SCH-Y-WOCHENENDE
Hinterglemm, 25. bis 27. Jänner 2002

Nach dem sensationellen Erfolg des letzten Jahres organisierte der Yngling Club Österreich, im speziellen Susi und Wolfi Riha, auch heuer wieder ein Schiwochenende in Saalbach Hinterglemm.

Auch dieses Jahr war es wieder ein sehr gelungenes Zusammentreffen: Auf der einen Seite ist es einmalig sich mit Seglern auf der Schipiste zu treffen und einmal abseits vom Regattaalltag über anderes als Bojenrundungen, Windkanten und Speed-Probleme zu reden und somit jeden einzelnen in einem anderen Umfeld besser kennen zu lernen. Andererseits waren es einfach ein paar Tage mit vollem Programm, das sicherlich für jeden Geschmack etwas zu bieten hatte: von Disco über „Erlebnis-Essen" bis zu uriger Hüttengaudi und vom Rodeln übers Spazierengehen bis hin zu einem Schirennen war alles dabei. (und das alles in sehr kurzer Zeit – erholsam ist vielleicht was anderes, aber lustig wars auf jeden fall...)

Doch alles der Reihe nach: Freitag abends trafen sich 18 Yngling Segler aus 3 Nationen (!) plus 2 Freundinnen von Susi im Goaßstoi (heißt so, weil wirklich Goaßn im Lokal sind, kein Scherz...) um bei einem guten Essen alles Wissenswerte über die vergangenen Monate auszutauschen. Offen blieb schlußendlich nur die Frage woher Ali die Kuhschürze hatte, mit der sie auf einmal auf der Tanzfläche auftauchte und plötzlich von lauter ausländischen Stieren umgeben war. Wir hatten alle Hände voll zu tun um sie wieder zu ihrem Wolfi zurückzubringen, doch weiß ich nicht, ob es der Richtige war, da sie am nächsten Tag vom anderen Wolfgang ein Lebkuchen Herz geschenkt bekam...

Der nächste Tag hatte es dann in sich. Das Wetter wurde zunehmend besser und schließlich war der Himmel über Saalbach-Hinterglemm strahlend blau – wir hatten ja am Vortag auch alle immer brav ausgetrunken, was bei einigen beim Schifahren zu zittrigen Knien führte. Oder war es doch schon die Nervosität vor dem um 13 Uhr beginnenden Schirennen?

Laut einer Wette, die beim Holzer anläßlich der Weinlese Regatta 2000 ausgemacht wurde, mußte Rudi bei diesem Rennen im ersten Durchgang mit nur einem Schi antreten, was für einen früheren Weltklasse Schifahrer fast kein Handicap darstellte (siehe Ergebnis Liste) – gratuliere zu dieser beeindruckenden Leistung! Durch dieses Handicap war der Weg für uns drei Weltmeister 2001 frei, das Rennen unter uns auszumachen. Nach einem Hunderstel Krimi im ersten Durchgang setzte sich aber dann schlußendlich Wolfi durch, doch beste Laufzeit im unverändert gebliebenen 2. Durchgang erzielte Rudi (diesmal mit zwei Schi). Ebenfalls hervorragend unser einziger Snowboarder im Feld, Stefan Knittel, der zumindest optisch sehr bestach, und unser australischer Gast, Robyn, die für ihre beeindruckende Leistung das „Schneckerl" bei der Siegerehrung überreicht bekam.

Ergebnis Yngling Schirennen 2002  
       
Pl. Name 1.DG 2.DG Gesamt
1 Riha Wolfgang 22,06 22,41 44,47
2 Skolaut Christoph 22,10 22,52 44,62
3 Skolaut Georg 22,11 23,17 45,28
4 Deschka Stefan 24,04 24,54 48,58
5 Prosenz Rainer 24,51 24,25 48,76
6 Reiss Adrienne 24,64 24,34 48,98
7 Mayr Rudi 27,18 21,81 48,99
8 Schöberl Karin 24,94 24,66 49,60
9 Riha Susi 24,74 24,88 49,62
10 Mayrhauser Ali 25,36 25,27 50,63
11 Richard Johannes 27,31 28,05 55,36
12 Harreither Michaela 27,84 28,61 56,45
13 Jutta 30,64 25,95 56,59
14 Schöberl Peter 29,48 27,59 57,07
15 Janusch Simone 29,93 29,43 59,36
16 Janusch Wolfgang 30,74 29,82 60,56
17 Knittel Stefan 31,59 31,48 63,07
18 Heike 33,28 33,74 67,02
19 Grosvenor Robyn 40,00 36,89 76,89

Zum Apres Schi trafen wir uns in der Wieseralm nahe der Reiterkogelbahn-Bergstation, wo wir uns ein wenig stärkten, denn von hier aus ging es in Etappen mit dem Schlitten hinunter nach Hinterglemm. Nach den ersten paar Kurven mit beinharten Positionskämpfen, vielen blauen Flecken, einem super Abflug von Adrienne in den Wald (hat gut ausgeschaut...), kehrten wir erneut in einer sehr gemütlichen, kleinen, dunklen Hütte, der Pfefferalm, ein. Als ich eintrat meinte der Wirt: „In Zwoanzg Minutn spea i zua!", doch zweieinhalb Stunden später war der harte Kern von uns noch immer dort und Rudi erzählt uns einen seriösen Witz nach dem anderen.

Auf der letzten Etappe ging es ziemlich steil mit dem Schlitten hinunter in den Ort. Gott sei Dank war an diesem Abend fast Vollmond, sonst wäre die Fahrt über die Schipiste (wie sich später herausstellte, war es eben nicht die Rodelbahn und deswegen so steil) nicht so glimpflich ausgegangen. Irgendwie müssen wir eine Abzweigung verpaßt haben, war aber letztendlich auch egal, eine riesen Gaudi ist das Schlittenfahren sowieso.

Anschließend ging es gleich in die Pinzgauerstubn zum nächsten Programmpunkt, dem Tartarenhutessen. Riesige Mengen an Fleisch standen am Tisch und dazu in der Mitte ein sogenannter Tartarenhut, an dem wir selbst das Fleisch grillten. In der Krempe des Hutes befand sich klein geschnittenes Gemüse, das mit dem Fleischsaft vermengt, der an der Seite des Hutes hinunterfloß, einen wahren Genuß darstellte.  Eine geniale Idee und vorallem wahnsinnig gut und das in einer sehr gemütlichen Stubn, was will man mehr nach einem wunderschönen Tag.

Der Sonntag versprach nicht wirklich gut zu werden, es fing auch zu Mittag tatsächlich zu regnen an, und so packten die meisten ihre Sachen um die Heimreise anzutreten - schade um den einen Schitag, doch was solls.

Am Ende möchte ich noch einmal Susi und Wolfi für die Organisation sehr herzlich danken. Es war hervorragend wieder die 3 Appartments zur Verfügung zu haben und das Schirennen heuer nach dem Wetter bedingten Ausfall im letzten Jahr endlich durchführen zu können. Außerdem haben eure Insider Tips in Bezug auf Hütten und Essen den Erfolg des Schiwochenendes kompletiert.

Also dann bis nächstes Jahr beim Schifahren - aber vorher werden wir uns sicher noch das eine oder andere mal beim Segeln sehen...

 Liebe Grüße

Georg