G E S C H I C H T E  U N D  A K T U E L L E S  
   
         
  Die Gemeinde Hintersee Kriegs- und Notzeiten  
     ╘╘ Wappen Hintersee im 21. Jahrhundert  
Home   Entstehung der Landschaft    ╘╘ Vereinsleben  
Über uns   Geschichte    ╘╘ Tourismus und Wirtschaft  
Galerie      ╘╘ Pflegegericht Wartenfels    ╘╘ Joseph-Mohr-Haus  
Interaktiv      ╘╘ Steuerbuch von 1336    ╘╘ Brauchtum  
Presse      ╘╘ Bauernkriege, Pestepidemien & Hungersnöte    ╘╘ Kapellen, Bildstöcke, Wegkreuze & Materl  
Newsarchiv   Die Pfarre Hintersee    
Gemeinde      ╘╘ Joseph Mohr in Hintersee    
Links    
Kontakt    
     
HINTERSEE    
Gemeinde    
Geschichte   D I E  G E M E I N D E  H I N T E R S E E    
Naturbühne   Aufwärts  
Wanderbares    
Winter   Hintersee liegt im Südosten des Flachgaus am Ende eines Seitentale des Salzkammerguts und ist mit     
  nur 460 Einwohnern eine der kleinsten Gemeinden im Land Salzburg.     
    Zählt aber mit einer Fläche vom 47,44 km² zum guten Mittelmaß. Wenn man nur den Flachgau     
    betrachtet sind wir hinter St. Gilgen (99 km²), Strobl (95 km²), Faistenau (51 km²), Seekirchen (50 km²) und   
    Thalgau (48 km²) sogar auf Platz 6.    
     
    Geografie    
    Der Ortskern liegt auf einer Seehöhe von 746 m. Der niedrigste Punkt ist am Ufer des Hintersees auf 688 m,  
    die höchste Erhebung ist das Gennerhorn mit 1.735 m. Hausberg ist der 1.249 m hohe Feichtenstein, der  
    mit seiner mächtigen Felswand weithin zu sehen ist.    
    Hintersee teilt sich seit 1920 in zwei Katastralgemeinden: Lämmerbach und Hintersee. Weitere Ortsteile sind  
    Oberasch, Leiten, Mühlviertel und Bärnau.    
    Nachabrgemeinden sind Abtenau und St. Koloman im Süden, Krispl im Westen, Faistenau im Norden sowie  
    St. Gilgen und Strobl im Osten.    
     
    Erreichbarkeit    
    Erreichen kann man Hintersee über die A1 (Westautobahn) von Wien oder München aus kommend, Abfahrt  
    Thalgau weiter nach Hof, zwei Kilometer nach der Ortsmitte rechts abbiegend über Faistenau. Nach 14 km  
    ist man in Hintersee.    
    Von der Stadt Salzburg fährt man über die B158 (Wolfgangseebundesstraße) nach Hof und dann weiter wie  
    beschrieben über die L212 Hinterseer Landesstraße.    
    Öffentliche Verkehrsverbindungen bestehen durch den Postbus von der Stadt Salzburg aus (ab Hauptbahnhof).  
    Die Abfahrtszeiten sind (Stand: 01.10.07):    
    Mo-Fr: 06:25, 10:15, 11:15, 12:15, 13:15, 14:15, 15:15, 16:15, 17:15, 18:15, 19:15    
    Sa: 02:00, 08:15, 11:15, 12:15, 14:15, 17:15    
    So: 02:00, 08:15, 10:15, 15:15, 17:15    
    Grün: Fahrt nur an Schultagen   Fahrplanauskunft des SVV    
     
    Politik    
    Bürgermeister ist seit 2009 Paul Weissenbacher von der Österreichischen Volkspartei (ÖVP),    
    Vizebürgermeister ist Wolfgang Reiter von der sozialdemokratischen SPÖ.    
     
   
Karte von Hintersee    
       
    Zur Seite der Gemeinde Hintersee      
       
       
       
    Bild: Das Ortszentrum von Hintersee    
       
       
       
       
     
    Wappen Aufwärts  
     
    Im roten Schild auf grünem Schildfußboden nebeneinander
 
    drei grüne Fichten, dahinter ein silberner (weißer) See.    
     
