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   KONTAKT


 

 

 

Neubau des Amtsgebäudes der Bezirkshauptmannschaft Murau (Steiermark)

Kurzbeschreibung des Projekts:

Der Neubau befindet sich auf einem Grundstück, welches unmittelbar zwischen dem rechten Murufer und der Umfahrungsstraße Murauliegt.

Gegenüber den Amtsgebäuden, welche aus drei getrennten Baukörpern (Bauteile A, B und C) bestehen und um den Mursteg gruppiert sind, kommt der Eisenbahn- und Busbahnhof Murau zu liegen. Dadurch ist eine äußerst günstige infrastrukturelle Lösung für den öffentlichen Parteienverkehr gewährleistet.

 

    Bauteil A – Hauptgebäude:
    Konstruktionsart:
    Stahlhochbau mit Stahlbetondecken auf     Stahlunterzügen, teilweise als Stahlverbundkonstruktion     ausgeführt

    Gebäudeaußenabmessungen:
    Gesamtlänge 52 m bei einer Gesamtbreite von 9 m auf     Kote –10.70m (3. Untergeschoßebene)
    Gesamtlänge 18 m bei einer Gesamtbreite von 5 m auf     Kote +11.50m (4. Obergeschoßebene)

Das Gebäude des Bauteils A umfasst insgesamt sieben Geschoßebenen, wobei der Zugang auf Ebene 0.00 auf Niveau der Umfahrungsstraße L 502 liegt. Vier Geschosse wurden folglich oberhalb des bestehenden Urgeländes angeordnet, die restlichen drei Geschosse kommen unter dem Eingangsniveau zu liegen.

 

Für die projektsgemäße Errichtung des Bauteils A war es notwendig, dass ein Teil des bestehenden Geländes in Form eines Grabens abgesenkt wird. Der abgesenkte Bereich des Geländes dient zur Belichtung der Geschosse unterhalb der Ebene 0.00 des Gebäudes mit Blick in Richtung Mur.

Alle drei Untergeschossebenen werden bergseitig durch eine aufgelöste Bohrpfahlwand gegen das anstehende Erdreich gesichert.

 

 

    Das große Hauptgebäude kommt in seiner äußeren     Gestaltung zu einer eigenwilligen Form, indem es das     geschnittene und abfallende Gelände nachzeichnet.

    Die Außenflächen des Gebäudes sind großteils     monochrom. Alle Fassaden, mit Ausnahme der     Nordwestfassade, sind als Glasfassadenkonstruktion     ausgebildet. Das Traggerüst des Gebäudes bildet eine     Stahlkonstruktion bestehend aus Stützen, Trägern und     Verbänden mit schubfest verbundenen Ortbetondecken     und Stahlbetonelementen.

Die Ableitung der Vertikallasten in den Untergrund erfolgt größtenteils über die Stahlstützen in die Einzelfundamente

 

 
Sowohl in Längs- wie auch in Querrichtung wurdenzur Erhöhung der Steifigkeit schubfeste Anbindungen zu verschiedenen Stahlbetonteilen hergestellt. Über diese Stahlbetonanbindungen erfolgt auch die Lastableitung der Erdbebenkräfte in die Bohrpfahlwand und die Fundamente. Die Abtragung der Horizontallasten in den vier Obergeschossen erfolgt ausschließlich über die Stahlkonstruktion und die Stahlbetondecken -scheiben. Erst auf der Ebene 0.00 ist eine Ableitung der Lasten mittels schubfester Anbindung über den umlaufenden Kopfbalken in die Pfahlwand möglich. Die Horizontallasten der drei Untergeschosse werden teils direkt über die Ortbetondecken und deren kraftschlüssige Anbindungen zur Bohrpfahlwand, teils über Stahlbetonscheiben und Fundamente abgeleitet. Über diese horizontalen Stahlbetondeckenscheiben wird im Bedarfsfall der größte Teil der Erdbebenlasten in den Untergrund eingetragen. Alle drei Untergeschossebenen werden bergseitig durch eine aufgelöste Bohrpfahlwand gegen das anstehende Erdreich gesichert.

 

Bauteil B und C – Versammlungs- und Kommunikationsgebäude:

onstruktionsart:
Hauptsächlich Stahlbeton- bzw. Spannbetonkonstruktionen mit einzelnen Stahlbauteilen

    Der Bauteil B wird zweigeschossig genützt. Als     Bauweise kommt Ortbeton zur Ausführung, wobei die     Deckenkonstruktionen mit Spannbeton - Hohldielen     hergestellt wurde.









Der Bauteil C besteht lediglich aus einem Bürogeschoss mit darüber liegender Dachterrasse. Der Baukörper
wurde zur Gänze in Ortbetonbauweise errichtet.

Die Bauteile sind über Verbindungsgänge mit Stahldeckenkonstruktionen zu begehen.
Beide Bauteile wurden auf Bohrpfahlbündel mit Kopfbalken gegründet.

Der Baubeginn war Sommer 1999, die Fertigstellung erfolgte im Herbst 2001.

 

Dipl.-Ing. Adolf VERDERBER
Staatlich befugter und beeideter  Zivilingenieur für  Bauwesen
Allgemein beeideter gerichtlich zertifizierter Sachverständiger