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WETTER   So, 01.01.12 Silvester im Regen      
Niederschlag      
Temperatur   Recht ungemütlich gestaltete sich der diesjährige Jahreswechsel in Hintersee. Eine aus Westen sich nähernde  
Prognosen   Warmfront verdarb um Mitternacht den Blick in den Himmel, weil sie einem starken Regen entgegen schickte.  
Warnungen      
Webcam   Am Altjahrstag begann es am Nachmittag erst zu schneien. Mit vor allem in der Höhe zunehmender Temperatur  
Winter   schneite es am frühen Abend teilweise stark. Es dauerte aber nicht mehr lange und gegen 22 Uhr war es vorbei  
Gewitter   mit dem Wintergruß und der Schneefall ging in Regen über. Beim Jahreswechsel regnete es stark in Hintersee  
Rekorde   bei leicht positiven Temperaturen. Darunter litt nicht nur der Blick der Schaulustigen und Feiernden auf das   
Partner   Feuerwerk, sondern auch die Schießwütigkeit der Feuernden selbst. Schön anzuschauen war die Farbenpracht   
  über dem Ort aber allemal.      
       
    Während später der Klang von angestoßenen Gläsern ertönte, regnete es draußen munter weiter. Bis in die frühen  
    Nachmittagsstunden, als der Regen endgültig aufhörte, kam eine Niederschlagsmenge von 42 l/m² zusammen.  
    Neben dem Erlebnis des bescheidensten Jahreswechsels seit langer Zeit dürfen wir uns damit rühmen nach  
    Kössen (42,2 l/m²) erneut einer der nassesten Orte in Österreich gewesen zu sein. Auch Mondsee (36,5 l/m²),  
    die Rudolfshütte (35,4 l/m²), Bad Ischl (35,1 l/m²) und St. Wolfgang (33,0 l/m², Quelle: ZAMG) erlebten einen  
    nicht nur innerlich feuchten Rutsch ins neue Jahr.      
       
    Nach dem großen Jännerhochwasser im letzten Jahr am 13. und 14. Jänner, verregnete uns eine Warmfront  
    erneut einen Jännertag. Hochwasser blieb diesmal allerdings aus. Trotzdem war es in der Stationsgeschichte  
    noch selten an einem Jännertag so nass.      
       
       
    Top 5 Tagesniederschläge Jänner      
       
    1 13.01.2011 101,0 l/m²      
    2 14.01.2011 49,0 l/m²      
    3 30.01.2000 47,0 l/m²      
    4 01.01.2012 42,0 l/m²      
    5 06.01.2005 41,0 l/m²      
       
    Zum Abschluss dieses Bericht und zum Start in das neue Jahr gib es auch heuer wieder die Bilder vom Silvester-  
    feuerwerk über Hintersee. Leider etwas getrübt vom Regen.      
       
    Links: + Fotoalbum: 01.01.12 Verregnetes Silvesterfeuerwerk      
       
         
       
    Do, 22.12.11 Warmfrontschleuder spielt Winter      
       
    Sturmtief "Joachim", das am Freitag über Österreich zog, öffnete an seiner Rückseite die kalte Wintertür  
    und brachte uns verbunden mit lebhaften Wind am vergangenen Samstag 32 cm Neuschnee. Nach kurzer  
    Wetterberuhigung mit einigen Schauern, erreichte uns am Dienstagabend eine erste von drei Warmfronten,  
    die von NW-europäischen Tiefs in den Alpenraum gelenkt wurden. Warmfronten können mit Pech Regen  
    bis ins Hochgebirge bringen oder sind richtige Schneebomben. "Explodiert" ist zwar diesmal nichts,    
    aber für reichlich Schnee in der Vorweihnachtszeit wurde gesorgt.      
       
    Dienstagabend setzte wie erwähnt Schneefall ein. Hier kamen bis zum Messzeitpunkt um 20 Uhr immerhin  
    8 cm zusammen. Schneereicher gestaltete sich die Nacht auf Mittwoch mit teils kräftigen Schneefall. Tagsüber  
    fiel auch immer wieder Schnee, sodass bis zum Abend weitere 46,5 cm Neuschnee hinzu kamen. Für Hintersee  
    eine Menge, unter der man einen richtigen Wintertag versteht. Das letzte Mal soviel geschneit hat es übrigens  
    vor fast genau einem Jahr am 15. Dezember 2010 (57,5 cm). Danach geizte 2011 bekanntlich ja sehr mit Schnee.  
       
    Die nächste Warmfront hatte in der Nacht auf Donnerstag schon wärmere Luft mit dabei und der Neuschnee   
    wurde nässer. Am Tag tat sich dann nicht mehr viel, ehe am Nachmittag eine dritte Warmfront wieder einsetzenden  
    Schneefall brachte. 20 cm summierten sich am Donnerstag. In drei Tagen verwandelten 74,5 cm Neuschnee  
    Hintersee rechtzeitig vor den Weihnachtsfeiertagen in eine schöne Winterlandschaft. Der Wermutstropfen  
    dabei ist allerdings, dass in der Nacht auf Freitag der Schneefall wieder in Regen übergehen wird und das  
    Weihnachtstauwetter mehr als pünktlich daher kommt.      
       
    Links: + Fotoalbum: 22.12.11 Schnee in Hintersee (Skywarn Austria)    
    + Tagesniederschläge + Monatsrangliste Regen    
       
         
       
    Fr, 16.12.11 Sturmtief "Joachim" rauscht über uns      
       
    Nach der ewig langen Herbsthochdruckphase setzte sich eine atlantische Westdriftlage durch, die für windiges  
    und wechselhaftes Wetter bisher im Dezember sorgte. Dazu war es bis dato recht mild für die Jahreszeit.  
    Recht mild ging es auch heute im Vorfeld von Sturmtief "Joachim" zu, das wahrscheinlich den Höhepunkt einer  
    Sturmtiefserie markiert, welche das nördliche Europa in den letzten Wochen beschäftigte.      
       
    "Joachim" nahm seinen Weg heute vom Ärmelkanal her über Nordfrankreich, Benelux und Deutschland und zieht  
    weiter über Polen nach Südskandinavien. Österreich befand sich an der südlichen Seite des Tiefs, wodurch   
    die Auswirkungen des Windfeldes bei uns nicht so dramatisch waren wie etwas in Frankreich oder Deutschland.  
    Hier wurde im Zentrum des Tiefs ein Kernluftdruck von nur mehr 963 hPa gemessen.      
       
   
 
     
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Im Vorderfeld von Tief "Joachim" drehte der Wind auf Südwest und stellenweise brach Föhn durch. Hinzu kam  
    die Heranführung von sehr milder Luft, die die Temperatur auf für die Jahreszeit ungewöhnlich hohe Werte klettern  
    ließ. So wurden in Salzburg und Mattsee 13 Grad plus gemessen. Unreal warm wurde es auch in den mittleren  
    Höhen, hier hatte der Gaisberg (1.287 m) zum Beispiel eine Höchsttemperatur von +6,4°C, am Kolomannsberg   
    1.114 m) waren es +9,3°C.       
       
    Mit aufkommenden Föhn wurde es in den prädestinierten Tälern windig und mild. In Krimml erreichte der Föhn  
    mit Spitzen bis 76 km/h sogar Sturmstärke und trieb das Thermometer auf 10,1 Grad nach oben.    
    Kaum Föhneffekte gab es bei uns in Hintersee. Die Temperatur schaffte es somit auch nur auf 5,8°C, während  
    es weiter südlich in Abtenau 11,8°C bei Föhn bis 72 km/h hatte.      
       
    Nach etwas Regen tagsüber, erreichte uns gegen 19:10 Uhr die Kaltfront von Sturmtief "Joachim" mit starken  
    Windböen und kräftigen Regenschauern. Wind und Regen ließen aber bald wieder nach und so verlief der   
    Frontdurchgang in Hintersee eher unspektakulär. Während dessen tobte der Wind auf den Bergen mit Orkanböen.  
    Am Kolomannsberg wurden Spitzen bis 112 km/h gemessen, am Gaisberg bis zu 131 km/h, das Zwölferhorn  
    (1.522 m) meldete Windgeschwindigkeiten bis 137 km/h.      
       
    Orkanartige Böen brachte "Joachim" im nördlich Flachgau. Die Spitzenböe wurde dabei in Mattsee mit 108 km/h  
    gemessen. Am Salzburger Flughafen waren es 104 km/h.       
       
    Deutlich ruhiger war es dagegen südlich des Gaisbergs und generell in den Gebirgsgauen. Hier schuf der  
    Föhn die höchsten Windgeschwindigkeiten.      
       
    Österreichweit wurden im Tal die Topwerte genauso durch den Föhnwind erzielt. Regelrecht weggeblasen wurden  
    die Vorarlberger Orte Brand, Sulzberg und Rohrspitz mit Windböen von 112 bis 115 km/h.      
       
    Quellen: www.wetterzentrale.de, www.austrowetter.at, www.awekas.at, www.12erhörn.at, ORF; ZAMG    
       
         
       
    So, 04.12.11 Rückblick November: Weder Regen noch Schnee      
       
    + 0 l/m² Regen      
    + 0 cm Schnee      
    + 3,0 mittlere Temperatur      
       
    Am 2. Dezember ging wie berichtet eine 36-tägige Trockenperiode in Hintersee zu Ende, die seit dem 28. Oktober  
    angehalten hatte. Daraus ergab sich selbstredend die Tatsache, dass der ganze November 2011 ohne Niederschlag  
    geblieben war. Laut einem Bericht der ZAMG war es bundesweit der trockenste November seit dem Beginn der   
    flächendeckenden Wetteraufzeichnungen im Jahr 1858. In Österreich fiel nur rund 2 % des sonst üblichen Nieder-  
    schlags in diesem Monat. Vergleichbare Trockenheit gab es nach Angaben der Hohen Warte in Wien nur im   
    November 1920.      
       
    Eine ungemein stabile Hochdrucklage lag im letzten Monat über Mittel- und Osteuropa und ließ keinen Tiefdruck-  
    einfluss zu. Die erste Monatsdekade fiel sehr warm aus mit einer Föhnlage zwischen dem 5. und 8. November.  
    Das zweite und dritte Drittel des Novembers war deutlich kühler, aber trotzdem oft sehr sonnig. Am Morgen und  
    manchmal auch tagsüber hielt sich Nebel oder Hochnebel. Erst gegen Monatsende trübten einige Wolkenfronten den  
    blauen Himmel.      
       
    Die meiste Sonne schien im November auf den Bergen, wo es außergewöhnlich warm war. Daraus resultiert das  
    Kuriosum, dass die Station am Kolomannsberg (1.114 m) oberhalb von Thalgau die wärmste in ganz Österreich war.   
    Mit einem Monatsmittel von +7,0°C (lt. www.wetter.tv) war es hier deutlich wärmer, als in den Niederungen, die oft   
    unter einer Nebeldecke lagen. Auf vielen anderen Gipfeln wich das Mittel um 5-6 Grad nach oben ab. Bei uns in  
    Hintersee betrug die mittlere Temperatur im November +3,0°C, ein Plus von 1,5°C. Im letzten Jahrzehnt war es   
    damit nur vor zwei Jahren (4,7°C) wärmer. Die höchste Tagestemperatur maßen wir am 7. November mit +17,9°C.  
    Am tiefsten sank das Thermometer am 16. November (-5,1°C). Generell kam die Temperatur ab dem 11.11.  
    nicht mehr über 10 Grad hinaus (20 kalte Tage), 18 mal gab es Frost.      
       
    Der Raureif war in diesem November das einzig Weiße, das auf den Wiesen glänzte. Wo kein Niederschlag, da  
    auch kein Schnee und die sonst durchschnittlichen 74 cm Neuschnee blieben wie schon 2009 aus. Davor gab  
    es 1984 und 1994 schneelose November.      
       
