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STIFF TOES
Sacrifice  

Katalog-Nr. sws 110

 

 

Ben Pascal: Words and Music, Guitar, Piano, Bass, Male Voice  
Stif La: Female Voice  

Markus Meinecke: Drums

Stiff Toes ist eine Wiener Band rund um den Songwriter und Multi-Instrumentalisten Ben Pascal und die Sängerin Stif La. Besonders die Sängerin sorgt mit ihrer ergreifende Stimme, verbunden mit den Kompositionen und Texten Pascals für musikalischen Tiefgang.

Auf ihrem ersten Album „Sacrifice“ gewährt die Band Einblicke in eine Welt voller Gefühle und Emotionen.  

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Stiff Toes is a band from Vienna / Austria, founded by the songwriter and multi-instrumentalist Ben Pascal together with singer Stif La.

A stirring voice, emotional  compositions and intense lyrics make their first album „Sacrifice“, to a journey into a world full of feelings and emotions.

facebook.com/stiffmusic
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Presse:

Es ist ein Ort, wo Melancholie auf Durchhaltevermögen, Pianos auf E-Gitarren und eine starke Stimme auf eine sanfte trifft. Das Wiener Duo Stiff Toes vereint all diese Elemente in ihrem frisch erschienenen Debütalbum „Sacrifice“. Die für die Öffentlichkeit noch recht unbekannte Formation setzt sich aus der Sängerin Stif La und dem vielseitig talentierten Musiker Ben Pascal zusammen, der außer den Drums jedes Instrument auf dem Album selbst eingespielt hat. Der Versuch, die Musik in gängige Kategorien einordnen zu wollen scheitert an der verzweigten Songstruktur und den fließenden Übergängen der einzelnen Genres, die in vielen Songs zitiert werden. Am ehesten erinnert ihr Stil an den der amerikanischen Nu-Gaze Band Wye Oak, die sich auch einer starken Frauenstimme zu leisen und rockigen Klängen bedient.

Stiff Toes‘ Opener „Sacrifice“ ist ein Gedicht, vorgetragen von Pascal, das mit einer modernen, leichten Klaviermelodie hinterlegt ist. Es handelt von der Selbstaufgabe eines Einzelnen, um mit dem großen Ganzen zu verschmelzen, das sich das wahre Leben nennt. Es ist ein radikaler, schmerzhafter Ansatz, der von Zeilen diesen „If you wann live I mean truly live, you have to sacrifice, you have to sacrifice everything, you have to sacrifice your friends, sacrifice love.“ nur unterstrichen wird.

Neben der Aufopferung ist auch die Liebe ein wiederkehrendes, vielverwendetes Symbol in der Popkultur. Es wird von dem Blick durch die rosa Brille, von dem Glück bis ans Lebensende und von der leidenschaftlichen Lust gesungen, doch die Deutung von den Stiff Toes ist eine nicht ganz so fröhliche. Liebe und Verlust gehen hier Hand in Hand, durch Täler der tiefen Trauer und Verzweiflung.

Vor allem in der Klavierballade „Still Alone“, die einmal aus der Perspektive der Frau, dann aus der des Mannes gesungen wird, erzählt von einem scheinbar unerwiderten Interesse an der anderen Person. Herausgekehrt werden die Lücken der menschlichen Kommunikation, die in so einer verzwickten Situation keinen befriedigenden Ausweg erlaubt. Des Weiteren zeugen „Together“ und „Over Out“, die sanft beginnen und in rockigen Refrains münden, von einem verzehrenden Liebeskummer.

„Suicide“ ist neben „Sacrifice“ der stärkste Track des Albums. Es ist eine wahre Post Punk Ballade, dessen erzählerische Komponente besonders gut mit Pascals Stimme harmoniert. Der Titel verrät, dass es sich hier um Suizidgedanken nach einer Trennung dreht. Und nicht nur dieses Lied handelt von Selbstmord. In „Live to Give“ werden die Begriffe Selbst- und Fremdbild neu interpretiert. Das eigene Leben, auch wenn es einem selbst nicht mehr lebenswert erscheint, hat dann eine wichtige Bedeutung, wenn es sich in den Augen eines geliebten Menschen spiegelt.

Auch wenn das Album vorwiegend den Tiefen des Trip-Hop frönt, lockern jazzige Elemente die Tristesse auf. So ist „Magic Girls“ textlich zwar ein recht verzweifeltes Stück, doch Sängerin Stif Las Vocalmelodie gibt ihm einen besonderen Flow. Und „Metamorphosis“ klingt sogar ein wenig wie eine langsame und weitaus schlichtere Version von Whams „Club Tropicana“.

Auch wenn die vielzähligen Genre-Wendungen in den Songs zuerst überraschend sein mögen, ist „Sacrifice“ ein gelungenes Debütalbum, eines Duos, das seinen ganz eigenen Zugang zur Melancholie gefunden hat.                           Anne-Marie Darok ( mica austria)

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