GOLDENE YNGLING
SCA   31. Juli - 1. August 2004

Dies ist das erste Mal, daß mich der YCA zur verantwortungsvollen Tätigkeit des Berichtschreibens heranzieht; ihr werdet Euch jetzt fragen: Seit wann schreiben die von ganz hinten auf einmal Regattaberichte? Anscheinend findet auch einmal ein blindes Huhn ein Korn, und der 3. Platz in der ersten Wettfahrt verpflichtet mich nun zu folgendem Bericht:

14 Teilnehmer waren der Einladung des SCA zur Goldenen Yngling gefolgt, doch reichlich Prominenz (Rudi, Andi, Johannes..) war dem sonnigen (!) Traunsee ferngeblieben. Der Wind hatte das natürlich spitz gekriegt und beschloß zunächst, ebenfalls der Veranstaltung fernzubleiben. Während nun die Wallerseer (AUT-171/1) den Wind durch reichliches Zuführen eines hopfenhältigen Wellnessgetränkes zu beschwören versuchten, entschloss sich die Wettfahrtleitung zu einem ganz besonderen Ritual: der dreistündigen Umkreisung des Startschiffes durch eine Prozession von 14 Ynglingen in der Uferbö. Es folgte ein abendliches reichhaltiges Trank- und Speiseopfer (ein Lob der Küche des SCA und Janoschs selbstgeernteten Wachau-Marillen!). Und tatsächlich: es half. Der Wind ließ sich erweichen. Schon am nächsten Tag um 5 blies ein feiner, nur unter 180° drehender Oberwind nur 10 Schleppminuten von SCA entfernt mit angenehmen 1-2 Windstärken. Während Steinkolgers (AUT-91) noch tief und fest schliefen, erfolgte der erste Start kurz nach 6 Uhr, und im nu waren die ersten drei Wettfahrten einschließlich eines allgemeinen Rückrufes absolviert. Dann passierte es auf der ersten Kreuz: Eine frische Brise strömte an der Westseite des Sees herbei. Denjenigen, die geglaubt hatten, die Ostseite sei die bessere (die Großmeister mittendrin!), wurden 10 Minuten Zeit gegeben, ihren Fehler einzugestehen und hilflos im Öl treibend zuzusehen, wie die anderen von gaaanz weit hinten mit rauschender Bugwelle vorbeizogen. Eine Bahnabkürzung nach der zweiten Runde beendete schließlich die Windlotterie. Die Wettfahrtleitung bot an, bei Einstimmigkeit unter den Ynglingen eine 5. Wettfahrt zu starten, was am energischen Widerstand von AUT-60 scheiterte (danke im Nachhinein!). Also blieb's bei 4 Wettfahrten an einem einzigen Sonntagvormittag. Der Wind zeigte sich darauf wieder einmal beleidigt und zog sich endgültig nach Ebensee zurück (dort bläst er angeblich immer, Zitat der Jungs vom SCE). Anschließend hatten wir noch die Gelegenheit, unsere verhauten Starts, Skolauts einfallenden Spi (!) und andere highlights als Videoprojektion noch mal anzusehen. Nach der zeitigen Preisverteilung (an erster Stelle gab es keine wirkliche Überraschung, Willi Schmidl wurde 2.) ging’s in einer wilden Flucht vor einem heranziehenden Gewitter im Schlepp zum Kran beim Frauscher.

Auf ein Wiedersehen am Attersee, Georg (AUT-247)

 

Platz Nat. SegelNr Mannschaft                   1.W. 2.W. 3.W. 4.W. Punkte
1 AUT 301 SKOLAUT Christoph, SKOLAUT Georg (1) 1 1 1 3,0
2 AUT 211 SCHMIDL Willi, WINDHAGAUER Walter 2 (3) 2 3 7,0
3 AUT 181 SPÄNGLER Michi, ZISCHINSKY Rolf (10) 2 3 5 10,0
4 AUT 245 KOGARD Markus, MAYRHAUSER Ali 4 4 (10) 4 12,0
5 AUT 247 WIETZORREK Georg, BEER Arno 3 6 7 (9) 16,0
6 AUT 60 SEITER Martin, SEITER Sebastian 6 5 5 (11) 16,0
7 AUT 266 JANUSCH Wolfgang, JANUSCH Simone 5 (7) 6 6 17,0
8 AUT 171 SCHIMAK Frank, FATZOKAS Wolfgang (DNC) DNC 4 2 21,0
9 AUT 233 PASQUALY Peter, HORNBERGER Chistiane 7 8 (9) 8 23,0
10 AUT 166 NIEDERHAUSER Josef, WIESAUER Fritz 8 9 (11) 7 24,0
11 AUT 165 REIBERSTORFER Alois, REIBERSDORFER Barbara 9 (10) 8 10 27,0
12 AUT 171 SCHÖFBÄNKER Johann, SCHÖFBÄNKER Norbert 11 11 (12) 12 34,0
13 AUT 120 FUTTERKNECHT Heinz, RÖTHIG Kerstin 12 12 (13) 13 37,0
14 AUT 91 STEINKOGLER Wolfgang, STEINKOGLER Elke (DNC) DNC DNC DNC 45,0