    Wo kein Regen, da kein Niederschlag. In der Geschichte der Wetterstation Hintersee gab es schon einmal  
    einen Monat ohne Regen. Im Februar 2003 fiel stattdessen nur Schnee. In einem Monat komplett trocken blieb  
    es aber noch nie. Selbst in den uns bekannten Daten der Hydrografischen Messstation in Faistenau fand sich  
    in den vergangenen 50 Jahren kein derartiges Ereignis. Der niederschlagärmste November seit den 60er Jahren  
    ereignete sich 1968, als in Faistenau nur 32 l/m² fielen. Den generell trockensten Monat brachte uns der Jänner   
    1997. 4,8 l/m² waren damals die magere Ausbeute.      
       
    Doch nicht nur in Hintersee, sondern auch weiten Teilen Österreichs erging es nicht anders. Bis auf Graz konnte  
    keine Landeshauptstadt Niederschlag vermelden. Der nasseste Fleck lag im Süden des Landes. Kötschach-  
    Mauthen (Kärnten) kristallisierte sich mit 42 l/m² (lt. ZAMG) als Wasserhochburg heraus.      
       
    Mit dem November ging ebenfalls der meteorologische Herbst 2011 zu Neige. Seit September summierte  
    sich ein markanter Sonnenscheinüberschuss neben einem klaren Niederschlagsdefizit. In den letzten drei Monaten  
    fielen in unserer Gemeinde 354,5 l/m², dabei konnte nur der Oktober einen Zuwachs erarbeiten. September und  
    in erster Linie November waren viel zu trocken. Mehr als durchschnittlich viel Niederschlag gab es letztmals im  
    Herbst 2007. An besten ließ sich die Trockenheit an den Regentagen ablesen. Es regnete nur an 22 (Schnitt 35).  
    An 3 Tagen gab es Schneefall. So akkumulierten sich nur 11 cm Neuschnee. Im Jahr 2000 waren es mit 5 cm  
    zuletzt weniger.      
       
    Bein den Temperaturen ordnete sich der Herbst 2011 auf der dritten Position in den vergangenen zehn Jahren ein.   
    Zu warme September und November  schleppten einen normalen Oktober mit auf das Podest, auf dem die Jahre  
    2006 und 2009 die ersten beiden Plätze einnahmen.      
       
    So schließen wir nun einen Monat, der Schneefans und Wintersportler auf eine harte schneelose Probe stellte, dafür  
    die Saison der Wanderer und Bergsteiger ungewöhnlich lang verlängerte und die Gemüter von Wetterverrückten  
    anödete und gleichzeitig faszinierte. Nebenbei brach der November 2011 Rekorde. Nur so nebenbei…    
       
    Links: + Tagesniederschläge + Monatsvergleich Regen + Schönwetterperioden  
    + Monatsrangliste Regen + Monatsvergleich Schnee + Tagestemperaturen  
    + Monatsrangliste Schnee + Wintervergleich + Monatsvergleich Temperatur  
       
         
       
    Sa, 03.12.11 Unfassbare 36 Tage  durchgehend trocken      
       
    Heute hat es leicht geregnet. Dieser Satz alleine wäre nie und nimmer eine Schlagzeile wert, gäbe es da nicht  
    den Abstand zu dem Tag, an dem man das das letzte mal sagen konnte. Der letzte Liter Niederschlag fiel  
    in Hintersee am 27. Oktober, seit da an blieb es unglaubliche 36 Tage lang komplett trocken.    
       
       
    Hochdruckdominanz über Europa      
       
    Normalerweise ist das Wetter in Europa durch den Atlantik sehr wechselhaft und stabile Großwetterlagen halten  
    sich meist 2-3 Wochen, um dann wieder abgelöst zu werden. Heuer scheint Vieles anders zu sein. Wir erinnern  
    uns alle an den äußerst sonnigen Spätwinter/Frühling, der ab Februar bis weit in den Mai hinein bereits untypisch  
    wenig Regen und Schnee, Wärme und viel Sonne brachte. Nach einem unbeständigen Sommer etablierte sich  
    im September erneut die gleiche Großwetterlage und gipfelte nun in einer sehr langen Phase ohne jeglichen   
    Tiefdruckeinfluss. Die letzte Störung brachte Ende Oktober einige Regentropfen, danach baute sich über Mittel-  
    und Osteuropa eine dermaßen stabile Hochdrucklage auf, wie man sie in unseren Breiten nur selten seiht.  
    Ein Hoch folgte dem anderen. Somit wurde der Atlantik und sein Wirken auf unser Wetter total aus dem Spiel  
    genommen. Tiefs wurden entweder ins Mittelmeer oder ins Nordmeer abgedrängt. Dieses Muster wiederholte sich  
    nun über 7 Wochen.      
       
       
    Föhn zwischen 5. und 8. November      
       
    Eines dieser Tiefs, das ins Mittelmeer gedrückt wurde und später aufgrund seiner Stärke sogar als Tropensturm  
    eingeordnet wurde, kurbelte über Österreich eine Südströmung an, die für Föhn sorgte. Damit wurde es vor allem  
    im Westen des Bundesgebiets zwischen dem 5. und 8. November ungewöhnlich warm. Der Hitzepol lag dabei  
    oft in Salzburg. Am 5. November waren Kössen mit 24,4°C ³ Golling mit 24,2°C nicht mehr weit von einem Sommer-  
    tag (25°C) entfernt. Am 6.11. erklomm Golling (23,2°C) alleine die Topposition und gab sie am 7. und 8.11. an die   
    Stadt Salzburg (21,0°C und 21,3°C) weiter. In Hintersee wurde der Höchstwert am 7. November mit 17,9°C   
    gemessen Auch an den anderen Tagen hatten wir Maxima über 17 Grad. Außergewöhnlich warm gestaltete sich   
    das Wetter auf den Bergen. Selbst am Untersberg wurden in 1.800 m Höhe bis zu 13,6°C erreicht.    
       
   
 
     
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Wetterlage am 5. November (Quelle: www.wetterzentrale.de      
       
       
    Höchstwerte in Salzburg      
       
    Abtenau 1   22,1°C 05.11.   Mattsee 1   16,1°C 07.11.    
    Bischofshofen 1 22,6°C 05.11.   Radstadt 1 20,5°C 05.11.    
    Gaisberg ² 19,3°C 05.11.   Rauris 1   20,2°C 05.11.    
    Golling ³   24,2°C 05.11.   Salzburg 1 22,9°C 05.11.    
    Hintersee   17,9°C 07.11.   St. Wolfgang 1 20,4°C 08.11.    
    Kolomannsberg 1 17,6°C 05.11.   St. Johann 1 19,6°C 06.11.    
    Krimml 1   19,1°C 05.11.   St. Michael 1 14,9°C 05.11.    
    Lofer 1   23,5°C 05.11.   Tamsweg 1 17,7°C 05.11.    
    Loferer Alm 1 16,0°C 05.11.   Untersberg ² 13,6°C 05.11.    
    Maria Alm 1 20,1°C 06.11.   Zell am See 1 20,7°C 05.11.    
    Mariapfarr 1 15,8°C 05.11.      
       
       
    Typische Inversionslage      
       
    Nachdem Föhn wurde es wieder ruhig in der Wetterküche und eine Inversionslage stellte sich ein. Hier sammelt sich  
    trockene und warme Luft in der Höhe, am Boden bleibt durch den fehlenden Wind die kalt-feuchte Luft liegen.  
    Nebel und Hochnebel bilden sich aus und auf den Bergen strahlt die Sonne. Hintersee lag oft über der Nebelgrenze,  
    nur an wenigen Tagen verschwand unser Ort unter einem Nebelmeer. Erst gegen Ende November konnten  
    die atlantischen Tiefs den Hochdruck anknabbern und erste dichtere Wolkenfelder schicken. Es dauerte aber  
    bis heute, ehe eine schwache Kaltfront den ersten Regen seit 36 Tagen fallen ließ.       
       
       
    36 Tage - neuer Stationsrekord      
       
    2011 glänzte schon das ganze Jahr mit Trockenheit. So blieb es bereits im Februar, April, September und Oktober   
    dreimal länger als zwei Wochen lang ohne Niederschlag. Doch die aktuell zu Ende gegangene Periode von   
    36 Tagen zwischen dem 28. Oktober und 2 . Dezember zerbröselte den alten Stationsrekord aus 15 Jahren   
    Messgeschichte nur so. Bis dato betrug die Bestmarke 19 Tage. Aufgestellt zwischen dem 28. November und   
    16. Dezember 2004.      
       
       
    Trockenperioden (Wetterstation Hintersee, seit 1996)      
       
    1 28. Oktober - 2. Dezember 2011   36 Tage      
    3 28. November - 16. Dezember 2004 19 Tage      
    4 6. Oktober - 22. Oktober 2005   17 Tage      
      31. März - 16. April 2009   17 Tage      
    5 5. Oktober - 20. Oktober 2001   16 Tage      
      16. April - 1. Mai 2011   16 Tage      
      21. September - 6. Oktober 2011   16 Tage      
    weiters      
    12 28. Jänner - 10. Februar 2011   14 Tage      
       
       
    37 Tage - nur 1972/73 noch länger trocken      
       
    Wenn wir einen Blick in die Daten der Hydrografischen Station in Faistenau werfen (sie misst seit 1880, uns liegen  
    die genauen Aufzeichnungen seit 1961 vor), erkennen wir erst die Besonderheit des Ereignisses. Selbst die  
    ZAMG bestätigt, dass es im Salzburger Raum nur ein einziges Mal im Zeitalter der modernen Wetteraufzeichnung  
    eine längere Trockenphase gegeben hat. Sie dauerte 37 Tage und fand vom 10. Dezember 1972 bis zum  
    15. Jänner 1973 4 statt. Am dritten Platz liegt die Hochdruckperiode aus den fünfziger Jahren des vorigen   
    Jahrhunderts. Zwischen dem 16. November und dem 18. Dezember 1953 ³ fiel 33 Tagen hintereinander weder  
    Schnee noch Regen. Greifbarer sind dagegen die 25 Tage aus dem Oktober 1995 4.      
       
       
    Bisherige Trockenperioden (Hydrografische Station Faistenau, seit 1961)      
       
    1 10. Dezember 1972 - 15. Jänner 1973 37 Tage      
    2 2. Oktober - 26. Oktober 1995   25 Tage      
    3 23. Dezember 1963 - 13. Jänner 1964 23 Tage      
    4 25. November - 17. Dezember 1968 23 Tage      
    5 14. Jänner - 2. Februar 1991   22 Tage      
       
       
    Langeweile und Staunen      
       
    Mit einer gewissen Langeweile aufgrund der sich nicht ändern wollenden Situation und einem ausgeprägten  
    Staunen ob der sich immer wieder erneuernden Großwetterlage und der sehr außergewöhnlichen Trockenzeit  
    blickten alle meteorologisch Interessierten in den vergangenen Wochen in die Karten. Während dessen    
    genossen viele, die nicht gerade unter oder in der Nebelsuppe steckten, den "ewigen" Herbst und das    
    schöne Wetter. So kann man schnell übersehen, dass man nicht nur mit Unmengen an Schnee und Regen  
    "Geschichte" schreiben kann.       
       
    Quellen: 1 www.austrowetter.at, 2 www.awekas.at, 3 ZAMG, 4 Hydrografischer Dienst Salzburg    
       
    Links: + Schönwetterperioden + Tagesniederschläge + Tagestemperaturen  
       
         
       
    Mi, 02.11.11 Rückblick Oktober: Es gibt doch noch Übergangsmonate...      
       
    + 216 l/m² Niederschlag      
    + 11 cm Neuschnee      
    + 20 trockene Tage      
    + 6,6°C mittlere Temperatur      
       
    April und Oktober waren bisher in unseren Breiten die klassischen Übergangsmonate zwischen den beiden großen  
    Jahreszeiten Winter und Sommer. In den letzten Jahren konnte man das aber nicht immer behaupten. Der April  
    neigte zu einem abrupten Umsteigen von Winter auf Vollfrühling, der Oktober ließ es dagegen oftmals sehr  
    winterlich anmuten. Heuer hatte der goldene genannte zehnte Monat des Jahres von allem etwas zu bieten. Drei  
    Jahreszeiten in 31 Tagen.      
       
