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  Sa, 11.02.12 Rückblick Jänner: Eine halbe Tonne Wasser    
       
    Mi, 25.01.12 73 cm Neuschnee in 1 1/2 Tagen    
       
    Sa, 07.01.12 Wetterrückblick 2011 für Hintersee    
       
    Fr, 06.01.12 Windiges Mädchen "Andrea"    
       
    Mo, 02.01.12 Rückblick Dezember: Sehr warm und dennoch…    
       
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    Sa, 11.02.12 Rückblick Jänner: Eine halbe Tonne Wasser      
       
    + 531 l/m² Niederschlag      
     298 cm Neuschnee      
    + 140 cm Schneehöhe      
    + -1,7°C mittlere Temperatur      
       
    Der niederschlagreichste Jänner seit über 60 Jahren liegt hinter uns. Soweit es sich anhand der Daten der   
    Hydrografischen Station in Faistenau zurückverfolgen ließ, gab es in einem Jännermonat in unserer Gegend  
    zumindest seit 1961 nicht mehr soviel Niederschlag. Selbst der Niederschlagsrekord der Wetterstation Hintersee  
    aus dem Juli 1997 mit 538 l/m² wäre fast gestürzt worden.      
       
    Nach einem trostlos trockenen November, einem von der Westdrift dominierten Dezember kristallisierte sich  
    im Jänner eine klassischen Nordwestlage heraus, bei der zwischen stabilen Hochs über dem Ostatlantik und  
    Russland der Weg für Tiefs nach Mitteleuropa frei war. Mit einer Warmfront rutschen wir zu Silvester bereits ins  
    neue Jahr, unzählige weitere Frontensysteme folgten. Je nach Einbindung von etwas wärmeren oder kälteren  
    Luftmassen kam mit mehr oder weniger Feuchte Regen und Schnee in den Alpenraum. In den bekannten Staulagen,  
    so eben auch in Hintersee, entleerten die Wolkenfronten ihre Last und sorgten für abwechselnd viel Neuschnee,   
    der sogleich von der nächsten Warmfront wieder weggeregnet wurde. Der atlantische Tiefdruckmotor produzierte  
    unter anderem auch einige Sturmtiefs, die den Jänner an vielen Tagen sehr windig machten. Erst an den letzten  
    Tagen des Monats beruhigte sich das Wetter langsam, da der aus Osten vorstoßende Hochdruck die Rutschbahn  
    für die Atlantiktiefs sukzessive abschnürte.      
       
    Tückisch war der Jänner 2012. Durch den ständigen Wechsel zwischen Regen und Schnee fiel die eigentlich  
    gefallene Niederschlagsmenge nicht groß auf. Man merkte es erst, wenn man den Schnee wegschaufelte. Da sich  
    der Schnee mit dem Regen voll sog, brachten auch kleinere Mengen auf Dächern ganz schöne Lasten zusammen.  
    Wie eingangs erwähnt, regnete und schneite es im Jänner über eine halbe Tonne pro Quadratmeter. Läge   
    Hintersee einige Meter höher und hätte der Wind nicht so oft mitgespielt (er verhinderte kühlere Temperaturen),   
    dann hätte unser Dorf ein Schneewunder erlebt, das den Februar 2009 (469,5 cm Neuschnee) merklich    
    übertroffen hätte. Aber selbst ohne Konjunktiv war der Jänner 2012 spektakulär genug.      
       
    Schlussendlich akkumulierten sich 531 l/m² an Regen und Schnee. Soviel Niederschlag gab es nicht mal im   
    Monat des Jahrhunderthochwassers im August 2002. Nur im Juli 1997 fiel bei uns in Hintersee noch um 7 Liter  
    mehr vom Himmel. Die Hydrografische Station in Faistenau wies ebenfalls keine größeren Monatsmengen auf.  
    Selbstredend war da fast die Tatsache, dass es natürlich der niederschlagreichste Jänner war. Sogar im nassen  
    Jänner im letzten Jahr summierten sich nur knapp die Hälfte. In Faistenau war der Jänner 1982 mit 276 l/m²  
    der bisher nasseste.      
       
    Im Österreichvergleich ließen wir diesmal sämtliche Konkurrenz weit hinter uns. Lofer (324 l/m²), Bad Ischl (316 l/m²)  
    und Bad Goisern (314 l/m², jeweils Quelle: www.ubimet.com) konnten zwar ebenso hohe Werte erzielen, als  
    Top-Nordstauort war Hintersee aber eine Nummer zu groß.      
       
