeckung durch ein alte Bedienstete, die sie aufweckten. Oben entdeckten sie jedoch einen Durchgang in die Zitadelle, den fünften Stock fanden sie dort aber bewacht vor. Aber immerhin konnten sie wieder heimlich in den Hof zurückkehren, und dort ihre Gefährten über den aunauffälligeren Weg in die Zitadelle in Kenntnis setzten. Man beschloß sich nach Derwath zurückzuziehn und auszuruhen, da die Nacht schon bald zu Ende gehen würde. Sogar Pâtdati gab sich zu erkenne, und erzählte unverblümt, er hätte die anderen einfach eine Zeit lang beobachten wollen. Mit einem Portalzauber entkam man unbemerkt durch das Haupttor, aund außer Sichtweite der Festung schlief man noch ein paar Stunden.
Nach einem kurzen Spaziergang gelangte man wieder nach Derwath, wo man sich diesmal etwas besser auf Tilmedir vorbereiten wollte. Einen guten Weg in die Festung hatte man ja schon gefunden, und der Einbruch in Tilmendir war für alle endlich einmal eine fast tadellose Unternehmung der "Zweckgemeinschaft" gewesen.

In der Stadt begann man sich für ein gesondert gelegenes, befestigtes Gebäude zu interessieren, das sich als Milizstation mit zehn Soldaten herausstellte. Leider krachte man mit der tatsächlich aggressiven Miliz zusammen, und schließlich wurde die "Zweckgemeinschaft" wegen Trunkenheit, Erregung öffentlichen Ärgenmisses und wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt festgenommen. Für ein fragwürdigees Bußgeld wurden sie aber wieder freigelassen. Ebola mußte wegen eines unternommenen Fluchtversuches eine besonders hohe Summe zahlen, was ihm ziemlich schlechte Laune bescherte. Etilas nutzte die Gelegenheit, und bezauberte den Hauptmann der Miliz, um ein paar Auskünfte zu gewinnen. Auch diesmal war alles verworren: Der Hauptmann gab zwar zu, das die "neue Härte" von oben, also eigentlich von Lord Targen, angeordnet worden war, leugnete aber gleichzeitig, daß es überhaupt ein anderes Verhalten der Miliz als üblich gegeben hätte. Etilas nutzte seinen kurzfristigen Einfluß dazu, sein eigene Strafe auszusetzen, "vergaß" dabei aber spaßigerweise auf seine Gefährten. Ebola, der kräftig zahlen mußte, empfing ihn vor der Tür dafür mit einem "Magenstrudel", leider schlug er versehentlich zu stark zu, und Etilas wurde ungewollt schwer verletzt. Wieder landete man beim Wundheiler, diesmal zahlte aber wenigstens Ebola die Rechnung, er hatte sich inzwischen auch wieder beruhigt.
Die "Zweckgemeinschaft" versuchte ihr Glück nun in einer düsteren Spelunke. Die Kundschaft, fast ausschließlich Dunländer, sollten der rohirrischen Miliz doch nicht gerade freundlich gesinnt sein, und würden doch sicher gerne Informationen über die Miliz oder über Tilmendir bereitstellen. Aber die Dunländer waren nicht bereit Gondorianern und Elben zu helfen, Etilas "mußte" also wieder mal einen Zauberspruch wagen. Der mißlang ihm aber gewaltig, er erlitt einen schweren magischen Rückschlag, und brach zusammen. Die Dunländer wußten nicht genau was sie davon halten sollten, unsere Helden aber wußten genau, was zu tun war. Etilas fand sich wieder beim Heiler, der einen schweren Hirnschaden diagnostizierte, welcher aber heilbar war. Da die natürliche Heilung aber mehrere Monate gedauert hätte, mußte Etilas bei der kräuterkundigen Frau des Wundheilers ein exotisches Heilkraut kaufen. Dafür mußte er sein wertvolles Mithrilstück opfern, daß er vor langer Zeit in der Unholdhöhle im Eryn Vorn gefunden hatte. Die "Zweckgemeinschaft" bewegte sich zur "Funkelnden Sichel", der nobelsten Herberge im Ort, um dort nach dem Verhalten der Miliz zu fragen. Etilas mußte aber mit verordneter Bettruhe beim Wundheiler bleiben, und errechnete, das die ganze "Zweckgemeinschaft" eigenlich schon sehr lange unterm Strich nur Ausgaben und kein Einkommen gehabt hatte.
Die "Funkelnde Sichel" und eine Observanz der Miliz am folgenden Tag brachten auch keine Ergebnisse. Als es Etilas aber dann besser ging, und man von Garamund den Rat erhielt, nach ehemaligen Bediensteten der Burg Tilmendir zu suchen, ging es dann aber wieder aufwärts. Von einem ehemaligen Diener erfuhr man dank Etilas' diesmal funktionierender Magie, wo ungefähr die Kammern Lord Targens in der Zitadelle lägen, nämlich in den oberen Etagen. Da es in Tilmedendir bei weitem nicht so gefährlich wie hier in Derwath gewesen war, beschloß man dort dann auch wieder heimlich einzudringen und nach Targen zu suchen.
In der nächsten Nacht konnte man Tilmendir wieder unsichtbar mit einem Portal durch das Burgtor betreten, und bald war man über den ausgekundschafteten Weg im fünften Stock. Eine Wache dort wurde mit einem Zauber schlafen gelegt, und man betrat Lord Targens Amtsstube. Diese erwies sich als ziemlich unordentlich und verlassen, aber durch zwei weitere Portalzauber kam man schließlich in ein prächtiges, aber ebenfalls verstaubtes Schlafgemach. Dort, auf einem Bett lag ein alter Rohirrim, der sich aber nicht aufwecken ließ, und anscheinend in einem sehr schlechten Zustand befand. War das Lord Targen? Die "Zweckgemeinschaft" vermutete das, und wollte den Alten aus der Festung herausschaffen. Doch ein erneuter Anschlag des Attentäters machte dem einen Strich durch die Rechnung.
Als man den Alten gerade über eine Wendeltreppe aufs Dach bringen wollte schoß der Attentäter einen Pfeil auf Lord Targen, und floh wieder. Er hatte anscheinend die unsichtbaren Abenteurer sehen können, und der Gruppe, bevor er über das Dach lief und in einem Turm verschwand, zugerufen, er würde sie auf dem Dach erwarten. Ebola nutzte schnell seine neue Gabe und sprach einen lebenserhaltenden Zauber auf den tödlich verletzten Alten, um Zeit zu gewinnen. Kelomat und Pâtdati blieben bei dem Alten, um ihn zu beschützen. Die anderen drei stürmten auf das Dach des höchsten Turmes der Zitadelle, und fanden dort eine Überraschung.
Nicht der Attentäter, sondern ein seltsamer Rohirrim lag dort unter der luftigen Kupferüberdachung auf einem Lager. Etilas entdeckte mit einem Zauberspruch den unsichtbaren Attentäter auf der anderen Seite des Daches, und versuchte ihn mit einem Blitzstrahl aus seinem Zauberstab zu treffen, verletzte ihn aber kaum. Der Rohirrim hatte wohl das Getrampel der heranstürmenden Abenteurer gehört, und geriet in Rage, als die Eindringlinge sich nicht zu erkennen gaben. Er stellte sich laut schreiend als Miconur vor, und mit einem Zauber versuchte Etilas ihn in den Schlaf zu schicken. Doch als Miconur zusammensackte, schoß der Attentäter einen Pfeil auf ihn. Khal'inka und Ebola stürmten auf ihn zu, doch als sie ihn erreichten verschwand er wieder vor ihren Augen. Etilas versuchte ihn mit einem Entdeckungszauber wiederzufinden, was aber nicht gelang. Statt dessen rührte sich der angeschossene Miconur, und faselte irres Zeug, von "Ihr seid mir auf die Schliche gekommen" bis zum üblichen "ich werde euch alle umbringen". Als dann auch noch Khal'inka, anscheinend durch einen Zauber beeinflußt, waffenschwingend auf Etilas zustürmte, war das Chaos perfekt. Bevor Khal'inka zuschlagen konnte, wurde ihm plötzlich wieder klar vor Augen, und er brach seinen Angriff ab. Ebola kämpfte inzwischen mit Miconur, Khal'inka half ihm dann dabei. Gemeinsam erschlugen sie den entweder wahnsinnigen oder von einem Zauber beeinflußten Rohirrim. Etilas war kurzzeitig ebenso besessen wie Khal'inka zuvor, kam aber auch wieder zu sich. Nun standen sie da, Ebola, Khal'inka und Etilas, mit der Leiche eines Rohirrim, ohne Attentäter, dessen Beweggründe für seine Anschläge man noch immer nicht kannte. Dafür hatte man eventuell mit dem weithin sichtbaren Blitzstrahl sämtliche Milizsoldaten der Welt alarmiert. Unentschlossen, was als nächstes zu tun wäre, blickten die drei Abenteuerer einander fragend an. Man hielt sich erst mal an vertraute Verhaltensweisen und plünderte Miconurs Leichnam. Danach wollte man versuchen, sich unbemerkt zurückzuziehen. Doch brennend war man nur an einer Frage interessiert: "Wo bei den Valar, hielt sich der Attentäter versteckt?"

Die drei müden Abenteurer stiegen erst mal den Turm hinunter und trafen wieder auf die noch unsichtbaren Kelomat und Pâtdati, die den Alten bewacht hatten. Man sah sich ein wenig in den obersten Etagen der Zitadelle um, vielleicht würde man eine Möglichkeit finden, unentdeckt mit dem mutmaßlichen Lord Targen aus der Festung zu entkommen. In einem prächtig ausgestatteten Turmgemach fand man den schon bekannten Attentäter. Doch statt gleich anzugreifen oder seine üblen Tricks auszuspielen, hatte dieser anderes zu bieten:
Er bot der "Zweckgemeinschaft" einen Handel an. Er gab sich als der ursprüngliche Auftraggeber des fetten Händlers zu erkennen, der noch immer an dem schwarzen Stein interessiert wäre, und dafür auch noch kräftig zahlen würde. Außerdem behauptete er, eine mächtige Gruppe zu vertreten, welche die Dienste der Abenteuerer für sich in Anspruch nehmen wollte, und sich dafür auch sehr erkenntlich zeigen würde. Um den Handel zu versüßen, bot der Attentäter auch noch einen speziellen Bonus: Hilfe bei der Rache an Galim. Rätselnd blickte die "Zweckgemeinschaft" auf den seltsamen Mann, sogar Etilas, der beinahe von diesem Mann erschossen worden war, überlegte, auf den Handel einzugehen. Doch ein Handstreich von Kelomat und Pâtdati machte dem ganzen ein Ende: Noch immer unsichtbar durch Etilas' Zauber töteten die beiden den Attentäter, noch bevor dieser sich wehren konnte. Dieser sank zu Boden, doch plötzlich explodierte sein Kopf in einem Feuerball. Dank ihrer guten Rüstungen und Reaktion nahmen die Helden kaum Schaden, dennoch kam starkes Unbehagen in ihnen auf. Denn der Grund für den Feuerball war anscheinend ein magischer Goldzahn des Attentäters, den Etilas identifizieren konnte. Darin war ein Feuerball eingespeichert gewesen, der auf magische Weise ferngezündet worden war. Irgendjemand trieb hier ein übles Spiel, allen Anschein nach die "mächtige Gruppe", die hinter dem Attentäter stand. Wie auch immer, im Moment galt es, dringlichere Aufgaben zu erledigen.