    Am Beginn stand die sich im September etablierte kontinentale Hochdrucklage, die uns in der ersten Oktoberwoche  
    nochmals spätsommerliche Temperaturen um 20 Grad bescherte. Eine 16-tägige Trockenphase wurde schließlich  
    von einem ersten Kaltluftvorstoß beendet, der zum Ende der ersten Dekade Schnee bis ins Tal brachte. Danach  
    blieb uns der Tiefdruckeinfluss aus Nordwesteuropa erhalten, ehe sich eine neue stabile Hochdrucklage   
    aufbäumte. Diese wurde nur um den 20. von einem neuerlichen Kaltlufteinbruch kurz unterbrochen. Das letzte  
    Monatsdrittel dominierte aber wieder ein kräftiges Osteuropahoch, welches uns herbstliches Wetter mit Nebel  
    am Morgen und viel Sonne gönnte. Die Temperaturen waren im Vergleich zur ersten Hochdruckalge mit um die  
    13 Grad der Jahreszeit angepasst.      
       
    Generell gab es trotz der vielen Sonnenstunden bei der Temperatur überhaupt keine Abweichung. Das heurige  
    Monatsmittel von +6,6°C entsprach genau dem Durchschnitt. Dabei war der Oktober 2011 der wärmste seit  
    fünf Jahren. Den Tageshöchstwerte erreichten wir gleich am 1. Oktober mit +20,8°C. Am kältesten wurde es   
    am 22. Oktober mit -2,2°C. In Summe gab es viermal Frost, achtmal blieb das Thermometer ganztägig einstellig.  
       
    Geregnet hat es dagegen überdurchschnittlich viel. Insgesamt fielen 216 l/m² an Niederschlag. Der bundesweite  
    Spitzenwert summierte sich am Kärntner Loiblpass mit 282 l/m² (Quelle: www.wetter.tv).       
       
    Den größten Tagesniederschlag gab es mit einem Kaltfrontdurchgang am 7. Oktober (59 l/m²). Hier ging in der  
    Nacht auch eines von zwei Gewittern mit kräftigen Regen nieder. Die Folgetage waren ebenso sehr nass und es  
    akkumulierten sich bis zum Monatsende 196 l/m² an Regen und Schneeregen. Soviel gab es in einem Oktober  
    seit 8 Jahren nicht mehr (2003: 241,5 l/m²). Der Regen verteilte sich auf 11 Tage, wovon der Löwenanteil   
    zwischen dem 7. und 13. Oktober fiel. An den anderen 20 Tagen blieb es trocken. Längere Phasen gab es   
    wie eingangs erwähnt bis zum 6. Oktober und dann von 14.-18. und 21.-25. Oktober.      
       
    Neben dem vielen Regen und der Sonne vergaß der Oktober 2011 nicht auf den Schnee. So schneite es am  
    8. Oktober die ersten 3 cm bis ins Tal. Es war der früheste Wintereinbruch seit 2003 (6.10.). Am folgenden  
    9. Oktober wurde mit 5 cm Neuschnee die größte Tagesmenge gemessen. Gesamt schneite es an 3 Tagen  
    11 cm, was um 2 cm mehr war, als im Durchschnitt. Somit haben wir den dritten Oktober in Folge in Hintersee  
    Schnee bekommen. Letztes Jahr waren es 29 cm. Auffallend ist, dass der Oktober in den letzten 10 Jahren  
    dem April den Rang abgelaufen hat. Beide liegen mit 196 cm bzw. 194 cm Neuschnee in einer Dekade gleich   
    auf.      
       
    Die angesprochenen Schneefälle sorgten an zwei Tagen für die Ausbreitung einer Schneedecke, die bis zum  
    Messzeitpunkt durchhielt. Ihren Höchststand erreichte sie am 9. Oktober mit 4 cm.      
       
    Damit waren es nur mehr 2 Monate, die uns in 2011 bleiben. Nach einem frühen Wintergruß schaut es ja derzeit   
    wieder nach ewigen Herbst aus. Das Hochdruckjahr 11 zieht seine Linie gnadenlos durch…      
       
    Links: + Tagesniederschläge + Monatsvergleich Regen + Gewitterstatistik  
    + Tagesrandliste Niederschlag + Wintervergleich + Tagestemperaturen  
    + Monatsrangliste Niederschlag + Winterstatistik + Monatsvergleich Temperatur  
       
         
       
    Mi, 26.10.11 15 Jahre: Das Jubiläum auf Papier      
       
    Zum 15. Geburtstag der Wetterstation Hintersee am 6. September 2011 gestalteten wir eine 7-teilige Kolumne,  
    die in den darauf folgenden Wochen hier auf unserer Webseite veröffentlich wurde. Nun haben wir die Artikel  
    in einem "Sonderbericht 15 Jahre Wetterstation Hintersee" zusammen gefasst. Das kleine Heftchen ist ab  
    sofort als PDF-Datei herunterladbar (3,8 MB, 24 Seiten).      
       
    Beinhaltet sind alle 7 erschienen Teile:      
    Teil 1: Wettersammelsurium aus 15 Jahren      
    Teil 2: Februar 2009 - fast 5 m Neuschnee      
    Teil 3: Kyrill und Emma - Orkane wüten und verwüsten      
    Teil 4: Die Wetterstation in Zeitung und Radio      
    Teil 5: Das Jahrhunderthochwasser 2002      
    Teil 6: Hintersee und seine Winter      
    Teil 7: Was wir alles machen…      
       
    Links: + Sonderbericht 15 Jahre Wetterstation Hintersee    
       
         
       
    So, 09.10.11 Frühester Wintereinbruch seit 8 Jahren      
       
    Na, da haben manche gestern nicht schlecht geschaut, als es gegen 16 Uhr dann recht zügig weiß wurde in   
    Hintersee (der Stationsbetreiber inklusive). Ein erster Wintergruß im Oktober ist zwar keine so große Sache,   
    kommt dies im Schnitt doch jedes zweite Jahr vor, aber meist erst später und nicht schon Anfang Oktober.  
    Dieses Kunststück gelang Mutter Natur zuletzt vor 8 Jahren am 6. Oktober 2003.      
       
    Ex-Hurrikane verantwortlich      
       
    Die Globalisierung macht auch vor dem Wetter nicht halt und so ist ein Tropensturm aus Amerika der Ausgangs-  
    punkt für unser Wetter in den vergangenen Tagen. Hurrikane "Ophelia" hatte sich bei seinem Weg über den  
    Atlantik zwar zu einem für unsere Breiten normalen Tief abgeschwächt, doch reichte seine Kraft immer noch aus,  
    um einen markanten Kaltluftvorstoß zu generieren.      
    Freitag kurz nach Mitternacht erreichte eine Kaltfront aus Nordwesten Salzburg. Mit Blitz und Donner und folgenden   
    starken Regen beendete sie eine 16-tägige Hochdruckphase. Bis Freitagmorgen fielen bereits 45 l/m² Regen  
    und es kühlte merklich ab. Weitere Schauer folgten und vormittags sank die Temperatur im Tal auf nur mehr 2,6°C  
    ab. Die ersten Schneeflocken mischten sich in den Regen. Die Schneefallgrenze sank auf 900 m, ab gut 1.000 m  
    blieb der Schnee liegen. Am Nachmittag beruhigte sich das Wetter und der Regen machte Pausen. Bis zum Abend  
    summierten sich in Hintersee 59 l/m².  Das ist die größte Tagesmenge, die wir in einem Oktober seit 14 Jahren  
    messen konnten! Letztmals regnete es am 1. Oktober 1997 mit 87 l/m² mehr, den Bestwert hält der 21.10.1996  
    mit 113 l/m².       
       
    Top 5 Tagesniederschläge im Oktober      
       
    1 21. Oktober 1996 113 l/m²      
    2 1. Oktober 1997 87 l/m²      
    3 7. Oktober 2011 59 l/m²      
    4 9. Oktober 2003 54 l/m²      
    5 12. Oktober 2009 52 l/m²      
       
    Höhenkaltluft fließt nach      
       
    In der Nacht auf Samstag labilisierte in größer Höhe nachfließende sehr kalte Luft die Schichtung dieser und es  
    entstanden viele Schauer, die auch länger anhaltenden Niederschlag brachten. Allmählich kühlte es mehr und  
    mehr ab, sodass der Regen langsam in Schneeregen überging. Samstagmittag hatte es schließlich soweit  
    abgekühlt, dass sich die Schneefallgrenze erstmals ins Tal vorwagte. Noch blieb aber nichts liegen.    
    Am Nachmittag entlud sich erst gegen 15 Uhr nördlich der Gemeinde ein Gewitter, ehe um 16 Uhr ein    
    starker Schauer die Schneefallgrenze noch weiter drückte und in Hintersee kräftiger Schneefall einsetzte.  
    Binnen weniger Minuten bildete sich eine Schneedecke aus. Während des Schauers sank die Temperatur  
    auf 0,5°C. Anschließend gingen noch weitere Schneeschauer nieder. Am Ende standen die ersten 3 cm    
    Neuschnee des Winters zu Buche. Der Gesamtniederschlag aus Regen, Schneeregen und Schnee betrug  
    am Samstag 46 l/m². Also erneut eine stolze Zahl für einen Oktobertag.      
       
    Nur 2000 und 2003 früher Schnee      
       
    Schneefall im Oktober ist wie eingangs erwähnt keine Seltenheit in Hintersee, allerdings kommt der Schnee oft  
    ab der zweiten Monatshälfte. Nur zweimal schneite es bisher messbar innerhalb der ersten 10 Tage. Im Jahr 2000  
    war dies am 7. Oktober der Fall, damals kam zu dem 1 cm nichts mehr hinzu. 2003 wurde es zum ersten Mal am  
    6. Oktober weiß (3 cm), weitere Schneefälle folgten später im Monat.      
       
    Liste der ersten messbaren Schneefälle seit 1996      
       
    1996 14. November 15 cm   2004 7. November 5 cm    
    1997 14. Oktober 3 cm   2005 17. November 5 cm    
    1998 26. Oktober 2 cm   2006 2. November 13 cm    
    1999 9. November 10 cm   2007 18. Oktober 13 cm    
    2000 7. Oktober   1 cm   2008 21. November 10 cm    
    2001 9. November 9 cm   2009 13. Oktober 13 cm    
    2002 4. November 5 cm   2010 21. Oktober 12 cm    
    2003 6. Oktober   3 cm   2011 8. Oktober   3 cm    
       
    Schneefall bis ins Salzachtal      
       
    In der Nacht auf Sonntag erreichte der Kaltluftvorstoß seinen Höhepunkt und die Schneefallgrenze sank     
    stellenweise bis auf 500 m ab. Vor allem in den engen Lagen des Tennengauer Salzachtals und des Lammertals  
    konnte es gut genug abkühlen, um selbst hier im Tal eine Schneedecke auszubilden. So fielen nicht nur in  
    Hintersee 5 cm Neuschnee, sondern etwa auch in Scheffau (2-3 cm, lt. Wetterstation Scheffau).    
    Wärmer blieb es dagegen in den weitern Gefilden des nördlichen Flachgaus. Hier lag die Schneefallgrenze   
    um einiges höher.      
       
    Gut erkennen lässt sich dieser Umstand an den Tiefsttemperaturen. Während es im Lammertal recht kalt wurde  
    (Abtenau* 0,2°C, Scheffau -0,1°C), war es im Flachgau merklich wärmer (Mattsee* 4,1°C, St. Wolfgang* 2,6°C).  
    In Hintersee lag das Tagesminimum bei 0,2°C, dem tiefsten Wert seit Mitte April.       
    Auf den Bergen herrschten frostige Werte: Sonnblick* (-11,5°C, 3.110 m), Untersberg** (-4,3°C, 1.800 m),  
    Wieserhörndl** (-3,9°C, 1.567 m).      
       