    Der größte Tagesniederschlag kam - wie hätte es anders sein können - durch ein Regen- und Schneegemisch   
    zustande. Am 20. Jänner summierten sich 73,5 l/m².      
       
    An 14 Tagen regnete es im Jänner, achtmal öfter als in einem durchschnittlichen Jännermonat. An diesen    
    vierzehn Tagen summierte sich eine reine Regenmenge von 188 l/m², was einer Steigerung von 170 %    
    zum Normalwert bedeutete. Damit überbot der Jänner 2012 den bis dato regenreichsten aus 2011 nochmal  
    um 11 Liter. Der verregnetsten Tag war gleich der 1. Jänner mit 39 l/m².      
       
    Die Anzahl der Schneefalltage war genauso überdurchschnittlich. Siebzehnmal schneite es in Hintersee, wobei  
    es davon fünfmal mehr als 30 cm Neuschnee gab. Den größten Schneezuwachs an einem Tag verzeichneten  
    wir am 24. Jänner mit 57 cm. Die Monatsneuschneesumme brachten den Jänner 2012 ebenfalls in Gefilde,   
    die er sonst nicht sehen würde. Mit 298 cm war es nicht nur der schneereichste Jänner überhaupt, sondern  
    auch das sechstschneereichste Monat seit Messungsbeginn 1988 in Hintersee. Zuletzt mehr Schnee in einem  
    Monat hatten wir im Dezember 2010. Im Jännervergleich übernahm der heurige erste Monat des Jahres die  
    Topposition vom Jänner 1995 (289 cm) mit einem Plus von 215 % zu einer durchschnittlichen Neuschneemenge.  
       
    Durch den immer wiederkehrenden Regen wuchs die Schneedecke nicht ganz den Neuschneemengen     
    entsprechend an. Trotzdem erreichte sie mit einer maximalen Höhe von 140 cm am 24. und 25. Jänner den   
    höchsten Stand seit dem Winter 2008/09.      
       
    Wie im gesamten Bundesgebiet fiel auch in Hintersee der Jänner sehr mild aus. Die warmen atlantischen   
    Luftmassen ließen vor allem im ersten Monatsdrittel die Temperaturen auf recht hohem Niveau verweilen.    
    Im letzten Drittel des Monats sanken die Werte dann allmählich auf ein normales Maß ab, dennoch fiel der    
    Jänner 2012 mit einer mittleren Temperatur von -1,7°C und einer positiven Abweichung von 2 Grad zum    
    Schnitt deutlich zu warm aus. In Hintersee war es damit nur im Jänner des Rekordmildwinters 20066/07 noch  
    wärmer (-0,1°C). Es gab 28 Frosttage, davon waren 11 Eistage.      
       
    Die höchste Tagestemperatur wurde am 5. Jänner mit +5,4°C gemessen. Am kältesten waren die Morgen  
    am 16. und am 31. Jänner mit je -11,7°C.      
       
    Es war ein denkwürdiger Monat, wieder einmal ein denkwürdiger. Die Denkwürdigkeit, die uns die Wetterküche  
    in letzter Zeit gehäuft beschert, gibt einem schon zu denken. War der Jänner 2011 doch schon außergewöhnlich  
    nass, vermochte man kaum zu glauben, dass sich dies nochmal so steigern lassen würde. Wintermonate, die  
    soviel Niederschlag bringen. Eigentlich obliegt das den Sommermonaten und dazwischen ein Herbstmonat,  
    welcher keinen Tropfen und keine Flocke zu produzieren vermochte. Wetter ist einfach faszinierend…    
       
    Links: + Tagesniederschläge + Monatsrangliste Regen + Monatsvergleich Schnee  
    + Tagesrangliste Regen + Monatsrangliste Schnee + Wintervergleich  
    + Tagesrangliste Schnee + Monatsrangliste Niederschlag + Tagestemperaturen  
    + Tagesrangliste Niederschlag + Monatsvergleich Regen + Monatsvergleich Temperatur  
       
         
           
    Mi, 25.01.12 73 cm Neuschnee in 1 1/2 Tagen      
       
    Der Jänner 2012 ist so spannend, dass man fast jeden Tag eine Gescheite schreiben könnte. Wir picken uns aber  
    das Filetstück heraus: Die vergangenen 1 1/2 Tage brachten in Hintersee eine kräftige Portion Neuschnee.  
       
