Literaturverzeichnis mit Anmerkungen

Bölten / Bělotín :
Literaturverzeichnis
mit Anmerkungen

 

Tschechisches Schrifttum

Panovský Vladislav a kol., „Bělotín obec moravské brány“, Festschrift zur Feier des 30.Bestandsjubiläums des “Sokol” und des Baues einer neuen Schule, Bělotín 1979

Tylich Alois, „Osvobození“ , in: Panovský a.a.O.S.6 ff. Der Autor berichtet über die Einnahme Böltens durch die Rote Armee am 7.Mai 1945, die Ankunft von Neusiedlern, die Übernahme der deutschen Bauernhöfe durch Verwalter und den „Abschub“ von 1106 im Sommer 1946 noch in Bölten befindlichen Deutschen (mit 196 Pferdefuhrwerken in das Sammellager Hranice /Mährisch Weißkirchen).

Deutsches Schrifttum

 A. Allgemeines

Bohmann Alfred, "Das Sudetendeutschtum in Zahlen", München 1959, 283 Seiten

Bäcker Alfred, "Der Völkermord an den Sudetendeutschen", 292 Seiten, Kilian Verlag, Vöcklabruck 2006, ISBN 3-901745-11-4

Oberwandling Alfred , Mirtes Hans, "Unvergessene Heimat Sudetenland. Geschichte, Kultur, Wirtschaft, Recht, Vertreibung." Texte auch in engl u. franz. Sprache. Großformat 30x42 cm, 120 Seiten. Ortmaier-Druck, Frontenhausen 2010, ISBN 978-3-9812414-4-0

Schleser Walter Franz,  “Politische Strategie für den Tag X“ , Berichte über eine Konferenz von  Exilpolitikern  in London vom 21.-24.1.1952  im  “Wegweiser für Heimatvertriebene“  (Frankfurt,1.2.1952, S.1 u.2).
Der Autor nahm an der von der Europa-Bewegung veranstalteten Konferenz als Vorstandsmitglied der damals an allen deutschen Universitäten vertretenen “Vereinigung Heimatvertriebener Deutscher Studenten“ und als Berichterstatter des Wegweisers teil. Dort sprach er u.a. mit dem ehem. polnischen Ministerpräsidenten Mikolajczyk und den ehem. csl. Ministern Dr. Hubert Ripka  und Prof. Dr. Jar. Stransky. Letzterem überreichte er das “Sudetendeutsche Weißbuch“ (über die von ihm mitzuverantwortenden  “ethnischen Säuberungen“ in der CSR), die 1950 beschlossene  Charta der deutschen Heimatvertriebenen  und einen mitunterzeichneten “Offenen Brief “ Sudetendeutscher an die Leitung der Konferenz. In diesem wurde die Konferenz begrüßt, sofern sie sich zu den Prinzipien der Charta der Menschenrechte bekennt und wenn sie ein freies Europa freier und gleichberechtigter Völker auf dem Boden der Moralprinzipien aufzubauen bestrebt ist. Es sei aber unmöglich, diesen Neuaufbau Europas mit Menschen vorzunehmen, die nicht als Teilnehmer in die Konferenz, sondern wegen schwerer Verletzung der Menschenrechte vor ein  Tribunal gehörten.

Schleser Walter Franz, „ pán - Ty pán ! “ , Gedanken zu einem Gespräch zwischen Deutschen und Tschechen , in der exiltschechischen Zeitung „Bohemia“, München, 15.Mai 1954 , in deutscher Sprache u.a. im Gedenkbuch der Patengemeinde Höchst im Odenwald 1987/88, S.285. Im letzten Absatz des Artikels “Ich Herr – Du Herr“ schrieb der Autor :

Sicher fällt es oftmals schwer, objektiv zu bleiben, eine genaue, wahrheitsgemäße Analyse des politischen Geschehens zu geben und die Ursachen der Vorgänge in Böhmen, Mähren und Schlesien aufzuzeigen. Daß nicht nur Kampf und Haß die beiden Nationen beherrscht haben, lehrt die Geschichte. Daß Deutsche und Tschechen immer Nachbarn bleiben werden, zeigt die Karte. Eine Kollektivschuld gibt es nicht. Wäre es darum nicht möglich, auf dem Guten, Wahren, Bleibenden aufzubauen, das Schlechte erkennend abzulegen und für die Zukunft an einem Konzept zu arbeiten, das ein gut nachbarschaftliches Zusammenleben ermöglicht ? Und dies im Interesse Europas und der gemeinsamen Heimat ? Möge dieser bescheidene Beitrag Anregung dazu sein.