    Verleihung: 2. Oktober 1981    
     
    Der Legende nach standen früher im Ortszentrum, welches Feichten   
    genannt wurde, drei mächtige Fichten (im Volksmund "Feichten").  
    Auf diesem Platz, so heißt es weiter, wurde später die Pfarrkirche   
    errichtet.    
    Der heutige Name Hintersee entstand erst im frühen 19. Jahrhundert,   
    wobei der See im Namen auf das Dorf hinter dem See hinweisen soll.  
     
     
     
     
     
     
    E N T S T E H U N G  D E R  L A N D S C H A F T    
    Aufwärts  
     
    Die Entstehung der Hinterseer Landschaft geht zurück auf das Erdmittelalter (Mesozoikum), welches vor    
    250 Millionen Jahren begann und vor 65 Millionen Jahren endete. In dieser Zeit lebten auch die    
    Dinosaurier. Damals war das Gebiet von einem seichten Binnenmehr bedeckt aus dem sich kalkhaltige    
    Ablagerungen bildetet, die durch heftige Bewegungen der Erdkruste zu den heutigen Bergen empor    
    gehoben wurden.     
    Die "Feinjustierung" erfolgte in den Eiszeiten. Das schmelzende Eis hinterließ riesige Erdmoränen wie    
    z. B. die Aufschüttung des Faistenauer Beckens. Hinter diesem bildete sich durch das abschmelzen des  
    Hinterseer Gletschers und einer Aufstauung des Tauglbaches der Hintersee, der weit größer war als heute.  
    Sein Spiegel war in einer Höhe von 735 m (heute 688 m), daher reichte er von Vordersee bis zum     
    heutigen Ortsbeginn.    
    Die zu dieser Zeit entstandene Landschaft ist immer noch prägend für die Vegetation und das Klima,    
    das eine Mischung aus alpenvorländlichem und alpinem ist. Durch die Staulage der atlantischen    
    Luftmassen entstehen die hohen Niederschlagswerte mit einem Jahresschnitt von ca. 2.000 Litern    
    pro Quadratmeter. Hintersee erlangte dadurch auch landesweite Bekanntheit für seine strengen    
    und schneereichen Winter.    
    Viele Menschen schätzen vor allem die durch den großen Waldbestand gegebene gute Luftqualität.    
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Ein markantes Zeichen ist der Hinterseer Bild: Die bis zu 140 m hohe nach Norden    
    Hausberg, der Feichtenstein (1.249 m).   gewandte Felswand des Feichtenstein.    
    Er besteht aus Ablagerungen eines Korallenriffs.    
     
     
     
     
     
    G E S C H I C H T E    
    Aufwärts  
     
    Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 700. Damals gehörte das Gebiet um Hintersee    
    zu Bayern als Herzog Thoedebert von Bayern die Gegend zwischen Gaisberg und Abersee mit    
    Thalgau und Elsenwang dem Salzburger Kirchenbesitz als Jagdrevier schenkte.    
    Die Landschaft glich einem riesigen Urwald in dem alle europäischen Raubtiere wie z.B. Bären und    
    Wölfe vorkamen.    
    Es bedurfte langer Zeit bis dieses große Waldgebiet erschlossen wurde. Laut Überlieferung begann     
    die Rohdung von Thalgau aus, die Besiedelung erfolgte nicht nur von Thalgau sondern auch von Abtenau aus.  
    Erst im 12. Jahrhundert stieß die Besiedelung nach Hintersee vor, bis dahin hatten ausschließlich    
    Jäger das Gebiet durchstreift.    
    Warum es aber plötzlich zu so einer raschen Besiedelung kam ist nicht genau geklärt. Die wahrscheinlichste  
    Ursache dafür ist der Salzbergbau in Hallein für den sehr viel Sudholz gebraucht wurde. Dadurch musste die   
    Rohdung vorangetrieben werden und immer mehr Menschen kamen aus verschiedensten Gegenden     
    nach Hintersee.    
     