Ohne viel Umwege zu versuchen, machte man sich aus dem Staub, den Alten auf der Schulter. Die "Zweckgemeinschaft" konnte sogar aus Tilmedir entkommen, und entging dann auch noch einigen berittenen Suchtrupps der Miliz, die ohnehin nie recht gut organisiert gewirkt hatte. Man übernachtete in der Wildnis, und suchte am nächsten Morgen Derwath auf, um den leblosen Alten sogleich zu Evad zu bringen. Schon auf den Straßen bestätigte sich eine Vermutung. Passanten erkannten in dem Leblosen tatsächlich Lord Targen.
Evad ließ Targen sofort versorgen, zeigte sich jedoch gar nicht erfreut über den Besuch der "Zweckgemeinschaft" am hellichten Tage, hätte die Verbindung zwischen den Rangern und der "Zweckgemeinschaft" doch verborgen bleiben sollen. Je mehr die Gruppe ihm von ihren Unternehmungen in Tilmendir erzählte, desto wütender wurde er. Als er vom Tod Miconurs erfuhr, rastete er endgültig aus, und warf die "Zweckgemeinschaft" hinaus, nachdem er ihnen noch erklärt hatte, daß Miconur der zweite Sohn Lord Targens gewesen sei. Besonders enttäuscht war er wohl von seinem Freund Pâtdati, den er doch gebeten hatte, die Gruppe auf dem rechten Wege zu halten. Von nun an würde er alles in die eigenen Hände nehmen, Falls die "Zweckgemeinschaft" sich einmischen sollte, drohte er sogar mit einer erneuten Verhaftung.
Wieder auf der Straße suchten unsere ratlosen Helden nach ihrem weiteren Weg. Man verbrachte eine längere Zeit damit, sich neu zu orientiern, Informationen zu sammeln und Ratschläge einzuholen. Von Hagram, dem fetten Händler aus Beldwin erfuhr man, daß dessen Auftraggeber, der Attentäter, Jozein geheißen hatte. Geld war allerdings keines da, und wer hinter Jozein gestanden hatte, wußte auch Hagram nicht. Khal'inka ließ trotzdem eine Kopie des schwarzen Steins anfertigen, um vielleicht in Zukunft eine List anwenden zu können. Viel interessanter war aber die Erkenntnis, daß sich Jozein in Tilmendir offensichtlich verkleidet hatte, was Pâtdati dort aufgefallen war. Nach genauerem Nachdenken kam man übereins, daß er wohl eine der Personen gewesen war, die Ebola in einer seiner Visionen beim Orakel gesehen hatte. Jozein war in der zweiten Vision aufgetaucht, als eine von den vier Personen, rund um die äußerst attraktive Frau. Jozein hatte also zu den "Bösen" gehört. Seine Motive blieben allerdings im Unklaren, vor allem, inwieweit der Schwarze Stein für seine Gruppe von Wichtigkeit war.
Inzwischen erfuhr man auch den neusten Stadtklatsch, der vor allem die Vorgänge in Derwath und in Tilmendir betraf. So hörte man, daß Galendur, der letzte verbliebene Sohn Lord Targens, mittlerweile dessen Nachfolge angetreten hatte. Als nächstes suchte man jedoch Garamund, den Astrologen in Derwath auf, um vielleicht mit seiner Hilfe nächste Schritte zu planen. Garamund half ein wenig, die bekannten Fakten zu ordnen, so gelang man immerhin zu dem Schluß, daß in dem schwarzen Stein wohl auch ein Geist ruhen würde, und vermutlich auch große Macht. Das erklärte immerhin das Interesse Jozeins an dem Stein. Und der versuchte Mord an Etilas und Miconur? Vermutlich hätte ein solch kundiger und gefährlicher Attentäter wie Jozein Etilas auch wirklich töten können, wenn er es nur gewollt hätte. Vielleicht hatte er die "Zweckgemeinschaft" aber nur auf ihrem Weg nach Tilmendir aufhalten wollen? Dieser Verdacht wurde durch dessen Attentat auf Miconur verstärkt.
Tapfer suchte man Evad ein zweites Mal auf, in der Hoffnung, dieser würde sich beruhigt haben. Tatsächlich war Evad ruhig, wenn auch immer noch sehr distanziert. Es hatte sich nämlich herausgestellt, daß Miconur, der zweite Sohn Lord Targens, im Geheimen aus Dol Amroth, wo er seine magischen Studien betrieben hatte, nach Tilmednir zurückgekehrt war. Anscheinend war er dort wahnsinnig und bösartig geworden, und hatte seine magische Macht und sein Wissen über manipulierende Kräuter dazu benutzt, die Macht in Tilmendir an sich zu reißen. Evad war sogar dazu bereit, ein Empfehlungsschreiben auszustellen, das es der "Zweckgemeinschaft" ermöglichte, bei Galendur vorzusprechen. Er ließ aber die "Zweckgemeinschaft" wissen, daß er das Verhalten der Abenteuerer bei der Erledigung seines Auftrages noch immer für falsch hielt. Von ihm würde man keine weitere Hilfe bekommen, und Pâtdati hatte vielleicht sogar einen Freund verloren.
In Tilmendir, dessen Tore nun Besuchern wieder offenstanden, kam es dann auch zur Audienz bei Galendur. Dieser führte die Geschäfte seines Vaters, bis dieser wieder geheilt wäre. Man hatte schon nach speziellen Heilkräutern aus den Bergen geschickt, bald würde Lord Targen wieder gesund sein. Aber Miconur hatte tatsächlich großes Unheil über die ganze Region gebracht: Er hatte einige unbequeme Personen in Tilmendir ermordet, unter anderem seinen eigenen Bruder Carnil. Er hatte seinen Vater Lord Targen beinahe tödlich vergiftet, Galendur und die meisten anderen in der Festung mit seinen Kräutern unter seine Kontrolle gebracht und angefangen, die Miliz auf Raubzüge zu schicken. Galendur hatte er wohl nur verschont, weil dieser ihm als Kind nahegestanden war.
Unklar blieb aber der Grund für Miconurs Handlungen. Mittelfristig hätte das Verhalten der Miliz sicher noch mehr Aufsehen erregt, und König Eomer von Rohan hätte früher oder später eingegriffen und den Machenschaften Miconurs ein Ende gesetzt. Da also keine Aussicht auf tatsächliche, längerfristig gesicherte Macht bestanden hatte, war Miconur vermutlich tatsächlich wahnsinnig gewesen. Das aber löste neue Vermutungen über Jozeins Attentate und Motive aus: Warum sollte Jozeins böse Gruppierung den ebenfalls bösen Miconur beseitigen? Warum war ein offensichtlich äußerst fähiger Attentäter nach Tilmendir geschickt worden, wer wußte von Miconurs Machenschaften und wollte diesen auch noch ein Ende setzen? Wie auch immer, es wurde zunehmend klar, daß die Gruppe hinter Jozein über große Macht und sehr gute Informationen verfügte. Wo aber die "Zweckgemeinschaft" ihre Unternehmungen fortsetzen sollte, konnte man noch immer nicht beantworten.
In Derwath schließlich teilte man erst einmal die bisherige Beute auf, man hatte ja doch einige magische Gegenstände gefunden. Pâtdati ließ seinen Teil, einen unheiligen Säbel der untoten Rendar, einschmelzen, Ebola versuchte vergebens, einen für ihn unnützen Zauberstab zu verkaufen. Man erfuhr von den Bewohnern der Stadt, daß die drei Abenteuer, Glean, Reaslos Hyarrs und Camdin, die einen kleinen Teil der Westmark beherrschten, seit einiger Zeit verschwunden waren. Man kam ja nicht weiter bei der Bekämpfung der vier gesuchten bösen Entitäten, die Rendar-Untoten und Miconur hatte man ja besiegt, aber es galt wohl noch zweimal "Böses" zu besiegen, das Ebola in seiner Vision gesehen hatte. Nur dann würde Aracam sich der Gruppe annehmen, und vor allem Etilas spürte, daß es einen gewissen Handlungsbedarf in dieser Richtung gab. So beschloß man, zunächst die drei Abenteuerer zu suchen. Vielleicht käme man ja so an ein Empfehlungsschreiben, um die gesperrte Pforte von Rohan passieren zu dürfen. Die "Zweckgemeinschaft" erlaubte sich erstmals in ihrer Geschichte den Luxus, Pferde zu kaufen. Diese Neuerwerbungen wurden auch gleich mit fantasievollen Namen versehen. Man begann die Reise zum Turm der Abenteuerer im Zentrum der Westmark, da Pâtdati aber nicht genug Geld für ein anständiges Pferd hatte, mußte man sich dem Tempo seines müden Ackergauls anpassen.

Teil 10.: Der Pakt

Die grünen Ebenen der Westmark luden geradezu zu einer Reise zu Pferd ein. Doch die "Zweckgemeinschaft", wie immer ohne jeden Sinn für die Ästhetik der Natur, hatten andere Dinge im Kopf. Eine Begegnung mit der Alten Betsy, die man eine Zeit lang auf der Reise begleitete, raubte den tatdurstigen Helden fast den letzten Nerv. Aber schließlich gelangten sie doch zu der Wegkreuzung, an welcher der Turm der drei Abenteurer lag. Von dort aus herrschten diese drei Männer über ihren kleinen Teil der Westmark, seit König Eomer ihnen dieses Lehen für Dienste in fernen Ländern verliehen hatte.
Wie sich herausstellte, waren diese drei schon seit einigen Wochen verschollen. Ihr Hausverwalter konnte der "Zweckgemeinschaft" jedoch sogar sagen, daß die drei Abenteurer zu einem Jagdausflug zum sogenannten Picknickhügel aufgebrochen waren. Vermutlich hätten sie sich sogar davongeschlichen und aus ihrer Verantwortung davongestohlen. Die Leute in dieser Gegend regierten sich tatsächlich eher selbst, die drei Abenteuerer waren wohl keine geeigneten Verwalter gewesen, das einzige, das sie zustande gebracht hatten, war die Restaurierung ihres Herrschaftssitzes, des Turms. Wohl aber hätten die Leute einen wohlwollende Meinung von "ihren" unbeholfenen Herrschern gehabt, man vermißte sie durchaus. Jedenfalls war der Hausverwalter kurz davor, einen Brief an König Eomer zu senden, und um den Einsatz eines neuen Verwalters zu bitten. Wenigstens wußten unsere Helden nun, wo sie weitersuchen konnten, und, was noch eigentümlicher war, daß es anscheinend eine berufliche Aufstiegschance für Abenteurer gab. (Der Lehrberuf Abenteurer ist also keine Bildungs- und Karierresackgasse!)