    Eine ausgeprägte Nordwestlage, bei der Mitteleuropa zwischen Hochs über dem Ostatlantik und Russland   
    eingeklemmt war, ermöglichte vielen Tiefs deren Fronten zu uns zu schicken. Oft waren die von den Tiefs vermischten  
    Luftmassen bisher um einen Hauch zu warm, um für die Schneemenge zu sorgen, wie sie in den Regionen  
    über 1.000 m liegen. Diesmal passten aber die Bedingungen und unsere kleine Gemeinde wurde ihrem Ruf als  
    Schneeloch wieder gerecht.      
       
    Am Montagabend entleerten sich noch die Reste eines alten Tiefs, ehe sich ein nach Polen wanderndes neues  
    bemerkbar machte. Nach mit Schauern durchsetzten Schneefall in der ersten Nachthälfte erreichte uns in der  
    zweiten dessen Kaltfront und es begann sehr stark zu schneien. Bis 7 Uhr morgens waren bereits 30 cm Neuschnee  
    gefallen. Am Vormittag setzte sich der dichte Schneefall fort, um ab den Mittagsstunden deutlich nachzulassen.  
    Am späten Dienstagnachmittag verstärkte sich die Intensität erneut bis die Schneefälle zum Mittwochmorgen hin  
    langsam ausklangen.      
       
       
    57 cm Neuschnee am Dienstag      
       
    Am gestrigen Dienstag summierte sich bis zum Abend eine Tagesmenge von 57 cm. Soviel hatte es in unserer   
    Gemeinde seit dem 15.12.2010 (57,5 cm) nicht mehr geschneit. Seit Messungsbeginn 1988 gab es generell nur  
    an 12 Tagen noch mehr Schnee. Die Bestmarke von 72 cm aus dem Februar 2009 blieb aber außer Reichweite.  
    Das "Ausschneien" bis Mittwochvormittag stapelte nochmals 16 cm an Schneeflocken aufeinander, sodass sich  
    73 cm Neuschnee seit dem Montagabend ergaben.      
       
       
    Schneehöhe stieg auf 140 cm      
       
    Der ordentliche Packen an Neuschnee ließ auch die Schneehöhe auf Wiesen und Feldern anwachsen. Sie erreichte  
    heute 140 cm. Das ist der höchste Stand seit dem Winter 2008/09, als es im Februar über die 2-m-Marke ging.  
       
       
    Schneelast macht teilweise Probleme      
       
    Nicht der diesmal gefallene Schnee macht manchen Gemeindebürgern Kopfweh, sondern die Last des bisherigen  
    Winters, in dem sehr viel nasser Schnee vom Himmel kam, welcher auch oftmals Regen aufsog. So wurden in  
    Hintersee vorsichtshalber einige Dächer abgeschaufelt, um Schlimmeren vorzubeugen. Ansonsten weiß unser  
    Schnee erprobter Ort damit aber sehr gut umzugehen, sind solche Schneemengen hier doch keine Seltenheit.  
       
       
    Gut 5 m Neuschnee im Winter 2010/12      
       
    Obwohl es immer wieder regnete, gab es im Dezember und Jänner soviel Niederschlag, dass genug als Schnee  
    übrig blieb und der Winter 2011/12 in seiner Neuschneesumme nur knapp hinter den "großen" Wintern liegt.  
    Bis heute fielen 524,5 cm Neuschnee. Mehr zu diesem Zeitpunkt gab es nur in den Wintern 98/99, 99/00, 05/06  
    und 10/11. Wie sich sicher jeder erinnert, landeten wir nur im letzten Jahr nicht im Spitzenfeld.      
       
    Links: + Tagesniederschläge + Tagestangliste Schnee + Winterstatistik  
       
         
           
    Sa, 07.01.12 Wetterrückblick 2011 für Hintersee      
       
    Wie war das Wetterjahr 2011 in Hintersee? Im neuen Jahresbericht der Wetterstation Hintersee blicken wir  
    zurück auf sehr warmes und sonniges Jahr.      
       
    Thema sind unter anderem das große Jännerhochwasser, der Winter 2010/11, der Super-Sonnen-Frühling   
    zwischen Februar und Mai, der nass-kalt Hochsommer, die Hitzwelle Ende August, der warme und sonnige  
    Herbst sowie die Rekordtrockenheit im November.      
       
    Unser Jahresbericht beinhaltet neben den Zusammenfassungen der Wetterlagen auch viele interessante Statistiken,  
    Auszüge aus Ereignisberichten von unserer Webseite. Garniert wird das Ganze mit fotografischen Eindrücken   
    aus jedem Monat.      
       
    Der Jahresbericht 2011 kann durch den unten folgenden Link als PDF aufrufbar.      
       