    Pflegegericht Wartenfels Aufwärts  
         
    Die Erzbischöfe von Salzburg schufen damals zur besseren Verwaltung die Land- und Pflegegerichte.    
    Alle Menschen und Güter waren nicht nur dem obersten Herrn, dem Erzbischof, sondern weiters ihrem    
    regionalen Grundherrn unterstellt. Für die Gegend von Faistenau und Hintersee waren das die Herren von  
    Kalham und Wartenfels und die Ritter von Thurn.    
    Konrad von Kalham errichtete 1259 die Burg Wartenfels am Fuße des Schobers in Thalgau , welche das   
    gleichnamige Pflegegericht beheimaten sollte.    
    Der Pfleger war ein Beamter des Erzbischofs. Er hatte die Aufgabe Steuern einzutreiben, Recht zu sprechen  
    und den militärischen Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten.    
     
    Steuerbuch von 1336 Aufwärts  
     
    Wichtige Informationen kann man aus dem Steuerbuch von 1336 beziehen.    
    Zu dieser waren die Grundherren die Herren von Thurn. Zu ihrem Rügat (Unterteilung des Pflegebezirks,    
    soviel wie heute eine Gemeinde) zählten Lemperbach (Lämmerbach), Oberasch, Feuchten (später Feichten  
    und noch später Hintersee) und die Gugelanalm am Schmittenstein. Letztere bestand schon zur Römerzeit  
    und gehört heute zur südlichen Nachbargemeinde St. Koloman.    
    Das Kirchenzehentbuch von Thalgau aus dem Jahr 1584 zeigt auf, dass die Hinterseer Bauern Futter, Käse  
    und Flachs an die Kirche in Thalgau liefern mussten. Damals teilten sich neun Grundherren das Gebiet.     
    Das Leben der Bauern war sehr hart, denn neben den Steuern-, Zehent-, und Naturlaienabgaben wurden  
    sie zusätzlich zu Kriegsdiensten, als Jagdgehilfe oder andren Arbeiten eingeteilt.    
    Ab 1612 waren die Hinterseer dem Domkapitel höchst persönlich unterstellt bis das Salzburger Fürsterzbistum   
    1803 ein Ende fand. Die Folge waren Kriege und wechselnde Regierungen. Erst 1848 wurden die Bauern  
    endgültig frei. Zwei Jahre später wurden dann auch die Bezirke der Pflegegerichte in politische     
    Bezirke umgewandelt.    
     
    Bauernkriege, Pestepidemien und Hungersnöte Aufwärts  
     
    Nach belegbar ist, ob Hintersee in Bauernkriege verwickelt war. Es gibt Aufzeichnung wonach zwar die     
    Pflegschaft Wartenfels in den Bauernkrieg 1526 involviert war, es kommen aber keine  Namen     
    von Hinterseern vor.    
    Auch ob die Pestepidemie von 1628, die sich in ganz Faistenau ausbreitete, nach Hintersee überschwappte   
    ist nicht belegbar.    
    Durch die hart und fleißig arbeitenden Bauern waren auch Hungersnöte eine Seltenheit. In den Jahren    
    1740-44 gab es aber witterungsbedingt Missernten, das Brot wurde damals aus Kleie und Sägespänen   
    gebacken.    
     
     
     
     
     
    D I E  P F A R R E  H I N T E R S E E    
    Aufwärts  
     
   
  Erzbischof Colloredo ließ 1785 die sehr schlicht gehaltene   
      und mit einem kleinen Kirchhof ausgestattete Pfarrkirche von  
      Hintersee erbauen. Sie wurde den heiligen Leonhard und   
      Georg geweiht.    
      Zuvor gingen die Hintersee anfangs sogar nach Thalgau in den  
      Gottesdienst wo sich auch der Friedhof für die Gemeinde  
      befand (beim heutigen Kriegerdenkmal). Später mussten die   
      Hinterseer 150 Jahre lang jeden Sonntag nach Faistenau.   
      Hier war ab 1632 ein im Ort lebender Pfarrer.    
      Auch heute besuchten vor allem die älteren Bürger noch    
      regelmäßig an den Sonntagen die Kirche. Messen gibt es  
      jeweils am Freitag um 19 Uhr und am Sonntag um 9 Uhr im  
      Anschluss an den Rosenkranz um 8:30 Uhr.    
      Aktueller Seelsorger ist Pfarrer Manfred Neulinger, der     
      Hintersee gemeinsam mit Faistenau betreut. Die Abhaltung  
      von Wortgottesdiensten übernimmt Angela Aschauer.    
      Leiter des Pfarrgemeinderates ist Ferdinand Ramsauer.    
       
