Im Mittelalter war die Rechtsprechung Teil der Herrschaftsausübung; in Österreich erhielt der Landesfürst durch das Privilegium minus von 1156 alle Gerichtsbefugnisse. Diese wurden später an Herrschaften übertragen und von diesen bis 1848 ausgeübt. 1850 wurden nach Aufhebung der Grundherrschaften staatliche Gerichte (Bezirks-, Kreis-, Landes- und Oberlandesgerichte) eingerichtet.

Von 1256 - 1848 waren die Gerichtsbefugnisse zwischen den Herrschaften Steyr (Gegend zwischen der Enns und der Steyr bis zum Sengsengebirge), Hall (vom Steinfeld bei der Stadt Steyr bis zur Steyrerleitner-Mühle in Obergrünburg) und Leonstein (bis zur Ramsauerbrücke im Teufengraben) aufgeteilt.
1848
Einrichtung des Gerichtssprengels Grünburg, welcher seinen Sitz für die nächsten drei Jahre im Schloß Leonstein hatte.
1851
Anmietung des Gebäudes und Übersiedlung des Bezirksgerichtes nach Grünburg
13.12.1893
  Carl Hönig (als Bevollmächtigter der Besitzer) stellt ein Kaufangebot
1896
 

Ankauf des Objektes durch k. k. Aerar Urkunde Urkunde

1929
  Postamt zieht ins Erdgeschoß des Gerichtsgebäudes und bleibt bis 1990
4. 8. 1968
  Protestbrief der Bürgermeister gegen die Schließung des Bezirksgerichtes (pdf, 150 kb)
31.12.2002
  Auflösung des Bezirksgerichtes Grünburg
2003
  Ankauf durch die Gemeinde Grünburg zum Zweck der Errichtung eines Gastbetriebes und eines Veranstaltungssaales
2006
  Beginn der Umbauarbeiten durch die Besitzer E. und R. Unterbrunner
Juli 2007
  Eröffnung des "Gasthaus zum Bezirksgericht"