Der weitere Pfad führte unsere Protagonisten zum Picknickhügel, einem beliebten Ausflugsziel in der Mitte der Westmark. Nach zwei ereignislosen Tagen des Reisens gelangte man tatsächlich zu diesem malerischen Ort. Eine schmale Rinne ermöglichte einen bequemen Aufstieg auf den vor langer Zeit durch vulkanische Eruption entstandenen Hügel. Der Pfad führt dan in den alten Krater hinab, wo man tatsächlich ein zum Verweilen und Picknicken einladendes Bild vorfand: Ein kleiner Teich im Zentrm der Senke, daneben drei starke Eichenbäume, rundherum waren Steine behauen und so zurechtgelegt worden, daß man sie gut als Sitzgelegenheiten und Tische verwenden konnte. Darüber hing der strahlend blaue Himmel der Westmark. Leider gab es keine Spur von den drei Vermißten. Doch eine kurze Suche brachte bald neue, verhängnisvolle Ereignisse ins Spiel.
Während Kelomat einen Tauchgang startete, den er dann nur mit Müh und Not überlebte, untersuchte Etilas mit seinen magischen Kräften die drei Eichen. Die anderen umrundeten den kleinen Teich, fanden aber nur zahlreiche Fährten und Spuren, die auf viele Besucher in den letzten Jahren hinwiesen. Etilas konnte inzwischen magisch in Eichen verzauberte Abenteurer ausschließen, Kelomat, der voll gerüstet und bewaffnet ins Wasser gesprungen war, konnte sich mit letzter Kraft ans Ufer retten. Da er in der völligen Dunkelheit nichts erkannt hatte, nahmen Etilas, Ebola und Pâtdati die Untersuchung des Teiches in ihre Hände. Mit ihren magischen Kräften konnten sie nicht nur viel länger unter Wasser bleiben, sondern mit magischem Licht sogar eine eindeutig von Menschenhand geschaffenen Spalte knapp unter der Wasseroberfläche entdecken. Diese führte dann sogar zu einer unterirdischen Schleuse, wo eine offensichtliche magische Barierre eine senkrechte Wasserwand von klarer Atemluft trennte. Das für so eine Vorrichtung enorme magische Kräfte notwendig sein mußten, hätte der "Zweckgemeinschaft" wohl einen Hinweis auf die lauernde Gefahr geben sollen, aber davon später. Hinter der Schleuse fand sich eine verschlossene Tür, die jedoch kein weiteres Problem darstellte. Dann eröffnete sich unseren Helden ein unterirdischer Gang, der in unregelmäßigen Abständen von Fackeln erleuchtet wurde.
Wagemutig und naiv drang die "Zweckgemeinschaft" in den Gang ein, bald stellte sich heraus, daß es sich um eine ganze unterirdische Anlage handelte. Wer sie jedoch errichtet hatte, oder was sich darin verbarg, war noch nicht ersichtlich. Zwar fand die Gruppe einen spartanisch eingerichteten Wohnraum und einige weitere Gänge, interessant wurde es jedoch, als man auf den ersten Gegener traf. Ein großgewachsener, schwer bewaffneter Mann überraschte die Helden bei ihrer Erkundung. Er hatte natürlich keine Chance, obwohl es sich für eine mutmaßliche Wache doch um einen recht guten Kämpfer gehandelt hatte.
Dann fand man auch wohl den Ort, den die Wache gehütet hatte, eine achteckige Kammer, in der eine ringförmige Couch rund um ein seltsames Objekt stand. Auf einem Podest stand eine seltsame Vorrichtung, ein sphärischer Kristall, durchsichtig und glasig, in dessen Inneren eine schwarze Doppelspirale zu erkennen war. Wer immer so einen Gegnstand hergestellt haben konnte, war wohl sehr mächtig gewesen, nicht einmal Etilas gelang es, mehr über dieses magische Artefakt herauszufinden. Routinemäßig entfernte man den Kristall aber, und untersuchte den weiteren Verlauf des unterirdischen Baus.
Unheilvoll stand urplötzlich eine groteske Figur vor den Abenteurern: Zwei Meter weit überragend, voll schwarzer, schalenähnlicher Haut, mit leicht spitzen Zähnen und am ganzen Körper mit dicken Muskeln bepackt, und trotzdem, so menschengleich. Was für einem Wesen war man hier begegntet? Ob es ein Mensch war oder sonst etwas, es hielt grinsend und mit spielerischer Leichtigkeit eine riesige Streitaxt in seinen Händen und musterte die "Zweckgemeinschaft" mit seltsamen Augen. Ebola jedoch hatte in dem Gegner eines der bösen Wesen aus seiner Vision beim Orakel erkannt, und teilte das seinen Kameraden auch sofort mit. Mit einer gewohnten Blitzentscheidung, dem schnellen Angriff, stürmte man waffenschwingend auf den Bösewicht zu. Dieser jedoch hatte wohl damit gerechnet, und lief schnell davon, unsere Helden hinterher. Man hörte auch seine seltsame Stimme, die wirklich unpassend, kindlich und hoch klang, als er jemandem befahl, die Verfolger aufzuhalten. Hinter einer Ecke fand man dann auch seine Unterstützung, wieder ein Wachmann wie schon zuvor. Wieder konnte man schnell siegen, der Muskelprotz jedoch blieb verschwunden.
Bevor sich unsere Abenteurer jedoch einig werden konnten, was als nächstes zu tun wäre, trat dieses seltsame Wesen einfach aus einer festen Felswand heraus, schlug den überraschten Khal'inka mit der bloßen Faust zu Boden, und verschwand ebenso schnell wieder. Fiebrig suchten Etilas, Kelomat und Ebola man an dieser Stelle nach einem Geheimgang, während Pâtdati den bewußtlosen Khal'inka schützte. Als der Gegener aber an einer anderen Stelle wieder aus dem Fels trat, wurde klar, daß die Zweckgemeinschaft auf einen überlegenen Feind getroffen war. Dieser machte sich sogar einen Spaß daraus, und konnte alle Mitglieder der Zweckgemeinschaft ohne Probleme besiegen. Kelomat und Ebola wurden ebenso wie Khal'inka niedergeschlagen, der tapfere Pâtdati konnte dem Muskelprotz sogar eine kleine Schnittwunde zufügen, er wurde dafür von einem gewaltigen Sahlag mit der Streitaxt niedergestreckt, und dann auch bewußtloß geschlagen. Etilas kam gar nicht dazu seine Magie zu erproben, die "Zweckgemeinschaft" war besiegt.
Um es kurz zu machen: Sie wachten alle wieder auf, in dunklen Verließen allerdings. In unterschiedlichen Zellen untergebracht, zum Teil alleine, oder mit anderen Mitgefangenen, die sich als die drei Vermißten Glean, Reaslos Hyarrs und Camdin vorstellten. Die drei waren tatsächlich auf einem Jagdausflug gewesen, dann aber auf einer Farm eingekehrt, wo sie von den dortigen feindseligen Bewohnern überwältigt worden waren. Später wachten sie in diesen Zellen auf, und hatten seitdem einige Wochen hier verbracht. Sie waren außergewöhlich gut behandelt worden, und ihr größtes Problem schien wohl ihre Langeweile zu sein. Sie wußte auch nicht genau, wer oder was sie warum gefangen hielt.
Jedes einzelne Mitglied der "Zweckgemeinschaft" wurde dann von den anderen getrennt und verhört. Was immer auch bei diesen Einzelgesprächen geschah, jeder erklärte sich danach dazu bereit, der bösen Gruppe, in deren Hände man gefallen war, zu helfen. Eine mächtige Gruppe war das (nach eigenen Aussagen), von denen man nur den schon zuvor erwähnten Muskelprotz, einen ältern in eine Robe gekleideten Mann und eine äußerst attraktive Frau, die Anführerin, kannte. Sie alle waren in Ebolas Vision vorgekommen, zusammen mit dem inzwischen toten Jozein. Die "Zweckgemeinschaft" wurde wieder zusammengebracht und von ihren Fesseln befreit, dann sprach die Anführerin noch einmal zu ihnen. Der Auftrag für diese Gruppierung war offensichtlich ein durchaus böser, die Helden sollten in die Burg Amon Roch, dem Wohnsitz von Lord Negolos, eindringen, und dessen frisch angetraute Frau Sirris töten. Zur Überraschung des geneigten Lesers, stimmten alle Mitglieder der Zweckgemeinschaft dem zu! In den Einzelgesprächen mit den drei bekannten Mitgliedern der "Gruppierung" waren wohl alle überzeugt worden. Zu allem Unglück waren auch irgendwelche mächtigen Zaubersprüche auf die Abenteurer gesprochen worden, über deren Zweck sich diese "Gruppierung" aber ausschwieg. Obwohl es sich doch um einen absolut verbrecherischen Mord handelte, hatten es die einzelnen Mitglieder der "Zweckgemeinschaft" sogar mehr als eilig, nach Amon Roch aufzubrechen. Die einzige Auskunft und Hilfe von der "Gruppierung" war aber nur der Tipp, Denrul, den Vater von Sirris aufzusuchen, und sich bei ihm Hilfe zu holen. Denn Sirris war eine Dunländerin, ebenso wie der angesehene Denrul, und die Heirat zwischen Negolos und ihr wäre nur eine politische Zweckehe gewesen, um das Volk der Rohirrim und die Dunländer zu befrieden.
Anschließend teleportierte die Anführerin die ganze "Zweckgemeinschaft" zu einer Farm, wahrscheinlich zu der, von der die drei Pseudo-Herrscher erzählt hatten. Dort erhielt man die Ausrüstungsgegenstände und die Pferde zurück. Doch Oh Weh! Es fehlten nicht nur die wertvolleren magischen Ausrüstungsgegenstände, auch der Elenibun und die unbezahlbaren Elbensteine waren von der "Gruppierung" einbehalten worden. Wie sollte man jemals sein Eigentum von so mächtigen Personen zurückbekommen? Wahrscheinlich war die einzige Möglichkeit dafür wirklich eine Kooperation. Da jetzt endlich die Gelegenheit zum freien Sprechen gekommen war, stellte Khal'inka die anderen zur Rede, was denn nun passiert wäre. Doch keiner wollte sein Geheimnis preisgeben, obwohl ein jeder an der Geschichte der anderen interessiert war. Kelomat erzählte nur ständig mit irrem Blick, er habe es "knacken gehört", während Pâtdati von einem "höherem Zweck" redete, dem man in Wahrheit dienen würde. Zumindest fand Etilas heraus, daß jeder seiner Gefährten, ihn selbst eingeschlossen, mit zwei Zaubersprüchen versehen worden war, deren Macht wohl weit über dem Potential der "Zweckgemeinschaft" lag. Auf Khal'inka waren sogar drei Zauber gelegt worden, was nur weitere Fragen aufwarf. Schließlich aber wollten vor allem Kelomat und Ebola unbedingt los nach Beldwin, wo Denrul wohnte, und dann weiter nach Amon Roch. Also brach man auf.
Schweigsam und so schnell wie möglich brachte man die Reise hinter sich. Das letzte Nachtlager brachte eine Überraschung: Am Morgen war Ebola, samt seinem Pferd verschwunden, anscheinend war er schon in der Nacht heimlich weitergeritten. Den anderen blieb nichts übrig, als auch so schnell als möglich aufzubrechen, da selbst Etilas mit seiner magischen Scheibe den Elben nicht mehr einholen konnte. Mißtrauen und ein wenig Frustration über die eigene Machtlosigkeit bestimmten das Denken der Abenteurer.
