Oktoberfest Preis 2002
28.-29.09.2002
Deutscher Touring Yacht-Club e.V., Starnbergersee

Die Gründe sein Schiff zu trailern und ein paar hundert Kilometer gegen Westen zu führen mögen  mannigfaltig sein, sei es in Anerkennung der zahlreichen Teilnahmen und wahrscheinlich tausender zurückgelegter Kilometer unserer deutschen Segelfreunde, die in Aussicht gestellte Verknüpfung der Regatta mit dem Oktoberfest oder doch aufgrund der Tatsache, dass Krems heuer zwar wieder einen Ausflug wert war, aber der Wind nicht so ganz mitspielen wollte. So kamen vier österreichische Mannschaften zur Oktoberfestregatta an den Starnbergersee, um für viele noch ein letztes Mal in dieser Saison Regattafeeling auszukosten. 

Der Anreisetag versprach jedoch nichts gutes, bei Dauerregen und nicht wirklich segelfreundlichen 8-10 °C trudelten schön langsam die Teilnehmer im deutschen Touring Yachtclub ein. Jede Regenpause wurde von den insgesamt 17 Teilnehmern aus drei Nationen, neben den vier Österreichern war auch die russische Damenmannschaft vertreten, genutzt, um zu kranen und die Schiffe regattaklar zu machen, jede regenbedingte Arbeitspause, um sich auf das Oktoberfest vorzubereiten. Glücklich diejenigen, die trotz Oktoberfest noch ein Zimmer ergattert haben und auch Wollner/Toifl waren froh, doch noch ein Zimmer gefunden zu haben, nachdem ihres trotz Vorbestellung bereits vergeben war, denn bei nächtlichen Temperaturen von 3-5°C dürfte es in der Villa Mayr nicht mehr „heiß hergegangen“ sein. 

Der nächste Tag brachte jedoch besseres Wetter, der Regen hat über Nacht aufgehört, im Süden konnte man die verschneiten Berge erkennen, nur der Wind wollte nicht so ganz mitspielen. Nach einem abgebrochenen ersten Versuch, begann das Warten. Bei den kühlen Temperaturen aber der hervorkommenden Sonne auf dem Bankerl vor dem Bootshaus sitzend kam wohl eher Schihüttenromantik auf als Lust zum Segeln. Dem stimmte wohl auch der Wettfahrtleiter zu und beendete um 16:45 die Startbereitschaft per Lautsprecher ohne jedoch die  Flaggen zu streichen. Und prompt sprang zehn Minuten später der Wind an. Guter Rat schien teuer, war doch der Bus zum Oktoberfest schon bereitgestellt, die Schiffe teilweise verpackt und nicht mehr alle Teilnehmer anwesend. Nach einer kurzen Besprechung wurde jedoch dem Ragattanamen und der knapp bemessenen Zeit bis zum Sonnenuntergang zum Trotz von den Teilnehmern entschieden, einen zweiten Versuch in Angriff zu nehmen. Die Busfahrt wurde verschoben und entgegen allen Befürchtungen, dass oftmalige Startversuche, es waren drei Klassen am Start,  und die Dunkelheit dem Bemühen einen Strich durch die Rechnung machen könnte, wurde die Wettfahrt durchgezogen. Wobei offensichtlich dem nachmittäglichem Bierkonsum einige Kontrahenten zum Opfer gefallen sind. Rudi zeigte kleine Orientierungsschwächen und verpasste die Vorlegetonne und Wollner/Toifl mussten trotz neuem Boot aufgrund technischer Probleme pausieren, wurden aufgrund der besonderen Situation dennoch gewertet mit dem Mittel ihrer Plätze. Die verbleibenden beiden österreichischen Mannschaften zeigten hingegen ihre (Bier)Standfestigkeit und belegten die vorderen beiden Plätze. 

Vom Boot ging es dann auch sogleich zum Bus und auf die Wies´n, um sich sehr schnell im Getümmel zu verlieren. Sämtliche Anrufversuche schlugen fehl und so fand man sich in kleinen Grüppchen in den Festzelten ein, um das eine oder andere Maß auf den schönen Segeltag zu trinken. 

Der nächste Tag brachte anfänglich erneut Hüttenlaune, sitzen und warten, was diesmal jedoch bereits zu Mittag belohnt wurde. Bei drehenden Winden (2-4) wurden teilweise zum Leidwesen der weit angereisten Segler drei Wettfahrten gesegelt. Gut gekühlt aufgrund der erneut sehr herbstlichen Temperaturen, müde einerseits wegen der verbrachten Stunden am Wasser und andererseits der verpassten Stunden im Bett, da der vortägige Abend seinen Ausklang noch im Clubrestaurant nahm, wurde das Hafenrace erneut zum wahren Kriterium der Regatta. Ein Boot strandete dabei neben der Hafeneinfahrt und bei der anschließenden Siegerehrung musste festgestellt werden, dass die Ösis nicht nur beim Hafenrace die Nase vorne hatten. Die vier österreichischen Mannschaften erkämpften sich die ersten beiden Plätze und es kamen drei unter die ersten sechs. 

Niki Besler (AUT 230)

 

Platz     1.WF 2.WF 3.WF 4.WF Punkte Platz
1 AUT 280 Mayr Rudi [dnf] 1 1 1 3,0 1
Knittel, Stefan            
-            
2 AUT 201 Skolaut Christoph 1 2 [5] 3 6,0 2
Scolaut, Georg            
Riha, Susi            
3 GER 248 Wagner Kristin [4] 3 2 2 7,0 3
Höll, Anna            
Lochbrunner, Veronika            
4 RUS 1 Veselova Tatjana 3 [5] 3 5 11,0 4
Oukraintseva, Vladislava            
Kouzmina, Elena            
5 GER 242 Schäfer Christian [6] 4 4 4 12,0 5
Plettner, Andreas            
-            
6 AUT 230 Richard Johannes 2 6 [9] 7 15,0 6
Besler, Nicolaus            
-            
7 GER 138 Garthe Guido 5 10 8 [12] 23,0 7
Garthe, Horst            
-            
8 GER 199 Schedlinski Sabine 8 9 6 [10] 23,0 8
Hinz, Andrea            
Weiser, Henriette            
9 GER 253 Waldenmaier Katrin 7 12 [14] 6 25,0 9
Rimmele, Nathalia            
Dylla, Christian            
10 GER 236 Scholten Klaus 9 [11] 7 9 25,0 10
Gatz, Nicole            
-            
11 GER 194 Ubaczka Holger [11] 7 11 8 26,0 11
Kalenberg, Andreas            
-            
12 AUT 279 Wollner Helmut 10 8 10 [11] 28,0 12
Toifl, Michael            
-            
13 GER 115 Troeltsch Jürgen 12 14 12 [15] 38,0 13
Otte, Jochen            
-            
14 GER 38 Hub-Balven Katharina [14] 13 13 13 39,0 14
Hub, Ralf            
-            
15 GER 7 Wolf Augustinus 15 [16] 15 14 44,0 15
Schmidt, Resi            
Baukloh, Susi            
16 GER 146 Fiebig Herbert [16] 15 16 16 47,0 16
Frank, Ulrike            
-            
17 GER 243 Erbes Eva 17 [dnf] 17 17 51,0 17
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