Die Herstellung einfacher und traditioneller Schalen und Gefäße steht im Mittelpunkt meiner keramischen Arbeit, wobei mein Hauptinteresse der Oberflächengestaltung gilt. Dazu verwende ich die Erkenntnisse aus der antiken Glanztonkeramik unter Anwendung der Rakutechnik.

Geformt werden die Gefäße mit der Methode des Überdrehens. Das Material ist hochschamottierte Steinzeugmasse (40% Schamott bis 1mm). Die Oberflächenbehandlung erfolgt in Anlehnung an die griechische Rotvasenmalerei, unter Verwendung von Tonarten mit unterschiedlich thermischen Sintereigenschaften (Intentional Red). Diese Tone (ø ≤ 2μm) erhalte ich durch Aufbereitung verschiedener Lehmböden. Bei den Tonarten handelt es sich um Illitische mit Eisengehalt und Kaolinitische ohne Eisengehalt.

Der Rohbrand wird oxidierend im Elektroofen, der Reduktions- bzw. Rauchbrand wird in Sägespänen durchgeführt. Das Rot und Orange ergibt sich durch den eisenhältigen Illit, das Schwarz durch den eingebrannten Kohlenstoff im Kaolinit. Das Weiß und das Grau erhalte ich durch ein Abdeckverfahren, um den Kohlenstoff vom Einbrennen in den eisenfreien Kaolinit ganz oder teilweise abzuhalten. Mit diesem Verfahren erhalte ich hochglänzende Oberflächen in Schwarz, Weiß, Grau, und rötlichen Erdfarben.

Für die Herstellung meiner Arbeiten verwende ich weder Glasuren noch Oxide, keine Schwermetalle und keine Farbkörper!