    Der Hinterseer Friedhof befindet sich mitten im Dorf und     
    Bild: Pfarrkirche von Hintersee   umrahmt die Pfarrkirche. Gleich beim Eingang ist das    
    Kriegerdenkmal, das an die Gefallenen des ersten und     
    zweiten Weltkrieges erinnern soll. Rechts neben der Kirche steht der alte aber über die Jahre vergrößerte  
    Pfarrhof. Er steht unter Denkmalschutz. Daher wurde im Zuge der Umbauarbeiten in den letzten Jahren     
    auch das äußere Erscheinungsbild nicht verändert. Innen dagegen entstanden Mietwohnungen, eine     
    Gemeindesaal und Räumlichkeiten für die Kirche.    
     
    Joseph Mohr in Hintersee Aufwärts  
     
    Der weltberühmte Textdichter des Weihnachtsliedes "Stille Nacht, heilige Nacht" war über neun Jahre     
    vom 19.12.1827 bis 14.02.1837 in Hintersee als Pfarrvikar tätig.    
    Mohr kam damals in eine ärmliche, nur 272 Einwohner zählende Gemeinde, deren Bevölkerung von der   
    Land-, Forst- und Jagdwirtschaft lebte. Der sehr sozial eingestellte Priester bemühte sich in erster Linie    
    um die Schulkinder, was ihm oft Auseinandersetzungen mit dem Messnerknecht und Lehrer einbrachte.     
    Ebenfalls engagierte er sich für kinderreiche arme Familie indem er ihnen Fleisch, das er bei    
    Wilderern kaufte, schenkte. Mohr wurde angezeigt und kam mit dem Gesetz in Schwierigkeiten.    
    Am 15. Februar 1837 übersiedelte er nach Wagrain im Salzburger Pongau.    
     
    Seite der Stille Nacht Gesellschaft      
     
     
     
     
     
    K R I E G S -  U N D  N O T Z E I T E N    
    Aufwärts  
     
    Als 1914 der erste Weltkrieg ausbrach mussten auch viele Hinterseer Männer einrücken. Die Meisten wurden  
     in Oberitalien eingesetzt. Von den insgesamt 49.000 aus Salzburg mobilisierten Soldaten fielen 6.000,    
    davon waren 11 aus Hintersee.    
    In den letzten beiden Kriegsjahren kam es durch die verspätete Einführung von Lebensmittelkarten zu einer   
    Hungersnot, die aber am Land durch die Bauern nicht so groß war wie in der Stadt.    
    Auch in der Zwischenkriegszeit herrschte große Not, vor allem in den Jahren 1934 bis 1938. Zu spüren bekam   
    man besonders die hohe Arbeitslosigkeit, die immer wieder viele Menschen nach Hintersee schwemmte um   
    Arbeit zu suchen oder zu betteln. Eine Möglichkeit Geld zu verdienen war die Tätigkeit als Holzknecht, denn   
    Holz gab es genug. Im Februar 1919 riss ein Sturm 40.000 Festmeter am Boden im Bereich des Anzerberges   
    und Grobriedels. Zum Abtransport dieser Menge wurde eine Waldbahn gebaut, die noch einige Jahrzehnte   
    existieren sollte.    
    Trotz der kargen wirtschaftlichen Lage und der hohen Preise z. B. für Lebensmittel gab es damals in     
    Hintersee drei Krämereien.    
    Am 1. September 1939 begann der zweite Weltkrieg in dem 21 Hinterseer ihr Leben lassen musste, 8 wurden   
    als vermisst gemeldet. Im letzten Jahr des Krieges
 
