Yngling-WM 2006 in La Rochelle/Frankreich

WM in La Rochelle/Frankreich 2006

Starkwind, Strömung, Essen und Trinken wie Gott in Frankreich, genug an Gründen die ca 18 Stunden Autofahrt in Kauf zu nehmen.
Also Campingbus beladen, Yngling angehängt, Bernhard, unseren Dritten, um 22h nach Beendigung seiner Quartalsabrechnung (armes Schwein so ein Zahnarzt) abgeholt und auf geht's via München, Karlsruhe, Paris nach La Rochelle an der Atlantikküste. Bis auf einen kurzen Stau bei Paris läuft die Anreise problemlos. Die Autobahngebühren in Frankreich sind so hoch, dass wir an den ersten Zahlstellen an einen Automatenfehler glaubten doch dem war nicht so. Vorteilhaft war dafür die geringe Verkehrsdichte und die Tatsache, dass man in Frankreich mit dem Hänger 130 kmh fahren darf. Nicht zuletzt dank dieser Erleichterung erreichten wir "schon" nach 16 Stunden glücklich aber müde unser Ziel.
Da in der Ausschreibung keinerlei Hinweis über den Standort des Veranstalterclubs zu finden war, kreisten wir ziemlich genervt ca eine halbe Stunde durch die Stadt, ohne Chance den Hafen zu finden! Tobias hatte die schlaue Idee doch per Handy den Martin anzurufen, der uns dankenswerterweise verriet, dass wir nur der Beschilderung Zum Port Minimes folgen bräuchten. Wenige Minuten später waren wir endlich am Ziel.
Der Hafen zeigte sich bei heißem Sommerwetter, das uns die gesamte Serie begleiten sollte, als riesig, mit mehr als 4000 Liegeplätzen! Für die Ynglings gab es zwei Kräne und eine wirklich sehr gute Infrastruktur und Organisation, Allerdings war die gesamte Veranstaltung über in keiner Weise auch nur ein Hauch der Begeisterung, wie wir sie 2005 in Mondsee erleben durften, zu spüren. Dies wurde uns von zahlreichen Teilnehmern vermittelt, was uns Österreicher ein wenig mit Stolz erfüllte.

Nun zum Wesentlichen:
Kranen war nur nach dem Vermessen möglich! Die Österreicher waren alle erst für Sonntag eingeteilt und es war ja erst Freitag . Gegen eine Gebühr von 60 Euro (vive la france!!!) konnte am Samstag doch gekrant werden. Ich zog es vor, das Geld zu sparen da ohnedies nur 1Bft Wind war, und wir auf Starkwind setzten, was sich als Irrtum herausstellen sollte. Der neuseeländische Trainer lieh mir (dank der guten Beziehungen von Wolfi) sein Schlauchboot und so konnten wir das Revier erkunden.
Erkenntnis: Strömung nicht so stark wie erwartet, Welle ekelhaft kabbelig, Wind thermisch auflandig eher konstant. Christof und Martin nützten die Trainingsmöglichkeit. 
Die Vermessung brachte das schon bekannte Theater von zu leichten Masten und Booten, zu scharfen Abrisskanten an Kiel und Ruder. Besonders hatten es die Vermesser auf unseren Johannes mit seinem nagelneuen Mader abgesehen! Bezügl. Details Fragt ihn selber, aber bitte nur, wenn er gut gelaunt ist! Wenn auch mit so manchem Dispens, duften doch alle starten.
Vom Practice Race bis zur 10. Wettfahrt gab es Wind von 1bis max 3Bft.
Auf Grund der eher kurzen Kurse, der im vergleich zu unseren Alpenseen wenig drehenden Winde und der enormen Leistungsdichte war es wichtiger denn jäh, einen perfekten Start hinzulegen. An der ersten Tonne einmal hinten, gab es nur mehr wenige Möglichkeiten aufzuholen. Damit war es für mich, der ich kein guter Starter bin, leider nicht schwer zu erklären, wieso wir unser Ziel unter die ersten 20 zu kommen verfehlt haben.
Ohne Frühstart wäre Christof noch deutlich besser platziert gewesen, mit einem etwas besserem Beginn der Serie hätte Justin die Top 15 schaffen können und wenn die Vermesser dem armen Johannes nicht gleich am Anfang den Nerv gezogen hätten………..
Trotz allem Wenn und Aber, Martin hat eine absolute Topleistung abgeliefert und bewiesen, dass ein österr. Meister auch in der Weltspitze mitfährt
Auf Grund der vielen ersegelten früheren Erfolge erscheint der 8 Gesamtrang zu unrecht als etwas enttäuschen aber unter die Top drei kommt man halt nur wenn Alles passt, auch das Quäntchen Glück.
Alles in Allem war La Rochelle 2006 sicherlich eine Reise wert.

