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Ein Film von Walter Wippersberg


»Die Wahrheit über Österreich
oder: Wie man uns belogen hat«

Erstsendung im ORF am 8.11.2001
(Wiederholung bzw. Erstsendung director's cut: 10.2.2002)

Pressestimmen:

»Haider hat das mit der ›ordentlichen Beschäftigungspolitik im Dritten Reich‹ überhaupt nie gesagt. Tatsächlich war er an dem bewussten Tag gar nicht in Klagenfurt, sondern in Scheibbs, wo er eine Hühnerfarm besichtigt hat.
Wer am Donnerstag ›Kunststücke‹ sah, erfuhr Erstaunliches. Erstens: Politische Satire ist im ORF doch möglich. Zweitens: Die gefälschte Dokumentation mit erlogenen Experten und Bildern ist eine feine Methode. ›Die Wahrheit über die Geschichte Österreichs oder: Wie man uns belogen hat‹ heißt eine Satire von Walter Wippersberg, der uns bereits mit ›Das Fest des Huhnes‹ erfreute. Diesmal war es weniger vordergründig und um einiges schärfer: Kaiser Karl als Heiliger; am Heldenplatz nur Tauben, keine jubelnden Massen. Österreich wird hier zu den Weltkriegs-Siegermächten gezählt. Ohne Unterstützung durch unser musisches Volk, so die schöne These, hätten die Deutschen den Krieg nämlich gewonnen.«
KURIER

»Die Basis für Wippersbergs ironische Korrektur des landläufigen Österreich-Bilds liefern Dokumente, die die Sowjets angeblich nach dem Krieg in bisher geheimen Archiven des ehemaligen KGB verschwinden ließen, um zu verschleiern - was viele ÖsterreicherInnen eh schon immer gewußt haben - daß die Österreicher nämlich eigentlich ein Volk von Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus waren ...«
DER STANDARD

»Was Professor Hopfgärtner zu bieten hat, ist sensationell: Die Erkenntnis, dass die Österreicher ein Volk von Widerstandskämpfern waren und mehr Juden versteckten, als es überhaupt gegeben hat. Haben wir es doch geahnt! Nun aber wurden in Moskau Filme gefunden, die es beweisen. Sogar die Szene, in der ein Wiener vor seiner mit jüdischen U-Booten vollgerammelten Wohnung Gestapobeamte abwimmelt, konnte seinerzeit gefilmt werden. Dass er dem Gerhard Ruiss ähnlich sieht: Naja, vielleicht ein Vorfahr? Blöd nur, dass ORF 1 diese Sensation in seine jüngsten Kunststücke verbannte. So dass der Irrtum entstehen konnte, Walter Wippersberg habe eine Satire gedreht. Wo er sich doch schon mit dem Klassiker ›Das Fest des Huhnes‹ verdächtig gemacht hat.
Mit Hilfe eines Päckchens Greenbucks wurden die Filme für Osterreich gerettet. Man sieht die Dollars ganz genau. Und auch die mit geheimen Archivalien vollgestopften düsteren KGB-Gänge. Dort kamen übrigens noch ganz andere Filmdokumente zum Vorschein. Sie beweisen, dass Kaiser Karl von Hindenburg und Ludendorff gefoltert wurde. Woher dann Österreichs schlechtes Image? Alles eine einzige große Verschwörung! Manchem echten Österreicher mögen nur einige überdrehte Stellen verraten haben, dass Walter Wippersberg mit ›Die Wahrheit über Österreich‹ eine köstliche Satire gelungen ist – und mancher ist vielleicht drauf reingefallen!
DIE FURCHE

»Dieser Film verspricht ›Die Wahrheit über Osterreich‹ zu verraten. Vielsagend schon der Untertitel: ›Wie man uns belogen hat‹ Demnach sei die Geschichte Österreichs im zwanzigsten Jahrhundert eine einzige groß angelegte Fälschung.
Der Autor und Regisseur Walter Wippersberg fand beim Stöbern in bisher ›geheimen Archiven‹ des ehemaligen KGB sensationelles und provokantes historisches Material.
Es lasse die bisher bekannte österreichische Geschichte der vergangenen einhundert Jahre in einem vollkommen neuen Licht erscheinen. Diese Ergebnisse sollen den Glauben an die Geschichtsschreibung als exakte Wissenschaft in seinen Grundfesten erschüttern. Wippersberg verspricht, dass nach diesem Film das Bild Österreichs nie wieder so sein wird, wie es bisher war.
Für diesen Film ist Walter Wippersberg geradezu prädestiniert. Als Schriftsteller hat er zuletzt eine ›Österreichische Trilogie‹ vorgelegt, drei im Otto Müller Verlag Salzburg erschienene Romane, die sich mit den politischen Zuständen in Österreich beschäftigen. Aber auch als Regisseur hat sich Walter Wippersberg um die Erhellung österreichischer Realität verdient gemacht. Etwa mit seinem Kultfilm ›Das unberührte und rätselhafte Oberösterreich – Fest des Huhnes‹.
Verschiedentliche Vermutungen, es handle sich bei ›Die Wahrheit über Österreich‹ erneut um eine Satire, weist Walter Wippersberg entschieden zurück.«
SALZBURGER NACHRICHTEN

»Wer sich an Wippersberg mittlerweile längst als Kultfilm gehandelte ›ethnografische‹ Abhandlung ›Das Fest des Huhnes‹ erinnert, der ist vorgewamt, wie diese augenzwinkernde ›Wahrheit über Österreich – Wie man uns belogen hat‹ zu deuten ist.«
NEUES VOLKSBLATT / SALZBURGER VOLKSZEITUNG

»Unbequeme Wahrheiten über unser Land. [...] hätten ihren geeignetsten Sendeplatz schon vor vierzehn Tagen gehabt - im Hauptabendprogramm am Staatsfeiertag, dem 26. Oktober.«
WIENER ZEITUNG

»Walter Wippersberg, berühmt für seine ethnographische Studie ›Das Fest des Huhns‹, ist sich seiner Verantwortung wohl bewusst [...] Was er Ihnen in knapp 55 Minuten zeigt? Dass Adolf Hitler auf einem leeren Heldenplatz die Heimkehr seiner Heimat ins Reich heruntergestottert hat. Dass die Geistesheroen Waggerl, Ginzkey und Mell dem Dritten Reich getrotzt haben. Dass Jörg Haiders sattsame Sprüche aus dem Munde eines missratenen Doppelgängers stammen. Wippersberg hat eine böse Satire gedreht, an der der ORF nichts zensuriert hat. Trotzdem bleibt einem das Lachen über dieses virtuose Lehrstück im Halse stecken.«
KLEINE ZEITUNG

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