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Der argentinische Gitarrist und Komponist Maximo
Diego Pujol (geb. 1957) studierte bei verschiedenen Lehrern
Gitarre und Komposition. Zwischen 1977 und 1982 errang er auf beiden Gebieten
eine Reihe von Wettbewerbserfolgen (darunter drei erste Preise). In seiner
argentinischen Heimat ist er ebenso als Solo - Interpret wie als Kammermusiker
bekannt. Seine Werke werden weltweit von namhaften Musikern aufgeführt.
Die Suite Buenos Aires beschreibt vier charakteristische Stadtteile seines
Geburtsortes in vier gänzlich unterschiedlichen, aber durchwegs vom
Tango beeinflußten Stücken.
In
der Biographie des Komponisten und Gitarristen Jaime
Mirtenbaum Zenamon (geb. 1953) verbinden sich die nationalen und
kulturellen Elemente der Südamerikanischen Musik. Als Sohn europäischer
Eltern in Bolivien geboren, studierte er vor allem in Brasilien und Uruguay,
ein Nachbarland Argentiniens, das den Tango mitgeprägt und viele
Tangomusiker und Komponisten hervorgebracht hat. Er lebt jetzt in Brasilien.
Die
Komponisten des Tango waren fast immer selbst Instrumentalisten oder Sänger.
Gerade die frühen Tangomelodien wurden schnell "Standards",
vergleichbar dem Jazz, die immer wieder neu arrangiert und ausgeschmückt
wurden. Zu den "Evergreens" gehören die folgenden sechs
Tangos von Agustin Bardi (1884 - 1941), Vicente
Greco (1888 - 1924), Angel Villoldo (1868
- 1919, der "Tangopapa"), Manuel Gregorio
Aroztegui (1888 - 1938) und auch noch
ein Walzer von Anselmo Alfredo Aieta (1896
- 1964) - fünf Tangolegenden aus der sogenannten "guardia vieja",
der Alten Garde von Musikern aus den ersten Jahrzehnten unseres Jahrhunderts.
Auch Astor Piazzolla (1921 - 1992), der Großmeister
des argentinischen Tangos, wurde international als Komponist und Virtuose
auf dem Bandoneon berühmt. In Mar del Plata in der Provinz Buenos
Aires geboren, studierte er Komposition bei Alberto Ginastera, Nadja Boulanger
(Paris) und Arnold Schönberg sowie Dirigieren bei Hermann Scherchen.
Er gründete verschiedene Orchester, die den Tango auch im Konzertsaal
populär machten. Seit 1960 hat er über 300 Tangos geschrieben,
außerdem eine Oper, Orchesterwerke, ein Oratorium und einige Werke
für die Flöte und die Gitarre.
Den
Weg vom alten zum neuen Tango illustriert Piazzolla in seiner Histoire
du Tango. Der erste Satz spielt um 1900 und bringt in der Flöte
das Geplapper der französischen, spanischen und italienischen Bordellfrauen
von Buenos Aires zum Klingen. In diesem Stück erkennt man die Stiefelabsätze
der Uniformierten von Polizei und Militär, die zur Kundschaft der
Damen ebenso gehören wie Diebe, Gauner und Matrosen. Voller Romantik
und Melancholie dagegen die viel langsamere Tangomusik des Cafés
um1930, die der zweite Satz vertritt. Es ist die Zeit der großen
Tango-Orchester. Die dritte Station, "Night Club 1960", trägt
in ihrem kunstvollen Wechsel zwischen wildem Milonga-Rhythmus über
Moll-Harmonien und nachdenklichen Lento-Passagen bereits Piazzollas eigene
Handschrift. In der Musik des letzten Teils, "Concert
d´aujourd´hui", haben Rhythmik und Atonalität Bartoks und
Strawinskys deutliche Spuren hinterlassen: ein typischer "Tango
nuevo" von Piazzolla.
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