PS.: Der Österreicherabend war geprägt von reichlichst Bier, Schnaps, Wein, Speck Schwarzbrot, Mozartkugeln. Unsere schweizer Nachbarn, nur in geringer Anzahl vertreten, erboten sich mit zu machen und für die Kühlung der Getränke zu sorgen.
Es war wirklich erstaunlich, wie viel lauwarmes Bier und warmer Veltliner wir unter das Ynglingvolk bringen konnten.

AUT 259 Karl


Gentlemen only ...

Bei der Yngling-WM vor La Rochelle traten fünf österreichische Herren-Teams an und holten zwei Top-Ten-Platzierungen.

Die Yngling-WM in La Rochelle/Frankreich wurde in zwei Gruppen ausgetragen, Damen olympisch und offene Klasse. Österreich war mit fünf Teilnehmern ausschließlich in der offenen Klasse vertreten, wo eine wahre Armada an Dänen (15 Mannschaften) und Niederländern (11 Mannschaften) um die Plätze kämpfte, insgesamt gab es 42 Teams aus 9 Nationen zu verzeichnen.

Die große Flotte aus den Niederlanden kommt nicht von ungefähr, die Holländer genießen derzeit das finanzstarke Engagement von Volvo, die in den letzten Jahren in die Jugendarbeit investierten und mit 24 neuen Ynglings beachtliche Erfolge erzielen konnten. Das Ergebnis: Sechs Teams unter den ersten Zehn bei dieser WM – beachtlich!

Bei leichten und mittleren Winden wurden zehn Wettfahrten ausgetragen, wobei die Strömung bei einem Tidenhub von bis zu 6 Metern die Annäherung an die Bojen besonders interessant machte. 

Die heimischen Segler schlugen sich beachtlich, zwei Teams kamen in die Top Ten: Der Weltmeister 2001, Christoph Skolaut vom Union Yachtclub Mondsee, belegte knapp hinter dem Weltmeister 2005 Maarten Jamin-Kampen den 8. Platz, Martin Lutz (Union Yachtclub Wolfgangsee) folgte auf Platz 9.
Die weiteren Platzierungen der Österreicher:
22. Justin Kurz (UYC Attersee)
25. Karl Holzner (UYC Wolfgangsee)
33. Johannes Richard (UYC Attersee)
Den Titel holte sich John Ingalls aus den USA, der durch enorme Bootsgeschwindigkeit beeindruckte, Silber ging an Tom Ote, der damit wie am Mondsee 2005 den Vize nach Holland holte. Für Dänemark galt das Motto „Masse statt Klasse“, man brachte mit Bo Reker Andersen nur ein Team in die Top Ten, holte aber immerhin Bronze.

Bei den Damen gewann die Spanierin Monica Azon punktegleich vor der Deutschen Ulrike Schümann, auf Platz drei die Siegerin vom Vorjahr, Sally Barkow(USA).

Dieser Artikel wurde von Judith Duller-Mayrhofer am Freitag 14. Juli 2006 um 06:00 unter News Regatta in der Yacht Revue veröffentlicht.