    Die Niederschlagsmenge am Sonntag betrug übrigens 25 l/m². In drei Tagen hat der Oktober mit einer Menge  
    von 138 l/m² sein Monatssoll praktisch schon erfüllt.      
       
    Zum Schluss noch der Hinweis auf die Bilder- und Videoreportage vom Wintereinbruch wie er sich am Freitag  
    und Samstag in Berg und Tal derstelle.      
       
    Quellen: *ZAMG, **www.awekas.at, www.gaissauhintersee.at      
       
    Links: + Fotoalbum: 07.-08.10.11 Winter am Auhof und darunter    
    + Video: 08.10.11 Wintereinbruch Auhofalm      
    + Tagesniederschläge + Rangliste Tagesniederschläge + Tagestemperaturen  
       
         
       
    Do, 06.10.11 16 Mal Spätsommer      
       
    Nach dem Kaltluftvorstoß am 19./20. September befürchteten sicher manche, dass der Winter jetzt schneller kommt,   
    als einem das lieb ist. Doch das Wetter entspannte sich wieder und der kurze Spätherbstgruß blieb ein einmaliges  
    Intermezzo. Gleich am 21. September setzte sich Hochdruck durch, die Modelle tendierten immer stärker zu einer  
    sehr stabilen und warmen Wetterphase. So kam es dann auch. Europa versank unter kräftigen Hochdruckeinfluss,  
    der die warme Luft aus Süden konservierte und so Österreich fast 2 1/2 Wochen schönstes Spätsommerwetter  
    bescherte.      
       
    Wie bereits aus dem letzten Frühling bekannt, schien die Sonne meist von einem wolkenlosen Himmel und   
    selbst die Nächte verliefen mit Tiefstwerte um 9 Grad sehr mild. Tagsüber kletterte das Thermometer oft an  
    bzw. siebenmal auch über die 20-Grad-Marke. Den wärmsten Tag genossen wir am 30. September, als wir einen  
    Höchstwert von 21,4°C messen konnten. Die mittlere Temperatur der letzten 16 Tage lag bei 12,4°C, was einem  
    sehr warmen September oder Mai entspricht.      
       
    In der Nacht auf Morgen wird die viertlängste Trockenperiode in der Stationsgeschichte so beendet wie sie   
    begonnen hat: Mit einer Kaltfront. Wäre es auch am Wochenende noch sonnig geblieben, hätten wir die Rekord-  
    trockenphase aus 2004 sogar eingestellt. Damals blieb es zwischen dem 28.11. und dem 16.12. 19 Tage am Stück  
    ohne Niederschlag.      
       
    Auffallend ist aber trotzdem, dass es in diesem Jahr bereits die vierte Trockenzeit (mit mehr als 10 Tage) war.  
    16 Tage hintereinander blieb es zuletzt zwischen 16. April und 1. Mai 2011 ohne Regen oder Schnee. Auch am   
    Jahresanfang (28.01. bis 10.02. und 28.02. bis 09.03.) hielten Hochs 14 bzw. 10 Tage lang jeden Tiefdruckeinfluss  
    von Hintersee fern. Eine solche Häufung an stabilen Lagen erlebten wir letztmals 1997 und 1999.    
       
    Dies drückt sich ebenfalls bei der Anzahl der Regen- und Schneefalltage aus. Bis Ende September hatten wir heuer  
    109 Regen- und 23 Schneefalltage. Mit diesen Werten liegen wir deutlich unter dem Soll. Weniger Regentage in den  
    ersten neun Monaten gab es nur 2003 (105), weniger Schneefalltage 2002 (17). Dagegen regnete es 2001 (138)  
    deutlich öfter und 2009 fiel weitaus häufiger Schnee (47).      
       
    Links: + Tagesniederschläge + Tagestemperaturen + Schönwetterperioden  
       
         
       
    Sa, 01.10.11 Statistik September: Sommerverlängerung mit Delle      
       
    + 138,5 l/m² Regen      
    + 11 Regentage      
    + 13,0°C mittlere Temperatur      
       
    Ein prachtvoller und mit viel Sonne und Wärme gespickter erster meteorologischer Herbstmonat ist zu Ende  
    gegangen. Der September brachte Hintersee nach den durchwachsenen Hochsommermonaten noch mal  
    eine ordentliche Spätsommerzugabe.      
       
    Nach dem kurzen Absturz Ende August baute sich die Großwetterlage um und brachte über Mittelruropa wieder  
    Hochs zum Liegen, die aber die Angriffe der atlantischen Tiefs nicht immer abwehren konnten. Österreich  
    verweilte so mehrheitlich ein eine südwestlichen Strömung, die sehr milde Mittelmeerluft zu uns lenkte.     
    Mit einem markanten Kaltlufteinbruch am Ende der zweiten Monatsdekade bekam der September einer   
    spätherbstliche Delle mit Schneeregen bis ins Tal und einer Schneedecke ab gut 1.000 m. Anschließend  
    etablierte sich erneut eine stabile Hochdrucklage, wie wir sie bereits aus dem Frühling her kannten. Mit warmen  
    Herbstwetter und viel Sonne ging der Monat trocken zu Neige, wobei die länger werdenden Nächte zusehends  
    Nebelbildung im Tal ermöglichten.      
       
    Durch das Übergewicht an Sonnenstunden wunderte es nicht, dass der September 2011 zu trocken ausfiel.  
    In Hintersee summierten sich an 11 Regentagen (3 weniger als im Schnitt) 138,5 l/m². Mit einem Minus    
    von 41 % zum Mittel lag unser September im Trend der letzten Jahre wo es ähnlich wenig regnete. Letztmals  
    mehr gab es im Wasserseptember von 2007 (489 l/m²). Den größten Tagesniederschlag gab es am     
    9. September mit 39 l/m². Gewitter gingen in diesem Monat keine mehr nieder.      
       
    Geklotzt hat der September 2011 hingegen bei den Temperaturen. In der ersten Hälfte waren die Werte    
    auf normalen Sommerniveau und der September war bis dahin sogar wärmer als Juni und Juli. In der zweiten  
    Monatshälfte ließen die Temperaturen etwas nach und so wurde ein neuer Rekord für September nur    
    knapp verpasst. Mit einem Temperaturmittel von 13,0°C war er aber der zweitwärmste seit Messungsbeginn  
    2001. Nur 2006 fiel mit 13,3°C noch wärmer aus. Mit einem Plus von 2,6°C zum Durchschnitt lag der September  
    in Hintersee im Österreichweiten Trend wo er um 2,5°C (lt. ZAMG) zu warm war.      
    Den Tageshöchstwert errechten wir am 11. September mit 24,6°C. Das absolute Tagesminimum wurde zu  
    Mittag des 19. Septembers mit 2,7°C gemessen. An diesem und am darauf folgenden 20.9. blieben die    
    Maximaltemperaturen auch unter 10 Grad, was man als kalte Tage bezeichnet.      
    Ansonsten lagen vor allem die Frühtemperaturen in der ersten Hälfte oft im zweistelligen Bereich und unterschieden  
    sich kaum von denen im Juni oder Juli. Ebenso kamen die Höchsttemperaturen im Schnitt an die Sommermonate  
    heran.      
       
    Nach drei Vierteln der Wegstrecke lohnt sich auch ein schneller Blick auf die Jahresmitteltemperatur. Diese beträgt  
    mit Septemberende +8,4°C, womit wir gemeinsam mit dem Jahr 2007 deutlich über allen anderen Werten zu  
    diesem Zeitpunkt rangieren. Erinnern wir uns: 2007 brachte eine kräftige Frühwinterphase von Mitte Oktober  
    bis Dezember einen kräftigen Rückgang. So einen Endspurt müsste ebenso 2001 hinlegen, will es nicht das  
    wärmste Jahr seit Messungsbeginn in Hintersee werden. Der Oktober wird zeigen wo die Reise hingeht.  
       
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    Mo, 19.09.11 Der Winter schickt den ersten Gruß      
       
    Am Freitag behandelten wir noch die sommerliche erste Septemberhälfte. Tja, so schnell kann es manchmal   
    in der Wetterküche gehen. Man braucht nur die Zutaten zu wechseln und das Gebräu wird gleich ganz anders.  
       
    Tief "George", über NW-Europa gelegen, sorgte am Sonntag mit seiner Kaltfront für einen ersten deutlich  
    spürbaren Temperaturrückgang. In 1.500 m Seehöhe fiel das Thermometer von rund 14 Grad am Vormittag auf  
    2-3 Grad am Nachmittag. Verbunden war der Frontdurchgang mit lebhaften Westwind und etwas Regen.  
       
    Nach einer eher trockenen Phase setzte am Abend wieder Regen ein, der aber nicht allzu stark ausfiel.     
    "George" schob während dessen zusehends kältere Luftmassen in den Alpen- und Mittelmeerraum, wo sich  
    über Oberitalien Tief "Herbert" bildete. "Herbert" sorgte in weiterer Folge, also heute Montag, für den nötigen  
    Niederschlag, während "George" für die Kaltluft zuständig war. So gingen die Werte auf den Bergen merklich  
    zurück. Am Zwölferhorn (1.522 m) lag die Temperatur phasenweise nur mehr bei -1,4°C, am Wieserhörndl  
    (1.567 m) sogar nur bei -2,4°C. In Verbindung mit kräftiger werdenden Niederschläge bewirkte dies ein    
    Absinken der Schneefallgrenze bis auf 900-1.000 m. Zu Mittag fielen die ersten Flocken bis ins Tal.    
    Bei unserer Wetterstation gab es bei nur mehr +2,7°C Schneeregen. Danach wurde es wieder ganz leicht  
    wärmer und der Schneeregen ging wieder gänzlich in Regen über.      
       
    Über 1.000 m winterlich      
       
    Auf den Almen und Bergen wurde es sehr wohl winterlich. Ein Lokalaugenschein auf der Ladenbergalm (1.197 m)  
    zeigte, dass sich ab 1.030 m eine Schneedecke ausgebildet hatte. Auf der Alm selbst lagen 5-10 cm Neuschnee.  
    In 1.500 m Höhen müssten es um die 20-25 cm gewesen sein (Schätzwert aus Temperatur und Niederschlag).  
       
    Schwerpunkt entlang des Alpenhauptkamms      
       
    Einen massiven Winterbruch erlebten die Salzburger Gebirgsgaue. Vor allem im Pinz- und Pongau gab es  
    nebst deutlich höherer Niederschlagsmengen auch Schnee bis ins Tal. Als Schneeloch schlechthin    
    entpuppte sich Bad Gastein. Hier fielen rund 87 l/m² als schwerer Schnee, was eine Schneedecke von    
    30-40 cm zur Folge hatte. Selbst in Zell am See, Uttendorf, Bischofshofen oder Werfen schneite es.    
    Der Kältepol des Landes war hingegen Krimml. Hier sank das Thermometer auf +0,1°C ab.      
    Der meiste Regen fiel aber im südlichsten Bundesland, in Kärnten. Während es in Hintersee nur 30 l/m² waren,  
    schüttete es in Kötschach-Mauthen 110 l/m². Dellach und Hermagor liegen mit 107 bzw. 100 l/m² dicht dahinter.  
    In Innsbruck wurde heute ebenfalls Schneefall registriert. Zu einem solch frühen Zeitpunkt gab es das dort  
    lt. ZAMG seit 1936 nicht mehr.      
       
