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Ein Film von Walter Wippersberg
Erstsendung im ORF am 8.11.2001 Pressestimmen: »Haider hat das mit der ordentlichen
Beschäftigungspolitik im Dritten Reich überhaupt
nie gesagt. Tatsächlich war er an dem bewussten Tag gar
nicht in Klagenfurt, sondern in Scheibbs, wo er eine Hühnerfarm
besichtigt hat. »Die Basis für Wippersbergs
ironische Korrektur des landläufigen Österreich-Bilds
liefern Dokumente, die die Sowjets angeblich nach dem Krieg in
bisher geheimen Archiven des ehemaligen KGB verschwinden ließen,
um zu verschleiern - was viele ÖsterreicherInnen eh schon
immer gewußt haben - daß die Österreicher nämlich
eigentlich ein Volk von Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus
waren ...« »Was Professor Hopfgärtner
zu bieten hat, ist sensationell: Die Erkenntnis, dass die Österreicher
ein Volk von Widerstandskämpfern waren und mehr Juden versteckten,
als es überhaupt gegeben hat. Haben wir es doch geahnt!
Nun aber wurden in Moskau Filme gefunden, die es beweisen. Sogar
die Szene, in der ein Wiener vor seiner mit jüdischen U-Booten
vollgerammelten Wohnung Gestapobeamte abwimmelt, konnte seinerzeit
gefilmt werden. Dass er dem Gerhard Ruiss ähnlich sieht:
Naja, vielleicht ein Vorfahr? Blöd nur, dass ORF 1 diese
Sensation in seine jüngsten Kunststücke verbannte.
So dass der Irrtum entstehen konnte, Walter Wippersberg habe
eine Satire gedreht. Wo er sich doch schon mit dem Klassiker
Das Fest des Huhnes verdächtig gemacht hat. »Dieser Film verspricht Die
Wahrheit über Osterreich zu verraten. Vielsagend schon
der Untertitel: Wie man uns belogen hat Demnach sei
die Geschichte Österreichs im zwanzigsten Jahrhundert eine
einzige groß angelegte Fälschung. »Wer sich an Wippersberg mittlerweile
längst als Kultfilm gehandelte ethnografische
Abhandlung Das Fest des Huhnes erinnert, der ist
vorgewamt, wie diese augenzwinkernde Wahrheit über
Österreich Wie man uns belogen hat zu deuten
ist.« »Unbequeme Wahrheiten über
unser Land. [...] hätten ihren geeignetsten Sendeplatz schon
vor vierzehn Tagen gehabt - im Hauptabendprogramm am Staatsfeiertag,
dem 26. Oktober.« »Walter Wippersberg, berühmt
für seine ethnographische Studie Das Fest des Huhns,
ist sich seiner Verantwortung wohl bewusst [...] Was er Ihnen
in knapp 55 Minuten zeigt? Dass Adolf Hitler auf einem leeren
Heldenplatz die Heimkehr seiner Heimat ins Reich heruntergestottert
hat. Dass die Geistesheroen Waggerl, Ginzkey und Mell dem Dritten
Reich getrotzt haben. Dass Jörg Haiders sattsame Sprüche
aus dem Munde eines missratenen Doppelgängers stammen. Wippersberg
hat eine böse Satire gedreht, an der der ORF nichts zensuriert
hat. Trotzdem bleibt einem das Lachen über dieses virtuose
Lehrstück im Halse stecken.« |