    Links: + Jahresbericht 2011      
       
         
           
    Fr, 06.01.12 Windiges Mädchen "Andrea"      
       
    Alle Sternsinger hatten gestern und heute mit sehr widrigen Verhältnissen zu kämpfen Stürmischer Wind und   
    Neuschnee machten vor allem Westösterreich zu schaffen.      
       
       
    Wetterablauf      
       
    Das Orkantief "Andrea" ließ den Start ins Jahr 2012 recht ungemütlich ausfallen. Bis gestern Mittag hatte sich das   
    Tief mit seinem Kern von Island bis zur Ostsee verlagert. Von dort erreichte uns bereits am Vormittag eine   
    vorlaufende Warmfront mit Regen und lebhaft auffrischenden Wind. Tagsüber regnete es leicht bis mäßig weiter  
    ehe am späten Nachmittag gegen 17 Uhr die Kaltfront durchging. Mit ihr durchquerten einige starke Windböen  
    unsere Gemeinde und es begann kräftig zu schneien. Der Wind schwächte sich allerdings bald wieder ab und  
    der Schneefall ging in Schauer über.      
       
    In der Nacht auf Freitag legte der Wind mit nachrückender Höhenkaltluft wieder zu. Gepaart mit den weiter  
    durchziehenden Schneeschauern gab es zum Teil Schneeverwehungen und schlechte Sichtbedingungen. Tagsüber  
    gingen neben Schnee- auch Graupelschauer nieder, die bis zum Abend eine Neuschneemenge von 33 cm   
    ansammelten.      
       
       
    Windgeschwindigkeiten      
       
    Mit den stärksten Windböen hatten Vorarlberg, Tirol und das östliche Flachland zu tun. Hier gab es im Tal   
    Windgeschwindigkeiten bis 122 km/h in Innsbruck. 112 km/h waren es in Reichenau (NÖ), 109 km/h in Heiming  
    (Tirol) und 108 km/h in Rohrspitz (Vbg).      
       
    Im Bundesland Salzburg wurden genauso wie in Hintersee keine allzu großen Werte in den Niederungen erzielt.  
    Sturmböen ereigneten sich in Mattsee (83 km/h) und Krimml (72 km/h). Auf den Bergen brauste der Wind    
    dagegen deutlich schärfer. Auf der Rudolfshütte wurden Orkanböen bis 151 km/h gemessen, am Sonnblick bis  
    126 km/h. Im Flachgau gab es Spitzen bis 115 km/h am Zwölferhorn und immerhin noch 90 km/h am Kolomannsberg.  
       
       
    Wind verbläst Nordstau nach Süden      
       
    Der auch am Freitag wehende stürmische Höhenwind hat dazu geführt, dass der klassische Staueffekt bei  
    typischen Nordwestlagen an der Osterhorngruppe zwar nicht ausblieb, aber dennoch nur vermindert auftrat.  
    Stattdessen wurden die mit Niederschlag prall gefüllten Wolken über die Gipfel hinweg nach Süden getrieben  
    wo sie sich erst am Alpenhauptkamm stauen konnten und so den Gebirgsgauen zu einer ordentlichen Portion  
    Neuschnee verhalfen.      
       
    Quellen: www.austrowetter.at, www.12erhorn.at, ZAMG      
       
    Links: + Tagesniederschläge + Tagestangliste Schnee      
       
         
           
    Mo, 02.01.12 Rückblick Dezember: Sehr warm und dennoch schneereich      
       
    + 277 l/m² Niederschlag      
    + 216 cm Neuschnee      
    + plus 3 Grad zu warm      
       
    Eigentlich sollte das Eine ja das Andere ausschließen, doch der Dezember 2011 bewies, dass selbst sehr warme  
    Wintermonate recht schneereich ausfallen können.       
       
    Nachdem Ende der Rekordtrockenheit im November, die am 2. Dezember nach 36 Tage ohne Niederschlag  
    endlich vorbei war, meldete sich der Atlantik wieder zurück ins mitteleuropäische Wettergeschehen. Sich     
    aufbauender Tiefdruck zwischen Island und Skandinavien dominierte ab sofort den letzten Monat des Jahres.  
    Eine Westdrift war geboren, die den Wettercharakter recht wechselhaft gestaltete. Kurze sonnige Phasen wurden  
    sogleich von Warm- oder Kaltfronten abgelöst, die, je nach mitgeführter Luftmasse, Regen oder Schnee brachten.  
    Trotz der für die Jahreszeit sehr milden Atlantikluft kam es doch recht oft zu Schneefällen, die aber von nachfolgenden  
    Regen teils wieder weggespült wurden. So entstand nur selten ein richtig winterlicher Eindruck.    
       