Aus: “Das Freie Forum“,Bonn 11/1955

Aus: “Bohemia“, München,15.5.1954

Schleser Walter Franz, “Heimat Sudetenland?“, Bericht über eine Reise durch Böhmen und Mähren in einer spannungsgeladenen Zeit (1968, vier Wochen vor dem Einmarsch von Truppen des Warschauer Paktes), in “Alte Heimat“, Heft 11/1968, S.380-384.

Schleser Walter Franz sagte in seiner Ansprache am 23.Juni 1996 beim 50. Heimattreffen in Höchst, daß (dem bedankten und geehrten ) Heimatpfarrer Franz Polak vergönnt sein möge, auch noch an dem Tag ein Tedeum anzustimmen , an dem sich Tschechien für das Unrecht der Vertreibung entschuldigt und zusagt , die berüchtigten „Benesch-Dekrete“ der Jahre 1945 und 1946 aus der tschechischen Rechtsordnung zu eliminieren. Eine solche Erklärung sei überfällig. Sie erscheine auch Voraussetzung für eine Vertiefung schon bestehender Beziehungen zwischen deutschen und tschechischen Gemeinden , wie zwischen Höchst und Bělotín, und sollte daher auch auf dieser (kommunal-) politischen Ebene immer wieder angemahnt werden. (Der über vierseitige Text der Ansprache mit mehreren Dankadressen aus Anlass des 50.Jahrestages der Vertreibung wird im Böltener Archiv in Höchst verwahrt).

Kessler Erich, „ Die politische Wende. Das Verhältnis zu den Heimatgemeinden nach der Wiedervereinigung Deutschlands und Öffnung der Grenzen des „Eisernen Vorhangs“ “, in der Gedenkschrift zum 50. Heimattreffen des Kirchspiels Bölten in Höchst im Jahre 1996, S.15 f. Der Autor befürwortete eine Partnerschaft zwischen Höchst und Bělotín , unterzeichnete den Partnerschaftsvertrag 2006 auch für das (deutsche) Kirchspiel Bölten als dessen Ortsbetreuer. Die Urkunde enthält folgenden Passus: „Die Gemeinden schließen diese Partnerschaft auch in dem Bewusstsein der besonderen Verantwortung der Gemeinde Höchst i. Odw. als Patengemeinde der Böltener.“

B. Kuhländchen und Gemeinden

Schulig Heinrich, „Meine Heimat , das Kuhländchen“ , Jägerndorf 1908 , 514 Seiten

„Alte Heimat Kuhländchen“, Mitteilungen des Vereins heimattreuer Kuhländler e.V. in D-69168 Wiesloch, Schafäckerweg 16 (früher Heidelberg und Wiesenbach). Diese Mitteilungen erscheinen seit 1947, dzt. sechsmal jährlich im Umfang von rd.100 Seiten. Die Urkunde über die Partnerschaft zwischen der Gemeinde Höchst i.Odw., der Gemeinde Bělotín, dem Kirchspiel Bölten und dem Akademischen Chor der Universität Ostrava wurde 2006 Seite 598 abgedruckt.

„Kuhländchen - unvergessene Heimat“, Jubiläumsbuch 1998 des Vereins heimattreuer Kuhländler. Großformat. Wiesenbach 1998, 589 Seiten.

 „Das Kuhländchen – auf den Spuren einer Region in Mähren – Schlesien“ , 50-Min.- Film (auf Video oder DVD) aus dem Jahre 2006 , erhältlich beim Alte Heimat-Verein in D-69168 Wiesloch.

C. Bölten und Umgebung

Polak Franz und Schleser Walter Franz (Hrsg.) , Festschrift zur 200-Jahrfeier der Pfarrkirche in Bölten, Höchst i.Odw.1957. Über die 250-Jahrfeier in Bölten im Herbst 2007 - unter Teilnahme des Erzbischofs von Olmütz - berichtete die „Alte Heimat“ im Mitt.Bl.Nr.1 / 2008, S.40.

