BRÜCKENBAU
Drautalbrücke DT7
Drautalbrücken DT3 und 3.1
Flutbrücke WA4b
Murbrücke Gratkorn
Lessnigbachbrücken OK6.1 und 6.2
Raabbrücke G3
Rad- und Fußwegbrücke Frohnleiten
Murbrücke St.Georgen
Radwegunterführung Ehrenhausen
VERKEHRSWEGEBAU
L 252 - Gleichenbergerstraße
L 218 - Pöllauerstraße
B 107 - Ortsdurchfahrt Mörtschach
INDUSTRIEBAU
Calciumcarbonat-Anlage Golling
H60 Syntecanlage Szolnok
HOCHBAU
Bezirkshauptmannschaft Murau
Galerie am Zoologischen Institut
Hotelfachschule Villachk
Neubau des Amtsgebäudes der Bezirkshauptmannschaft Murau (Steiermark)
Kurzbeschreibung des Projekts:
Der Neubau befindet sich auf einem Grundstück, welches unmittelbar zwischen dem rechten Murufer und der Umfahrungsstraße Murauliegt.
Gegenüber den Amtsgebäuden, welche aus drei getrennten Baukörpern (Bauteile A, B und C) bestehen und um den Mursteg gruppiert sind, kommt der Eisenbahn- und Busbahnhof Murau zu liegen. Dadurch
ist eine äußerst günstige infrastrukturelle Lösung für den öffentlichen Parteienverkehr gewährleistet.
Bauteil A – Hauptgebäude:
Konstruktionsart:
Stahlhochbau mit Stahlbetondecken
auf Stahlunterzügen, teilweise als Stahlverbundkonstruktion ausgeführt
Gebäudeaußenabmessungen:
Gesamtlänge 52 m bei einer Gesamtbreite von 9 m auf
Kote –10.70m (3. Untergeschoßebene)
Gesamtlänge 18 m bei einer Gesamtbreite von 5 m auf
Kote +11.50m (4. Obergeschoßebene)
Das Gebäude des Bauteils A umfasst insgesamt sieben Geschoßebenen, wobei der Zugang auf Ebene 0.00 auf Niveau der Umfahrungsstraße L 502 liegt. Vier Geschosse wurden folglich oberhalb des bestehenden Urgeländes angeordnet, die restlichen drei Geschosse kommen unter dem Eingangsniveau zu liegen.
Für die projektsgemäße Errichtung des Bauteils A war es notwendig, dass ein Teil des bestehenden Geländes in Form eines Grabens abgesenkt wird. Der abgesenkte Bereich des Geländes dient zur Belichtung der Geschosse unterhalb der Ebene 0.00 des Gebäudes mit Blick in Richtung Mur.
Alle drei Untergeschossebenen werden bergseitig durch eine aufgelöste Bohrpfahlwand gegen das anstehende Erdreich gesichert.
Das große Hauptgebäude kommt in seiner äußeren Gestaltung zu einer eigenwilligen Form, indem es das geschnittene und abfallende Gelände nachzeichnet.
Die Außenflächen des Gebäudes sind großteils monochrom. Alle Fassaden, mit Ausnahme der Nordwestfassade, sind als Glasfassadenkonstruktion ausgebildet. Das Traggerüst des Gebäudes bildet eine Stahlkonstruktion bestehend aus Stützen, Trägern und Verbänden mit schubfest verbundenen Ortbetondecken und Stahlbetonelementen.
Die Ableitung der Vertikallasten in den Untergrund erfolgt größtenteils über die Stahlstützen in die Einzelfundamente
Sowohl in Längs- wie auch in Querrichtung wurdenzur Erhöhung der Steifigkeit schubfeste Anbindungen zu verschiedenen Stahlbetonteilen hergestellt. Über diese Stahlbetonanbindungen erfolgt auch die Lastableitung der Erdbebenkräfte in die Bohrpfahlwand und die Fundamente.
Die Abtragung der Horizontallasten in den vier Obergeschossen erfolgt ausschließlich über die Stahlkonstruktion und die Stahlbetondecken -scheiben. Erst auf der Ebene 0.00 ist eine Ableitung der Lasten mittels schubfester Anbindung über den umlaufenden Kopfbalken in die Pfahlwand möglich.
Die Horizontallasten der drei Untergeschosse werden teils direkt über die Ortbetondecken und deren kraftschlüssige Anbindungen zur Bohrpfahlwand, teils über Stahlbetonscheiben und Fundamente abgeleitet. Über diese horizontalen Stahlbetondeckenscheiben wird im Bedarfsfall der größte Teil der Erdbebenlasten in den Untergrund eingetragen.
Alle drei Untergeschossebenen werden bergseitig durch
eine aufgelöste Bohrpfahlwand gegen das anstehende
Erdreich gesichert.
Bauteil B und C – Versammlungs- und Kommunikationsgebäude:
onstruktionsart:
Hauptsächlich Stahlbeton- bzw. Spannbetonkonstruktionen
mit einzelnen Stahlbauteilen
Der Bauteil B wird zweigeschossig genützt.
Als Bauweise kommt Ortbeton zur Ausführung, wobei die Deckenkonstruktionen mit Spannbeton - Hohldielen hergestellt wurde.

Der Bauteil C besteht lediglich aus einem Bürogeschoss mit darüber liegender Dachterrasse. Der Baukörper
wurde zur Gänze in Ortbetonbauweise errichtet.
Die Bauteile sind über Verbindungsgänge mit Stahldeckenkonstruktionen zu begehen.
Beide Bauteile wurden auf Bohrpfahlbündel mit Kopfbalken gegründet.
Der Baubeginn war Sommer 1999, die Fertigstellung erfolgte im Herbst 2001.

Dipl.-Ing. Adolf VERDERBER
Staatlich befugter und beeideter Zivilingenieur für Bauwesen
Allgemein beeideter gerichtlich zertifizierter Sachverständiger