2410 Hainburg a. d. Donau, Klosterplatz 4, Tel.: 0650 2243565

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Geschichtliches

Chronik zum alten Kloster

Der Name des Platzes, an dem unser Heurigenlokal liegt, erinnert noch heute an das ehemalige Franziskanerkloster, das einst hier an der Ostseite des Platzes gestanden ist.

Die Franziskaner aus Wien halfen in Pestzeiten gerne, so auch aufgrund eines Hilferufes der Hainburger Bevölkerung im Jahre 1645. Aber erst 1675, 30 Jahre später, gestattete Leopold I. den Bau eines Klosters und einer Kirche. Doch schon ein Jahr nach der Fertigstellung des Klosters, anlässlich der Türkengefahr am 12. Juli 1683, lag das neuerbaute Kloster bereits wieder in Schutt und Asche. Schon 1692 wurde das Kloster wieder aufgebaut und 1725 schließlich die Kirche der Hl. Anna im Kloster geweiht. Auch das neue Tuchhaus der Franziskaner wurde um diese Zeit im Kloster erbaut Eine erste Erwähnung davon gab es bereits im 15. Jhdt.

Das Franziskanerkloster wurde im Zuge der Klosteraufhebung durch Joseph II. 1787 geschlossen und der Tabakfabrik als Magazin zugewiesen. In seinen Räumen wurde die erste Tabakschneidemaschine der Welt in Betrieb genommen, die allerdings aufgrund ihrer Größe und Schwerfälligkeit nur kurze Zeit verwendet wurde. 1820 brannte das komplette Areal ab und alle Gebäude inklusive der Kirche wurden abgerissen. 1821 - 1840 errichtete man den heutigen Bau des Blattmagazines im spätklassischen Stil. Seit dieser Zeit wird er als Tabaklager verwendet.

Der Name Klosterplatz blieb aber bis heute erhalten. Man nimmt an, dass die Anlage des Platzes und die darum errichteten Gebäude aus der Zeit der Erbauung vor dem Türkensturm 1683 oder im Zuge des Neubaues des Klosters nach der Türkenbelagerung stammen. Das der Platz seit frühen Zeiten bestanden hat, untermauert auch die Tatsache, dass der komplette Platz und die anschließenden Häuser mit Kellern und verschiedensten Gängen unterminiert sind. Obwohl das ursprüngliche Zentrum von Hainburg am heutigen Anger in der Freiungsstrasse gelegen ist, wurde bereits im 13. Jhdt. die Stadt bis zur Donau hin erweitert. So war auch das Gebiet um die heutige Hauergasse, Opitzgasse und Klosterplatz bebaut.

Unser Haus wurde im Jahre 1683 einem Jakob Millner zugeschrieben. In wieweit das Haus in diesem Jahr zerstört wurde, lässt sich schwer nachweisen. Oberhalb der Weinkellertür befindet sich ein Stein mit der Jahreszahl 1730. Im Jahre 1919 kaufte unsere Familie das Gebäude und ist seit dieser Zeit hier ansässig.