    Top 5 Niederschläge    Top 5 Tiefstwerte      
       
    1 Kötschach-Mauthen 109,7 l/m²   1 Krimml   0,1°C    
    2 Dellach   107,4 l/m²     Bad Gastein 0,1°C    
    3 Hermagor   100,0 l/m²   3 Rinn   0,2°C    
    4 Bad Bleiberg 94,4 l/m²     St. Michael/Lungau 0,2°C    
    5 Spital/Drau 89,3 l/m²     Neustift   0,2°C    
       
    Tiefstwerte in Salzburg (Auswahl)      
       
    Abtenau   2,4°C   Radstadt   0,4°C      
    Bischofshofen 0,8°C   Rauris   0,4°C      
    Gaisberg   0,1°C   Salzburg   5,3°C      
    Hintersee   2,7°C   St. Johann   0,3°C      
    Kolomannsberg 0,8°C   St. Koloman 0,3°C      
    Krimml   0,1°C   St. Michael 0,2°C      
    Lofer   2,0°C   St. Wolfgang 5,8°C      
    Loferer Alm -1,1°C   Tamsweg   0,5°C      
    Maria Alm   0,6°C   Untersberg -1,7°C      
    Mariapfarr   0,2°C   Uttendorf   0,3°C      
    Mattsee   5,5°C   Zell am See 0,5°C      
       
    Quelle: ZAMG, www.austrowetter.at, www.awekas.at, www.skywarn.at      
       
    Zum Abschluss sei noch der Hinweis auf die neuesten Fotos gegeben. Der Ausflug auf die Ladenbergalm wurde   
    natürlich dokumentiert und ist über die Links abrufbar.      
       
    Links: + Tagestemperaturen + Tagesniederschläge    
    + Fotoalbum: 19.09.11 Verschneite Ladenbergalm      
   
 
     
         
       
    Fr, 16.09.11 Erste Septemberhälfte sommerlich      
       
    Eine durchschnittliche Temperatur von 14,5°C wies die erste Hälfte des Septembers 2011 auf. Damit ist sie die  
    wärmste seit dem Messbeginn in 2001. Selbst die verregneten Tage in der zweiten Woche konnten das sommerlich  
    warme Bild nicht trüben. So ergab sich das Kuriosum, dass der September bisher sogar wärmer war als die  
    Sommermonat Juni und Juli (Ø 13,7°C).      
       
    Eine Mischung aus kontinentalem Hochdruck und NW-europäischen Tiefs, die zusammen die Warmluftzufuhr  
    aus dem Mittelmeerraum weitgehend aufrecht hielten, brachten den September bis dato fast "zum kochen".  
    Vor allem die Nächte waren für den ersten richtigen Herbstmonat sehr lau. Am 4. September sank das     
    Thermometer nur auf 14,1°C ab, was die zweitmildeste Septembernacht bedeutete. Nur am 5.9.2006 blieb  
    es mit 15 Grad noch wärmer. An den anderen Tagen lagen die Tiefstwerte meist zwischen 10 und 13 Grad.  
       
    Einen meteorologischen Sommertag gab es aber trotzdem nicht. Den aktuellen Monatshöchstwert erzielten wir  
    am 11. September mit 24,6°C.       
       
    Der September wäre zu diesem Zeitpunkt der zweitwärmste Monat des Jahres 2011. Nach einem kurzen Einbruch  
    ab Sonntag sollte es ja wieder sonnig und warm weitergehen. Vielleicht kann er seinen Platz sogar verteidigen.  
       
    Der heurigen ersten Septemberhälfte kann nur der Monatsstart aus 2005 das Wasser reichen. Damals war es mit  
    einem Schnitt von 14,4°C ebenfalls so warm. Anschließend wurde es aber kälter. Den im Schnitt heißesten  
    September verzeichneten wir bislang im Jahr 2006. Schnitt damals war 13,3°C. Den Kältesten erlebten wir vor   
    10 Jahren mit 7,4°C.      
       
    Links: + Tagestemperaturen + Monatsvergleich Temperatur    
   
 
     
         
       
    Di, 06.09.11 15 Jahre Wetterstation Hintersee      
       
    Am 6. September 1996 stellten wir den ersten Regenmesser im Garten auf - das war der Startschuss für die   
    Wetterstation Hintersee. Seit da an sind nun bereits 15 Jahre vergangen und die anfangs belächelte Idee das  
    Wetter und den Niederschlag in so einer kleinen Gemeinde festzuhalten hat sich zu einem regional bekannten  
    und beliebten Projekt entwickelt.      
       
    "Fr, 6.9. Stark bewölkt, zeitweise Regen F +8°C, nachmittags nur bewölkt, ab heute haben wir einen Regenmesser,   
    es regnete heute 4 l/m²." Das war die erste Eintragung in das Wetteraufzeichnungsheft von damals. In der Nacht auf  
    den 7.9. begann es dann stark zu regnen, am nächsten Morgen ging der Regen sogar in Schneefall über, blieb   
    aber nicht liegen.       
    Es war also ein erster Wintergruß zu Herbstbeginn, mit dem wir unsere Aufzeichnungen starteten Der Winter spielte  
    daher in einem so schneereichen Dorf immer eine dominierende Rolle.      
       
    Der erste Monat in der Geschichte der Wetterstation, der September 96, schloss mit einer Regenmenge von  
    295 l/m² und somit etwas überdurchschnittlich im Vergleich mit den Folgejahren.      
       
    Analoge Datenaufzeichnung      
       
    Mitte der 90er Jahre waren Computer noch nicht sehr weit verbreitet, so mussten wir die ersten Jahre unsere  
    Messdaten und Beobachtungen auf Papier festhalten (das geschieht auch heute noch). Erst mit Einzug der  
    EDV 1999 wurden Statistiken und Auswertungen um vieles leichter.       
       
    Zum Teil analog ist bis heute die Datenmessung. Regen und Schneefall werden unelektronisch gemessen, während  
    dessen Temperatur, Luftfeuchte und Luftdruck bereits durch die 2009 in Betrieb gegangene automatische  
    Wetterstation erfasst werden.      
       
    Online seit 5 Jahren      
       
    Ende August 2006 wurde "www.wetter-hintersee.at" ins Leben gerufen, um das Wetterkleinod Hintersee der  
    Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen. Das Internetangebot hat sich seit damals stets vergrößert.     
       
    Wir über uns und das Wetter in Hintersee      
       
    Heute und an den kommenden Tagen wollen wir auf 15 Jahre Wettergeschichte in Hintersee zurückblicken.   
    Wir erinnern uns gemeinsam an große Ereignisse aus dieser Zeit mit Bildern und Originalberichten. Weiters  
    gibt es eine kleine Schau auf die Leistungen der Wetterstation und die Medienpräsenz. Am Beginn steht  
    aber heute ein Sammelsurium aus kunterbunten Wetterdaten der letzten 15 Jahre.      
       
    Feiert mit uns für eine Woche Geburtstag!      
       
    Links: + 15 Jahre Wetterstation Hintersee - das Beste zum Feste!      
       
         
       
    Sa, 03.09.11 Statistik August: Wärmster August seit 2003      
       
    + 181,5 l/m² Regen      
    + 14 Regentage      
    + 15,6°C mittlere Temperatur      
    + 13 Gewitter      
       
    Die Überschrift mag etwas verleiten. Der Rekordaugust aus 2003 spielte schon nochmal in einer anderen Liga  
    als der heurige. Trotzdem gab es seit 8 Jahren keinen so warmen August mehr, auch wenn dieser vor allem am   
    Anfang nicht so richtig in Gänge kommen wollte.      
       
    Das erste Augustdrittel war noch vom Julicharakter bestimmt. Ausgeprägter Tiefdruck zwischen den Britischen Inseln  
    und Skandinavien lenkte stets feuchte und kühle Luftmassen nach Mitteleuropa. Hochs waren zumeist zu weit weg   
    und konnten sich nur kurz dazwischen mogeln. In der zweiten Dekade begann sich das Blatt zuwenden und von  
    Süden ausgehend wurde der Hochdruckeinfluss in Alpenraum größer. Mit Start des letzten Augustdrittels   
    dominierte schließlich eine Hochdruckzone vom Mittelmeer bis nach Nordosteuropa unser Wetter und führte  
    nordafrikanische Heißluft nach Österreich. Eine Kaltfront beendete das  Schauspiel kurz vor dem Monatsausklang.  
       
    In dieser heißen Phase wurden die höchsten Temperaturen in diesem Monat und des Jahres 2011 gemessen.  
    Am 26. August kletterte das Thermometer auf 30,9°C. Es war der wärmste Augusttag seit  7 Jahren.    
    Eine Tags darauf folgende Kaltfront brachte nicht nur einen Temperatursturz von über 23 Grad innerhalb eines  
    Tages, sondern am 28. August auch den Monatstiefswert mit 6,6°C.      
    Das Temperaturmittel des Augusts 2011 pendelte sich bei 15,6°C ein. Mit einem Plus von 1,2 Grad zum   
    Durchschnitt war es der nach 2003 (18,2°C) zweitwärmste August. 2009 konnte das gleiche Monatsmittel  
    erreicht werden. In unserer 10-jährigen Messreihe nimmt der August 2011 sogar den 6. Gesamtplatz bei  
    den wärmsten Monaten ein.      
   
 
     
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Im allgemeinen Jahrestrend lag der August beim Niederschlag. Der achte Monat des Jahres fiel in Hintersee  
    um rund 30 % zu trocken aus. Es summierten sich 181,5 l/m², hierbei regnete es zwei Drittel bereits an den   
    ersten 10 Tagen. Den größten Tagesniederschlag gab es am 4. August mit 32,5 l/m². Österreichweit war es auf  
    der Rudolfshütte mit 251 l/m² (Quelle: www.wetter.tv) am feuchtesten. In Hintersee konfrontierte uns der August  
    sonst oft mit anderen Regenmengen. Am unteren Ende der Skala stehen die zuletzt trockeneren Augustmonate  
    aus 2007 (149 l/m²) und 2003 (127,5 l/m²). Rückläufig war heuer ebenso die Zahl der Regentage. An 14 Tagen  
    fiel diesmal Niederschlag. Nur 1997 (12) und 2003 (8) waren es noch weniger.      
       
    Die Gewittertätigkeit verteilte sich auf den ganzen Monat. An 7 Tagen gingen gesamt 13 Gewitter nieder.  
    Das Heftigste davon mit Starkregen in der Nacht von 14. auf den 15. August. Beachtlich waren auch die    
    Kaltfrontgewitter am 27. August, die am Nachmittag über drei Stunden anhielten.      
       
    Mit dem Zuneigegehen des Augusts verabschiedete sich ebenso der meteorologische Sommer 2011.    
    Nach einem durchwachsenen Juni, einem kühlen und (nicht in der Niederschlagsmenge) verregneten Juli  
    und einem zweigeteilten August mögen viele eine eher ernüchternde Bilanz zeihen. Da hilft es nicht, wenn selbst  
    die Statistik ein anderes und beiweiten nicht so "unterirdischen" Bild zeichnet. Laut der ZAMG war der Sommer  
    2011 im Vergleich zum Mittel 1971-2000 bundesweit um 0,9°C zu warm. Er setzte damit den Erwärmungstrend,  
    wenn auch etwas verhaltener, fort. Bei der Sonnenstundenzahl und dem Niederschlag fiel der heurige Sommer  
    genauso wenig aus der Reihe.      
       
    In Hintersee gehörte der Sommer 2011 zu den vier trockensten seit Messungsbeginn. Zwischen Juni und  
    August fielen 656 l/m² Regen, ein Rückgang von 15 % zum Durchschnitt. Weniger Regen gab es zuletzt im  
    Hitzesommer 2003 (436 l/m²). Daneben regnete es auch 1999 und 2000 weniger als heuer.      
    Die mittlere Temperatur lag bei 14,3°C. Mit einem leichten Minus von 0,3°C befanden wir uns im Soll    
    der letzten Jahre. 2010 (14,5°C) und 2009 (14,0°C) schlugen in dieselbe Kerbe.      
       
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    + Monatsrangliste Niederschlag + Gewitterstatistik + Monatsvergleich Temperatur  
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    Sa, 27.08.11 Kaltfront bringt gewaltigen Temperatursturz      
       
    Hatten wir gestern nicht noch Hochsommer? 24 Stunden später befinden wir uns Mitten im Herbst. Das Tiefdruck-  
    gebiet, das sich vom Ostatlantik in Richtung Skandinavien verlagerte und gestern noch den Föhnmotor antrieb,  
    rauschte heute mit seiner Kaltfront über uns hinweg und stürzte Hintersee vom Hitzehöhepunkt mit einem   
    Schlag in den Herbst.      
       
