Was ist ein System?
Jeder versuche, diese Frage für sich zu beantworten. - Die Lexikas
sprechen bei dem Begriff “System” von innerer Gliederung, Ordnungsprinzip,
Zusammenschluss zu einer Einheit, Aufbau usw.
Es wird also etwas beschrieben, das überall vorkommt. Es handelt
sich um einen Überbegriff, der eine Ordnungsstruktur in der Welt beschreibt.
Aber nicht alles, was wir als System bezeichnen, ist im konkreten Falle
eines. Wir selbst als Lebewesen sind ein System, aber ist z. B. ein Biotop,
das Sonnensystem, das ganze Universum ein kybernetisches (selbststeuerndes),
zielgerichtetes System? Diese Fehldeutungen durch das “Ja” zur letzten
Frage hat bis heute eine richtige Weltsicht verhindert. Ist es Absicht
oder Dummheit?
1.Die Kriterien eines Systems
Da ein jedes System zielgerichtet ist, eine bestimmte Funktion hat,
muß es so geordnet sein, daß es das Ziel erreichen kann. Dazu
ist ein Informationsaustausch innerhalb des Systems nötig. Das bedeutet
aber, daß es räumlich begrenzt sein muß, um die Bereich,
die das System ziel- gerichtet steuern muß, genau zu erkennen.
Also ABGEGRENZTHEIT (1.1)
Aus dieser Feststellung ergibt sich, daß zur inneren Ordnung
des Systems Informationen über den Zustand weiter zu leiten sind und
entsprechende Ordnungsmaßnahmen ebenfalls an die richtige Stelle
im System zu bringen sind. Für die Systemerhaltung müssen
daher das System Netze von Verbindungswegen und Sensoren durchziehen.
Also STEUEREINRICHTUNGEN (1.2)
Die über die Steuereinrichtungen aus dem Systembereich einlangenden
Informationen müssen zentral oder vor Ort interpretiert werden, ob
sie für die Systemerhaltung nützlich oder schädlich sind.
Das System schützt sich durch Verhinderung von Steuerfehlern vor Eigen-
oder Fremdzerstörung. Dieser Algorithmus oder das Betriebsprogramm
ist sowas wie die Seele eines Systems.
Also BETRIEBSPROGRAMM (1.3)
Das Betriebsprogramm ist nicht starr auf die Maßnahmen gegen
Umwelteinflüsse fixiert sondern muß anpassungsfähig sein.
Ändern sich die Umweltbedingungen, so versucht das System sich den
neuen Bedingungen anzupassen. Gelingt das nicht, so wird in der Reproduktion
des Systems, in der nächsten Generation die notwendige Erneuerung
in Hard- und Software berücksichtigt oder diese Art von Systemen stirbt
aus.
Also EVOLUTION (1.4)
Gleiche Systeme haben bei genügend vorhandenen Resourcen voreinander
nichts zu befürchten. Sie schließen sich daher aus Überlebensstrategie
zu Schwärmen zusammen.
In diesen Schwärmen können einzelne Systeme dann die
Sensoren und Kommunikationsfunktion übernehmen. So entstehen zum Beispiel
aus einzelligen Lebewesen Mehrzeller, in denen licht - und temperaturempfindliche
Zellen die Sensorenaufgabe, Nervenzellen die Kommunikationsaufgaben übernehmen.
Aber auch Rudel, Horden und Staat haben ihren Ursprung bis hin zur
EU oder UNO.
Also SCHWARMBILDUNG (1.5)
Systeme mit unterschiedlicher Ernährungs- Energieresourcen
- Basis leben zwangsläufig auch zusammen. Sehen wir hinaus in die
Natur, so ist dies der Normalfall. Durch die Tendenz zur Optimierung der
Systemfunktion sind schwächere Lebewesen als Ernährung stärkerer
vorgesehen. Im Unterschied zum Schwarm, in dem Einigkeit darüber herrscht,
daß die Energiequelle (die Nahrung ) außerhalb liegt,
herrscht hier das Prinzip des Fressens und Gefressenwerdens . Ein
Übersystem wie beim Schwarm, in dem Mitglieder Sensoren und Kommunikationsrollen
übernehmen, gibt es nicht. Das bedeutet aber, die Natur ist kein System
sondern ein Gleichgewichtszustand. Es ist kein durch einen Algorithmus
ausgesteuerter Gleichgewichtszustand sondern ein durch alle Einzelsysteme
erzwungener. Diesen Zustand können wir in jedem Biotop, auf der ganzen
Erde aber auch im Universum beobachten. So ist auch das sogenannte Planetensystem
kein System mit dem Algorithmus, die Erde als bewohnbaren Planeten hervor
zu bringen, sondern ein dynamischer Gleichgewichtszustand, der zufällig
eine bewohnbare Erde hervor brachte.
Die unterschiedlichen Systeme existieren in einem Nebeneinander ohne
übergeordnetes System, das ihre Existenz sichert.