    kamen Gefangene aus verschiedenen Ländern   
    in das kleine Dorf. Sie wurde zur Holzarbeit   
    eingesetzt. Die ab 1944 geflogenen Angriffe   
    der Alliierten auf Salzburg brachten auch einen   
    Luftkampf über dem Gebiet von Hintersee und   
    Tiefbrunnau bei dem ein deutscher Jäger abstürzte.   
    Er konnte allerdings gerettet werden.  
    Am 7. Mai 1945 erfolgte die bedingungslose  
    Kapitulation des Deutschen Reiches.  
     
     
     
    Bild: Hintersee im Jahr 1955    
     
     
     
     
     
    H I N T E R S E E  I M  2 1 .  J A H R H U N D E R T    
    Aufwärts  
     
     
    Vereinsleben Aufwärts  
     
    Das kleine Dorf zeichnet sich durch ein reges Vereinsleben aus. Die Hinterseer erweisen dadurch als    
    große Bewahrer des regionalen Brauchtums, da fast jeder zweiter in zumindest einem Verein Mitglied ist.  
     
    Die Hinterseer Vereine:    
         
    Freiwillige Feuerwehr Hintersee    
    Gründung: 1912 Kommandant: Johannes Itzlinger    
     
    Trachtenmusikkapelle Hintersee    
    Gründung: 1905 Obmann: Hermann Oberascher   Kapellmeister: Stefan Weißenbacher  
     
    Brauchtumsgruppe Hintersee    
    Gründung: 1976 Obmann: Walter Itzlinger    
     
    Prangerstutzenschützen Hintersee    
    Gründung: 1909 Obmann: Matthias Itzlinger    
     
    Kameradschaft Hintersee    
    Gründung: 1952 Obmann: Bernhard Weißenbacher    
     
    Weitere:    
    Kulturverein Hintersee, Imkerverein Hintersee, USV Hintersee (Fußball), ESV Hintersee (Eisstockschießen)  
     
   
 
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Bild: Trachtenmusikkapelle Hintersee   Bild: Brauchtumsgruppe Hintersee    
     
    Tourismus und Wirtschaft Aufwärts  
     
    Bereits in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts machte sich Hintersee als Sommerfrischeort    
    einen Namen. Seit 1977 wird in der Region auch der Wintersport groß geschrieben, als man die    
    Schischaukel Gaißau-Hintersee errichtet. Hintersee hatte damals den ersten Dreiersessellift von    
    ganz Salzburg. Das kleine Schigebiet mit seinen rund 40 km Pisten erfreut sich auch heute noch    
    großer Beliebtheit.    
    Neben dem Tourismus prägte vor allem die Land- und Forstwirtschaft die Gemeinde. Lange Zeit bestanden  
    die Sägewerk Putz und Ebner in Lämmerbach.    
    Von den ehemals drei Krämereien schloss die Letzte 1998, bis 1996 gab es eine eigene Poststelle.    
    Erwähnenswert ist mit Sicherheit, dass es zur Zeit mit dem Gasthof Hintersee, dem Lindenwirt und dem    
    Kurvenwirt drei Gasthäuser gibt.    
    Einen großen Anteil an der Infrastruktur der Gemeinde hat die 1948 gegründete Firma Erdbewegungen Weikl.  
    Sie baute viele Straße in Hintersee und auch in Faistenau und ist zusätzlich mit der Schneeräumung     
    sämtlicher Haupt-, Nebenstraßen und Parkplätzen betraut.    
     
    Joseph-Mohr-Haus Aufwärts  
     
    Die wichtigste kulturelle Einrichtung ist das Joseph-Mohr-Haus, das nach dem berühmten Textdichter    
    des Liedes "Stille Nacht, heilige Nacht" benannt ist.    
    Das 1999 eröffnete Haus entstand aus dem ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Gasthof Hintersee    
    und beheimatet seitdem eine Dauerausstellung für Joseph Mohr und ein Puppenstubenmuseum.    
    Zusätzlich wird es für Seminare und andere Veranstaltungen genutzt.    
     