    Noch am gestrigen Abend flaute der Föhn ab und wurde kühlter. Am Morgen kam teils lebhafter Westwind auf  
    und die Temperatur sank zusehends bei einer geschlossenen Wolkendecke. Mit Durchzug der Front setzte am   
    späten Vormittag allmählich Regen ein. Durch den rasanten Luftmassenwechsel schossen auch Gewitter in die  
    Höhe. Die erste Zelle war gegen 13 Uhr weit südlich von uns zu hören. Gegen halb drei Uhr entlud sich eine  
    äußerst stationäre Gewitterzelle mit leichten bis mäßigen Regen. Ihr ging erst über 3 Stunden später endgültig  
    der Saft aus.       
       
    Währenddessen sich bei uns die Kaltluft schon breit gemacht hatte, wurde es in Ost- und Südösterreich noch einmal  
    richtig heiß. Hier walzte die Kaltfront die noch über dem Land liegende subtropische Luftmasse mit kräftigen   
    Gewittern erst am Nachmittag weg. Die Karte mit den Temperaturen in 1.500 m zeigt uns das Vorrücken der   
    Kaltfront und die gewaltigen Unterschiede.      
       
   
 
     
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Quelle: www.wetterzentrale.de, Messdaten: www.austrowetter.at      
       
    Massiver Temperaturrückgang      
       
    Gestern Freitag wurde in Hintersee noch ein Höchstwert von 30,9°C um 15:22 Uhr gemessen. Um Mitternacht  
    lag der Wert immer noch bei lauen 17,9°C. Mit dem aufkommenden Westwind kühlte es bis Mittag auf 11,2°C  
    ab. Die Gewitter zogen zusätzlich die kalte Luft mit nach unten (Niederschlagsabkühlung), sodass es um 17:52   
    Uhr, also genau 26,5 Stunden nach dem Jahreshöchstwert, nur mehr 7,7°C in Hintersee hatte. Die Temperatur  
    fiel innerhalb eines Tages um 23,2 Grad in den Keller.       
       
    Den größten Rückfall gab es im Pongauer Radstadt. Hier ging es von 32,8°C am Freitag auf 6,6°C (-26,2)  
    zurück. Selbst unsere Nachbargemeinde Abtenau verzeichnete einen Abfall von 26 Grad (von 34,1 auf 8,1).  
       
    Einen genauso markanten Wettersturz gab es auf den Bergen. Hatten Kolomannsberg und Gaisberg am Freitag  
    Morgen noch Tropennächte hinter sich, fehlte heute nicht mehr viel zum ersten Schneefall. Am Kolomannsberg  
    (1.114 m) betrug der Absturz satte 25,6°C (von 30,3 auf 4,7). Am Gaisberg ging es um 25 Grad nach unten   
    (von 29 auf 4).      
       
    Die Schneefallgrenze lag in der Osterhorngruppe kurzzeitig bei rund 1.500 m oder auch etwas darunter.    
    Durch eine Gewitterzelle sank die Temperatur am Hinterseer Wieserhörndl (1.567 m) auf nur 0,5°C ab.    
    Das Zwölferhorn bei St. Gilgen (1.522 m) meldete auch nur mehr 1,3°C.      
       
    So schnell kann es also gehen, wenn zu dieser Jahreszeit die Luftmassen ausgetauscht werden. Schwitzt man  
    sich an einem Tag die Seele aus dem Leib, so schneit es am nächsten bereits bis ins Mittelgebirge. Vom Hoch-  
    sommer in den tiefsten Herbst - und das innerhalb von 24 Stunden. Was Wetter alles kann…      
       
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    Fr, 26.08.11 Hitzewelle zum Sommerende      
       
    Das Imperium schlägt zurück. Wie Wetter von einem anderen Stern mag sich für viele Wärme- und Sonnenhungrige   
    das Wetter in der vergangenen Woche angesichts des sonnenarmen Sommers 2011 angefühlt haben.     
    Es war aber keine intergalaktische Erfindung, sondern eine rein irdische.       
       
    Auf der Wetterkarte von letzten Montag sieht man gut die sich aufbauende Großwetterlage, die uns die     
    Hochsommertage dieser Woche bescherte. Ein Hochdruckkomplex, der vom Mittelmeerraum über Osteuropa  
    am Ende bis nach Skandinavien und das Baltikum reichte, führte an seiner Westflanke subtropische Heißluft  
    aus Nordafrika nach Europa. Sukzessive wurde immer noch wärmere Luft nach Österreich geweht.    
    Am Mittwoch wurde mehr Feuchtigkeit eingebunden, daher war es an diesem Tag auch recht schwül und   
    es entluden sich einige Gewitter. Ab Donnerstag mischte dann auch ein Tiefdruckgebilde über dem    
    Ostatlantik und den Britischen Inseln mit, das die südwestliche Strömung noch zusätzlich verstärkte und    
    heute teils lebhaften Südföhn aufkommen ließ.      
       
   
 
     
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Quelle: www.wetterzentrale.de      
       
    Diese Druckkonstellation erlaubte es einer für Mitte/Ende August sehr heißen Luftmasse zu uns zu kommen.   
    In 1.500 m hatte es 22-24 Grad, selbst am Sonnblick (3.110 m) wurden zweistellige Höchstwerte gemessen.  
    Die 0-Grad-Grenze verabschiedete sich auf um die 4.500 m Höhe.       
       
    Tropennächte am Kolomannsberg und Gaisberg      
       
    Ein Kuriosum sondergleichen bot sich bei den Tiefstwerten in dieser Woche. Nicht etwa die Städte oder der  
    Flachgau blieben über Nacht am wärmsten, nein, es waren die Berggipfel in den mittleren Höhen, die mit bis  
    zu 4 Tropennächten aufwarten konnten. Zur Erklärung: In einer Tropennacht sinkt die Temperatur nie unter 20,0  
    Grad ab. So gab es am Kolomannsberg (1.114 m) mit einem Minimum von 23,8°C die laueste Nacht in     
    ganz Salzburg. Auch am Montag, Mittwoch und Freitag waren es über 20 Grad.      
    Auch die Gemeinde St. Koloman im Tennengau entpuppte sich als nächtlicher Hotspot. Hier sank die    
    Temperatur am letzten Dienstag ebenfalls nur auf 23,7°C ab. Selbst am Gaisberg (1.287 m) standen 3 Tropen-  
    nächste zu Buche (höchster Tiefstwert bei 23,1°C).      
       
    Die höchsten Tiefstwerte 22.-.26.08.11      
       
    Offizielle Stationen   Private Stationen      
    1 Kolomannsberg 23,8°C   1 St. Koloman 23,7°C    
    2 Mattsee   20,1°C   2 Gaisberg   23,1°C    
    3 Loferer Alm 20,0°C   3 Haunsberg 22,3°C    
    4 Salzburg/Flughafen 19,6°C   4 Hallein   20,6°C    
    5 Salzburg/Freisaal 17,8°C   5 Anif   19,3°C    
    6 Lofer   17,7°C   6 Untersberg 19,3°C    
    7 Zell am See 17,2°C   7 Strasswalchen 18,1°C    
       
    Heißer Freitag durch Föhn      
       
    Durch den aufkommenden Föhn erreichte die Hitzewelle heute ihren Höhepunkt. An vielen Station konnte heute  
    Nachmittag der höchste Wert des Jahres gemessen werden. Die landesweiten Spitzenwert einer offiziellen  
    Station wurde aber dennoch am Dienstag gemessen. Bischofshofen brachte es auf 35,0 Grad. Dahinter    
    folgten Golling mit 34,9°C und Radstadt gemeinsam mit der Stadt Salzburg und je 34,3°C. Private Stationen  
    in Scheffau (36,1°C) und Thalgau (35,5°C) lagen aber darüber.      
       
    Hitze auch in Hintersee- wärmster Augusttag seit 7 Jahren      
       
    Trotz der schattigen Lage konnten wir auch an unserer Messstation heute einen Höchstwert von 30,9°C messen.  
    In Hintersee war der heutige Tag somit der heißeste Augusttag seit über 7 Jahren! Zuletzt war es am 12. August  
    2004 mit 32 Grad noch heißer. Blickt man nur auf das letzte Augustdrittel, so muss man bis zum 21. August 2000  
    zurück, um einen vergleichbaren Wert (32 Grad) zu finden.      
    Obwohl weit von Tropennächten entfernt, waren die Tiefsttemperaturen in dieser Woche ebenso historisch.  
    Seit letzten Freitag kühlte es während er Nacht nie unter 15 Grad ab. Am mildesten verlief die Nacht von   
    Montag auf Dienstag. Hier gab es einen Tiefstwert von 15,8°C, die wärmste Augustnacht ebenfalls seit dem  
    12. August 2004.      
       
    Höchstwerte in Salzburg zwischen 22. und 26.08.11      
       
    Offizielle Stationen   Private Stationen      
    1 Bischofshofen 35,0°C   1 Scheffau   36,1°C    
    2 Golling   34,9°C   2 Thalgau   35,5°C    
    3 Radstadt   34,3°C   3 Hallein   34,9°C    
      Salzburg/Freisaal 34,3°C   4 Anif   34,1°C    
    5 Abtenau   34,1°C   5 Straßwalchen 32,2°C    
      St. Johann   34,1°C   6 Haunsberg 31,0°C    
    7 Salzburg/Flughafen 34,0°C   7 St. Koloman 29,9°C    
       
    Topwerte in Ostösterreich      
       
    Am meisten schwitzen mussten jedoch die Niederösterreicher. Dort fiel heute die 38-Grad-Marke. Waidhofen  
    an der Ybbs stellt heuer mit größter Wahrscheinlichkeit den Jahreshöchstwert. An der Station wurden heute   
    38,3°C gemessen. Krems (38,2°C) und Langenlois (38,1°C) lagen dicht dahinter.      
       
    Österreich Top 3 zwischen 22. und 26.08.11      
       
    22.08.11   23.08.11      
    Imst   35,5°C   Wien/Innere Stadt 36,8°C      
    Waidhofen/Ybbs 35,2°C   Wien/Donaufeld 36,3°C      
    Wien/Stammersdorf 35,0°C   Gumpoldskrichen 36,2°C      
       
    24.08.11   25.08.11      
    Gänserndorf 35,4°C   Bischofshofen 34,6°C      
    Bad Deutsch-Altenb. 35,2°C   Neusiedl/See 34,4°C      
    Neusiedl/See 35,2°C   Wien/Donaufeld 34,3°C      
       
    26.08.11      
    Waidhofen/Ybbs 38,3°C      
    Krems   38,2°C      
    Langenlois 38,1°C      
       
    Die Hitzewelle findet nun aber ein abruptes Ende. Schon morgen Samstag wird eine Kaltfront den Hochsommer  
    vertreiben und für eine markante Abkühlung sorgen.      
       
    Quellen: www.austrowetter.at, www.awekas.at      
       
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    Mo, 01.08.11 Statistik Juli: Wann wird’s mal wieder richtig Sommer…!?      
       
    + 261,5 l/m² Regen      
    + 23 Regentage      
    + 13,7°C mittlere Temperatur      
    + 9 Gewitter      
       
    …Ein Sommer wie er früher einmal war… Aber wurden wir nicht in den letzten zehn Jahren sehr verwöhnt?  
    Zumindest in Sachen Temperaturen war früher nicht immer alles besser.      
       
