Karl Veitschegger (2011)

 

Faschingskrapfen


 

Unsere christlichen Vorfahren nahmen das Fasten in der Zeit vor Ostern ziemlich ernst. Sie verzichteten bei ihren Mahlzeiten nicht nur auf Fleisch, sondern weitgehend auf alle tierischen Produkte. Daher sollten die im Haus befindlichen Eier- und Schmalzvorräte noch vor dem Aschermittwoch (Beginn der Fastenzeit) aufgebraucht werden. Da war das Backen der Faschingskrapfen sehr willkommen.

 

So ernst katholische Menschen das Fasten nahmen, so lustig und ausgelassen begingen sie davor den Fasching. Das Tanzbein wurde kräftig geschwungen, ledige Männer und Frauen suchten und fanden einander, Priester segneten viele Brautpaare zum Bund der Ehe. Und die in Schmalz gebackenen Krapfen spendeten Energie. Bis heute sind sie Ausdruck von Sinnlichkeit und katholischer Lebensfreude.

 

Karl Veitschegger

 

§  Zurück zur Startseite von Karl Veitschegger

§  Zurück zum Menü "Artikel, Referate, Skizzen ..."


Karl Veitschegger © 2011