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Über Rollenspiele

Stellt euch vor, ihr seht euch wieder mal einen Film mit einer Handlung so dumm wie eine Fliegenklatsche an. Oder ihr lest ein Buch das nur aus ständigen dämlichen Beschreibungen akrobatischer Einlagen der Hauptfigur besteht. Öde, nicht wahr? Bei Rollenspielen sind die Spieler selbst dazu in der Lage, die Handlung ihrer eigenen Geschichte interaktiv zu gestalten, das ganze ist ein "Abenteuer im Kopf", besser gesagt in mehreren Köpfen, da jeder Spieler etwas dazu beisteuert. Hört sich das verschroben oder konfus an?

Rollenspiele sind Gesellschaftsspiele. Sie können abendfüllend sein, und genauso fad oder spannend wie andere Spiele sein, das hängt vom Geschick der Spieler ab. Man benötigt für ein Rollenspiel eigentlich nur Papier und Bleistifte - daher hießen sie früher auch klassischerweise "Pen & Paper" - Rollenspiele, heute grenzt man sie mit diesem Begriff gerne von Computerrollenspielen ab. Doch worum geht es?

Jeder Spieler kontrolliert eine eigene Spielfigur, einen sogenannten Spielercharakter (SC). Dabei handelt es sich nicht um eine Figur wie beim Schach, sondern um eine fiktive Person, die der Spieler im Regelfall selbst erschaffen hat. Diese Person kann ein Ritter im Mittelalter, ein Bandit im Wilden Westen oder ein Klingone in der Zukunft sein - die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Die Spielercharaktere der einzelnen Spieler bilden zusammen eine Gruppe, gemeinsam gestalten sie das Spiel. Jeder steuert etwas zur Handlung bei, zusammen treibt man eine interaktive Geschichte voran. Das alles spielt sich in fiktiven Welten ab, den Spielwelten. Man kann im antiken Rom, in einer alienverseuchten Zukunft, oder in einer "normalen" Gegenwart spielen. Die klassischen Genres sind Fantasy-, Science Fiction- und Horrorwelten, obwohl es noch unzählige andere gibt.

Besondere Bedeutung hat der Spielleiter (SL), oft auch "Meister" oder im Englischen "Gamemaster" (GM) genannt. Er hat keinen eigenen Charakter, sondern ist für die Struktur und die Rahmenbedingungen der Spielwelt und der Abenteuer der Spielergruppe verantwortlich. Er übernimmt den Part der "Nichtspielercharaktere" (NSC), also der Figuren, denen die Spielergruppe so begegnen kann. Diese können Feinde, Verbündete oder einfach nur Haustiere sein - so wie es die Vorstellungskraft erlaubt. Des weiteren gibt der Spielleiter einen Handlungsleitfaden und eine Umwelt vor, auf die die Spieler reagieren können. Der Spielleiter bewertet dann wiederum die Aktionen der Spieler und gibt neue Reaktionen der Spielwelt vor. Sehr oft ist der Ausgang solcher Aktionen zufälliger Art, hierfür werden dann die Würfel bemüht. So könnte der Spielleiter vereinfacht festlegen, daß ein Charakter eine 50% - Chance hat, einen Taschendiebstahl unbemerkt durchzuführen. Der Spier würfelt nun, und der Würfelwurf entscheidet die Situation (1,2,3 Erfolg; 4,5,6 Mißerfolg).

Dieses Beispiel ist natürlich vereinfacht, trifft aber den Kern der Sache. Bei jedem Rollenspiel verwenden die Spieler ein System, das Regeln für die Situationen im Spiel vorschreibt. Je nach der Spielwelt können hier zum Beispiel Regeln für Zaubersprüche und deren Handhabung oder Regeln für Weltraumjägerschlachten verwendet werden. Nicht jeder Spieler muß absolut regelkundig sein, tatsächlich findet man auch als Anfänger in einer erfahrenen Gruppe schnell und leicht ins Spiel. Denn für Regelhandhabung und -auslegung ist der Spielleiter zuständig. Er hat auch das letzte Wort, wenn es verschiedene Meinungen gibt, was zwar etwas diktatorisch anmutet, aber der erfahrungsmemäß von Spielern gerne akzeptiert, wenn der Spielleiter gewissenhaft und fair bleibt.

