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Drei
Fragen zum Thema "Papst
A
► Wozu braucht die Kirche einen Papst? Die Kirche soll eine bunte, aber keine zersplitterte oder chaotische Gemeinschaft sein. Wie einst der Apostel Petrus die erste Jüngerschar anführte, hat heute der Papst als Petrus-Nachfolger besonders für die Einheit der Kirche zu sorgen. Freilich, Päpste sind nur Menschen und machen Fehler, aber alles in allem kann man sagen: Gut, dass es diesen Dienst der Einheit gibt. Sonst wäre die katholische Kirche, der heute weltweit 1,2 Milliarden Menschen angehören, wohl längst in unzählige Kirchen, Gemeinschaften und Sekten zerfallen. Möge für diesen Einheitsdienst in Zukunft eine Form gefunden werden, die auch von orthodoxen und protestantischen Kirchengemeinschaften als sinnvoll akzeptiert werden kann. Siehe auch hier! ► Warum wird der Papst auch „Heiliger Vater“ genannt? Auf
Erden lebende Menschen „heilig“ zu nennen, ist uns heute fremd geworden. Zur
Zeit der Apostel war das noch anders. Für Paulus waren noch alle Getauften „Heilige“
(1 Kor 1,2). Nicht weil sie so brav waren, sondern weil sie sich trotz ihrer
Fehler von Gott geliebt wussten. Laut Bibel steht allen Getauften die Anrede
„Heiliger“ oder „Heilige“ zu - also auch dem Papst. Und dass man jemanden, der
einem das Wort Gottes verkündet, als geistlichen „Vater“ bezeichnet, findet
sich auch schon bei Paulus (1 Kor 4,15). So hat es sich eingebürgert, den Papst
„Heiliger Vater“ zu nennen. In der Liturgie ist die Anrede „Heiliger Vater“
allerdings strikt für Gott reserviert! Da wird der Papst nur als „Diener“
bezeichnet. Siehe auch hier!. ► Was ist mit der „Unfehlbarkeit“ des Papstes gemeint? Sie bedeutet natürlich nicht, dass ein Papst
keine Fehler macht, sondern dass die Wahrheit des Evangeliums trotz
menschlicher Irrtümer und Fehler in der Kirche nie ganz „verfehlt“ wird. Kein
noch so schlechter Papst kann das Werk Jesu zerstören! Die Wahrheit des
Evangeliums wird sich in der Kirche immer wieder durchsetzen. Dafür sorgt - so
glauben wir - bei
ganz wichtigen Entscheidungen der Heilige Geist. Siehe auch hier! Karl Veitschegger (August 2007, Beitrag für Sonntagsblatt für Steiermark)
Karl
Veitschegger © 2007 |