|
|
|
|
|
Beispiele für Kinderzeitungen, die nicht für ein bestimmtes Geschäft (wie Papagei, Kiebitz, Schmetterling usw.) sondern für bestimmte Produkte warben: Die Rama-Post und Die Blaubandwoche für Margarine; Der Rotfrosch für Schuhcreme; Lurchi für Schuhe und Die Blendax-Kinder für Zahnpasta. |
|
![]() |
Nachtbesuch bei Peterchen
Eine kinderbuchartige Werbebroschüre der Firma Odol, wahrscheinlich um 1940. Den Kindern wird im Rahmen einer märchenhaften Erzählung der Gebrauch von Odol Zahnpasta und Mundwasser nahegelegt. |
|
Siehe auch: Die Werbekinderzeitungen der Margarineindustrie: Die Rama Post, Fips Lach-Zeitung für liebe kleine Kinder, Fips die heitere Post vom kleinen Coco, Rama im Blauband Woche, Blaubandwoche |
||
|
In unseren Tagen wird es für Raucher immer enger. In den Ländern der europäischen Union und auch anderswo ist es verboten in Flugzeugen, Bussen, Bahnhöfen, öffentlichen Gebäuden, Hotels und Lokalen zu rauchen und je nach prohibitionistischer Neigung der einzelnen Staaten sind gegen Verstöße teilweise so drastischen Strafen angedroht, dass man meinen könnte, es gelte eine besonders gefährliche Form der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität zu bekämpfen. Diese Hysterie macht auch vor der einzelnen Zigarettenpackung nicht halt. Während ich mir sorgenvoll eine Zigarette anzünde, entnehme ich mein drohendes Ende vor Augen der gesetzlich verordnendeten Negativwerbung auf der Packung, dass Rauchen tödlich sein kann und auf der anderen Seite die Aufforderung, (zumindest) die Kinder zu verschonen und sie nicht meinen Tabakrauch einatmen zu lassen. |
||
|
|
|
|
Neben den Kinderzeitungen und kinderbuchähnlichen Werbeheften, die als direkte oder indirekte Werbemittel dienten, aber als eigenständige Druckwerke existierten, gab es eine Reihe von sogenannten Kinderbeilagen zu Zeitschriften, die für Erwachsene bestimmt waren. Diese Beilagen wiesen alle Merkmale einer Kinderzeitung auf und erfüllten so über das Kind des Käufers einen indirekten Werbezweck für das Hauptprodukt, wenngleich das hier nicht so augenfällig war. zB.: "Die Arche Noah" ('Daheim'), "Hans Kunterbunt" ('Leipziger Neueste Nachrichten'), "Der kleine Genossenschafter" ('Genossenschaftsfamilie'). |
||
|
Ein Beispiel aus den 50er Jahren: Die in Wien etablierte Margarinefabrik Ebhart & Herout legte ihren Produkten recht schöne Karl May- Sammelbilder bei, die bei Kindern zu begehrten Sammelobjekten wurden. Es gab 100 Serien zu je 6 Bildern. Auf der Rückseite wurde in knappen Worten die Handlung erzählt. |
|
|
Das Konzept, Kinderzeitungen als Werbegeschenk einzusetzen wurde in größerem Rahmen nach dem Krieg bis zum heutigen Tag nur mehr von Bankinstituten fortgeführt. |
|
Der Buchklub der Jugend, der sich als organisotorischer Träger des Kampes gegen Schmutz und Schund an den Schulen etabliert hatte, bewarb in den Schulen zeitweise auf recht aggressive Weise die von den kooperierenden Verlagen veröffentlichen 'guten Kinder- und Jugendbücher', die von den Eltern der Kinder im Interesse ihrer Sprösslinge gekauft werden sollten. Da dies aber mit politischer und behördlicher Billigung unter dem Titel Jugendschutz, Leseerziehung und pädagogische Notwendigkeit geschah, wurde diese Vorgehensweise nie unter dem Gesichtspunkt einer letztlich wettbewerbsverzerrenden Werbestrategie thematisiert. Aber es kann nicht übersehen werden, wie sehr hier ehrlich gemeinter Idealismus mit kommerziellen Interessen zusammenwirkte. |
||
|
Etwa ab Mitte der 50er Jahre verfügten viele Kinder schon über eigenes Taschengeld und wurden damit - wenngleich noch in sehr bescheidenem Rahmen - selbst als potentielle Käufer gesehen und als Zielgruppe der Werbung interessant. |
||
| weiter zu: | Service & Navigation |
| Kinder und Werbung Teil 4 Kinder als Zielgruppe der Werbung |
Zur Startseite mit dem Verzeichnis aller anlinkbaren Beiträge |
| Kinder und Werbung
Teil 1 Begriffsbestimmung, Kinder als Motiv der Werbung |
Zurück, von wo Du gekommen bist |