Was braucht man nun zum Spiel: Auf Charakterblättern halten die Spieler alles Wissenswerte über ihrer Charaktere fest, wie Stärken und Schwächen, Fähigkeiten und Ausrüstung. Der Spielleiter sollte vor jeder Spielsitzung Vorarbeit geleistet haben, und die wahrscheinlicheren Spielbegebenheiten im Kopf haben. Erfahrene Spielleiter können das Spiel so strukturieren, das sich ein Storyline im Vorhinein vorausdenken läßt.
Man benötigt also nichts als Papier und Schreibzeug, sein Regelwerk und eventuell Würfel und Hilfsmittel wie einen Taschenrechner, oder Landkarten und Skizzen.

Naja, ich hoffe dies kann ungefähr eine Vorstellung von Rollenspielen vermitteln. Wie auch immer, ich habe im Internet schon einiges über besorgte Eltern und Lehrer gelesen, die befürchten daß Kinder und Jugendliche irgenwie in Rollenspiele absacken oder davon negativ beeinflußt werden. Das ist natürlich alles Blödsinn. Rollenspiele haben nichts mit sektenartigen Verbindungen zu tun, der Spielleiter hat im "echten Leben" keine Macht über die Spieler (Manchmal wünschte ich, es wäre so :-)). Rollenspiele sind sehr gute Gesellschaftsspiele, die man mit wenig materiellem Aufwand spielen kann. Aus pädagogischer Sicht fördern sie Kreativität, Kommunikation und soziale Kompetenz, vor allem aber machen sie ziehmlich viel Spaß. Wenn sie im Videospielzeitalter auch etwas altmodisch anmuten, so würde ich mich als Vater jedoch freuen, wenn meine Kinder jemals Rollenspiele spielen würden.

Mfg Unzenz

Über unsere Spielgruppe

Wir spielen eine Fantasy-Rollenspiel in der recht bekannten Welt Mittelerde. Für diejenigen unter Euch, die davon (leider) noch nichts gehört haben: Mittelerde ist eine Kreation des bekannten Schriftstellers J.R.R. Tolkien. Tolkien war ein Sprachforscher an der Oxford University, und beschäftigte sich mit Forschungen über alte europäische Mythologien. Neben dieser Arbeit versuchte er über Jahrzehnte hinweg, einen fiktiven englisch-britischen Nationalmythos zu schaffen. Er schrieb unzählige Geschichten, Texte, Gedichte und Lieder, und entwarf auf kryptisch anmutende Art sogar mehrere Sprachen für seine britisch-europäische Vorwelt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus tatsächlich eine komplexe fiktive Welt namens Arda. Tolkien hat sein Werk aber zeitlebens nie vollendet, sondern immer wieder Abänderungen und Revisionen durchgeführt. Er schrieb zwei weltberühmte Romane, "Der Kleine Hobbit" und "Der Herr der Ringe". Die beiden Romane spielen auf dem Kontinent Mittelerde, dem wichtigsten, und am besten ausgearbeiteten Teil Ardas. Der Hobbit ist eher ein Märchenbuch, wenn auch meiner Meinung nach sehr empfehlenswert für jede Altersklasse. "Der Herr der Ringe" ist ein episches Werk, an dem Tolkien insgesamt fast 20 Jahre lang gearbeitet hat. Es geht darin um den Großen Krieg um einen magischen Ring zwischen dem bösen Herrscher Sauron und den freien Völkern Mittelerdes. Am Ende wird Sauron vernichtet und ein neues Zeitalter, das sogenannte Vierte Zeitalter, bricht an.
In diese neu entstehende Weltordnung versetzen uns die Abenteuer der "Zweckgemeinschaft", das ist der Name unserer Abenteurergruppe. Wir spielen mit dem bekannten Fantasy-Regelwerk Rolemaster, nach einem für Rollenspiele aufgearbeiteten Hintergrund von Mittelerde, dem Mittelerderollenspiel (MERS). Im Moment sind wir sechs Spieler, das heißt ein Spielleiter (meine Wenigkeit) und fünf Spieler mit ihren Charakteren. Seit April 2000, als wir nach längerer Pause wieder mit dem Rollenspielen anfingen, durchleben die Alter Egos der Spieler mehr oder weniger spektakuläre Abenteuer in Mittelerde. Auf der Gruppenseite könnt ihr euch weitere Informationen über die Reisen und Abenteuer der Zweckgemeinschaft besorgen.

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