   
   
       
       
       
       
    Bild: Joseph-Mohr-Haus    
       
       
       
       
       
     
    Brauchtum Aufwärts  
     
    Nach wie vor ist das Brauchtum in Hintersee sehr lebendig. Viele kirchliche und weltliche Fest prägen    
    das Jahr. Ein ganz besonderer und weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannter Brauch ist der    
    Hinterseer Palmeselritt am Palmsonntag, der vom damaligen Pfarrer Prof. Franz Krispler 1980     
    wieder eingeführt wurde.    
    Hierbei handelt es sich um eine Nachstellung des Einzug Jesu in die Stadt Jerusalem. Der älteste    
    Ministrant reitet als Araber verkleidet auf einem Esel vom Feuerwehrhaus, wo die Palmbuschen gesegnet  
    werden, begleitet von der Trachtenmusikkapelle und den Gläubigen zur Kirche, wo der Gottesdienst    
    gefeiert wird. Vorher muss aber immer noch der Esel vom Jodlbauern, der unweit vom Feuerwehrhaus    
    steht, abgeholt werden. Das ist Aufgabe der Kinder mit ihren Palmbuschen, die den Pfarrer auf    
    diesem Weg begleiten.    
    Die Hinterseer Palmbuschen bestehen aus Palmzweigen, Buchs, Eibe, Kranewett, Zeder, Stechpalme    
    und Segenbaum, die mittels einer Weidengerste zu einem Buschen gebunden und dann auf einem    
    Haselstecken befestigt werden. Zur Verzierung verwendet man bunte Kienspäne.    
    Die geweihten Palmbuschen werden dann am Morgen des Karfreitag noch vor Sonnenaufgang    
    auf die Felder gesteckt, um ein fruchtbares Jahr zu erbitten.    
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Palmeselprozession im April 2007   Bild: Palmbuschen    
     
    Kapellen, Bildstöcke, Wegkreuze & Materl Aufwärts  
     
    Über das ganze Gemeindegebiet verteilt befinden sich in Hintersee Kapellen, Bildstöcke, Wegkreuze    
    und Materl, die entweder aus Dankbarkeit, zur Lobpreisung oder als Erinnerung an einen Toten platziert    
    wurden. Solche Materl stehen ganz verstreut am Wegesrand, mitten im Wald oder sind auf Bäumen    
    befestigt. Auch auf den Almen findet man des Öfteren Bildstöcke, so z. B. auch auf der Ladenbergalm,    
    der Genneralm und der Gruberalm.    
   
   
    Der bekannteste Bildstock befindet sich allerdings im Dorf beim    
    Jodlbauer. Er wurde von der Pfarre Wien-Essling gestiftet als    
    deren Seelsorger Günter Benes nach Hintersee ging, um dort     
    seinen Ruhestand zu verbringen.      
       
    Das größte und am leichtesten zugänglichste Wegkreuz befindet    
    sich an der Südseite des Dorf auf dem Grund des Hauserbauern,    
    von dem es auch errichtet wurde.      
       
   
     
         
         
         
         
         
         
         
      Bild: Bildstock beim Jodlbauer    
       
       
    Bild: Wegkreuz beim Hauserbauer    
       
       
       
       
       
       
     
   
   
       
       
    Kapellen gibt es in Hintersee zwei. Zum einen ist dies die  
    Weberkapelle beim Weberbauern in Lämmerbach. Sie    
    befindet sich allerdings auf Privatgrund und ist daher nicht  
    öffentlich zugänglich. Zum anderen gibt es die Hubertuskapelle  
    nahe dem Satzstein im Mühlviertel. Sie wurde 1984 von der  
    Jägerschaft zu Ehren des hl. Hubertus (Schutzheiliger der    
    Jäger) erbaut und betreut. Hier findet jedes Jahr um den     
    1. Oktober eine Hubertusmesse, das Erntedankfest der    
    Jäger, statt. Extra zu diesen Anlass wird stets ein prachtvoller  
    Hirsch erlegt.    
       