Schleser Walter Franz (Hrsg.) : „Bölten – Sudetenland , Patengemeinde von Höchst – Odenwald“ , Wien 1965.Die Broschüre enthält einen Abdruck des offiziellen Gedenkbuches der Gemeinde Bölten , erstellt 1924 aufgrund eines csl. Gesetzes vom 30.1.1920, Gedenkblätter für die Opfer beider Weltkriege und der Vertreibung sowie Artikel über das Sudetenland und die Gemeinde Höchst im Odenwald.

„Schicksal der Vertreibung“, Gedenkbuch zur Patenschaft der Gemeinde Höchst i.Odw. mit den Gemeinden des Kirchspiels Bölten/Ostsudeten : Bölten, Daub, Hermitz, Kunzendorf, Litschel, Lutschitz, Neudek und Pohl. Mit ausführlichen Berichten über die einzelnen Gemeinden und einem Abdruck der Patenschaftsurkunde vom 2.8.1953 auf S.278. Hrsg.: Gemeinde Höchst im Odenwald 1987, 2.Aufl.1988.

Gedenkschrift zum 50. Heimattreffen 1996 in Höchst im 43.Jahr der Patenschaft, mit Grußworten des Höchster Bürgermeisters Reiner Guth und des Landrates des Odenwaldkreises, Horst Schnur . Die Gedenkschrift , die dem ehem. Orts- und Heimatpfarrer, Geistl. Rat Franz Polak, Ehrenbürger der Gemeinden Bölten und Höchst gewidmet wurde, enthält u.a. eine Übersicht über die sechs Ausweisungstransporte (in Viehwaggons) mit den Zielorten in Bayern (1) und Hessen (5). Hrsg. der Schrift: Die Ortsbetreuer des Kirchspiels Bölten.

Schleser Walter Franz, „15 in ´45 , Erinnerungen eines Sudetendeutschen“ (für seine Kinder, Enkel und Freunde), erstellt in Wien 2004, in einer 2. Miniauflage (mit mehr Anlagen über den späteren Lebensweg) unter dem Motto: „Daß die Vergangenheit nicht in Vergessenheit versinke“. 56 bzw. 80 hektographierte Seiten, aufliegend u.a. im Böltener Archiv in Höchst i. Odw. und in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig.  11seitiger Auszug: "Schicksalsjahr 1945 , Zeitzeugenbericht eines Bölteners" unter Links in der Website von Walter Fr. Schleser über Böltenhttp://members.aon.at/boelten . Die Website enthält folgende Abschnitte : Lage und Geschichte von Bölten, Fotos der Alten Heimat, Vertreibung 1946, In der neuen Heimat, Patengemeinde Höchst im Odenwald, Partnerschaft mit Bělotín , Gedenksteine und -tafeln in Höchst i. Odw. und Bělotín  (Bölten), Literaturverzeichnis mit Anmerkungen, Links sowie Wappen und Ahnentafel der Familie Schleser.

D. Internet

Websites, u.a.: www.Hoechst-i-odw.de, www.Belotin.cz, www.Kuhlaendchen.de und www.sudeten.de

Die freie Enzyklopädie Wikipedia, www.wikipedia.de , mit Artikeln u.a. über das Sudetenland, die Sudetendeutschen und die sog. Benesch-Dekrete, betr. die Entrechtung, Enteignung und Vertreibung der Sudetendeutschen sowie die Straflosstellung von Vertreibungsverbrechen, begangen bis zum 28.10.1945.

Zur Vertreibung der Sudetendeutschen wird verwiesen auf:
Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei (Wikipedia)
Vertreibung der Sudetendeutschen 1945-1946  (GenWiki)

 

In der freien Enzyklopädie WIKIPEDIA finden Böltener Artikel über

- Bölten (jetzt: Bělotín)

- Höchst im Odenwald, die Patengemeinde der Böltener

- Franz Polak, Pfarrer und Ehrenbürger von Bölten und Höchst i. Odw.

- Walter Franz Schleser aus Bölten, den Gestalter dieser Website
Sein Eintrag in der Deutschen Nationalbibliothek

 


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