    Der zweite Sommermonat des Jahres 2011 brachte sicher viele dazu diese nette Liedchen von Rudi Carrell  
    anzustimmen. Wenig Sonne, kühle Luft und etliche Regentage prägten den Juli 2011 und ließen ihn für so manchen  
    sicher eher herbstlich erscheinen. Für die zweite Monatshälfte täuschte der Eindruck nicht. Tiefer Luftdruck hatte  
    sich über Nordwest- und Zentraleuropa regelrecht eingemauert und beförderte zusehends kühle Luft nach   
    Österreich. Zuvor hatte Tief "Nemo" zur Monatsmitte den immer wieder aufflammenden Hochdruckeinfluss über  
    Mitteleuropa endgültig aus dem Weg geräumt, sorgte aber gleichzeitig in seinem Vorfeld für die wärmsten Tage  
    des Monats. Nach kühlen Julibeginn bekämpften sich Hochs und Tiefs in der ersten Monatshälfte noch, ehe sich  
    der Hochdruck auf den Ostatlantik und Osteuropa zurück zog.      
       
    Die anfangs über uns liegende schwüle Luftmasse sorgte immer wieder für Schauer und Gewitter. In Summe gingen  
    an 7 Gewittertagen 9 Gewitter nieder. Das Heftigste dabei am 5. Juli mit Starkregen und einigen kleinen Hagel-  
    körnern. Viel Niederschlag akkumulierte sich in der erste Julihälfte aber dennoch nicht (86,5 l/m²). Erst die Fronten  
    des letzten Julidrittels brachten den Juli auf seinen Sollwert. In Summe regnete es 261,5 l/m², was ein hauchdünnes  
    Minus von 6% bedeutete. Das meiste Nass kam dabei am 21. Juli mit 56 l/m² vom Himmel.      
    Mit seiner Regenmenge lag der Juli 2011 exakt im Trend der letzten Jahre. Seit 2007 gab es keine größere  
    Abweichung mehr zum Mittel, wir schwanken nur zwischen 246 und 298 l/m². Deutlich trockener war es dagegen  
    im Jahr 2006, merklich nasser 2005.      
       
    Bundesweit gesehen lag der Niederschlagsschwerpunkt im Bregenzer Wald. Sulzberg errang mit 335 l/m² (Quelle:  
    www.wetter.tv) den Spitzenplatz      
       
    Den trüben Eindruck unterstrich mit Sicherheit der fehlende Sonnenschein. In Salzburg wurden um knapp 30%  
    (Quelle: ZAMG) weniger an Sonnenstunden registriert als im Durchschnitt. Dazu gab es eine hohe Zahl an  
    Regentage, die mit 23 überdurchschnittlich war. Nur 1997 und 2000 war mit 25 Regentagen praktisch der ganze  
    Monat durchnässt.      
       
    Das Jahr 2000 war laut der Hohen Warte in Wien auch der letzte Juli, der zu kalt ausfiel. Unsere Messdaten   
    reichen nur bis 2002, seit da an gab es keinen so kühlen Juli mehr in Hintersee. Die mittlere Temperatur lag  
    heuer bei 13,7°C und somit um 1,7°C unter den Erwartungen. Annähernd so frisch gestaltete sich der Juli 2004.  
    Hier betrug der Mittelwert 14,0°C. Auffallend war in diesem Jahr der Abschwung der Temperaturen mit dem   
    Luftmassenwechsel zur Monatsmitte. Waren die Temperaturen in der ersten Monatshälfte noch sehr nahe am  
    Sollwert (Mittel 15,0°C), so entsprachen sie in der zweiten Monatshälfte nur mehr einem recht warmen September  
    (Mittel 12,5°C). Trotzdem fiel die Platzierung der Extremwerte des Julis genau umgekehrt aus. Die niedrigste  
    Temperatur verzeichneten wir am 1. Juli mit 7,4°C. Den Höchstwert zeigte das Thermometer am 17. Juli mit 26,2°C  
    an. Fünf Tage boten in Hintersee sommerliche Temperaturen (Tmax >=25,0°C), an einem Tag blieb das    
    Quecksilber dafür gleich einstellig (kalter Tag) bei 9,6°C stecken. Es war dies der kälteste Julitag seit drei Jahren.  
       
    So "unterirdisch" dieser Juli subjektiv für viele sicher war, so relativiert sich bei einem Blick in die Archive doch der  
    "eiskalte" Eindruck. Dazu bemühen wir die Messdaten der Station des Hydrographischen Dienstes in Faistenau.  
    Hier zeigt sich eine Auffälligkeit: Die Juli im vergangenen Jahrzehnt waren im Schnitt um 2°C wärmer, als  
    zum Beispiel die Julimonate der 1970er und 80er Jahre. Wieviel zwei Grad mehr oder weniger in einem Monat  
    ausmachen können, haben wir heuer gesehen. Je länger der Zeitraum aber wird, desto extremer sind die  
    Auswirkungen bei gleich bleibender Abweichung.      
    Bricht man die Messwerte aus Faistenau auf das Hinterseer Klima herunter so lässt sich sagen, dass die Juli  
    mit der heurigen Durchschnittstemperatur in den 70er und 80er der Standard waren und wir erst durch die rasante  
    Erwärmung in den letzten Jahren den Juli 2011 als so dermaßen kalt empfinden (die fehlende Sonne tat    
    ihr nötiges dazu). Kein Vergleich also mit Julis etwa aus 1979 und 1980, die noch weitaus kälter ausfielen   
    als der diesjährige.      
       
    Zum Schluss noch einmal zum eingangs erwähnten Holländer und seinem Lied: Auch in dessen Entstehungsjahr  
    1975 präsentieren sich Juni und Juli kalt mit vielen Regentagen. Nur gab es damals keinen Sonnenfrühling wie   
    heuer und so ist 2011 noch immer ein sehr warmes, sonnenreiches und trockenes Jahr!      
       
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    Do, 21.07.11 Des Ottos Starkregenereignis      
       
    Ein recht wechselhafter Sommer ist es bisher, aber dennoch sind nennenswerte Regenereignisse ausgeblieben  
    und so täuschte der nasse Eindruck über die wirklichen Zahlen hinweg.      
    Doch der sich über dem zentralen Europa eingegrabene Tiefdruck der letzten Zeit bescherte uns gestern und  
    heute einen richtigen Guss.      
       
    Die Kaltluft, die durch Tief "Meikel" über den Kontinent bis ins Mittelmeer schwappte, entfachte im Golf von Genua  
    die Entwicklung eines neues Tiefs. "Otto" machte sich am Dienstag auf den Weg nach Nordosten und zog nördlich  
    der Alpen vorbei in Richtung Polen. Die vorlaufende Kaltfront des Tiefs erreichte uns in der Nacht auf Mittwoch  
    mit auffrischenden Westwind und kräftigen Regen, der aber nach Durchzug der Front weitgehend abklang.  
    Bis Mittag tat sich nicht viel, es fielen bis 12 Uhr lediglich 19 l/m².      
    Ab dem Nachmittag legte der Niederschlag allmählich zu. Das breite Regengebiet von Tief "Otto" (Okklusion)  
    legte sich in einem breiten Streifen an die Alpen. Hatte es Dienstag Abend noch in Vorarlberg den meisten  
    Niederschlag gegeben, so verlagerte sich der Schwerpunkt nun in den bereich zwischen Kufstein und dem   
    Salzkammergut.      
    Am späten Nachmittag setzte in Hintersee kräftiger Regen ein. Bis 20 Uhr war die Regensumme auf 47 l/m²  
    angewachsen. Über Nacht bekamen neben unserer Gemeinde vor allem die Lagen des inneren Salzkammergutes  
    noch einen deftigen Nachschlag an Regen während dieser sonst merklich nachließ.      
    Die Bäche in der Gemeinde trugen dem Niederschlag Rechung und schwollen für einige Stunden zu einem   
    mittleren Hochwasser an. Bis zum Morgen waren erneut 51,5 l/m² vom Himmel gefallen.      
    Anschließend ließ die Intensität stark nach und es regnete nur mehr leicht. Bis Mittag kamen nur mehr 4,5 l/m²  
    hinzu. In Summe ergab sich innerhalb von 36 Stunden eine Regenmenge von 103 l/m².      
       
    Anhand der Spitzenreiter bei den Niederschlagssummen erkennt man gut die Verlagerung des Regenschwerpunkts  
    im Laufe des Mittwochs vom Bregenzerwald in den Flachgau, des Salzkammergut und des oberösterreichische  
    Seengebiet (Quelle jeweils ZAMG).      
       
    24h-NS vom 20.07, 8 Uhr   24h-NS vom 20.07, 20 Uhr      
       
    1 Schoppernau 51,3 l/m²   1 Sulzberg   64,6 l/m²    
    2 Sulzberg   49,7 l/m²   2 Warth   59,2 l/m²    
    3 Alberschwende 37,9 l/m²   3 Loferer Alm 57,4 l/m²    
    4 Bregenz   36,9 l/m²   4 Schröcken 56,1 l/m²    
    5 Schröcken 34,8 l/m²   5 Alberschwende 55,9 l/m²    
    6 Tannheim   31,2 l/m²   6 Tannheim   51,8 l/m²    
    7 Bludenz   29,4 l/m²   7 Schoppernau 50,0 l/m²    
    Hintersee   14,0 l/m²   Hintersee   47,0 l/m²    
       
    24h-NS vom 21.07, 8 Uhr      
       
    1 Feuerkogel 81,0 l/m²      
    2 Bad Ischl   78,0 l/m²      
    3 Mondsee   69,2 l/m²      
    4 Mattsee   58,8 l/m²      
    5 Windischgarsten 55,8 l/m²      
    6 Loferer Alm 55,2 l/m²      
    7 Kolomannsberg 54,7 l/m²      
    Hintersee   84,5 l/m²      
       
    Nicht nur der kräftige Regen, sondern auch der im Flachgau stark auffrischende Westwind sorgten für    
    einen richtigen Herbsttag. So wehte dieser zum Beispiel in Mattsee mit Böen bis 68 km/h, am Kolomannsberg  
    waren es sogar 83 km/h (Quelle: www.austrowetter.at).      
       
    Weitgehend windstill verlief die Zeit in Hintersee. Dafür erstockte bei uns die Temperatur auf für einen    
    Hochsommertag sehr niedrigem Niveau. Der Höchstwert des gestrigen Mittwochs wurde schon um Mitternacht  
    vor der Kaltfront gemessen, danach bewegte sich das Thermometer kaum mehr und pendelte tagsüber zwischen   
    9,9°C und 10,4°C (Tiefstwert bei 9,2°C).      
       
    Der Regen von Tief "Otto" half aber dem Juli wieder zurück in die Spur. Den trotz des unbeständigen Wetters  
    war dieser bisher deutlich zu trocken. In den ersten beiden Julidekaden fiel nur ein Drittel des üblichen     
    Niederschlags. Nun wird es wohl eine ausgeglichene Bilanz geben.      
    Zum anderen war es das erste größere Regenereignis seit einem halben Jahr. Zuletzt regnete es solche Mengen  
    beim großen Jännerhochwasser am 13. und 14. des Jahres. Damals fielen an zwei Tagen 150 l/m².    
       
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    So, 03.07.11 Statistik Juni: War was? Nein. Was soll schon sein.      
       
    + 213 l/m² Regen      
    + 13,7°C mittlere Temperatur      
    + 10 Gewitter      
       
    Den Rückblick auf den Juni 2011 begannen wir heute mit einer beiläufigen Textzeile eines Udo-Jürgens-Liedes.  
    Zwar trieb hier zumindest wissentlich niemand die Sehnsucht nach New Yorker Wetter, aber allzu aufregend  
    verliefen die letzten 30 Tage in Hintersee trotzdem nicht.      
       
    Ein unbeständiger und durchaus normaler mitteleuropäischer Sommermonat liegt hinter uns. Der im Frühjahr so  
    dominante nordische Hochdruck kam in diesem Monat nicht mehr zur Geltung. Vielmehr verlagerten sich die Hochs  
    auf den Ostatlantik, den Mittelmeerraum und Osteuropa. Der Bereich rund um die Britischen Inseln bot dagegen  
    Platz für Tiefdruckentwicklungen, die sich vor allem in der zweiten Monatshälfte mit Kaltfronten ihren Weg über  
    Kontinent bahnten. Dazwischen bauten sich immer wieder schwache Zwischenhochs auf. In der ersten Monatshälfte  
    blieb der Störungseinfluss noch gering, Niederschlag gab es meist nur aus kleinen Gewittern.    
       