In Beldwin ging man sofort in Denruls Laden, dem man (auf Rat der Anführerin) nur erzählte, daß man gehört hätte, er brauche Hilfe von außerhalb. Tatsächlich ging Denrul sofort darauf ein. Er berichtete, daß seit längerer Zeit das Gerücht umging, daß seine Tochter Sirris übel zugerichtet am Markt von Beldwin aufgetaucht wäre, und behauptet hätte, Negolos würde sie schlagen. Auch wenn es nur ein Gerücht war, so hatte es die dunländische Bevölkerung nur weiter beunruhigt. (Man darf nicht vergessen, daß immerhin ein Krieg zwischen Rohan und Dunland drohte!) Sirris selbst hatte ihm aber bei seinen Besuchen auf Amon Roch versichert, daß alles in Ordnung sei, und war dabei im besten Zustand und "absolut zuckersüß" zu Negolos gewesen. Denrul war doch sehr besorgt, und bat die "Zweckgemeinschaft", im Geheimen auf Amon Roch nach dem Rechten zu sehen. Er hatte schon von den Fremden gehört, die in Tilmendir eingedrungen waren, und Lord Targen gerettet hatten.
Aber die Zweckgemeinschaft verhielt sich äußerst unbedarft. Khal'inka plauderte gleich vor Denrul aus, daß "eh jeder einen Grund hätte, seine Tochter zu töten". Daraus entwickelte sich ein Gerangel, in dem die "Zweckgemeinschaft" den armen Dunländer brutal verprügelte. Als Kelomat auch noch aussprach, daß Etilas ja Denruls Gestalt annehmen könne, falls irgendwas "schiefgehen" (!?!) würde, eskalierte die Situation, und Denrul griff nach einem Schwert. Obwohl die Situatuion keine bedrohliche war, hielt Etilas es doch für besser, Denrul mit einem Blitzstrahl aus seinem Zauberstab zu töten. Während diesem Tumult hatte auch schon die längste Zeit jemand an die Tür gehämmert, wohl wegen dem Kampflärm.
Pâtdati hatte schon die ganze Zeit über die Hände vors Gesicht geschlagen, als er sah wie seine Gefährten mit dem armen Denrul verfuhren. Er blieb auch kopfschüttelnd und geistlos auf einem Essigfaß sitzen, während Kelomat und Etilas durch das am Laden anliegende Haus und dort durch ein Fenster auf die Straße flohen. Khal'inka hingegen war noch so dreist, in dem Laden zu bleiben, und sich umzusehen, oder vielleicht auf den klopfenden Passanten zu warten, dessen Klopfen aber schon seit längerem verstummt war. Und keine Seele schien zu wissen, wo der Elb Ebola sich herumtrieb...

Die einzelnen Solorunden der Charaktere dei den Gesprächen mit deb "Bösen" vom Picknickhügel werden erst dann veröffentlicht, wenn es keinen Einfluß mehr aud das Spielverhalten der jeweils anderen Spieler hat - das würde doch allen den Spaß verderben (besonders mir!). Also kann das durchaus noch dauern...

Kelomat und Etilas, die sich aus einem Fenster herausgestürzt hatten, entwickelten auch schon einen Plan, wie man die ganze Geschichte noch vertuschen konnte. Sie wollten einem Passanten auflauern, Etilas sollte ihn mit seiner Magie verzaubern und befehlen, in Denruls Laden einzudringen. Wäre auch ein ganz guter Plan gewesen, wenn nicht der erstbeste abendliche Spaziergänger, den sie trafen, ein Elb gewesen wäre. Da Etilas nicht das Risiko eingehen wollte, daß ein potentiell mächtiger Elb seiner Magie widerstand, fragten sie den Elben nur nach dem Weg zu einem guten Lokal. Um den Schein zu waren, machten sie sich dann auch auf den Weg zum empfohlenen "Goldenen Löffel". Zu allem Unglück kamen ihnen dabei auch noch einige Milizsoldaten von der Stadtwache entgegen. Während Kelomat sich geistesgegenwärtig im Schatten eines Hauses verbergen konnte, blieb der langsame Etilas einfach an einer Hausecke stehen. Alle Wachen marschierten aber an ihm vorbei, nur die letzte sprach ihn an, was er denn da mache. Der nervöse Magier, der eben noch bemerkte, daß ein Dunländer die Miliz gerade zu Denruls Haus bringen wollte, versuchte es mit einer Lüge. Doch die Miliz wollte ihm seine Magenschmerzen und Übelkeit nicht abkaufen, er mußte sie zu Denruls Haus begleiten, wo sie einer "verdächtigen Ruhestörung" nachgehen wollten. Es mußte ja so kommen. Kelomat blieb weiter im Dunkeln, und verfolgte seinen Gefährten und die Wachen schleichend.
In der Zwischenzeit diskutierten der gut gelaunte Khal'inka und der verzweifelte Pâtdati ihren eigenen Plan. Während der Ritter mehr für eine Variante in Richtung Ergeben und Geständnis sprach, legte der Baschkar seine Version von "Lauf in die Wildnis" dar. Khal'inka begann, Pâtdati mit ironischen Bemerkungen zu verspotten, da wechselte dieser plötzlich seine Meinung. Als sei ihm irgendeine Erinnerung wieder in den Sinn gekommen, stimmte er auf einmal einer raschen Flucht zu. Denn, so meinte er, man hätte ja noch einen Auftrag zu erledigen, den man kaum im Gewahrsam der Stadtwache erfüllen könnte. Unser lieber Baschkar verschwendete (wie immer) nicht viel Zeit mit Nachdenken über den plötzlichen Sinneswandel des Ritters, beide verließen das Haus auf dem selben Wege wie Etilas und Kelomat einige Minuten zuvor. Auf der Straße beschlossen sie aber, sofort aus der Stadt zu verschwinden, und sich auf die Suche nach Sirris zu machen. Im Laufschritt verschwanden sie in der Dunkelheit, Richtung Westen.
Nur kurz darauf erreichte Etilas mit der Stadtwache Denruls Laden. Die Milizsoldaten waren sich sicher, daß etwas mit dem Fremden nicht stimmte. Daher mußte Etilas mit einer Wache vor der Türe warten, während die anderen dieselbige aufbrachen. Als sie die Schweinerei, die von der "Zweckgemeinschaft" hinterlassen worden war, drinnen vorfanden, und sich Etilas' Aufpasser neugierig in das Haus begab, hatte dieser eine gute Gelegenheit, sich diskret zurückzuziehen. Kelomat, der im Dunkeln auf der Lauer lag, frohlockte schon angesichts der möglichen Flucht der ganzen Gruppe, aber der Magier machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Etilas ging zur Rückseite des Hauses, wo er Khal'inka und Pâtdati vermutete. Dort begann er auch noch, laut(!) nach ihnen zu rufen. Bevor er sich versah, waren die Wachen wieder aus dem Haus heraus, und nahmen ihn fest. Auf sich alleine gestellt, leugnete er jede Beteiligung an dem vorliegenden Verbrechen, konnte aber natürlich auf die Schnelle auch keine Erklärung für seine Lügen von zuvor und für die Namen, die er gerufen hatte, geben. Kelomat sah, wie man den Magier abführte, wohl zum Quartier der Wachen, und beschloß, den Tolpatsch diesmal die Suppe alleine auslöffeln zu lassen. Er hatte ein anderes Ziel: Amon Roch, den Sitz von Lord Negolos. Irgendwie würde er dort schon Zutritt bekommen, und eine Möglichkeit finden, die Sache mit Sirris zu regeln.

So stand es nun um die Zweckgemeinschaft: Während Khal'inka und Pâtdati sich einige Meilen im Westen von Beldwin ein karges Nachtlager auf dem Erdboden machten, wurde Etilas gerade vom Hauptmann der Stadtwache verhört. Kelomat wanderte im Dunkeln durch Wald und Wiese, hin zu Amon Roch. Was aber war mit Ebola, dem abhanden gekommenen Elben?

Dem Waldläufer war die unheimliche Allianz mit dem "Bösen" aus seiner Vision von Anfang an zuwider gewesen. Es war ihm nicht klar, welche Zauber auf ihn und seine Gefährten gesprochen worden waren, und was die rothaarige Frau und ihre Spießgesellen vorhatten. Aber ihm war klar, daß ein Mord aun Lady Sirris die "Zweckgemeinschaft" keinesfalls weiterbringen würde. Also stahl er sich während der Nacht davon, um in höchster Eile nach Amon Roch zu reiten. Wegen der dunklen Magie, die auf ihm und auf seinen Gefährten lastete, konnte er weder sich selbst, noch den anderen trauen. Er hoffte nur, bei Lord Negolos Gehör und Hilfe zu finden. Just in dem Augenblick, als sich der Rest der "Zweckgemeinschaft" aufmachte, sich bei Denrul mit "Informationen zu versorgen", wurde Ebola in Amon Roch eingelassen.
Der elbische Waldläufer erhielt auch sofort eine nächtliche Audienz bei Lord Negolos, da er angab, von einem Mordkomplott gegen Lady Sirris zu wissen. Als Ebola vor den jungen Herrscher trat, wußte er, das es kein Zurück mehr gab, er mußte nun alles auf eine Karte setzten und seine Kameraden verraten, auch wenn es nur darum ging, ihnen zu helfen. Detailliert erzählte er Negolos die ganze Geschichte, von der Suche der "Zweckgemeinschaft" nach den vermißten drei Abenteurern, von der Gefangennahme beim Picknickhügel, und von dem dunklen Auftrag, den man dort erhalten hatte. Eindrücklich warnte er den rohirrischen Herrscher vor seinen Kameraden und vor sich selbst, da er nicht genau wußte, was für Auswirkungen die Magie der bösen Bewohner des Picknickhügels haben würde.
Augenscheinlich hatte der Elb richtig gehandelt, jedenfalls war ihm Lord Negolos sehr dankbar. Ebola durfte sich unbefristet als Gast auf Amon Roch sehen, und wie er am nächsten Tag erfahren sollte, erhielt er als Dank für seine Informationen ein wertvolles rohirrisches Streitroß. Was aber noch viel wichtiger war: Er hatte das Vertrauen, die Dankbarkeit und vielleicht sogar die Freundschaft eines sehr mächtigen Mannes gewonnen.
Derweil Ebola also in herrschaftlichen Gemächern ruhte, wanderte der ruhelose Kelomat über Stock und Stein Richtung Amon Roch, ahnungslos davon, daß sein Kamerad bereits dort war. Am frühen Morgen trat er vor die Torwachen. Der ehemalige Mönch wurde zwar skeptisch betrachtet, durfte aber eintreten, als er seinen Namen nannte und seine Waffen abgibt. Er gab vor, eine Arbeit zu suchen und eventuell sogar als Wache anheuern zu wollen und wußte natürlich nicht, daß man ihn schon erwartete.Den Leser mag es nicht wundern, daß man ihn ohne Auskunft direkt vor die Augen Lord Negolos' brachte. Auch der Elb Ebola war dort anzutreffen, richtete jedoch nur einen kurzen Gruß an seinen Gefährten. Negolos kam gleich zur Sache, er berichtete den beiden Mitgliedern der "Zweckgemeinschaft", daß ihr Freund Etilas, (der große Magier habe er sich selbst genannt), wegen Mordes an seinem Schwiegervater Denrul festgenommen worden war. Kelomat fackelte nicht lange, sein schlechtes Gewissen wegen Denruls Tod (nicht wenige würden es Mord nennen) hatte ihn die ganze Nacht geplagt. Er bestätigte Ebolas Erzählung von den Menschen (oder anderen Wesen) beim Picknickhügel, und berichtete dazu ehrlich und wahrheitsgetreu von den gewalttätigen Ereignissen in Denruls Laden. Um aber wenigstens ein wenig Entlastendes von sich zu geben, schob er die Schuld an Denruls Tod auf die schwarze Zauberei der rothaarigen Frau und des alten Mannes vom Picknickhügel. Daran glaubte er aber selbst wohl nicht richtig.