 

Pos Sail Competitors Pts Net Pts tot r.1 r.2 r.3 r.4 r.5 r.6 r.7 r.8 r.9 r10
1 USA 348 INGALLS John
 RANDALL James 
 KOMAR Mikael 
50.00 65.00 5 15 1 5 12 10 5 5 2 5
2 NED 328 OTE Tom
 VON DYK Moryke 
 OTTE Ester 
54.00 97.00 2 1 7 2 DSQ 5 16 16 1 4
3 DEN 149 ANDERSEN Bo Reker
 PRINS Erik 
 BRENDSTRUP Henrik 
55.00 98.00 1 3 10 1 6 4 9 4 17 OCS
4 NED 340 ROUKEMA Christian
 ROUKEMA Bas 
 EICHHORN Roos 
59.00 102.00 9 12 3 15 7 3 3 2 5 OCS
5 NED 333 HAVEN Hidde Jan
 VAN AREM Don 
 VAN DER WERF Auke 
63.90 90.90 RDG 7 2 4 27 2 7 18 4 11
6 NED 124 ZWANENBURG Sander
 ZWANENBURG Tessa 
 BAHHER Mark 
65.00 108.00 7 2 OCS 8 8 12 1 6 14 7
7 NED 322 JAMIN-KAMPEN Maarten
 JAMIN-KAMPEN Froukje 
 BAKKER Gert-henk 
75.00 95.00 11 4 20 19 1 7 14 8 8 3
8 AUT 301 SKOLAUT Christoph
 STADLER Christoph 
 RIHA Wolfgang 
81.00 124.00 3 6 OCS 24 11 15 2 7 12 1
9 AUT 300 LUTZ Martin
 PISO Nicolaus 
 SKOLAUT Georg 
93.00 118.00 4 10 16 11 4 20 8 14 25 6
10 NED 320 DE JONG Marcel
 BROEK Jeroen 
 MINKS Yshra 
94.00 137.00 8 5 8 17 13 16 4 DSQ 6 17
11 USA 302 CHAFEE Bruce
 PETERSEN Carsten 
 HENDERSON Peter 
98.00 116.00 17 9 11 14 18 18 11 3 13 2
12 DEN 24 WAIN PEDERSEN Marc
 SCHALDEMOSE Kristian 
 GRONNING Morten 
104.00 129.00 23 14 4 3 25 8 18 11 7 16
13 NED 323 DE KLER Reinier
 TAK Matthijs 
 TAK HENDRIKS Shaula 
110.00 139.00 19 8 5 6 21 19 13 29 10 9
14 SLO  1 BOSTJAN Antonic
 MITJA Nevecny 
 ZELJKO Perovic 
112.00 142.00 10 18 30 30 9 1 17 1 18 8
15 DEN 111 RING Joergen
 ARENTOFT Nina 
 ROSENKILDE Niklas 
112.00 155.00 14 16 12 12 3 21 21 DNS 3 10
16 SWE 36 ALLROTH Jens
 PLANANDER Malin 
 KLANG Petter 
119.00 146.00 12 17 18 27 10 11 6 9 9 27
17 DEN 203 WINSTON Mikkel
 STUBBEN Jacob 
 HANSEN Simon 
150.00 178.00 28 11 13 13 20 27 15 21 16 14
18 DEN 191 HANSEN Jesper Bjorn
 RABOT Alexandre 
 FELDING Frederik 
157.00 194.00 15 28 24 37 15 9 10 15 22 19
19 DEN 201 SCHIBSBYE Erik
 ASMUSSEN Thomas 
 BECK Kasper 
159.00 188.00 6 13 14 29 29 14 28 17 23 15
20 DEN 155 STIG POULSEN Anders
 ZAFIRYADIS Christophe 
 ALBRECHT SVARE Peter 
175.00 218.00 31 22 21 22 5 6 22 20 26 OCS
21 GER 222 GERTH Hans-Henrich
 DYLLA Christian 
 SCHUTT Thorsten 
177.00 209.00 29 32 29 10 2 17 24 23 31 12
22 AUT 283 KURZ Justin
 JELINEK Gregor 
 FLÖDL Georg 
