Schweizer Meisterschaft 2007
27.-30.09.2007 - Hallwiler See


Aufgrund ihrer Größe ist grundsätzlich schon die Schweiz schwer zu finden - also versucht mal Beinwil am Hallwiler See zu finden…

Nachdem das Teilnehmerfeld bei der letzten österreichischen Regatta der Saison in Krems leider kleiner war als erwartet und wir uns nicht mit der Tatsache abfinden wollten, dass dies schon der Abschluss der heurigen Segelsaison gewesen sein soll, entschieden wir uns, nocheinmal am internationalen Regattaparkett in Erscheinung zu treten. Zur Auswahl standen die schweizer und die deutsche Meisterschaft. Logischer Schluss: Schweiz!

Kurzentschlossen machten wir uns also auf den Weg an den Hallwilersee südwestlich von Zürich. An der schweizer Grenze wurden wir freundlich empfangen, jedoch sehr bestimmt darauf hingewiesen, dass nicht nur das Zugfahrzeug, sondern auch der Anhänger eine schweizer Autobahnvignette benötigen würde. Um 120 Euro erleichtert setzten wir unsere Reise ins Ungewisse fort.

Trotz der Kenntnis unserer Stärken standen wir aufgrund der Aussage von Martin Lutz ("Bis jetzt is noch a jeder Österreicher mit'm schweizer Titel nach Haus kommen!") doch etwas unter Druck.

Am Hallwilersee angekommen, wurden wir bereits bei der Einfahrt in den Segelclub Hallwil freudig begrüßt. Beeindruckend war neben der perfekten Organisation (Vermessung, Kranen, Liegeplatz), die wie ein schweizer Uhrwerk lief, vor allem die ehrliche, natürliche und herzliche Gastfreundschaft, mit der wir empfangen wurden. Nach tausend Kilometern Fahrt, Mast aufstellen und Boot kranen stand für 35 Teams die Eröffnung bei Speis und Trank am Programm.

Am folgenden ersten Regattatag mit 4 Wettfahrten konnten wir uns erfreulicherweise gleich mit den Rängen 1, 2, 2, 2 und einem 2. Rang im Zwischenklassement gelungen in Szene setzen. Alpensee bleibt Alpensee: bei Westwind heißt's bei jedem Dreher wenden. Dementsprechend erschöpft und zufrieden gingen wir nach einem hervorragenden Galadiner, wie wir es an Regattawochenenden immer tun, früh zu Bett… 

Am Regatta-Samstag zeigte die erfahrene Wettfahrtleitung ihre Klasse. Nach mehreren erfolglosen Startversuchen aufgrund von drehenden Winden gelang es dem Team um Mario Suter doch noch 2 gute Wettfahrten über den See zu bringen. Mit den Plätzen 1 und 1 zeigten wir unseren schweizer Segelfreunden, wo der Barthel den Most holt. Somit standen wir bereits am Samstag Abend als "Yngling Master of Switzerland" fest.

Diese Tatsache beeinflusste die schweizer Gastfreundschaft in keinster Weise und so konnten wir den Eidgenossen beim gemeinsamen Apres Sail so richtig zeigen, wo der Barthel den Most holt!

Der abschließende Sonntag, geprägt von undefinierbaren Windrichtungen und unbeschreiblichen Kopfschmerzen, brachte seglerisch nicht mehr viel: nur langes Warten am Wasser und einige erfolglose Startversuche zur letzten Wettfahrt.

Wie bereits einige Male erwähnt, möchten wir nocheinmal die herzliche und gastfreundliche Stimmung, die uns während der gesamten Veranstaltung entgegengebracht wurde, hervorheben. Trotz der Tatsache, dass wir den Titel nach Österreich mitnahmen, erhielten wir prompt die Einladung, auch nächstes Jahr an der am Bodensee stattfindenden Schweizer Meisterschaft 2008 teilzunehmen.

An unsere neuen schweizer Freunde: Danke für die großartige Veranstaltung, wir kommen wieder!

AUT 283
Justin und Gregor