Negolos war, gemilde gesagt, entsetzt. Da kam ihm ein geständiger Mörder seines Schwiegervaters vor die Augen, der noch dazu gekommen war, um seine Frau zu töten. Allerdings rechnete er Kelomat dessen Ehrlichkeit und Reue hoch an, und ließ ihn vergleichsweise gut behandeln. Der Kriegermönch wurde unter Zimmerarrest gestellt, und in ein komfortables Gemach eingeschlossen, bis man weiteres in Erfahrung bringen könne.
So war also die Nachricht von Denruls blutigem Tod und Etilas' Festnahme dem Lord schon zu Ohren gekommen. Gleich soll vom Magier berichtet werden, doch vorerst ein kleiner Exkurs, zu zwei unsicheren Zeitgenossen, die gerade von den Strahlen der Sonne geweckt wurden.
Nach einem kurzen Frühstück machten sich Pâtdati und Khal'inka auch auf den Weg zu Amon Roch. Ohne genauen Plan, was sie dort eigentlich tun wollten, umgingen sie Beldwin nordwärts und marschierten eilig zu Negolos' Festung. Ohne durch unliebsame Überraschungen aufgehalten worden zu sein, gelangten sie, wie Kelomat einige Stunden zuvor an das Tor. Sie verlangten von den Torwachen kurzum ein Treffen mit Lord Negolos, bei dem sie Ebola auch vermuteten. Unter der Bedingung, daß sie Waffen und Rüstung ablegten, wurden sie auch vor den Lord geführt. Wie sie es aber schon vermutet hatten, trafen sie dort auch den Elben Ebola, in ihren Augen ein Verräter. Oh we, oh we! Die beiden hatten unterwegs eine Lügengeschichte abgesprochen, und behaupteten, der Waldläufer hätte ein Komplott zur Ermordung Sirris' geschmiedet, und würde vorgeben, dazu gezwungen worden zu sein. Zu allem Unglück behaupteten die beiden abgehalfterten Abenteuerer auch noch, Ebola hätte Denrul ermordet.
Während Ebola nur den Kopf schüttelte, ob der dreisten Lügen seiner Gefährten, platzte Negolos fast der Kagen. Wütend klärte er die beiden Abenteuerer über Kelomats Geständnis auf, außerdem war der Lord selbst ja Ebolas Alibi für die Tatzeit! Kurzerhand ließ Negolos die beiden einsperren, allerdings nicht so komfortabel wie Kelomat. Da Amon Roch über keinen Kerker verfügte, war das schlechteste Quartier eine verschließbare Kammer bei den Pferdestellen, die aber für einen Teil der "Zweckgemeinschaft" nun Wohnquartier werden sollte. Ebola rief seinen "Freunden" nur noch nach, sie hätten bei der Wahrheit bleiben sollen, als sie abgeführt wurden. Dennoch versuchte er Negolos davon zu überzeugen, daß da dunkle Magie eine Rolle gespielt haben mußte. Doch Negolos wollte zuerst alle Fakten sammeln, und auch noch mit Etilas sprechen, der bald auf Amon Roch gebracht werden sollte. Ebola erfuhr aber, daß inzwischen Evad, der Rangerhauptmann, die offiziellen Ermittlungen im Mordfall Denrul übernommen hatte, und mit Etilas bald eintreffen würde.
An dieser Stelle soll nun von Etilas berichtet werden. Wie gesagt, er wurde kurz nach dem Mord von der Stadtwache festgenommen und zu ihrem Stützpunkt gebracht. Der Hauptmann dort verhörte ihn, aber Etilas bestritt jede Verbindung zum Mordfall, und stellte sich dumm. In seiner speziellen Art und Weise, seinen berüchtigten Charme wiederspiegelnd, schaffte er es dabei sogar, Wut und Zorn bei sämtlichen Anwesenden zu erregen. Das sollte sich auch nicht ändern, als noch in der Nacht Evad eintraf, um den Mord aufzuklären. Denn solche Verbrechen fielen in der Westmark in seinen Aufgabenbereich. Evad ließ sogleich Nachricht an Lord Negolos schicken, und verhörte Etilas noch einmal persönlich. Da er bereits unliebsame Bekanntschaft mit dem Magier gemacht hatte, und von dessen Fähigkeiten wußte, schlug er ihm vor, ein Gebräu zu trinken, das ihn am Zaubern hindern würde, und damit weniger scharfe Wachbedingungen zu ermöglichen. Etilas lehnte das ab, und wurde daher von nun an streng gefesselt und mit einer Kapuze über dem Kopf festgehalten. Zu allem Unglück verhielt er sich auch noch stur, und behauptete, nur ein unbeteiligter Ausländer zu sein, der zufällig an einen Mordschauplatz vorbeigekommen war. Zu den Verbrennungen an Denruls Leiche (Etilas hatte Blitzstrahlen auf ihn abgegeben), und zu den Rufen nach seinen Kollegen hinter Denruls Haus wollte er sich nicht äußern. Evad gab es auf. Er hatte schon genung Erfahrung mit der "Zweckgemeinschaft" gesammelt, um sie mit Argwohn zu behandeln.
Am nächsten Morgen, nach einem eher lächerlichen Fluchtversuch von Seiten des Magiers (Etilas hatte sich auf den Dorfplatz neben seinem Gefängnis versetzt, und war dort bewußtlos wegen eines Zauberpatzers zusammengebrochen, gefesselt und mit Kapuze über dem Kopf), fuhr Evad mit einigen Wachen und einem etilasbeladenen Karren nach Amon Roch. Man achtete nun ganz genau darauf, jeden Versuch der Zauberei von Etilas zu vereiteln.
Als der Magier letztendlich vor Lord Negolos geführt wurde, und dort Ebola wiedertraf, benahm er sich nicht anders als zuvor. Es dauerte nicht lange, und er fand sich in der Gefangenenkammer, bei Pâtdati und Khal'inka wieder. Dort verblieben die drei vorläufig, und beschäftigten sich damit, dem Elben Ebola wüste Schimpfnamen zu geben.
Während dieser nun an Negolos Beratungen teilnehmen durfte, war Kelomat es, der den Stein ins Rollen brachte. Eine junge Dunländerin betrat seine komfortable Zelle (die eher ein nobles Schlafgemach war)und gab sich als Lady Sirris zu erkennen. Mit einem Dolch in ihrer Hand. Der betretene Kelomat bat sie nur, ihn und seine beiden Kamerade (Pâtdati und Khal'inka) zu verschonen, und die Rache ihrem Gemahl Negolos zu überlassen. Doch die Lady ging gar nicht auf den Mord an ihrem Vater ein, sondern ließ sich genau über die Auftraggeber der "Zweckgemeinsschaft" vom Picknickhügel informieren. Mit stechendem Blick verließ sie den Mönch dann, nur um wenige Minuten später mit einer Wache wiederzukommen. Sie ließ Kelomat fesseln, der natürlich nicht daran dachte, sich zu wehren. Als die dunländische Lady der Wache dann aber ihren Dolch von hinten in den Nacken stieß, und begann, den gefesselten Kriegermönch zu attackieren, änderte Kelomat seine Einstellung. Während er ihren Stößen auswich, versuchte er um Hilfe zu schreien, und die rachsüchtige Lady zu beschwichtigen. Sie aber lachte nur rauh, und verlautbarte, alle Wachen aus dem Stockwerk fortgeschickt zu haben. Kelomat blieb nichts anders übrig, als sich zu wehren. Sein jahrelanges Kampftraining bei der Yelanid-Bruderschaft zahlte sich nun aus. Er konnte der Dunländerin den Dolch aus den Händen treten, und sich selbst damit die Fesseln auftrennen. Als er wieder auf beiden Füßen stand, hatte sie schon einen weitern Dolch gezückt, und stach weiter auf ihn ein. Mit freien Händen war es für den kampfkundigen Mönch aber keine Problem, ihren Angriffen auszuweichen, und sie ein weiteres Mal zu entwaffnen. Mit einem ungläubigen Seufzer quittierte er den dritten Dolch, den sie irgendwo aus ihren Kleidern hervorzauberte. Inzwischen hatte sie aber wohl eingesehen, daß sie den Kriegermönch unterschätzt hatte. Fluchend stürmte sie durch eine Tür hinaus.
Der etwas ratlose Kelomat versicherte sich noch, daß er der Wache nicht mehr helfen konnte. Dann wollte er los, um Lord Negolos alles zu berichten. Just in diesem Moment öffnete sich die Tür wieder, und Lady Sirris kam mit einer weiteren Wache herein. Die überaus aufgeregte Lady schrie den Wachmann schrill an, er solle den Mörder sogleich erschlagen, und deutete wild auf die Leiche am Boden. Kelomat aber verhielt sich klug und zeigte sich betont ruhig. Der Wachmann war weder ein Heißsporn, noch einer, der schnelle Schlüse zog (oder überhaupt ziehen konnte). Als Sirris merkte, daß sie hier nicht weiterkam, stieß sie die zweite Wache in Richtung Kelomat, und stürmte (schon wieder) zur Tür hinaus, die sie zuknallte. Da konnte Kelomat sogar dem langsam denkenden Wachmann klarmachen, daß hier Lady Sirris wohl eher die Schuldige war. Als dieser dann auch noch dem verdutzten Mönch erklärte, daß die Türe gar nicht versperrt war (war sie nie gewesen, da es ja nur ein normales Zimmer war!), nahmen die beiden die Verfolgung auf. Sirris war noch nicht weit, in langen Kleidern läuft es sich halt nicht so gut. Allerdings schlug sie laut Alarm, und am Ende trafen an der zentralen Hauptreppe der Festung alle aufeinander. Sirris, hinter ihr die Wache und Kelomat, aus anderen Gängen kamen andere Wachen und Bedienstete. Evad, Ebola und auch der Astrologe Garamund aus Derwath, den man als Ratrgeber gerufen hatte, waren ebenfalls da. Die rasend wilde Sirris schrie laut, man müsse die "Mörder und Verräter" sofort töten, klugerweise folgten die anderen Wachen ihrem Befehl nicht sofort. Als dann noch Lord Negolos, vom Lärm aufgestört, mit seinem Schwert in der Hand die Treppen herabkam, und plötzlich laut rief, das das da nicht seine Frau wäre, war das Chaos perfekt. Sirris schnitt der langsamen Wache mit einem weiterem Dolch, den sie irgendwo am Körper verborgen hatte, die Kehle durch, und lief kreischend auf Negolos zu. Während alle anderen nur stumm zusahen, rannte sie direkt in Negolos Schwert, und wurde aufgespießt. Eine Tragödie, eine Bluttat in der Herrscherfamilie? Doch vor den staundenden Augen aller Anwesenden verwandelte sich der zu Boden gesunkene Leichnam in eine alte, häßliche Frau. Was war hier nur gespielt worden?

