Karl Veitschegger

 

Valentin Gedenktag: 14. Februar


"Die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott." (1 Johannes 4,7)

 

In vielen Ländern schenken am Valentinstag Verliebte (oder auch freundschaftlich Verbundene) einander Blumen oder eine andere Aufmerksamkeit. Nach Österreich kam dieser Brauch erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch englische Besatzungssoldaten. Der Mann, der diesem fröhlichen Treiben seinen Namen gab, lebte allerdings schon im 3. Jahrhundert. Kaiser Claudius II. - so erzählt die Legende - betrachtete mit Unmut, dass die Anhänger einer neumodischen Religion, die sich "Christen" nannten, einigen seiner Befehle nicht gehorchten. So widersetzte sich ein gewisser Bischof Valentin dem kaiserlichen Eheschließungsverbot für römische Soldaten und traute fröhlich weiter. Er gab den Liebenden und Heiratswilligen obendrein noch manch guten Rat und beschenkte sie mit Blumen. Wegen dieses Einsatzes für das Gelingen menschlicher Liebe, in der er ein Symbol der  Liebe Gottes sah, wurde der Heilige ins Gefängnis geworfen. Der blinden Tochter des Gefängniswärters wurde daraufhin - so erzählt die Legende weiter - auf wunderbare Weise das Augenlicht geschenkt. Und das erste, was sie zu lesen bekam, war ein Gruß des heiligen Valentin. Der erste "Valentinsgruß" der Geschichte!? 

 

Am 14. Februar 273 (oder 269) soll der Bischof, der vielen Menschen die Augen für die Schönheit der menschlichen und göttlichen Liebe öffnete, hingerichtet worden sein. Gläubige Menschen sind überzeugt, dass Valentin "auf höherer Ebene" sein Werk als Schutzpatron der Liebenden fortsetzt. In der Basilika von Terni in Italien, wo die Reliquien des Heiligen aufbewahrt werden, findet jedes Jahr ein "Fest der Verlobung" statt, an dem seit Jahrhunderten Liebespaare aus ganz Italien und mittlerweile auch aus anderen Ländern teilnehmen.

 

(Beitrag in "Neues vom Graben" 2001)

Karl Veitschegger (2001)

·         Heiligenverehrung aus katholischer Sicht

 

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