      Wanderweg zur Hubertuskapelle    
       
    Bild: Hubertuskapelle    
       
       
    Bauernhöfe Aufwärts  
     
    In Hintersee stehen immer noch sehr viele Bauernhöfe, die großteils auch bewirtschaftet sind. Hier ist es    
    kein Gegensatz, dass neben einem Jahrhunderte alten Gehöft ein modernes Bauernhaus  steht. Beides    
    hat seinen Reiz und seine Schönheiten.    
    Ein Vertreter der neuen Zeit ist das 1981 gebaute Hauserbauer mitten im Dorf, das gemeinsam mit der Kirche  
    und dem Pfarrhof die bekannte Südansicht prägt. Es wurde vor zehn Jahren von einer Jury der Salzburger  
    Nachrichten zum drittschönsten Bauernhaus im ganzen Bundesland gewählt    
    Zwei Beispiele alter Baukunst sind das Satzsteingut (Mühlviertel), dass aus Jahrhunderte alten Steinmauern  
    besteht und das Weberbauern (Lämmerbach), das zur Gänze aus Holz gebaut ist.    
    Leider zum Opfer der Naturgewalten (Schneedruck) gefallen sind die alten Gehöfte von Demel und Hinterer  
    in Oberasch, die auch ausschließlich aus Steinmauern bestanden haben.    
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Hauserbauer    
       
       
     
   
 
   
         
         
         
         
         
         
         
         
    Bilder: Das Satzsteingut (links) und das Weberbauer (rechts) sind die höchstgelegenen     
    bewohnten Häuser in Hintersee auf jeweils 842 m    
     
    Lämmerbach   Hintersee    
    Hausnr. Name   Hausnr. Name    
    1 Satzstein     2 Hauserbauer    
    2 Mühlbauer     5 Krapf      
    3 Gschwandtner   6 Vorder Leiten    
    4 Jodlbauer     7 Hinter Leiten    
    5 Schöberl     8 Sommerau    
    9 Aschau     10 Gotthardt      
    10 Schorn     11 Demel      
    11 Mayerlehen   12 Hinterer      
    12 Eckl     13 Reit      
    13 Hinter Grubenbach   18 Eben      
    14 Vorder Grubenbach   19 Bahn      
    15 Hinter Bärnau   21 Königstatt      
    16 Vorder Bärnau   22 Langfeld      
    17 Poschen      
    18 Weber      
     
    Sport und Freizeit Aufwärts  
     
    Sommer    
    In den warmen Monaten bietet Hintersee zahlreche Wandermöglichkeiten auf seine zahlreichen Berge    
    und Almen. Ebenfalls beliebt sind Mountainbiketouren in diesen Regionen.    
    Für Wasserraten und Fischer ist der nahe gelegene Hintersee eine Reise wert. Er bietet frisches, klares    
    Wasser in Trinkwasserqualität mit drei öffntlich zugänglich Badeplätzen.    
    Es gibt auch einen Fußballpatz, das Hinterseer Waldstadion. Der USV Hintersee stellt aber derzeit keine  
    Mannschaft im Meisterschaftsbetrieb.    
     
    Winter    
    Bei Schnee zieht es die Schitourengeher auf die sanften Berge der Osterhorngruppe von Hintersee. Sehr beliebt  
    sind Touren auf Regenspitz, Bergköpfl, Gennerhorn, Königsberger Horn oder die Loibersbacher Höhe.    
    Im Tal gibt es eine 10 km lange gespurte Loioe.    
    Beherrschendes Thema ist aber nach wie vor der Schisport durch die Schischaukel Gaißau-Hintersee. Sie bietet  
    40 km Pisten in verschiedenen Schwierigkeiten.     
    Der Eisschützenverein trifft sich regelmäßig zu kleinen Turnieren bei der Eisbahn nahe dem Feuerwehhaus.  
     
    Winter in Hintersee   Haftungshinweis    
     
     
     
  Copyright © 2006-12 | Franz Kloiber, Wetterstation Hintersee | 5324 Hintersee, Salzburg | www.wetter-hintersee.at, office@wetter-hintersee.at