181.00 220.00 22 26 17 18 34 30 39 10 11 13
23 DEN 204 GOTSCHALK Anders
 NITTEGAARD Jonas 
 LOPPENTHIN Frederik 
191.00 225.00 30 23 25 34 24 13 26 12 15 23
24 DEN 200 O.THAULOW Christian
 V.STENSTORM Kristine 
 STYR Simone 
204.00 235.00 25 30 15 20 19 29 31 27 21 18
25 AUT 259 HOLZNER Karl
 HOLZNER Tobias 
 MENAPACE Bernhard 
207.00 244.00 13 27 19 9 37 33 25 32 29 20
26 DEN 23 NOBEL Christian
 LACOPPIDAN Oscar 
 RUTZOU Victor 
222.00 265.00 27 35 27 7 28 DSQ 36 13 19 30
27 AUS 19 HARPER Chris
 HARPER Jan 
 CHAPMAN David 
222.00 257.00 20 20 23 35 31 22 29 33 20 24
28 NED 306 H.DE HAER 
 JANSEN Thys 
 SCHURER Amerens 
228.00 271.00 16 24 OCS 26 22 25 12 26 34 OCS
29 SUI 398 HAAG Patrick
 WIDER Pater 
 CATALDI Eric 
231.00 269.00 38 29 6 32 33 23 32 19 35 22
30 DEN 132 BRY George
 LACOPPIDAN Maria 
 NOBEL Emilie 
231.00 266.00 32 25 35 21 17 32 35 24 24 21
31 AUT 330 RICHARD Johannes
 BESLER Niki 
 SPANGLER Michael 
252.00 295.00 36 21 OCS 16 32 26 20 28 30 DSQ
32 USA 293 JACQUEMIN Joseph
 CORNISH Eric 
 JACQUEMIN Catherine 
255.00 294.00 33 31 22 25 14 39 37 34 28 31
33 NED 58 TOORNSTRA Woater
 MOLENAAR Jaap 
 KEDDE Lianne 
256.00 299.00 21 19 9 28 26 24 DNS DNS DNF DNC
34 GER 194 URBACZKA Holger
 KALENBERG Andreas 
 MULLER Arne 
259.00 302.00 26 33 26 31 16 41 23 31 32 DNC
35 DEN 137 VILHELMSEN Lars
 HELLINGHUS Jan 
 DUELUND Niels 
275.00 314.00 24 39 33 23 38 35 27 22 39 34
36 DEN 207 WEINCKE Camilla
 CHRISTOFFERSEN Lerke 
 ABBENHUSS ANDERSEN Kristine 
290.00 329.00 39 34 28 36 39 34 19 35 37 28
37 NED 308 SMOLDERS Joap
 BERTEN Manus 
 VISSER Cloas Willem 
305.00 345.00 35 40 34 40 35 38 38 25 27 33
38 AUS 43 REECE Jordan
 REECE Alan 
 REECE Michael 
305.00 345.00 34 37 31 39 40 31 33 38 36 26
39 DEN 62 HUGGENS HAAMANN Mathias
 WIBORG STEEN Thomas 
 WINTHER Bjorn 
309.00 352.00 42 42 36 38 23 28 DSQ 37 38 25
40 DEN 18 GOTTSCHALCH Marc
 IBSEN Camilla 
 MOLDRUP Niels 
310.00 350.00 40 36 32 33 30 37 34 36 40 32
41 NED 245 VAN DER MEEREN Jan Paul
 TROMP Reinier 
 VAN DER MEEREN Maarten Lucas 
314.00 355.00 37 38 37 41 36 36 30 30 41 29
42 SUI 78 ILG Pascale
 ILG Peter 
 EGGIMANN Paul 
355.00 398.00 41 41 38 42 41 40 40 39 33 DNC

 

http://www.srr-sailing.com/client/index.php?titre=deriveurs&cou=reg&id=mondial-yngling.htm&act=ong3