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                      sws 450 /LC-20335


VERGUNN 

AUTOR 

und Interpret ist Karl von Karlsbach vulgo: KAVKA, ein Alt-Siebziger, der damals in der „Bardenszene“ um FREDL FESL in München und anderswo in Bayern aktiv war, danach aber andere berufliche Wege beschritt. Seine späte CD „VERGUNN“ lässt nun entsprechend aufhorchen. Große Texte, die einen schwer loslassen, Musik unplugged, großartig gespielt und sogar polyphon gesungen. Neu-Gruppiertes und Zitiertes aber nie ganz Traditionelles, im Hintergrund Präsentes und Erspürbares – und alles schwingt, um neu erlebt zu werden. Die Arrangements mit natürlichem Klavierklang verdichten zu fast kammermusikalischen Sounds. Musikantisch gut gemacht. So wie hier ging es irgendwie noch selten zusammen.

PRESSE. Der BR sendete zur Prime-Time am 13. Februar eine breite Vorstellung in der Traditionssendung „Schmankerl“ mit Wiederholung. Ungewöhnlich und Kompliment allemal. Das Kulturmagazin „Muh“ rezensiert in seiner Märzausgabe, ebenso die bayrische Musikerzeitung „Zwiefach“. Rezension in der Süddeutschen Zeitung wird vorbereitet.  1975 hatte die MITTELBAYERISCHE ZEITUNG REGENSBURG nach einem Konzert geschrieben:  „ ... manche seiner Lieder verströmen Schubert’sches Flair“ (Zit.)

SOUND. Damals wollte er traditionelle Liedformen zu einer Art mischfarbigem Sound verbinden: Gstanzl, klassischer Dreigsang, Protestsongs, Blues, Rock, Swing, Kunstlied, Sprechgesang ...usw. KAVKA blieb bei seiner Suche nach den Formen des musikalischen Geschichtenerzählens. Die Treffsicherheit der südostbayrischen Mundart blieibt seine Hauptfarbe. Seine Lieder dienen dem Text, sie erzählen Milieugeschichten, öffnen Fenster mit „Aussicht auf Einblicke“. Die Themen sind mitten am Rand‘ drauß(Zit.), romantisch, kritisch, anklagend, nachdenklich, wiegen den Hörer in Betrachtung. Und immer ist dann da etwas, das in seiner Wärme weiterklingt. Die Aussprache ist mitunter sehr deftig, hat aber nichts Ordinäres. Vielmehr öffnen sich gerade dadurch die Räume. Wenn man fragt, sagt er: Alles erlebt, nix erfunden. Man hört ihm zu und ist sofort drin.

VERGUNN. Mit gut sechzig Jahren beschert sich KAVKA (immerhin ein Branchenneuling) nun selbst einen späten „Vergunn“. Nachdem an weitere Aufnahmen bereits gedacht wird, kann man gespannt sein, was noch alles jene Bühne betritt, auf der von FREDL FESL bis HUBERT VON GOISERN u.v.a. schon so viel Unvorherzusehendes geschehen ist. Denn KAVKA ist auch ein neuer, ein nochmal ganz anderer Besen.


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