WHIPPET UND AZAWAKH
Hundewelpen
und auch erwachsene Hunde sind
ausgesprochene Gewohnheitstiere und nehmen innerhalb von wenigen
Tagen den
Rhythmus der neuen Umgebung auf. Daher sind sie einfach zu kontrollieren, Ihr Verhalten muß nur immer
sorgfältig auf Abweichungen beobachtet werden.
Hundekinder brauchen ebenso wie Menschenkinder sehr viel Schlaf
und dürfen
zwischendurch keinesfalls geweckt werden ! Wenn meine Empfehlungen eingehalten
werden, wird sich der
Welpe völlig normal entwickeln !
Es wäre gut, Ihren neuen Hausgenossen in den
nächsten Tagen Ihrem Tierarzt vorzustellen, damit Ihr Arzt den Hund
bereits kennt, sollte irgendwann einmal ein
Arztbesuch ad hoc notwendig sein. Bitte mich kurz informieren, sollte Ihr
Tierarzt
zu früh oder sehr häufig impfen wollen !
Da ich selbst beste Erfahrung mit der Anwendung von homöopa -
thischen
Mitteln habe, kann ich nur wärmstens das Buch von H.G.Wolff:
"Unsere Hunde – gesund durch Homöopathie“
zur Lektüre und Anwendung. empfehlen.
Hier nun einige Möglichkeiten der Eigenmedikation
in leichten Fällen :
Zähneputzen :
ein mal wöchentlich mit Schlemmkreide
und einer ganz weichen
Babyzahnbürste;
Durchfall :
schwach : Enteroferment 4–5x täglich 1 gehäufter TL mit warmem Wasser
und 3 EL Milupa-7-Korn-Flocken
breiig gerührt.
stärker : je nach Alter ½ bis zu
2 Tabl. Tannalbin 3x täglich, zerstoßen
und mit Enteroferment und
Wasser breiig angerührt.
stark : wie vor, aber 5 – 6x täglich, dazu Diät:
1.Tag: getoastete Semmeln oder
Zwieback, Schwarz- oder Kamillentee
2.Tag: gekochtes,
fettfreies Fleisch (Huhn, Pute), zerkochter Reis oder entsprechende Menge
Milupa 7-Korn-Flocken oder Milupa
Reisschleim für Babies so auch am 3.Tag, dazu Kamillen oder
Schwarztee
Bei Blut im Kot oder wenn sich ab dem 2. Tag keine
Besserung einstellt, ist der Tierarzt
zu konsultieren ! Nach einer
schweren Durchfallerkrankung ist es oft nötig,
über längere Zeit, oft über Monate, Schonkost zu geben. Ideal sind da
zuerst die o.e. Milupa-Präparate, später gekochtes
Porridge statt der üblichen Hundeflocken als Beifutter, anfänglich
immer mit Beimengung von Enteroferment.
Ohrmilben : Heftiges, wiederholtes Kopfschütteln
und ein schwarz-roter schmieriger Belag
im Ohr sind die Hinweise.
2x im Abstand von 4 Tagen zuerst mit warmem Kamillentee baden und
dann mit Wattestäbchen und Ja -
cutin
vorsichtig, aber gründlich
pinseln und reinigen. Nicht von anderen
Haustieren die Ohren schlecken
lassen !
Würmer : Schluckauf nach dem Fressen oder auch
„schlittenfahren“ deutet auf Wurmbefall hin. Regelmäßiges Ent -
wurmen alle 14 Tage
mit Welpan, später am Winteranfang und -ende mit Panacur
Tabletten, vermischt
mit Enteroferment zur Schonung der Magenwände.
Bandwurm : 1 Mal im Jahr, am bestem im Spätwinter,
rechtzeitig vor den Rennen: Drontal nach Vorschrift (1 ganze
Tabl. je 10 kg Körpergewicht), ebenfalls mit Enteroferment. Angaben
zum bisherigen Entwurmen auf der
Rückseite des Impfpasses! Ich empfehle, diese Liste weiterzuführen !
Augenentzündungen : Spülungen mit
Kamillen- oder Salbeitee,
in hartnäckigen Fällen Kemicetin-Augensalbe oder
Tropfen, ggf. Coldistan-Augentropfen.
Frische Kratzer und Wunden : mit Octenisept
sprayen
Analdrüsen : Probleme mit den Analdrüsen kommen beim
Whippet nur äußerst selten vor, meist durch unsachgemäßes,
zu „menschliches“ Futter. Andauerndes
Schlittenfahren, Juckreiz, Schlecken, sogar Beißen in der Anal -
gegend
sowie manchmal ein recht unangenehmer Geruch sind
Hinweise. Bitte nicht selbst
ausdrücken,
wenn
man noch keine Erfahrung damit hat, Ihr Tierarzt wird es Ihnen aber
gerne zeigen.