    Den Höhepunkt des Westwindgebläses gab es zur Monatsmitte als Sturmtief "Joachim" über Österreich brauste  
    und mit 162 km/h am Patscherkofel und immerhin 137 km/h am Zwölferhorn für Orkanböen auf den Bergen sorgte.  
    Der Salzburger Bestwert im Tal lag bei stürmischen 108 km/h in Mattsee.      
       
    Mit dem Sturmtief begann zugleich die winterlichste Phase in diesem Monat. Am 17.12. schneite es 32 cm, am  
    21. Dezember gab es mit 46,5 cm Neuschnee den höchsten Tageswert. An insgesamt 20 Tagen schneit es in  
    Summe 216 cm, ein Plus von 68 % zu einem durchschnittlichen Dezember. Nachdem Monatstopwert im letzten  
    Jahr (316,5 cm) war es der zweite schneereiche Dezember in Folge. Davor lag der Zwölfte des Jahres 4 Jahre  
    auf Sparflamme.      
       
    In der Woche vor Weihnachten erreichte dadurch auch die Schneedecke ihren Höchststand in diesem Monat und  
    Winter. Am 22.12. maß sie eine Höhe von 72 cm. Zum Vergleich: Die größte Schneehöhe gab es österreichweit   
    im Vorarlberger Schröcken mit 127 cm.      
       
    Geregnet hat es im Dezember recht oft. An 13 Tagen gab es Flüssiges, so häufig wie davor nur 1997. 2010 regnete  
    es nur viermal. Doch trotz der vielen Male kam mit 91,5 l/m² nur eine leicht überdurchschnittliche Menge (+18 %)  
    zusammen. Allerdings wählte der Regen meist einen schlechten Zeitpunk. So auch am Tag vor Weihnachten  
    als mit 19 l/m² die größte Tagesmenge fiel.      
       
    Regen und Schnee ergaben zusammen aber einen sehr feuchten Monat. Gesamt gab es einen Niederschlag von  
    277 l/m². Deutlich mehr als etwa noch im so verschneiten letzten Jahr (181,5 l/m²), aber weniger als im nassesten   
    Ort von Österreich (Warth, Vorarlberg, 332 l/m²). So fiel der niederschlagreichste Tag des Monats auf einen Tag   
    mit Regen und Schnee, den 7. Dezember mit 38 l/m².      
       
    Mut einem der vielen Frontdurchgänge ereignete sich am 5. Dezember noch ein Gewitter mit starken Regen am  
    frühen Morgen.      
       
    Der größte Ausschlag fand sich diesen Monat allerdings bei der Temperatur, Es gab zwar an 27 Tagen Frost, doch  
    zeigte das Thermometer tagsüber fast immer positive Werte an. Ausgenommen waren 3 Tage (Eistage), an  
    denen es frostig blieb. Dermaßen wenige Eistage gab es selbst im Dezember des Mildwinters 2006/07 nicht (5).  
    Kein Vergleich erlaubte sich mit dem Dezember 2011 als es 27 Eistage waren.      
       
    Dementsprechend fiel das Temperaturmittel aus. Der Dezember schloss mit einem Mittel von +0,1°C. Das hieß,  
    dass der Dezember 2011 um 3,2 Grad zu warm war. Das durchschnittliche Monatsmittel entspräche eher dem  
    Dezember des letzten Jahres. Der kälteste Dezember der vergangenen zehn Jahr war mit -5,9°C (2001) noch  
    viel kälter. Selbst der Dezember aus 2006 war merklich kühler als der heurige.      
       
    Den wärmsten Tag hatten wir am 2. Dezember. Hier stieg die Temperatur auf +8,2°C. Dagegen war am 20.12.  
    mit -10,6°C am kältesten.      
       
    Schlussendlich konnte man für den Dezember 2011 eine zwiespältige Bilanz ziehen. Einerseite war er mit einem  
    bemerkenswerten Wärmeüberschuss der Abschluss eines generell warmen Jahres, andererseits brachte er  
    vor allem den Bergeregionen den lange erhofften Schnee. Im Tal stand es oft auf Messers Schneide, ob es  
    Regen oder doch Schnee geben würde. Der Winter hat aber bisher leicht die Oberhand gegen das Tauwetter  
    behalten.      
       
    Quellen: www.wetter.tv, www.austrowetter.at, www.12erhorn.at      
       
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