Friedrich
Weber wurde am 10. November 1921 als 7. Kind der äußerst musikalischen
Schuhmacherfamilie Johann Weber in Gaming geboren. Mit 7 Jahren erkrankte
er an Diphtherie, der sich eine chronische Mittelohrentzündung anschloß
und eine dauernde Schwerhörigkeit nach sich zog. Die musikalische
Laufbahn begann mit ca. 10 Jahren mit
Erlernen des Geigenspiels, ein Jahr später,
1932, begann er den Zitherunterricht, danach lernte er Akkordeon, Blockflöte,
Piccoloflöte und Klavier.
1939 trat er in den Postdienst ein und blieb
dort bis zu seiner Pensionierung 1982.
Die Militärzeit 1941-43 in Wien bot ihm
die Möglichkeit, in den Konzertsälen und der Oper die damals
gespielten Werke der großen Meister kennenzulernen und er schaffte
sich Partituren und Musikbücher und begründete so seine umfassende
Kenntnis von Kompositions- und Harmonielehre.
Nach seiner Rückkehr nach Gaming trat er
in die Ortsmusikkapelle als Schlagwerker ein, der er bis 1989 angehörte.
Und für diese Kapelle komponierte er auch seine ersten Märsche.
Denn die Komponistenlaufbahn von Friedrich Weber verlief auf zwei Ebenen:
auf der der Blasmusik und der der Zither. Im selben Jahr begann er auch
einen Fernkurs über das ganze Musikwissen (Konservatorium), der Krieg
und sein Ende verhinderten aber eine Abschlußprüfung. Doch Friedrich
Weber komponierte und musizierte weiter. Im örtlichen Tanzorchester
spielte er Bratsche, in der Kirche Geige und in den Gasthäusern mit
seinem Bruder Schrammelmusik.
1949 schließlich kamen beim "Europäischen
Verlag" in Wien IX, die ersten Zitherkompositionen heraus, Friedrich Weber
gab erfolgreiche Konzerte, vor allem im Rahmen der Konzertabende des Zithervereins
"Haustein". Dabei lernte er viel große Zitherkomponisten kennen,
die ihn wiederum inspirierten. Zur selben Zeit begannen die Musikkapellen
zu erstarken und Friedrich Weber steuerte auf diesem Gebiet viele Stücke
bei. Daneben war er auch als Musiklehrer tätig, zuerst privat, nach
Gründung der Musikschule in Gaming gegründet legte er
1967 die Lehrbefähigungsprüfung für
Musik,
Hauptfach Zither, ab und unterrichtete lange
Jahre Zither und Melodica.
Da er mit Verlegern schlechte Erfahrungen machte
- den Großteil seiner Kompositionen im Eigenverlag verlegt, dazu
bemerkt war er ein ausgezeichneter Autograph. Rund 520 Kompositionen entstanden
so im Laufe der Zeit, ein Drittel davon etwa für Blasmusik, der Großteil
jedoch für Zither, aber auch Transkriptionen und Gelegenheitswerke
für die
verschiedensten Besetzungen und Anlässe
finden sich dabei.
1996 verstarb Friedrich Weber und hinterließ
im besonderen im Bereich der Zithermusik nicht nur ein großes Werk
sondern durch seinen Tod eine große Lücke.
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Copyright 1999 by Charlotte
Weber