Die "Zweckgemeinschaft" schien es nun ein wenig leichter zu haben. Ihre situation war zwar unverändert, doch lag im Moment die allgemeine Aufmerksamkeit auf Lady Sirris, oder besser gesagt, auf der alten Hexe, die sich für Lady Sirris ausgegeben hatte. Ein weiteres Detaill wurde enthüllt, als Ebola Lord Negolos und seinen Gefährten verkündete, die Alte wäre in seiner Vision beim Orakel der Yavanna vorgekommen. Es handelte sich um die alte Dunländerin, die in der Vision von einem anderem Dunländer mit irgendeiner Anweisung oder einem Befehl fortgeschickt worden war. In dieser Vision waren Standarten und Zeichen des Mar-Hogo Clans zu sehen gewesen, der Mar Hogo Clan hatte also womöglich seine Finger im Spiel. Inzwischen hatten Garamund und der blinde Burgheiler bestätigt, daß die einzelnen Mitglieder der "Zweckgemeinschaft" zwar mächtige, aber eher harmlose Zauber auf sich ruhen hatten. So handelte es sich zum Teil nur um beeinflussende Zaubersprüche, die Menschen nur in ihren Handlungen bestärken, sie aber zu nichts zwingen konnten. Die anderen Sprüche waren Identifizierungszauber, mit denen man sich die Gedankenmuster einer Person einprägen konnte, um sie wiederzufinden. Der dritte Zauber auf Khal'inka jedoch war eine Geas, ein sehr starker Zwangzauber.
Zum einen betrachtete man die "Zweckgemeinschaft" nun mit weniger argwöhnischen Augen, da man sie nicht mehr für so gefährlich hielt, zum anderen aber verstärkte das wiederum ihre Schuld an Denruls Tod. Viel wichtiger im Moment schienen aber zwei Dinge zu sein. Zuerst galt es, Lady Sirris zu finden, und falls es möglich war, sie zu retten. Dann war da noch immer jene "böse" Gruppe vom Picknickhügel, die aus irgendeinem Grund den Tod von Lady Sirris wollte, man wußte nur nicht ob von der falschen oder von der echten.
Evad war es nun, der die Dienste der "Zweckgemeinschaft" für sich in Anspruch nahm. Man sperrte Magda, das Dienstmädchen von Lady Sirris, in den selben Raum mit Etilas, Khal'inka, Kelomat und Pâtdati. Sie war von Lady Sirris erst kürzlich eingestellt worden, als ihre widersprüchlichen Verhaltensweisen von denen Denrul der "Zweckgemeinschaft" berichtet hatte, zu Tage kamen. Magda war mit der Alten Frau im Bunde gewesen, das hatte schon Evad herausgefunden. Aber um Einzelheiten aus ihr herauszubekommen, mußte man Methoden anwenden, die eines Lord Negolos und auch eines Rangerhauptmann Evad unwürdig waren. Die "Zweckgemeinschaft" aber hatte da keine Skrupel. Ein paar unsanfte Drohgebärden und unmoralische Zauber später sprudelte Magda nur so vor Informationen. Die Alte Hexe, ihr Name war Gifas gewesen, war tatsächlich im Auftrag von Rothos, dem Clanführer der Mar Hogo, nach Amon Roch gekommen. Zuvor hatte man die echte Lady Sirris entführt, damit die Alte mit ihrer täuschenden Magie deren Platz einnehmen konnte. Magda spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle, und sollte ihre Herrin so weit wie möglich unterstützen. Gifas verstellte sich mit ihrer Magie und veränderte ihr Äußeres so, daß sie behaupten konnte, ihr frisch angetrauter Mann Negolos würde sie schlagen. So sollte das dunländische Volk der Westmark gegen Negolos und die Rohirrim aufwiegeln. Letzten Endes wollte man einen Bürgerkrieg in der Westmark provozieren, und die Unterstützung der dortigen Dunländer für den Mar Hogo Clan gewinnen. Wenn es nötig gewesen wäre, hätte Gifas Negolos auch getötet. Magda konnte auch noch den momentanen Aufenthaltsort von Lady Sirris bekanntgeben, sie wurde in einer verlassenen Hütte am Rand von Beldwin gefangengehalten.
Unsere Helden hatten ihre Bereitschaft bewiesen, alles für Lord Negolos zu tun, um ihr Strafausmaß zu mildern. Außerdem schien es angebracht, wenigestens die Tochter zu retten, wenn man den Vater schon ermordet hatte. Unter Evads Führung würde man einen Befreiungsversuch starten. Allerdings war es von Anfang an klar, daß sich die "Zweckgemeinschaft" diesmal keinen Fehler, und kein Vergehen leisten konnte. Denn das war nun vermutlich wirklich die letzte Bewährungsprobe, die man hatte.
Zu Pferd war es eine kurze Reise, bis man nach Beldwin kam. Das Befreiungskommando hielt gerade noch in Sichtweite zum Stadtrand an, so daß man das Haus, in dem Sirris gefangen gehalten wurde, beobachten konnte. Da dort aber die längste Zeit niemand rein- oder rausging, war wieder mal ein Erkundungsgang gefragt. Evad wollte "Fehlerquellen" ausschließen, und ließ sich daher von Etilas verzaubern, um den Job selbst zu erledigen. Er konnte aber leider auch nur eine genaue Beschreibung des alten Hauses liefern, eine ebenerdige Hütte, mit verschlossenen Fenstern und Türen.
Etilas hatte die Idee, einen Zauiberspruch anzuwenden, mit dem er durch die Wände des Hauses sehen konnte. Er schlich sich ebenfalls unsichtbar an, und hatte mit seinem Plan auch Glück: Er konnte nicht nur in alle Räume im Inneren des Hauses Einblick nehmen, er fand sogar eine an ein Bett gefesselte Person, die er sofort mit einem Zauberspruch aus dem Haus hinaus versetzte. Es war natürlich Sirris, die so problemlos ohne Kampf in Sicherheit gebracht worden war. Der Rest war ein Kinderspiel. Zwei dunländische Bewacher, die Etilas ebenfalls ausgemacht hatte, konnten von der Truppe leicht überwältigt werden, sogar ohne Blutvergießen. Evad brachte die beiden Dunländer gleich zur Rangerstation in Beldwin, um sie zu verhören. Unsere Abenteurer, (bis auf Ebola) sollten nun dort auf neue Order warten, während Evad Sirris gemeinsam mit Ebola nach Amon Roch zu Lord Negolos begleitete. Hatte die "Zweckgemeinschaft" nun einen Auftrag ausnahmsweise kompetent und zuverlässig erfüllt? Es schien so, allerdings vezichtete man darauf, sich Sirris näher vorzustellen, oder gar ihren Vater Denrul zu erwähnen...

Es vergingen einige Tage, die die Zweckgemeinschaft ohne den Elben Ebola auf der Rangerstation verbringen mußte. Die Abenteurer wurden zwar nicht ausdrücklich als Gefangene behandelt, dennoch fühlten sie sich etwas in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Da war man sogar froh darüber, als man nach Amon Roch gerufen wurde, vermutlich um endgültig im Auftrag Lord Negolos' das Böse im Picknickhügel zu bekämpfen. Das traf auch zu.
Ein Rat war inzwischen unter dem Vorsitz von Lord Negolos abgehalten worden. Der wieder genesene Lord Targen und sein Sohn Galendur hatten teilgenommen, ebenso Evad; als Berater waren Ebola, der Astrologe Garamund und Negolos' Gardehauptmann Eleap geladen. Ein Team sollte zusammengestellt werden, um die böse Gruppierung im den Höhlen unter dem Picknickhügel auszumerzen. Da man hier eher schlagkräftige Spezialisten als einn Trupp Soldaten brauchte, sollte dieser Job von der "Zweckgemeinschaft" erledigt werden. Zum einen hatten die Abenteurer ja einiges wiedergutzumachen, zum anderen waren sie entbehrlich. Ebola blieb gar nichts anderes übrig, er stimmte im Namen der Gruppe zu. Wieder sollte Evad die Unternehmung leiten, zwei seiner Ranger und Hauptmann Eleap sollten als Verstärkung mitkommen. Als die anderen Mitglieder der "Zweckgemeinschaft" auf Amon Roch ankamen, war schon alles klar. Man wurde mit frischen Vorräten und Ausrüstung versorgt, die vermutlich sehr gefährliche Unternehmung konnte beginnen. Vor der Barteise nahm Galendur, Targens Sohn, Ebola noch kurz auf die Seite, um diesen die Unterstützung und den Schutz seines Vaters zu versichern. Immerhin hatte die "Zweckgemeinschaft" den alten Lord ja vor einiger Zeit gerettet. So hatte men wenigstens einen mächtigen Fürsprecher für später, falls man den sich anbahnenden Kampf überhaupt überleben sollte.
Evad und seine Ranger führten die Gruppe über verschlungene Pfade druch die Wildnis, um jede Begegnung zu vermeiden. Die Reise dauerte so zwar etwas länger, dafür konnte man aber das Risiko ein vorzeitigen Entdeckung durch die Leute vom Ocknickhügel aber wenigstens mindern. Denn niemand wußte so genaue, über welche Machtmittel diese Laute verfügten. Während die Ranger sich schweigsam zeigten, kam man untwerwegs mit Eleap ein wenig ins Gespräch. Dieser ließ durchblicken, daß ihm persönlcih Denruls Ermordung durch die "Zweckgemeinschaft" herzlich wenig störte, eine Einstellung, die vermutlich viele Rohirrim teilen würden. Aißerdem kam zu Tage, daß er als Lord Negolos' Vertreter ein pärchtiges Schwert erhalten hatte, ebenso, wie Evad eines von Lord Targen zur Verfügung gestellt bekommen hatte. Wenigstens hatte man dadurch ein wenig zusätzliche Hilfe erhalten.
Das erste Ziel war das Farmhaus, das einige Meilen östlich des Picknickhügels lag. Die "Zweckgemeinschaft" war ja schon einmal dort gewesen, man wollte dort nach Informationen suchen, um vielleicht einen guten Plan für Angriff auf das Höhlensystem unter dem Picknickhügel zu entwickeln. Die Ranger erkundeten die nähere Umgebung, man fand aber keine Lebenszeichen. Dann schlich man sich wieder unsichtbar zum Farmhaus, Etilas durchsuchte wieder mit seinem Zauberspruch das Haus visuell. Das erwies sich wieder als nützlich, er konnte nicht nur die Räume des Hauses erkunden und auch eine Geheimtreppe finden, er entdeckte sogar die rothaarige Anführerin, die heftig mit zwei Männern, Wachen aus dem Höhlensystem, die Etilas wiedererkannte, duskutierte. Seltsamerweise trugen alle drei ländliche Alltagskleidung, und schienen unbewaffnet zu sein. Ein schneller Angriff war nötig, denn es schien etwas vor sich zu gehen, möglicherweise waren unserer Helden und ihre Verbündeten irgendwie entdeckt worden.