Also DYNAMISCHE GLEICHGEWICHTSZUSTÄNDE (1.6)
Ein letzes Kriterium für ein System ist, daß es mit den
Basissystemen oder Elementen äußerlich nichts Gemeinsames
hat. Der Mensch besteht im Wesenlichen aus Wasser und Kohlenstoff, das
Wasser besteht aus Sauer - und Wasserstoff. Lebewesen, Moleküle und
möglicherweise Atome sind also Systeme. Letztere bestehen bekanntlich
aus Wellen und die sehen ganz anders als Teilchen aus. Ob das nicht die
Lösung des Doppelspaltparadoxons wäre? Das alles bedeutet aber,
daß die Welt geteilt ist. Es gibt eine Welt der Systeme, in der die
Lebewesen und hier auf Erden der Mensch mit seinen künstlichen
Systemen wie z. B. Wirtschaftskonzernen von der Mächtigkeit her an
der Spitze steht. Die erste Stufe dieser Systemwelt ist die von der Welle
zur Materie. Es gibt aber auf jeder Stufe der Systementwicklung eine Schwarmbildung
gleicher Systeme und einen dynamischen Gleichgewichtszustand verschiedener,
konkurrierender Systeme. Das Universum ist also auf keinen Fall ein
zielgerichtetes Gesamtsystem sondern ain dynamischer Gleichgewichtszustand
des Schreckens. Das Gleiche gilt auch für was ganz Naheliegendes -
die freie Marktwirtschaft.
Also UNVERWECHSELBARE IDENTITÄT (1.7)
2. Der Unterschied
System oder kein System, das ist hier die Frage!
Nicht alles, das wie ein System aussieht, ist eines. Das hat aber in
der logischen Sicht des Weltaufbaus, in einer Weltformel weitreichende
Folgen. Die Kausalität, die Ursache - Wirkungsbeziehung ist ein unmittelbarer
Ausfluss des Algorithmus eines Systems. Bei jeder Ursache, die ein System
bedroht, zeigt es systemerhaltende Wirkungen oder bei Überforderung
Resignation. Wenn aber das Universum kein System ist, gibt es auch keine
allumfassende Kausalität. Der liebe Gott, wer immer das sein mag,
würfelt d o c h.( Einstein - Ausspruch)
Das bedeutet, daß die Weltformel lauten muß:
Die Welt besteht aus
OO Quantenweltbestandteilen (Wellen, Raum, Gravitation), die sich
zu den kleinsten automatischen Systemen, den Atomen zusammen fügen.
OO selbständigen, automatischen (heißt sich selbststeuernden)
Systemen, wie Atomen, Molekülen, Lebewesen und ..... Schluß.
OO Schwärmen dieser Systeme aber auch des Basisstoffes Energie,
wie Festkörper, Ozeane, Mückenschwärme usw. aber auch aus
Strahlung ( Es werde Licht!)
OO einer wilden Ansammlung und Nebeneinander von Systemen
und Schwärmen aller Art (Agglomeration), wie ein Biotop, der Planet
Erde, das Sonnensystem, Galaxien und das ganze Universum.
Das heißt, das System im eigentlichen Sinn, (Beschreibung siehe
unten) kommt als Materie relativ häufig vor, ist aber auf atomare
und molekulare Größe beschränkt. Sterne sind keine Systeme
sondern Ansammlungen von Materie ohne einer bestimmten inneren Ordnung.
Sie haben keinen Algorithmus, der über Steuereinrichtungen umgesetzt
wird. Dasselbe gilt für das ganze Universum. Die Naturgesetze sind
kein Algorithmus eines Systems mit dem Namen: Universum, sondern ein identes
Betriebsprogramm der einzelnen Atome. Das ist wie beim Internet: Der Algorithmus
ist in den Computern und nicht im Netz.
Der Mensch hat durch Projektion seines Funktionierens als System -
er ist im Unterschied zur Natur tatsächlich eines - auf die Welt,
sich ein vertrautes Bild von ihr gemacht und Gott als Gehirn der Welt eingesetzt.
Recht kuschelig aber leider falsch für den, der logisch denkt.
3. Die Automaten
Nur diese Bereiche der Welt, die relativ räumlich kleinen automatischen
Systeme können sich selbst regulieren und zielgerichtet verhalten.
Dazu verfügen sie über Steuereinrichtungen und ein Betriebsprogramm
(Algorithmus). Bei der Steuerung gibt es verschiedene Entwicklungsstufen,
die im wesentlichen die Umweltanpassung betreffen.
3.1 Die einfache Version ist: am Eingang des Systems Steuergrößen
anzulegen, die ohne Vergleich zwischen Ein und Ausgang umgesetzt werden..
E...Eingangsgröße A... Ausgangsgröße
Beispiel für so ein System ist das Auto: E ist Gas geben, E ist
Geschwindigkeit. Es gibt durch das Auto keine Rückprüfung, ob
die Geschwindigkeit der Straße angepasst ist.
3.2 Bei der einfachen Regelung werden Eingangsgröße und
Ausgangsgröße miteinander verglichen, damit findet eine selbstständige
Kontrolle durch das System statt. So ein System ist z. B. das Regelbügeleisen,
wo der Thermostat den Strom aus- und einschaltet, je nach Erwärmung
des Gerätes.
