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Einführung in Gründonnerstagslesung Vor der ersten Lesung - Gründonnerstag (Messe vom Letzten Abendmahl)
Aus der folgenden
Lesung aus dem Alten Testament erfahren wir, warum das Volk Israel Pascha
feiert. Von einem Lammopfer und bestimmten Riten, wie sie bei Hirtenvölkern
damals üblich sind, ist die Rede. Israel tut dies im Gedenken an seine Befreiung
aus der Sklaverei in Ägypten. Die Paschafeier wird zum Bekenntnis: Gott hat uns
gerettet. Ihm verdanken wir unsere Leben!
Manches in dieser
Lesung wirkt auf uns heute befremdlich, vor allem wenn der Erzähler die Rettung
aus feindlicher Übermacht drastisch als „Erschlagen der ägyptischen
Erstgeborenen“ durch Gott schildert. Die verständliche Freude über die eigene
Rettung lässt hier noch kein Mitleid mit dem Schicksal der Feinde aufkommen. Später
wird Jesus, der am Kreuz sein Leben für alle hingibt, jene größere Liebe
offenbaren, die auch die Feinde einbezieht: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht,
was sie tun." (Lukas 23,34) Karl Veitschegger (2009)
Karl
Veitschegger © 2009 |