Etilas informierte so schnell wie möglich die anderen, die allerdings relativ weir entfernt, an einem Waldrand, auf der Lauer lagen. Da er die Örtlichkeiten genaue beschreiben konnte, hatte man schnell einen improviesierten Plan, der auch sofort umgestzt wurde. An zwei Stellen des Hauses drangen die Recken ein, um die Gegner in die Zange zu nehmen. Die Rothaarige war verschwunden, allerdings stellten sich die beiden Wachen zum Kampf. Sie hatten inzwischen Rüstung und Waffen angelegt, das nützte ihnen aber auch nichts. Ein kurzer Kampf entbrannte, den nur einer der beiden überlebte. Die einzige Schwierigkeit war ein Mißgeschick Khal'inkas, der ungestüm seine eigenen Verbündeten beisete stoßen und angreifen wollte, dabei aber sich selbst und einige andere zu Sturz brachte. Das erschwerte den Kampf natürlich unnötigerweise. Siegreich war man trotzdem.
Die Farm wurde kurz durchsucht, Evad fand dann auc die Geheimtür zur verborgenen Treppe. Etilas unterscuht inzwischne zwei juwelnbestzte Anstecknadeln, die man bei den beiden Wachen gefunden hatte. Die Nadeln wiesen aber nur eine magische Grundstrahlung auf, schienen also keine wietere Funtion zu haben. Mitgenommen wurden sie natürlich trotzdem. Die gefangengenommene Wache wollte nicht viel sagen, außer daß die Rothaarige "sowieso alle töten würde". Ein Ranger blieb im Farmhaus, um den Gefangenen zu bewachen, alle anderen gingen die geheime Treppe hinab, die in einen unterirdischen Gang führte, in Richtung Picknickhügel. Nach wenigen hundert Metern fand Evad aber schon eine Falle, eine Rune an der Wand. Keiner wollte daran vrbeigehen, also wurde der Gefangene geholt. Der wollte auch nicht so richtig Auskunft geben, Khalinka stieß ihn kurzerhand in den Wirkungsbereich der Rune. Mit einem leisen "Plop" verschwand die Wache. Es handelte sich also um eine Teleportationsrune. Alle begannen verschiedene Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren, bis es Khal'inka zuviel wurde. Er trat einfach einen Schritt vor , und verschwand ebenfalls. Der von Khal'inka anscheinden leicht beeinflußbare P1atdati tat es ihm gleich. Die anderen blickte ratlos auf die Rune, und beschlossen, hinterherzugehen, um die Gruppe nicht auftrennen. Doch alle widerstanden der Magie der Rune und konnten vorrübergehen. Ohne Khal'inka und Pâtdat, deren Schicksal ungewiss war, mußte man weiter.
Mit der Zeit fand man noch weitere Fallen in dem Gang, neune weitere Teleporterrunen und andere, teuflische Fallen. Schließlich kam man übereins, die Runen zu zerstören, was der Hauptmann Eleap übernahme (ihm schien es sogar Freude zu machen, die erdige Wand mit Lord Negolos' Schwert zu zerhacken). Das funktionierte reibungslos, allerdings waren die anderen Fallen auch gefährlicher. Dreimal traf man auf Speerfallen, eine versteckte Bodenplatte ließ zwanzig Speere von allen Seiten hervorstechen. Eavad, der voranging, wurde von so einer Falle sogar leicht verletzt, konnte aber ansonsten alle Fallen entdecken, bevor etwas passierte. Tief beeindruckt war man aber, als Evad alle seine Wunden mit seiner Magie selbst heilte, die "Zweckgemeinschaft" war wieder ein,mal froh, solch einen mächtigen Beglieter zu haben. Etilas entwickelte eine mehr oder weniger perfide, aber geniale Methode, die Fallen zu überwinden. Er beschwor jedesmal, wenn Evad nun etwas am Gang verdächtig vorkam, ein "Irdenes Pferd", ein einfaches Erdelematart, das er einfach vorangehen ließ. Zweimal wurde so ein armes Elementarwesen von Speeren aufgespießt, die gemeinste Falle aber leiferte ein besonderes Spektakel. Ein wieder auf Evads Warnung hin beschworenes Pferd stieg auf den Auslöser der Falle. Der Boden unter dem Erdelementar verschwand, es fiel auf eine abwärts führende Bahn aus Metallrollen. Während das Pferd abwärts rutschte, schienen seine immer hektischer werdenden Bewegungen die Metallrollen nur schneller drehen zu lassen, was wiederum die Stoßbewegungen der beiden gigantischen Metalltrommel am Ende der Rollbahn beschgleunigte. Den Rest kann man sich ja denken. Etilas schien relativ vergnügt zu sein angesichsts seiner "Genialität", seine Stimmung verschlechterte sich jedoch, als man übereinkam, daß das vermutlich nur der Vorgeschmack der kommenden Gefahren gewesen sei. Ob sich das unter Erdelemataren jemals herumsprechen würde?
Mit mittleren Schwierigkeiten überwand man dann das Loch, das sich zur Rollbahn am Boden geöffnet hatte, und ging weiter. Eine Mischung aus Erleichterung und erneuter Anspannung überkam die Truppe, als der Gang sich verbreiterte und in einen schon bekannten Raum aus dem Höhlensystem mündete. Das war die Höhle des Löwen!
Langsam und vorsichtig schlich man weiter. Man entdeckte einige leere Räume, bis Evad einige Stimmen wahrnahm. Alle zückten ihre Waffen und bereiteten sich auf einen Kampf vor. Langsam um die Ecke schleichend, konnte man dann auch einen guten Überraschungsangriff starten. Dei Gegner waren der "Zweckgemeinschaft" wohlbekannt: Die Rothaarige, der Alte Mann, und das muskelbepackte Biest, die sich gerade noch laut unterhalten hatten, und vermutlich auch schon irgendwie gewarnt waren.
Ein heftiger Kampf brach los, in dem "unsere" Jungs den Überraschungsmoment nutzen konnten. Vor allem Eleap und Evad, aber auch die beiden Ranger, werwiesen sich als ausgezeichnete Mitstreiter. Der Hühne mit den dicken Muskeln fiel unter ihren Hieben, bevor er zurückschlagen konnte. Die "Zweckgemeinschaft", die ja von diesem allein(!) besiegt worden war, freute sich schon auf das Plündern der Leichen, als die Gegner zurückschlugen. Die Magiekundigen, vermeintlich schwachen Kämpfer, wahrend keine Jausengegner. Immer wieder warf die Frau ihren seltsamen Speerstab, gegen den kein Ausweichmanöver und kein Schutzzauber helfen zu schien. Ebola wurde schwar am Rücken getroffen und sank bewußtlos zu Boden. Der Alte hingengen schien Evad zu bezaubern, und befahl íhm einfach, "seine Freunde zu töten". Es war wohl ein Glück für die "Zweckgemeinschaft", daß Evad nur die beiden Ranger als Feunde zu betrachten schien. Eleap hingegen hielt sich tapfer und fügte den Gegnern schwere Wunden zu, ebenso wie Kelomat. Etilas schließlich enthüllte sich aus seinem Unsichtbarkeitszauber und verschoß Blitzstrahlen aus seinem Zauberstab auf den alten Mann. Endlich starb dieser alte Hund, und man konnte sich der Rothaarigen zuwenden. Sie traf acuh Etilas noch einmal schwer mit ihrem Speer, bevor sie einfach verchwand. Wieder einmal blieb von einem starken Gegner nur ein leises "Plop" zurück. Evad kam wieder zu Sinnen, und hörte mit seinen Attacken auf. Man hatte einen Teilsieg errungen, allerdings hatte man auch Rückschläge einstecken müssen: Khal'inka und Pâtdati waren verschollen, Ebola lag gerade noch lebend am Boden, Etilas hatte auch einiges einstecken müssen, und ein Ranger war schwer verletzt und kampfunfähig. Während man sich um die Wunden kümmerte und den Raum und die besiegten Gegner durchsuchte, fragten sich die (verblienen) Helden der "Zweckgemeinschaft", was noch alles auf sie zukommen würde...

Zunächst gab es einige positive Überraschungen. Man fand in dem gerade eroberten Raum all die wertvollen Besitztümer, die der "Zweckgemeinschaft" abgenommen worden waren. Darunter waren die Elbensteine und der Elenibun, aber auch einige andere wertvolle, magische Gegenstände. Man fand auch Massen von Büchern, Notizzetteln, Briefen und ähnlichen Schriften, die aber keine unmittelbare Auskunft geben konnten, da sie größtenteils mit unbekannten Schriftzeichen versehen, und noch dazu völlig ungeordnet waren. Man fand auch den sphärischen Kristall mit der schwarzen Doppelspirale wieder in dem achteckigen Raum, immer noch im Unklaren darüber, wofür dieser Kristall gut wäre.
Etilas war es mit einem magischen Ring gelungen, Ebolas schwere Venenverletzung zu verschließen, der Elb war aber weiterhin bewußtlos, und die endgültige Heilung würde noch Tage dauern. Während man nun weiter Wunden versorgte und die Beutestücke näher betrachtete, hörte Evad auf einmal Schreie. Man erkundete vorsichtig einige weitere Gänge und es dauerte nicht lange bis Kelomat, der um eine Ecke lugte, die nächsten Gegner entdeckte. Er sah zwei schrecklliche Wesen, die einen blutigen Körper aus einer Zelle schleiften und zu zwei anderen Körpern legten, die am Boden lagen. Kelomat erkannte die Räumlichkeiten und die Zellen, hier war die "Zweckgemeinschaft" zusammen mit den vermißten drei Abenteurer festgehalten worden. Schnell informierte er die anderen und man ging zum schnellen Angriff über, um die drei Abenteurer vielleicht noch vor dem Tod zu bewahren. Der verletzte Ranger blieb bei dem bewußtlosen Ebola zurück, alle anderen griffen die Wesen an.
Es handelte sich um wahrhaft grauenvolle Gegner, vermutlich Dämonen. Der eine schien ja noch humanoide Gestalt zu haben, war aber zweieinhalb Meter groß, mit spitzen Zähnen und silbernen Augen ausgestattet und verbreitete einen seltsamen Geruch. Im Waffenlosen Kampf war dieses Wesen aber noch gefährlicher als Kelomat, der seinen Gefährten noch zurief, daß er schon einmal gegen so ein Wesen gekämpft hatte. Der zweite Gegner war etwas weniger gefährlich, dafür ah er hößlicher aus: Eine Mischung aus Mensch und schwarzgemähntem Löwen, mit haarlosen Gleidmaßen und spinnwebenartigen Flügeln, dieser Dämon warf und stach mit Speeren, die er in einem Köcher bei sich hatte.
Es schien gar nicht so schlecht zu laufen, Evad und Eleap kämpften so tapfer und effizient wie schon zuvor, Etilas bereitete einen Zauber im Hintergrund vor. Alles verschlimmerte sich, als der große Dämon den einen Ranger, der in diesem Kampf mit austrug, zu Boden schlug. Der Dämon mit den Speeren durchbohrte den wehrlosen Ranger am Boden. Fast zeitgleich fuhren Etilas Schmerzstiche durch den Körperm ohne daß er irgendeinen Grund dafür ausmachen konnte. Aber der Magier leiß sich nicht beirren, und schoß seinen Zauber, einen mächtigen Blitzstrahl auf den großen dämon ab. Der Blitz zerriß dem Dämon die Seite, der brach tot zusammen. Eleap und Kelomat wandten sich dem Speerdämon zu, Etilas und Evad versuchten, dem am Boden veblutenden Ranger zu helfen. Allen vieren sträubten sich auf einmal die Nackenhaare, als sie irgendein Unheil hinter sich spürten. Etilas wirbelte herum und sah den Anblick, den er wohl nie vergessen wird: Ein riesiger Dämon, der nur aus Schatten zu bestehen schien, materialisierte sich gerade hinter ihm. Mit riesigem Schwert in der einen, und einer Peitsche in der anderen Hand, und einem furchtbarem, aber leider sehr intelligentem Gesicht versehen, erschien ein wahrhaftiger Schattendämon! Etilas war klar, das war sein letztes Stündlein.