R.... Rückkopplung
3.3 Bei der angepassten Regelung hat das System noch einen zusätzlichen
Eingang, mit dem seine innere Charakteristik an die Umgebungsbedingungen
angepasst werden kann. Diese Änderung ist nur so lange wirksam, als
die äußeren Umstände es verlangen. Damit kann der Überlebensspielraum
wesentlich vergrößert werden.
Z. B. Chamäleon, Farbanpassung; Jumper bei Elektronikgeräten
3.4 Lernende Systeme sind die höchste Entwicklungsstufe. Während
die bisher genannten Systeme nur auf momentane Beeinflussungen reagieren,
sind lernende Systeme in der Lage, Erfahrungen zu speichern und später
auszuwerten. Sie haben einen Speicher, in dem Erfahrungen gelagert werden.
In der niedrigen Stufe passen sie sich einem vorgegebenen Modell an
z. B.. bei Pflanzen und Tieren das Erbgut der Gene. Eine höhere Form
ist in der Lage, seinen Algorithmus (Betriebsprogramm) einem gewünschten
Ziel entsprechend selbst aufzustellen. (Z. B. Innovative Menschen.)
Die Schlußfolgerungen
Wenn man den hier aufgezeigten - wie ich hoffe auch logischen - Überlegungen
folgt, so ist die Welt aus automatischen Systemen und deren Ansammlungen
(Agglomeration) aufgebaut.
Die automatischen Systeme sind verhältnismäßig klein
(Atome, Moleküle, Lebewesen), verfügen aber über einen Steuermechanismus
und einen Algorithmus, der zielgerichtet die Selbsterhaltung zum Gegenstand
hat.
Die Agglomerationen haben weder Steuermechanismen noch einen Algorithmus.
Sie sind die Summe der Beeinflussungen der in ihnen angesammelten Systeme
untereinander. Das bedeutet, dass die Natur (das ist so eine Agglomeration)
keine Arterhaltung, keine Liebe, keine Güte, keine Schönheit
kennt, sondern nur Zweckmäßigkeit fürs Überleben.
Wenn man davon ausgeht, daß nach dem bisher gesagten die Materie
eine Systembildung aus Energie (Wellen) ist, so liegt die Quantenwelt als
Basis der Materiewelt fest, so wie die Welt der Atome und Moleküle
die Basis für die Lebewesenwelt ist. Wie aber aus der Materiewelt
laufend neues Leben entsteht, wenn die Speicher (Samen) einmal da sind,
so dürfte auch die Schaffung neuer Materie laufend stattfinden.
Halten wir fest:
- Das Universum ist kein eigenes System sondern ein Agglomeration von
Systemen und Bestandteilen der Quantenwelt;
- Die Kausalität ist im Systemalgorithmus begründet. Ist der
Raum mit Materiesystemen angefüllt, dann entsteht der Eindruck von
übergeordneten Naturgesetzen, obwohl doch nur jedes einzelne Atom
Träger dieser Gesetze ist..
- Ein System ist was ganz anders als seine Bestandteile. Es kann
daher auch nicht ohne Zerstörung zerlegt werden. Z. B. kann ich jedes
Lebewesen eines Biotops herausnehmen. Bei einem Lebewesen kann man die
Zellen nicht ohne schwere Folgen wegnehmen.
- Agglomerationen steuern sich nicht zielgerichtet sondern suchen
nur nach einem Gleichgewicht zwischen den in ihnen existierenden Systemen.
Der Gleichgewichtszustand kann auch zum Ausscheiden von Systemen führen.
Für Lebewesen bedeutet das, es gibt keine Arterhaltung.
Wenn aber das Universum kein System sein kann (denken wir an die
dafür notwendige Steuermechanik und den Algorithmus (Windows 98 wäre
dagegen ein Fliegendreck) dann gibt es auch keinen Schöpfungsakt in
Form des Urknalls (war mir immer schon suspekt). Dann gibt es auch keine
allgemeingültige Kausalität und kein Problem mit den Welle -
Teilchen - Erscheinungen. Dann braucht niemand mehr die -xten Dimensionen
für die Erklärung der physikalischen Welt, die nicht einmal die
Fachleute verstehen.
Das ganze erinnert an die kopernikanische Wende vor einem halben
Jahrtausend. Damals wurde erkannt, daß man die Planetenbahnen berechnen
kann. Es hat nur einen Haken: die Planten zeigten manchmal so komische
Schleifen in ihren Bahnen am Sternenhimmel. Es wurden die wildesten Formeln
erfunden, um mathematisch logische Zusammenhänge zwischen errechneten
Planetenbahnen und tatsächlichen herzustellen. Man kam der Sache
näher, aber es wollte nicht so recht gelingen. Dann sprach sich herum,
nicht die Erde sondern die Sonne steht im Mittelpunkt der Planetenbahnen
und plötzlich war alles ein Kinderspiel. Die Formel lernt jedes Kind
heute in der Schule.
Warum erzähle ich das ? Sieht das mit der modernen Physik
nicht verdammt ähnlich aus?
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