Angaben zum Impfstoff: siehe Impfpaß. Bitte 5
Wochen nach der ersten 7-fach-Impfung nochmals mit dem gleichen
Impfstoff nachimpfen lassen. Wenn 2
Impfungen im Abstand von 5 Wochen
eingetragen sind, ist der
Welpe für mindestens 1 Jahr, sicher noch für
1 ½ Jahre immunisiert. Die
Tollwutimpfung empfehle ich
prinzipiell
erst nach dem Zahnwechsel
(5.-6.Monat), da erwiesen ist, daß eine zu früh verabreichte
Tollwutimpfung schwere Entwicklungsschäden
(P1/2/3-Fehler, Kiefermißbildungen) verursachen kann.
Fiebrige
Erkrankungen, Verdacht auf Grippe : auch erwachsene Hunde können sehr leicht
alle Kinderkrankheiten - Wind -
pocken,
Röteln, Masern u. v. m. auffangen, daher sollte man
besonders Welpen niemals von unbekannten
Kindern
berühren lassen und auch hausfremde
Besucher sollten zu Beginn die Schuhe ausziehen und sich
die Hände gründlich
waschen. Man gibt Kinder-Grippemittel, z.B. Influbene in adäquater Dosis.
Bei Grippe
mit Husten und Schnupfen haben sich nach meiner
Erfahrung sehr gut die Pilka
oder Pilka forte Tropfen sowie
homöopathische Husten- und Schnupfentropfen und weiters
zur Unterstützung der körpereigenen
Abwehrkräfte Ecchinacea Tropfen.
N ACHTUNG
: Bei einem Krankheitsbild, das
nicht auf irgendeine bekannte
Hundekrankheit schließen läßt, sollte man
unbedingt den
Tierarzt auf die Diagnose Kinderkrankheiten hinweisen, da
zum einen viele Tierärzte
das gar nicht
wissen und die meisten gar nicht daran denken.
Meist werden bei diesen Fällen auf diffusen Verdacht hin irgendwelche
Antibiotika und Cortison ge -
spritzt, was natürlich das Krankheitsbild
verzerrt und eine Heilung längerfristig verzögert !
N ACHTUNG
: Insektenbisse und -stiche
können immer wieder neue , besonders heftige Reaktionen hervorrufen, die
manchmal wie
Intoxikationen aussehen !
Reisekrankheiten : normalerweise legt sich das nach einigen Autofahrten. Bei ganz wenigen
Hunden erst nach
dem
Erwachsenwerden; wenn nicht :
Anamerita Cocculus D6 5 – 6 Tropfen, ½
Stunde vor Beginn der Reise;
Paspertin-Tropfen, 7 – 8 Tropfen, 1 Stunde
vor Beginn der Reise;
Homeo-Calm-Tropfen; Baldriantropfen oder
Nervenruh forte; ½ Baby-Nautisan-Supp.; vorher toben lassen,
damit der Welpe müde und weniger aufgeregt
ist.
Krallenschneiden : wie auf der Zeichnung, mit einer Krallenschere und immer vor einer sehr
guten Lampe, um den
Nerv
nicht zu verletzen ! Danach mit groben
Sandpapier (über einem kleinen Schleifblock) abschleifen.
Fachtierärzte für Windhunde:
Österreich :
Dr. Marianne Nies Dr. Martin Pittl Tierklinik
Imst Dr.
Barbara Koller
Saarplatz 1 Olympstraße 6
Florianigasse 19 Hohe Wand Straße 15/1
A – 1190
Wien A – 6410 Telfs
A-6460 IMST A – 2344 Maria Enzersdorf
tel 01 – 320 55 44 tel 05262 – 62 7 91 tel 05412 – 63 2 58 tel 02236 – 21 903
tierklinik.imst@gmx.at
Deutschland :
Dr. Gabriele Meißen Dr. Peter Dr.
Petra Wittmann
Oswaltstraße
1 Haus Nr. 58
Neuburgerstr. 12
D – 60439 Frankfurt D – 84347 Untergrasensee D – 80687 München
Tel 069 – 57 14 69 Südöstlich von Pfarrkirchen tel 089 – 54 69 686 oder
587 05 16 tel 08561 – 83 50 handy 0172 – 960 48 75