Aber wieder einmal hatten unsere Helden Glück. Im selben Moment, als der Schattendämon erschien, sahen Eleap und Kelomat am anderen Ende des Raumes die rothaarige Frau mit einem Schrei erscheinen. Sie war anscheinend unsichtbar gewesen, und nun von einer unbekannten Gewalt getroffen und gegen eine Wand geschleudert worden. Evad, der verzweifelt versuchte, das Leben seines Rangers zu retten, bekam von all dem nicht viel mit. Etilas duckte sich schon unter das herabsausende Schwert des Schattendämons, als auf der anderen Seite des Raumes die Rothaarige, wie schon zuvor, mit einem "Plop" entschwand. Der Speerdämonlöste sich ebenfalls auf, und zu Etilas' Glück verschwand der Schattendämon kurz bevor sein Schwert den Kopf des Magiers erreichte. Erleichtert steckten die müden Krieger ihre Waffen weg, und trauerten kurz mit Evad, der den RAnger nicht mehr retten konnte.
Dach was war hier geschehen? Die rothaarige Frau hatte wohl ein oder mehrere Dämonentore geöffnet. Dabei dürfte es zu einem Unfall gekommen sein, waraufhin der furchtbare Schattendämon erschien. Durch den Fehlschlag war die Frau verletzt worden und dadurch sichtbar geworden. doch nur Etilas hatte den furchtbaren Schattendämon gesehen, keiner wollte ihm das abnehmen und hielten seine Geschichte für maßlose Übertreibung.
Leider waren die drei blutigen Leichen wirklich die drei Abenteurer, Glean, Reaslos Hyarrs und Camdin, man hatte sie nicht retten können. Die Rothaarige war ein weiteres Mal in die Flucht geschlagen worden, wie sich dann herausstellte, hatte man vorerst das ganze Höhlensystem erobert. Alle Gefangenenzellen waren leer, nur in einer fand man einen Safe, der magische Steine enthielt. Diese Steine waren mit Bannzaubern belegt, jeweils zwei für einen Bereich der Magie. Vermutlich hatten sie dazu gedient, magiekundige Gefangen am Zaubern zu hindern. Die Steine wären zwar durchaus nützlich gewesen, hätten aber Freund und Feind am Zaubern gehindert, also ließ man sie fürs erste da.
Evad und Kelomat erkundeten dann das restliche Höhlensystem. Sie fanden noch einige leere Wohnräume, eine Waffenkammer, sogar einen gemütlichen Entspannungs- und Trainingsraum. Wer immer hier gelebt hatte, hatte es sich auch gut gehen lassen. Im prächtigsten Wohnraum fand man dann noch ein seltsames, zweigeteiltes Aquarium, das in den Teich vom Picknickhhügel übergehen zu schien. Mit einem Hebel konnte man einen Teil dieses Auqariums verschließen udn abschotten, wozu das ganze diente, konnte man aber nicht sagen. Außerdem fand man noch einen eingestürzten Gang, der aber unpassierbar war. Etilas beschwor sich derweil ein weiters irdenes Pferd und ritt den langen, unterirdischen Gang entlag zu Farm. Er hoffte, irgendwo auf Khal'inka und Pâtdati zu treffen, die man nirgendwo in den Höhlen gefunden hatte.
Den beiden Abenteurern war es nicht so gut gegangen. Sobald sie in den Wirkungsbereich der Rune getreten waren, waren sie an einen zufälligen Ort teleprtiert worden. Khal'inka steckte bis zum Hals im Erdboden neben der Farm, konnte sich aber mit der Zeit herauswühlen, auch wenn er sich dabei das Kreuz verriß. Pâtdati war in großer Hohe materialisiert, und über dem nahen Wäldchen abgestürzt. Eine Baumkrone dämpfte seinen Sturz und er wurde "nur" mittelschwer verletzt, dafür aber leider an seinem Waffenarm. Er machte sic hauf den Weg zur Farm, die doch gute zwei Meilen entfernt lag. Er fand Khal'inka, der sich gerade aus der Erde befreit hatte, zu zweit machte ma nsich auf den Weg zum unterirdischen Gang, um die anderen zu suchen. Die Rune wurde diesmal zerstört, und die beiden konnten weiter gehen. Sie fanden einige Spuren, zerstörte Runen und ausgelöste Speerfallen, bevor sie auf Etilas trafen. Der Magier führte sie dann zurück zur Gruppe, wobei er es sich nicht nehmen ließ, sein irdenes Pferd wieder in die Falle mit der Metallpresse zu schicken. Das wird wohl allen Erdelamentaren und ihren Freunden nicht so gut gefalen haben!
Die Gruppe war wieder vereint, Ebola war auch wieder zu sich gekommen, mußte sich aber wohl noch einige Tage lang schonen. Auf Evads Geheiß machte man sic dann gemeinsam auf den Weg zurück zur Farm, da hier nichts mehr zu tun war. Man nahme alle Beutestücke, vor allem aber die Schriftstücke, mit. Etilas überbrückte die Metallpresse mit einem Luftelementar, sicher konnte man zur Farm gelagengen. Vorsichtig kletterte man die geheime Treppe hinauf, bewaffnet und gefährlich, wenn man in der Farm nichts mehr fand, wollte man dann nach Beldwin zurückkehren. Doch manfand etwas.
Als man die Treppe verließ, sah man schon die rothaarige Frau, drei mit blitzend-bösem, aber wunderschönen Blick die Abenteurer betrachtete. Fluchend rannte sie um eine Ecke. Wie immer war es Khal'inka, der ihr ungestüm folgtem ebenso wie die anderen, die der garstigen Gegnerin endlich ein Ende bereiten wollten. Khal'inka lief ums Eck, und sah dort die Hintertür dort mit einer Erdwand verschlossen, die Frau war wohl ins Freie geflüchtet. Die Recken leifen zurück zu den Zimmern des Hauses, deren Fenster zur Rückseite hinuasführten. Ebola ging mit seinem Bogen in einen anderen Raum, da er fürchtete, seine schwere Wunde könne in einem Nahkampf wieder zu bluten beginnen. Khal'inka und Eleap schlugen gerade ein Fenster ein, und wollten sic mit Kelomat daran machen, hinauszuklettern, das sahen sie den sicherlich fürterlichsten Gegner, den die "Zweckgemeinschaft" bis dahin gehabt hatte: Ein schwarz gefärbter Drache, fast dreißig Meter lang, mit acht Spinnenbeinen und einem rot gefärbten Bauch lauerte auf der Wiese hinter der Farm.
Nur wenige Sekunden Zeit blieben der "Zweckgemeinschaft" um zu reagieren. Die Rothaarige war nicht zu sehen, dafür hatte der Drache seine nächste Mahlzeit erspäht. Khal'inka versetzte sich in einen rasenden Zustand, in dem er es gwohnt war zu kämpfen, wenn es um alles oder nichts ging. Als er aus dem Fenster kletterte und auf den Drachen zustürmte, war denn anderen die Entscheidung abgenommen. Evad schrie laut einen Angriffsbefehl, er selbst, der verbliebene Ranger und Ebola machten ihre Bögen schußbereit, sie alle ware nzu schwer verletzt für einen Nahkampf. Kelomat, Hauptmann Eleap und Pâtdati folgten Khal'inka, während Etilas seine verbleibenden magischen Kräfte sammelte (er war an diesem Tag schon sehr erschöpft).
Ein heroischer Kampf begann. Der Drache griff mit seinen Klauen an, verteilte gewaltige Schläge mit seinem gschuppten Schwanz und spie zu allem Übel noch FEuer aus dem Maul. Gemeinerweise schien das Biest auch noch schwer zu verletzen sein, Khal'inkas Säbel zerbrach beim ersten Angriff an der geschuppten Haut des Untiers. (Der Baschkar führte jedoch seit geraumer Zeit Reservewaffen mit sich.) Hauptmann Eleap ging als erster zu Boden, als das Biest ihm ins Gesicht biß, er sank tot oder bewußtlos zu Boden. Evad, der Ranger und Ebola schossen ihre Pfeile auf das Untier, verursachten aber kaum Trefferm, die Wunden hinterließen. Khal'inka, Kelomat und P^âtdati schlugen auf den Drachen ein, hatten aber selbst die größte Mühe, den Angriffen des Untiers auszuweichen. Mit der Zeit trugen sie alle schwere Verletzunge davon. Allerdings konnten unsere Recken den Drachen auch verletzen, Khal'inka bewährte sich wieder als schlagkräftigster Kämpfer der Gruppe, auch Kelomat machte seine Sache nicht schlecht, und traf das Tier einige Male mit seinem Morgenstern. Pâtdati kämpfte auch tapfer, war aber durch seine Waffenarmverletzung stark eingeschränkt. Der Ranger konnte mit einem Bogenschuß einen ausgezeichneten Treffer landen, und Etilas schleuderte einen gewaltigen Blitzstrahl auf den Drachen. Leider schien das alles dem gewaltigen Gegner nicht viel auszumachen, dafür richtete er viel Schaden an. Feuerstrahlen rissen dem Ranger ein Lcoh in die BRust und streckten ihn hin, Ebola wurde auch getroffen und hatte Glück, daß sein Wunde nicht wieder aufsprang. Der arme Pâtdati wurde aus nächster Nähe vom Feuer des Drachen erfaßt, und fiel wie ein Stein, mit Brandwunden am ganzen Körper, zu Boden. Seine Gefährten wußten nicht, ob er noch lebte. Khal'inka und Kelomat bluteten schwer aus zahlreich Wunden, die die Klauen des Drachen gerissen hatten, auch Evad war vom Feuier des Drachen verletzt worden. Der Kriegermönch Kelomat konnte sich gerade noch auf den Beinen halten, und wankte zurück zu einem Fenster um wieder ins Haus zu klettern. Der Feuerodem des Drachen traf ihn auf dem Fenstersims, Kelomat konnte noch seinen Schild heben und purzelte bewußtlos in das Haus. Der verzweifelte Evad zog sein Schwert und sprang aus dem Fenster, Ebola spannte noch seinen Bogen, während Etilas versuchte, Kelomat aufzufangen. Draußen stand nur noch Khal'inka, der in seiner Raserei keinen klaren Gedanken fassen konnte und immer wieder von den Klauen des Drachen getroffen wurde. Eine Flucht mit Khal'inka war im Moment unmöglich, die halbe Truppe war tot oder zumindest außer Gefecht, und außerdem: Wohin sollte man fliehen? War die Zweckgemeinschaft nun an einem zu mächtigem Gegner gescheitert, und drohte ihr ein gruenvolles Ende im Magen des Drachen? Oder würde eine Laune des Schicksals in der Form einer glorreichen Heldentat oder eines gesitreichen Genieblitzes die Gruppe noch retten? Wir werden sehen...

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