    An den ersten 15 Tages verlief der Juni 2011 noch sehr trocken, danach wurde es zusehends unbeständiger. In  
    Summe regnete es an 22 Tagen, wobei der Löwenanteil des Niederschlags in der zweiten Hätte fiel. Gesamt  
    summierte sich eine Regenmenge von 213 l/m², was ein mageres Minus von 10 % bedeutete. Damit lag Hintersee  
    im Trend der Alpennordseite, die leicht unterbenässt abschloss. Spitzenreiter in Österreich war hingegen der   
    Westen mit 312 l/m² im Vorarlberger Schröcken (Quelle: www.wetter.tv). Auch der Süden und Osten des Landes   
    bekamen sehr viel regen ab.      
    Für Hintersee stellte der Juni 2011 nach den recht feuchten Junis in 2009 (378 l/m²) und 2010 (333,5 l/m²) einen  
    Rückschritt dar, half dem trockenem Jahr 2011 aber  weiter.      
       
    Die größte Tagesmenge akkumulierte sich am 23. Juni, dem Fronleichnamstag, mit 30,5 l/m². Eine kräftige  
    Kaltfront hatte nicht nur am Tag zuvor für Gewitter gesorgt, auch an diesem Tag ging neben zahlreichen Schauern  
    ein Gewitter mit Starkregen am Nachmittag nieder. Am 22. Juni überquerte uns der südliche Teil einer heftigen  
    Gewitterlinie mit Starkregen und lebhaften Wind. Diese beiden waren Teil von insgesamt 10 Gewittern, die  
    überwiegend harmlos blieben. Sie verteilen sich auf 7 Gewittertage.      
       
    Eine leichte negative Abweichung ergab sich ebenfalls bei der Temperatur. Mit einem Mittel von 13,7°C lag der  
    Juni 2011 ein halbes Grad unter den Erwartungen. Österreichweit war eine leichte positive Abweichung zu   
    bemerken.       
    Mit seinem Mittelwert entsprach der Juni 2011 dem aus 2010 (13,3°C), merklich kälter war es zuletzt vor zwei   
    Jahren (11,8°C).       
    Bemerkenswert war das sanfte Minus doch, wenn man bedenkt, dass das aufgrund des wärmer werdenden   
    Erdklimas nicht mehr allzu oft vorkommen wird. Die letzte Abweichung nach unten verzeichneten wir im Dezember   
    2010 mit praktisch nicht merkbaren -0,2°C. Davor bot der Oktober 2010 ein klares Minus von -1,2°C. Sonst  
    fielen die Monae vor allem heuer im Frühjahr extrem warm aus.      
       
    Die höchste Tagestemperatur erklommen wir am 22. Juni mit 26,0°C, dem einzigen meteorologischen     
    Sommertag des Monats. Den niedrigsten Wert maß unsere Station am 18. Juni mit 7,4°C.      
    Der Wechsel von heißer Mittelmeerluft zur kalten Nordluft sorgte im Juni für ein kleines Kuriosum: Die niedrigste  
    Tageshöchsttemperatur (12,2°C am 19. Juni) lag unter dem höchsten Tagesminimum (12,8°C am 22. Juni).  
       
    Finalisieren wir die Monatsbetrachtung also mit der Erkenntnis, dass ein sehr moderater erster Sommermonat   
    zu Ende ging, der neben einigen sehr sonnigen und schwül-warmen Tagen genau so kalte und trübe Tage  
    anzubieten hatte. Für jeden Geschmack eben etwas. Weniger erfreut waren sicher die Landwirte, die sich mit   
    planbaren Unplanbarkeit des Wetters und der angestandenen Heuernte mitunter schwer taten. Wir sind    
    gespannt auf die zweite Jahreshälfte!      
       
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    Mi, 22.06.11 Unwetter über Flachgau, Hintersee wird nur gestreift      
       
    Fast zwei Jahre ist es her, dass über den Flachgau eine sehr schwere Unwetterlinie gezogen ist. Auch die  
    aktuelle Lage bot Anlass zur Sorge dieses Schauspiel könnte sich wiederholen. So schlimm wie am 23.7.09  
    wurde es zwar nicht, trotzdem blieben Schäden leider nicht aus.      
       
    An der Vorderste eines  Tiefs, dass mit seinem Kern über der Nordsee lag und nach Osten zog, wurde    
    aus dem Mittelmeerraum feuchte und sehr warme Luft in den Alpenraum befördert, wo am Dienstag und   
    Mittwoch große Schwüle herrschte. Die Temperaturen wurden durch den aufkommenden leichten Föhn    
    weiter angefacht. Heute Mittwoch zeigten die Thermometer Höchstwerte von 31,7°C in Salzburg und immerhin  
    noch 26°C in Hintersee. Durch die ungehindert einstrahlende Sonne wurde die Luft mit Energie anreichert,  
    die sich am Nachmittag in Form von Gewittern entlud.      
       
    Bereits am frühen Nachmittag schossen Quellwolken über Bayern in die Höhe, die sich bald zu Gewittern   
    auswuchsen. Die einzelnen Zellen formierten sich zu einer einzigen Gewitterlinie, die nach Osten in     
    Richtung Österreich zog. Schien um halb 4 Uhr in Salzburg noch die Sonne, so verfinsterte sich der Himmel  
    innerhalb einer halben Stunde. Lebhafter Wind kam auf. Nach einer weiteren halben Stunde überschritt    
    die Gewitterlinie schließlich die Grenze und quer über den ganzen Flachgau setzte Starkregen ein.    
       
    Der kräftigste Teil des Unwetters erstreckte sich dabei von der Stadt Salzburg über den nördlichen Flachgau  
    bis ins angrenzende Innviertel. Südlich des Gaisberg verlor die Linie an Kraft.      
    Gegen 17 Uhr wütete das Unwetter mit voller Energie über dem Flachgau. Dabei ging neben wolkenbruchartigen  
    Regen auch kräftiger Hagelschlag nieder. Betroffen waren hier vor allem die Region zwischen Wals-Siezenheim,  
    Salzburg, Koppl, Plainfeld, Eugendorf und Thalgau bis nach Mondsee. Hagelkörner mit rund 2 cm Größe   
    zerstörten dabei u. a. die Glashäuser einer Gärtnerei in Koppl.      
       
    Die hohe Blitzaktivität machte hingegen dem nördlich Teil des Flachgaus zu schaffen, In Dorfbeuern brannte  
    das Stallgebäude eines Bauernhofs nach Blitzschlag nieder. In Neumarkt wurde ein Trafo getroffen.    
       
    Weiters verursachten Sturmböen umgestürzte Bäume, die insgesamt 22 Feuerwehreinsätze zur Folge hatten.  
       
    Nach Abzug der Unwetterfront richtete sie im benachbarten Oberösterreich (Attergau, Innviertel) ebenfalls  
    erheblich Schäden an.      
       
    Gerade moderat verlief der Durchzug bei uns in Hintersee. Ein erster Vorläufer traf unsere Gemeinde mit kurzen  
    Starkregen um 16:45 Uhr, ehe um 17:15 Uhr die südlichste Zelle der breiten Gewitterfront bei uns für lebhaft  
    auffrischenden Wind verbunden mit ca. 10 min Starkregen sorgte. Danach kehrte sehr schnell wieder Ruhe ein.  
       
    Am Abend um 20 Uhr meldete sich erneut eine Gewitterzelle, die aber nördlich an uns vorbeizog und nicht   
    einmal Niederschlag brachte. Eine Stunde später raste ein sehr aktiver Schauer über die Osterhorngruppe  
    hinweg. Vor allem auf den Bergen sorgte dieser für kräftigen Wind.      
       
    Die kurzen Regengüsse konnten hier für keine Probleme sorgen. In Summe kamen bis 20 Uhr nur 10,5 l/m²  
    zusammen. Diese helfen aber dem bisher recht trockenen Juni etwas nasser zu werden.      
       
    Zum Abschluss noch ein Hinweis auf einige schöne Bilder des Gewitters von viertel nach fünf, die man mit   
    den unten stehenden Link erreichen kann. Stefan Pirnbacher von der privaten Wetterstation in Scheffau    
    hat diese Schnappschüsse von Golling aus für uns eingefangen.      
       
    Links: + Fotoalbum: 22.06.2011 Gewitterchen Tennengau (Quelle: Skywarn Austria)  
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    So, 05.06.11 Statistik Mai: Das i-Tüpfelchen auf das Sonnenfrühjahr 2011      
       
    + 163 l/m² Niederschlag      
    + 11,1°C mittlere Temperatur      
    + 1 Schneefalltag      
    + 13 Gewitter      
       
    Der Mai ist vorbei. Das reimt sich und alles was sich reimt ist gut, zumindest wenn es nach der bekannten Kinder-  
    seriemfigur Pumuckl geht. Wenn man die trockene Vorgeschichte im Frühling weglässt, kann man die Frage   
    ebenso mit ja beantworten.      
       
    Der dritte Monat des meteorologischen Frühlings wurde wie bereits Februar, März und April von kräftigen Hochs  
    dominiert. Wie auch in den Vormonaten ließ das Hochdruckbollwerk kurzzeitig Tiefdruck zu, um sich danach  
    sofort wieder zu stabilisieren. In der ersten Monatshälfte baute sich die Hochbrücke vom Atlantik bis nach  
    Skandinavien auf. Trockene und angenehm warme Tage waren die Folge. Zur Monatsmitte zerriss ein Tief  
    diese Brücke und sorgte für Abkühlung und Regen, ehe sich die Hochdruckphase regenerierte, wobei sich  
    in der zweiten Monatshälfte die Hochs eher südöstlich und östlich von uns befanden. Somit gelangte zusehends  
    feuchtere Luft in den Alpenraum, wodurch die Gewittertätigkeit in Fahrt kam. Ein Kaltfrontdurchgang eines  
    Westeuropatiefs am Monatsende sorgte für ein zweites größeres Regenereignis.      
       
    Die angesprochene Kaltfront brachte nochmals Schnee auf unseren Bergen und mit 42,5 l/m² am 27. Mai den   
    zweithöchsten Tageswert im Mai. Spitzenreiter in dieser Wertung war der 15. Mai, als es nicht nur den einzigen  
    des Monats und gesamt 55. Schneefalltag des Winters gab, sondern mit 50 l/m² auch am meisten Niederschlag.  
    Über den Mai verteilt fiel an 13 Tagen Regen, wodurch sich eine Niederschlagsmenge von 163 l/m² summierte.  
    Erneut ein Rückgang zum Schnitt seit 1996, doch fiel dieser im Mai mit -19 % noch moderat aus. Weniger Regen  
    im Mai gab es zuletzt im Jahr 2008. Österreichweit war diesmal Kitzbühel der feuchteste Ort mit 200 l/m² (lt. ZAMG).  
       
    Nicht allzu viel zur Regensumme trugen die 13 Gewitter im Mai bei, die sich auf 8 Gewittertage verteilten. Am   
    häufigsten donnerte es am 31. Mai (3 Gewitter), die kräftigste Zelle traf uns am Nachmittag des 19. Mai mit  
    Starkregen und leichten kleinkörnigen Hagel.      
       
    Gut temperiert war oft die Luft im fünften Monat des Jahres. Mit einer mittleren Temperatur von +11,1°C reihte  
    sich der Mai 2011 mit einem kleinen Plus von 0,6 Grad im Mittelfeld ein. Einem Sommertag (Tmax. >25,0°C)  
    stand kein Frosttag mehr gegenüber, dazu blieb das Thermometer auch nur 4 Mal unter der 10-Grad-Marke  
    (kalter Tag, im April war es sogar einer weniger).